SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

25Okt/13Off

Alles Gute Tchibo ideas! Relaunch überzeugt nur bedingt

Autor des Artikels: Matias Roskos

Tchibo ideas ist neu. Am 7. Oktober 2013 war es endlich soweit. Relaunch. Ein ganz neues Tchibo ideas ging an den Start. Aber irgendwie fühlt es sich verdammt alt an. Nur wenig innovativ. Ich bleibe enttäuscht zurück.

tchibo-ideas-2013

Das Neue verpackt Tchibo wie folgt:

Wir haben jetzt mehr Raum zum Mitmachen geschaffen. Unser Fokus liegt künftig auf tollen Aktionen, an denen sich jeder beteiligen kann.

heißt es dazu. Und weiter:

Fünf Jahre Tchibo ideas in Zahlen:

  • 11.092 Mitglieder
  • 1.262 Aufgaben
  • 763 Lösungen
  • 8.721 Kommentare
  • 177 Sieger
  • 23 Produkte

Leider heißt es aber auch:

Auf Tchibo ideas wird es Weiterlesen …

20Jun/13Off

Tchibo ideas gibt weiter Gas

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich liebe den Open Innovation Ansatz von Tchibo ideas. Hier ein aktuelles Video über die Kooperation mit Studenten.

10Nov/10Off

Lösung des Jahres von Tchibo ideas (war leider temporär schon vergriffen)

Autor des Artikels: Matias Roskos

Mist. Da wollte ich mir doch glatt die "Lösung des Jahres" von meinem deutschen Crowdsourcing-Lieblingsprojekt bestellen. Und? Was ist? Gibts Gab es nicht mehr. Der Kabelaufroller ist war "leider vergriffen".

[Update]
Wie ich gerade via Facebook erfahren habe, war er nur temporär vergriffen! Mann kann ihn wieder ordern.

Aber das ist ja nicht das schlechteste Zeichen, wenn ein via Crowdsourcing entstandenes Produkt vergriffen ist. Die Tchibo ideas Produkte im Tchibo-Online-Shop verkaufen sich gut, wie mir auch zuletzt beim Communitycamp bestätigt wurde. Das find ich gut. :)

Endlich mal ein Crowdsourcing-Projekt, bei dem am Ende auch echte, neue Produkte in den Regalen landen.

Aber auch mit meiner Agentur VOdA bin ich nicht ganz schuldlos an einem "Verkaufsschlager". Für die österreichische Firma MAM Babyartikel hatten wir letztes Jahr eine Crowdsourcing-Kampagne gestartet um neue Weiterlesen …

19Mrz/10Off

Miguel Helfrich, der Erfinder hinter Tchibo-ideas, im Interview: Crowdsourcing-Konzepte entfalten ihre ganze Wirkung, wenn sie in die Marketingaktivitäten integriert sind

Autor des Artikels: Matias Roskos

Miguel HelfrichIch traf Miguel Helfrich Mitte Februar in einem Restaurant in Berlin, um über das Thema Crowdsourcing zu plaudern und zu hören, was ihn dazu veranlasst hat Tchibo zu verlassen und nach Berlin über zu siedeln. Heraus kam dabei dieses Interview.

Miguel Helfrich ist der Gründer von Tchibo-ideas, einem Startup aus dem Hause Tchibo. Bevor er als Head of Marketing Development Consumer Goods dieses Crowdsourcing-Projekt an den Start brachte, leitete er die Innovationsabteilung Non Food bei Tchibo.

Herr Helfrich, Tchibo-ideas ging im Sommer 2008 an den Start und stieß auf große Resonanz in der deutschen Internet-Landschaft. Hatten sie damit gerechnet?

Tchibo-ideas ist ein sehr neuartiges Konzept. Wir haben vermutet, dass wenn gerade Tchibo mit einem solchen offenen Ideenportal kommt, es eine entsprechende Resonanz geben würde. Dass dann soviel darüber berichtet wurde, hat uns sehr gefreut.

Wie lange hat es gedauert von der ersten Idee bis zum Launch des Portals?

