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20Feb/13Off

Das erfolgreichste deutsche Foto auf Facebook – Ein Blick auf die Erfolgsfaktoren

Autor des Artikels: Matias Roskos

Wachablösung. Das erfolgreichste Foto einer deutschen Brand auf Facebook war bisher das Pep Guardiola-Bild des FC Bayern München mit über 185.000 Likes. Seit letzter Woche gibt es einen neuen Spitzenreiter. Dieses Bild hier:

(Ich berichtete bereits letzte Woche über den Erfolg.)

Mehr als 1,1 Millionen Menschen auf Facebook haben auf "gefällt mir" geklickt. Soviel wie noch nie zuvor auf ein Foto einer deutschsprachigen Facebook-Seite. Ich selbst hatte meine Zweifel, dass dies funktionieren würde. Und wurde eines besseren belehrt. Was mich ehrlich gesagt, sehr freut! Ich kenne das Team hinter der Galileo-Facebook-Seite und weiß mit wieviel Herzblut sie bei der Sache sind.

Charts der erfolgreichsten deutschen Facebook-Bilder

Neben den Likes gab es aber noch viel mehr Zahlenmaterial, das überaus erfolgreich ist für eine Brand wie Galileo. Hier die letztendlichen Leistungsdaten des Posts. Dafür ein dickes Danke an Christian G. vom PSD Social Media Team für die Zusammenstellung der Zahlen.

  • 6.733.938 Impressionen
  • 2.327.311 Reichweite (Unique Users)
  • d.h. 35 % der erreichten User liken den Post
  • 1.972.412 eingebundene Nutzer
  • 60.799 Kommentare
  • 140.265 Menschen teilten den Post

Das sind wahrlich beeindruckende Zahlen. Die wiederum beweisen, was auch mit einer rein deutschsprachigen Facebook-Seite möglich ist. Wenn einige Faktoren zusammenspielen, eine Fanbase vorhanden ist, die groß genug ist und das Team, das die Seite betreut, gekonnt und mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl und zugleich einer guten Idee zu Werke geht.

Erfolgsfaktoren für ein extrem erfolgreiches Facebook-Foto

Was waren nun Weiterlesen …

24Mai/11Off

Warum liest das denn keiner auf Facebook? 3 entscheidende Faktoren für den Erfolg eines Facebook-Postings

Autor des Artikels: Matias Roskos

Diese Frage - "Warum liest und kommentiert das denn keiner auf Facebook? Können Sie mir das erklären, Herr Roskos?" - höre ich etwa drei Mal pro Woche. Und ich weiß, Hunderte, vermutlich sogar Tausende von neuen Social Media Verantwortlichen in Agenturen und Unternehmen fragen sich das tagtäglich. Oft werden die Nachrichten anderer Seiten, die eher belangloser Natur sind, deutlich öfter kommentiert und mit einem "Gefällt mir" versehen als die eigene. Das ärgert oft den Schreiber des Postings. Und ich kann das verstehen.

Zuerst einmal: auch nicht alle meiner Postings werden kommentiert. Auch bei mir geht hin und wieder mal was unter in der proppevollen Facebook-Welt. Aber ich kenne die Mechanismen die dafür verantwortlich sind. Jedenfalls zu, sagen wir mal, 90%. Darum wunder ich mich nur noch selten darüber.

Das was ich jetzt ausführe gilt für private Postings genauso wie für Postings auf Ihrer Unternehmens-Seite. Und es betrifft Text-Postings genauso wie Videos, Links oder Bilder. Wobei es in der Wahrnehmung bei den Facebook-Nutzern durchaus Unterschiede gibt zwischen Textnachrichten und Bildern/Videos. Aber darum soll es hier jetzt nicht gehen.

1. Haben Sie die Nielsen-Regel im Blick

Haben Sie schon mal etwas von der Nielsen-Regel gehört? Sie stammt vom dänischen Web-Experten Jabok Nielsen und hat auch im Jahr 2011 nichts von ihrer Richtigkeit verloren. Das zeigt sich nicht nur immer wieder in der täglichen Arbeit, sondern wird mir auch von anderen Communitymanagern stetig aufs Neue bestätigt.

Die Nielsen-Regel ist eine wunderbare Orientierung (kein Dogma) für die Aktivität in einer Community. Sie gibt Orientierung und hilft bei der Planung des Communitymanagements. Sie sagt, dass 90% einer Community - Auf Facebook sind das die Fans der Seite. Facebook besteht so aus vielen "kleinen" Subcommunities. - inaktiv sind. Und nur 1% tatsächlich aktiv ist und 90% des gesamten Contents liefert. Nicht beachtet ist hier die Contenterstellung durch Plattformbetreiber und Communitymanager, die immer wichtiger wird. Gerade in der Startphase von Community-Projekten.