Die Grundidee entstand im Herbst 2006. Bis diese dann genauer ausgearbeitet war, verging aber ein wenig Zeit. Damals wurde ein sehr kleines Team mit der Konzeption und Umsetzung dieser Idee betraut. Das hat sich als vorteilhaft herausgestellt, denn durch die kurzen Entscheidungswege ging die Ausarbeitung der Konzeption sehr schnell voran. Trotzdem gab es natürlich eine Vielzahl von Punkten, die zu berücksichtigen und zu klären waren. Neben der Kommunikation und Darstellung nach draußen mussten auch intern die Voraussetzungen geschaffen werden. Nach wenigen Monaten waren wir aber dann so weit, dass wir den Gang nach draußen gewagt haben.

Wie kam es zu dieser Idee? Von einer Brand wie Tchibo hätte ich diesen mutigen Schritt ehrlich gesagt nicht erwartet. Wurde die Idee vom Management angeregt oder wurde sie in ihrem Team geboren?

Tchibo möchte seine Kunden ständig durch neue Ideen begeistern. Meine Aufgabe war es, auch außerhalb der normalen Denkpfade nach neuen Wegen zu suchen und das Management und die Organisation davon zu überzeugen diese Wege zu gehen. Bei dem damaligen Management fiel das Konzept von Tchibo-ideas auf fruchtbaren Boden und ich habe schnell große Unterstützung und die nötigen Freiheiten bekommen, um Tchibo-ideas umzusetzen.

Immer mehr Unternehmen hinterfragen die Einsatzmöglichkeiten von Crowdsourcing, Open Innovation und Co-Creation. Ist das aus ihrer Sicht nur ein kurzer Hype oder steckt darin langfristiges Potential?

Der Grundgedanke von Tchibo-ideas war es, sich als Unternehmen zu öffnen, ganz bewusst auch viele Freiheiten zulassen. Durch dieses auf Crowdsourcing-Mechanismen basierende Portal hat Tchibo die Möglichkeit eine andere Form der Kommunikation zu den Menschen und zu den Kunden aufzubauen. Die Menschen werden bei der Produktentstehung direkt beteiligt. Die Produktmanager denken sich nicht an ihren Schreibtischen neue Angebote aus, sondern die Kunden wirken aktiv mit bei der Produktentwicklung.

Zwischen den Unternehmen und seinen Kunden entsteht so im Laufe der Zeit eine Beziehung, die eine ganz andere Qualität erhält. Ich bin der festen Überzeugung, dass vielen Menschen das einseitige Konsumieren von Produkten nicht mehr ausreicht. Die Konsumenten sind besser informiert, selbstbestimmter und selbstbewusster. Und sie wollen mitmachen. Man muss ihnen nur faire und geeignete Möglichkeiten dafür bieten.

Um schnell und günstig an neue Ideen heranzukommen ist Crowdsourcing nicht geeignet. Crowdsourcing, oder wie man es auch immer nennen möchte, ist in meinen Augen eine Chance eine enge Beziehung zwischen den Unternehmen und seinen Kunden aufzubauen. Die Menschen wirken direkt an den Produkten mit. Dadurch kann eine viel stärkere Identifikation mit dem Unternehmen entstehen. Am Anfang steht die Kundenbindung. Am Ende kann aus dieser Kundenbindung eine stabile Kundenloyalität werden. Es gibt eine Vielzahl von Indizien die anzeigen, dass wir erst am Anfang dieser Entwicklung stehen.

Gibt es spezifische Voraussetzungen in den Unternehmen, die erfüllt werden müssen, um Crowdsourcing-Konzepte umzusetzen?

Von Vorteil ist es sicherlich wenn in den Unternehmenswerten die Kunden und nicht die Eigenkapitalgeber an erster Stelle stehen. Damit wird die Basis für langfristigen Handel geschaffen. Voraussetzung ist es aber auch, sich auf diese andersartige Austauschbeziehung einzulassen und gegenüber den Menschen fair und ehrlich zu sein. Schließlich geht es darum für alle Beteiligten eine echte Win-win-Situation zu schaffen.

Unternehmen müssen auch lernen, mit Kritik anders umzugehen. Das erfordert bei vielen Managern ein verändertes Selbstverständnis. Die Manager werden zu Moderatoren in einem Innovationsprozess. Kommunikation steht an erster Stelle. Und Crowdsourcing bietet hierfür ideale Mechanismen.

Sie konnten mit Tchibo-ideas viel praktische Erfahrungen sammeln was den Communityaufbau unter Einsatz von Crowdsourcing-Mechanismen anbelangt. Für welche Marken und welche Segmente ist der Einsatz von Crowdsourcing aus ihrer Sicht spannend?

Ich meine, das Wichtigste beim Aufbau einer Community ist die Qualität. Zu Beginn ist man versucht nur auf die Anzahl der Mitglieder zu schauen. Sicher ist es wichtig viele Menschen anzusprechen. Eine Community lebt aber davon, dass die Menschen mitmachen. Karteileichen nutzen nur der Statistik. Schließlich muss man einer Community auch Zeit lassen, sich zu entwickeln. Es geht immerhin um den Aufbau von sozialen Strukturen. Das geht nicht von heute auf morgen.

Crowdsourcing-Konzete können für viele Unternehmen und Organisationen sinnvoll sein. Besonders dann, wenn sie ein Produkt oder Leistungen anbieten, zu denen die Menschen eine starke emotionale Beziehung aufbauen können. Die Spanne reicht hier von Gesundheit und Ernährung, über Wohnen und Kinder bis zu Autos, Urlaub und Finanzen. Schwieriger wird es bei eher weniger emotionalen Produkten und Dienstleistungen.

Meiner Meinung nach kann und sollte Crowdsourcing nicht allein der Ideenfindung und der visuellen Gestaltung von Aufgaben dienen. Als Instrument der Kundenbindung und gleichzeitig als Baustein im Marketingmix ist es mindestens genauso spannend. Haben sie diese Erfahrungen bei Tchibo-ideas auch sammeln können?

Die klassische Markenkommunikation hat sich in vielerlei Hinsicht überlebt. Viele Menschen empfinden diese weder unterhaltsam noch informativ. Sie ist zu laut, optisch aufdringlich und oft überdosiert. Der Dialog zwischen Verbrauchern und den Marken kann heute erheblich effizienter stattfinden.

Zwischen Online und Offline Präsenz des Unternehmens sollte es eine enge Verbindung geben. Crowdsourcing-Konzepte entfalten ihre ganze Wirkung, wenn sie in die Marketingaktivitäten integriert sind. Der Verbraucher kann über die Crowdsourcing-Aktivitäten mit Informationen versorgt werden. Bei Tchibo-ideas wird z.B. der Ideengeber eines Produkts in die Vermarktung integriert. Vom Ideengeber kommen, wenn er damit einverstanden ist, Name und Foto auf die Verpackung. Tchibo stellt damit den Urheber der Idee auf die Bühne.

Sie sind vor kurzem von Hamburg nach Berlin gezogen. Gibt es schon Pläne wie es weitergeht bei ihnen? Projekte, die in Planung sind?

Das Thema Crowdsourcing fasziniert und begeistert mich. Es geht um eine neue Form und komplett neue Wege der Ideenfindung und gleichzeitig um Kundenbindung. Wir befinden uns hier noch am Anfang dessen was möglich ist. Auch in der Zukunft werde ich mich intensiv mit diesem Bereich beschäftigen.

Ich bedanke mich für dieses Gespräch und würde es gern demnächst vertiefen.

17Mrz/10Off

Neues von Tchibo ideas

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich habe viel zu lange schon nichts mehr von einem meiner deutschen Lieblings-Crowdsourcing-Projekte geschrieben: Tchibo ideas. Das muss ich heute mal ändern. Denn gerade wurden die Gewinner des Monats März verkündet.

Extrem interessant finde ich die Aufgabe des Monats. Der User schreibt:

Die Idee kam mir in der küche,ich wollte mir eine Suppe zubereiten,und dazu benötigte ich 750ml Wasser.Da ich kein Meßbecher zur Hand hatte,um die 750ml Wasser auszumessen,kam mir die Idee. Es muß ein Wasserhahn entwickelt werden,der die gwünschte Wasserabgabemenge mit Hilfe einer Schaltvorrichtung ermöglicht.
Somit wäre eine Ausliterung mit einem Meßbecher nicht mehr nötig,und ich glaube mit diesem Wasserhahn könnte mann in größeren Mengen Frischwasser sparen.
Ich wünsche Euch viel Spaß,bei der Lösung der Aufgabe.