Die Nielsen-Regel

Jetzt kann jeder, der für eine Facebook-Seite verantwortlich ist, mal schnell durchrechnen, mit wie vielen aktiven Menschen er zu rechnen hat. Und dann vergleichen, ob das der Realität entspricht. Meine Erfahrung sagt mir, gekoppelt mit der Nielsen-Regel, dass wirklich gelebte Kommunikation erst ab etwa 500 Fans auf Facebook stattfindet. Vorher passiert kaum und nur selten etwas. Also nicht wundern, wenn bei 300 Fans kaum was los ist. Aber nicht aufgeben! Weiter stetig am Communitywachstum arbeiten. Es lohnt sich.

2. Unterschied Newsstream und Pinwand

Der zweite Punkt, der von vielen oft nicht beachtet wird, ist der kleine, sehr feine und wichtige Unterschied zwischen dem Newsstream und der Pinwand des Unternehmens. Die wenigsten Fans besuchen regelmäßig die eigentliche Facebook-Seite. Sie nehmen die Nachrichten, Bilder, Videos, Umfragen einer Seite zu 99% über ihren Newsstream war. Und nicht über den Besuch der eigentlichen Facebook-Seite und der Pinwand dort.

Also über die eigene Startseite auf Facebook, die ihnen Facebook vorsetzt. Ein wenig zum Newsstream hatte ich neulich schonmal geschrieben: "Wie Sie auf Facebook jemanden wieder los werden... oder unsichtbar machen".

Untersuchungen der letzten Zeit haben ergeben, dass etwa nur jede 500. Nachricht dem Nutzer tatsächlich im Newsstream angezeigt wird. Aus der Summe der Postings seiner Freunde und von Seiten, von denen er Fan ist. Das bedeutet: ein Facebook-Nutzer sieht ihre Nachricht oft erst gar nicht! Und darum kommentiert er auch nicht oder klickt auf "Gefällt mir". Kann er gar nicht. Weil er es nicht zu Gesicht bekommt. Das ist den wenigsten Betreuern von Facebook-Seiten bewusst.

Und wie kann man das "abstellen"? Hierfür muss man wissen, dass es Weiterlesen …

21Jan/11Off

Weihnachten im Flieger

Autor des Artikels: Matias Roskos

Kennen Sie diese Aktion und das dazugehörige Video schon? Unbedingt anschauen. Ich liebe Aktionen, die Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Toll!

Und ohne Social Media hätten viel weniger Menschen davon erfahren und diese Bilder gesehen. Der positive Effekt einer eigentlich reinen Offline-Aktion verstärkt sich also massiv Dank Social Web, Youtube und all die Kanäle, über die das Video weitergereicht wurde.

16Jul/09Off

Wozu ist dieses Web 2.0 eigentlich gut?

Autor des Artikels: Matias Roskos

Eine Frage, die sich noch immer viele (zu viele) stellen. Hier mal eine (von vielen) Antwort:

Bis zum 6. Juli fast 2,8 Aufrufe auf Youtube, dazu über 21.000 Bewertungen und 14.000 Kommentare.

Worum es geht. Dem Musiker Dave Carroll wurde die Gitarre durch die Gepäckabfertiger bei United Airlines zerstört. Extrem extrem ärgerlich. Und United Airlines sah keine Veranlassung den Schaden zu ersetzen. Darauf schrieb Dave, nach vielen vielen Versuchen doch noch was zu erreichen auf den bisher üblichen Wegen, diesen Song. Und siehe da - United Airlines reagiert. Musste reagieren.

Die hohen Zugriffszahlen und Daves Ankündigung, noch zwei weitere Ich-will-Gerechtigkeit!-Songs hinterher zu schieben, haben United alarmiert und zwangen das Unternehmen zu einer Reaktion: Selbstverständlich werde man für den Schaden aufkommen - mehr noch: Man werde das Video künftig bei Mitarbeiterschulungen einsetzen, um den Service-Gedanken zu perfektionieren.

Ist im Basic Thinking Blog nachzulesen.

Hier hat das Web 2.0 seine ganze Kraft einmal wieder eindrucksvoll gezeigt. Auch der kleine Mann kann etwas erreichen. Denn er hat eine Stimme. Im modernen Internet. Es findet KOMMUNIKATION statt. Ob das Unternehmen nun passt oder nicht. Faxe können im Papierkorb landen, Telefonanrufe im Nirvana der Callcenter verschwinden. Aber ein Video auf Youtube, ein Blogeintrag, Nachrichten via Twitter oder auf Facebook, eine Gruppe in StudiVZ - all das ist kaum noch löschbar. Und viele viele andere können und werden es sehen, lesen, darauf reagieren, die Nachricht weiter reichen. Darauf müssen sich die Unternehmen endlich einstellen. Und lernen Bestandteil der neuen virtuellen Welt zu werden!