Sicherlich ist das keine Idee für Tchibo, die irgendwann auch tatsächlich im Tchibo-Regal landet. Dennoch hat sie enorm viel Charme und Potential. Denn das Problem kenne ich. Und es wird nicht nur ein immer wiederkehrendes Problem angesprochen, sondern zugleich auch das Thema Nachhaltigkeit durch das nicht Verschwenden von Wasser angesprochen. Eine Idee mit Grips. Großartig.

Solche Dinge zeigen mir immer wieder, dass Crowdsourcing funktioniert. Man muss die Menschen dort draußen "nur" ansprechen. Auf die richtige Art. Mit Ausdauer, Geduld und echtem Engagement. Dann kommt auch viel zurück. Wie das Projekt Tchibo ideas Monat für Monat beweist.

KA.POK - Tasse zum Gießen

Persönlich extrem gelungen finde ich "KA.POK - Tasse zum Gießen". Wie oft habe ich beim Umfüllen schon rumgekleckert. Dem kann mit dieser Idee endlich Abhilfe geschaffen werden.

Kaffeebesuch ist geladen, Milchkännchen und Zuckertopf werden aufgedeckt und verschwinden wieder für lange Zeit im Schrank. Ein Gefäß, das sowohl als Kaffeetasse sowie auch als Milchkännchen und Zuckerstreuer genutzt werden kann, muss nicht im Schrank einstauben.
KA.POK ist eine Tasse mit Ausguss. So kann aus demselben Gefäßtyp getrunken, gegossen und gestreut werden.
Der Name KA.POK setzt sich aus den Wörtern Kaffee und pokulum (lat. für Becher) zusammen.

Das Patent könnte sich schnell rentieren. Denn viele Designs sind denkbar. Viele verschiedene Tassenformen, viele verschiedene Dekors! Gern können wir dazu einen spannenden Contest machen, liebes Tchibo ideas Team. 6 Styles für die "KA.POK Tassenkollektion"? Wir haben ja bereits letztes Jahr erfolgreich zusammengearbeitet.

Ich bin gespannt, was es dieses Jahr dann an echten Produkten in den Tchibo-Regalen geben wird, die ihren Weg aus der Tchibo ideas Plattform heraus gefunden haben. Weiterhin viel Erfolg dem ganzen Team.

3Dez/09Off

Produkt von Tchibo ideas zu gewinnen

Autor des Artikels: Matias Roskos

Wie viele Wissen, bin ich ein großer Fan von Tchibo ideas. Weil das Team des ehemaligen Gründers und Chefs Miguel Helfrich, der leider das Projekt verlassen hat, das Ganze mit viel Passion und Engagement betreibt. Und weil man eine Menge verdammt richtig macht. Seit nunmehr eineinhalb Jahren. Anfangs stellte sich die Frage: Wird es auch eines Tages echte Produkte geben, die man dann bei Tchibo kaufen kann?

Es gibt sie, sechs im Jahr 2009. Eines davon kann man heute in meinem anderen Blogprojekt, dem VisualBlog, gewinnen. Wir haben dort ein Weihnachtsgewinnspiel eingerichtet, wo es jeden Tag drei Preise zu gewinnen gibt. Und heute sind Handtaschen von Tchibo ideas dran.

Produkt von Tchibo ideas zu gewinnen

Wer also mal ein echtes Crowdsourcing-Produkt in Händen halten möchte, bitteschön. Ichwilles.de.

17Jul/09Off

Die Lösung des Jahres von Tchibo ideas live in Hamburg

Autor des Artikels: Matias Roskos

Es ist Sommer 2009. Bei Tchibo ideas passierte und passiert zuletzt und ganz aktuell eine ganze Menge. Vor und auch hinter den Kulissen. Über das erste Produkt, das nun in den Tchibo-Regalen steht, habe ich neulich ja schon berichtet. Die Resonanz, vor allem auch via Twitter, zeigte, wie positiv dies von der Web 2.0 Gemeinde aufgenommen wurde. Hier ist mal ein Unternehmen, das nicht nur ne Plattform launcht und versucht ne Community für sich zu gewinnen, sondern bei der "am Ende" auch ganz konkret was bei herauskommt: echte Produkte. Die nächsten drei werden über den Sommer verteilt folgen!

Auf einem Live-Event wurde am 6. Juli 2009 in Hamburg zudem die "Lösung des Jahres" gekürt und mit stattlichen 10.000 € belohnt. Als Sieger ging dabei der Kabelaufroller von Bernd Klawitter hervor.

Dazu heißt es auf der Tchibo-ideas-Plattform:

Kabelaufroller von Bernd KlawitterKabelaufroller zum Aufstecken an Netzteilen ( z.B.Handynetzteile )
Der Kabelaufroller wird am Netzteilstecker aufgesteckt,
das Kabel wird an der unteren Öse und nach dem Aufrollen mit dem Kabelstecker an der oberen Öse fixiert.
Man kann ihn vom Netzteil abziehen und das Kabel nur soviel abwickeln wie nötig.
Die Kabelösen werden für verschiedene Kabelarten vorgesehen.
Der Kabelaufroller ist Patentrechtlich geschützt.

Ich persönlich fand andere Entwürfe, die allesamt dort vor Ort extrem cool in von der Decke hängenden Acrykugeln präsentiert wurden, spannender. Aber meine Freundin meinte: "Ist doch super praktisch." Verliebt hat sie sich aber in die Fahrradbox für den Sattelschatzüberbezug. Das Ding will sie sofort haben, wenn es in die Ladenregale demnächst kommt.

Aber auch ansonsten war dieses Live-Event eine extrem gelungene Veranstaltung. Zum einen finde ich es immer genial, wenn man versucht seine Community auch im realen Leben einmal zu treffen. Viele der Produktdesigner waren dort vor Ort. Highlight bei dieser Veranstaltung waren aber die Präsentationen von Herrn Gerkan, von Gerkan, Marg & Partner, der unter anderem für den Berliner Hauptbahnhof verantwortlich zeichnet und Professor Conran. Gerkan, Marg & Partner gehören weltweit zu den namhaftesten Architektur-Büros. Es war spannend und interessant diesem Mann zuzuhören, wie er von der Idee der 800.000-Einwohner-Stadt Lingang New City vor den Toren Shanghais erzählte, die sein Büro konzipiert hat und die jetzt gerade am Entstehen ist. Danach folgte Professor Conran, Designer nicht nur vieler Tchibo-Produkte, sondern auch der Mann hinter der erfolgreichen Livestyle-Brand Conran. Diesem intelligenten Produkt-Designer zuzuhören war ein einziger Genuss. Er sprach über Kreativität, über das Entstehen und Umsetzen guter Ideen und den Mut neue Wege zu beschreiten. Danke an Tchibo für die Möglichkeit zwei solche Männer erleben zu können.

Herr Gerkan bei seinem Vortrag

Auf dem Event wurden für das kommende Jahr durch die Community von Tchibo ideas generierte Produkte im zweistelligen Bereich angekündigt. Ich bin gespannt. Schade, dass diese Ankündigung nicht mehr durch den (ehemaligen) Chef von Tchibo ideas geschah. Miguel Helfrich ist kurzfristig und für viele überraschend auf eigenen Wunsch bei Tchibo ideas ausgeschieden, wie er mir selbst bestätigte. Über die Hintergründe will ich hier nicht fabulieren. Ich hoffe nur, dass es weiter vorwärts geht bei Tchibo ideas und der positive Drive nicht verloren geht. Ich liebe dieses Projekt. Weil es in Deutschland eine Vorreiterrolle im Bereich Crowdsourcing einnimmt. Weil es durch das Team mit unendlich viel Engagement und Liebe vorangetrieben wurde. Weil viele gute Ideen darin stecken und man nie müde wurde an den Stellschrauben zu drehen, um die Plattform noch besser funktionieren zu lassen. Weil Tchibo ideas ein lebendiges Projekt ist und diese Lebendigkeit von den Machern auch immer gefördert wurde. Es wäre schade, wenn ein großer Konzern es schluckt und nur noch auf Kostenoptimierung achten würde. Eine gut funktionierende Web 2.0 Plattform, wie es Tchibo ideas ist, lebt unter anderem auch vom gekonnten und glaubwürdigen Communitymanagement sowie von neuen Ideen und der Bereitschaft immer wieder neue Dinge und Wege auszuprobieren.

Hier nun noch ein paar Bilder vom Tchibo ideas Event in Hamburg. Großartig fand ich es, dass bei der Siegerehrung auf der Projektion die Grafik verwendet wurde, die durch unsere Kreativ-Community für die Eintrittskarten für diesen Abend kreiert wurde. Der Designer ist Daniel Totzeck.

siegerehrung zur Lösung des Jahres

Aufgebaut war ein Stand mit den ersten echten Tchibo ideas Produkten.

neue produkte von Tchibo ideas

Cool war nicht nur die alte Fabrikhalle in Hamburg, wo das Event stattfand, sondern auch die Präsentation einiger ausgewählter Ideen.

Stylish wurden Ideen präsentiert

Alles 100% Community. So gut kann das Web 2.0 sein. Wenn man es richtig, mit Herz und mit Köpfchen, anpackt.

100% Community

1Jul/09Off

Erstes Tchibo ideas Produkt

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich mag das Konzept und die Umsetzung von Tchibo ideas. Produktentwicklung mittels Crowdsourcing. Dass das wunderbar funktioniert beweist Tchibo ideas Monat für Monat. Seit fast genau einem Jahr. Und nun gibt es auch das erste Produkt, dass aus den Ideen der Community in die Regale von Tchibo findet:

Premiere bei Tchibo ideas: Zum ersten Mal wurde eine über die Community generierte Produktidee verwirklicht und ist ab sofort bei Tchibo erhältlich. Tilla Goldberg ist die erste, für die der Traum jedes Community-Mitglieds in Erfüllung geht. Die Designerin hatte die Idee zu einem Schneidebrett mit Auffangschale, mit dem sich Schnittgut und Abfälle ganz bequem trennen lassen.

Tchibo ideas: Schneidebrett mit Auffangschale

Ich bin - wieder einmal - total begeistert. Tchibo ideas geht damit ganz konsequent den nächsten Schritt und ist hierzulande damit ein echter Pionier im Bereich Crowdsourcing. Kompliment.

Auf der Webseite ist natürlich auch gleich der Link hin zum Produktkauf mit eingebaut. Bestens. So muss es sein. 12,99 € übrigens soll das Schneidebrett kosten. Ich glaub, ich muss gleich mal eins ordern. Mir gefällt das Produkt. Großartig finde ich auch, dass die Designerin im Tchibo-Shop mit abgebildet ist. Das ist großartig! Genau so bringt man die eigene Community und das Segment Crowdsourcing positiv voran.

31Mrz/09Off

VOdA startet Kreativ-Contest für Tchibo ideas

Autor des Artikels: Matias Roskos

Dass Tchibo ideas für mich zu den absoluten Webhighlights aktuell hier in Deutschland gehört, werde ich nicht müde zu betonen. Sei es bei Vorträgen auf Konferenzen, sei es in Interviews oder in Fachgesprächen mit befreundeten Webexperten. Immer steht für mich Tchibo ideas als Leuchtturm in Sachen Crowdsourcing und ist fester Bestandteil jeder Präsentation von mir.

Um so stolzer bin ich, das wir heute einen Kreativ-Contest für Tchibo ideas an den Start bringen konnten. "Karte sucht Design" heißt diese Crowdsourcing-Aktion. Unsere Kreativcommunity ist aufgerufen eine Einladungskarte für den Printbereich und auch als HTML-Email zu gestalten. Dabei geht es um das Event des Jahres für Tchibo ideas, das im Sommer in Hamburg steigen wird. Eine echte Herausforderung für die Kreativen. Aber es stecken immerhin auch 2.000 Euro an Prämien mit drin.

Um das Projekt noch stärker abzusichern, arbeiten wir diesmal auch mit ausgewählten anderen Kreativcommunitys in Deutschland zusammen, die uns unterstützen werden.

Gleichzeitig haben wir unser Votingsystem weiter verfeinert, um noch mehr Fairness zu gewährleisten. Erstmalig werden unsere User nicht nur einen Normalvote von 1 bis 10 abgeben können, sondern zusätzlich auch noch Favoriten benennen. Diese Favoriten fließen dann als Bonus in den Gesamtvote mit hinein. Die Idee dahinter ist, dass es nicht mehr so leicht wird bestimmte Arbeiten herunter zu voten und dass ein positives Voting weiter an Gewicht gewinnt.

Bis zum 29. April haben unsere Kreativen nun Zeit ihre Arbeiten hochzuladen. Wir sind gespannt, welche kreativen Ideen hereinkommen. Uns ist klar, dass bei einer solch anspruchsvollen Aufgabe nicht die Masse entscheidend sein wird. Es geht hier eindeutig um Klasse. Will man Masse, muss die Aufgabenstellung so einfach wie möglich sein. Am besten macht sich da meist eine schlichte Illustration für den T-Shirt-Druck. Je komplizierter es wird die Aufgabe mittels Software am heimischen Rechner zu bewältigen, je mehr Fachwissen benötigt wird, je schwieriger wird es Masse zu generieren. Und dann kommt es aber darauf an, das die Community leistungsstark ist und die Qualität den Kunden letztendlich überzeugt. Wir hoffen, dass uns dies auch bei "Karte sucht Design" erneut gelingt.

(Und wir sprechen aktuell mit weiteren Partner über künftige Contests. Spannend spannend zur Zeit. Aber wer noch mit uns das Thema Crowdsourcing angehen möchte - ich bin jederzeit ansprechbereit!)

6Nov/08Off

Mass Customization Handy Idee bei Tchibo Ideas

Autor des Artikels: Matias Roskos

(Hinweis: dieser Artikel erscheint parallel im VisualBlog. Da er thematisch aber eindeutig auch hierhin passt, veröffentliche ich ihn auch auf Socialnetworkstrategien.)

Ich bin gerade auf einem meiner absoluten Lieblingsprojekte zur Zeit (anfangs war ich super skeptisch, mittlerweile liebe ich es!) über eine Idee gestolpert, bei der ich sofort dachte "Wow. Genialer Einfall.". Hier funktioniert Emailmarketing übrigens perfekt und sympathisch.

Auf Tchibo Ideas kann man Probleme des täglichen Lebens als Aufgabe einstellen und diese dann von der Community bewerten lassen. Die Aufgabe des Monats gewinnt 1.200 Euro. Gleiches gibt es dann für Lösungen, also für ganz konkrete Produktumsetzungen. Hier erhält der Designer 2.000 Euro, des Lösung gewinnt. Ein geniales Crowdsourcing-Konzept, hinter dem ein absolut sympathisches und ungemein engagiertes Team steckt, wie man gerade auf dem Communitycamp in Berlin erleben durfte.

Mass Customization Handy bei Tchibo IdeasUnd hier die Aufgabe, die Idee, die mich zu diesem Artikel hier inspirierte. Es heißt dort:

ich bin auf der Suche nach einem Handy und habe folgendes festgestellt: Es gibt schöne Handys die aber viel zu viel SchnickSchnack haben, welchen man teilweise gar nicht braucht oder will oder auch haben darf (beispielsweise ist eine Kamera in manchen Unternehmen schlicht verboten). Es gibt dann natürlich auch ganz einfache Handys ohne viel drum und dran, die aber leider furchtbar ausschaun.

Ich fände es toll, wenn es eine Möglichkeit gäbe, ein Handy nach Maß zusammen zu stellen, ohne natürlich ein halbes oder ganzes Vermögen dafür auszugeben. Also zum Bespiel könnte es verschiedene Designs geben, die man mit oder ohne Kamera, mit oder ohne Lautsprecher, mit oder ohne Organiser/Navi/Web, mit oder ohne mp3/Radio etc. bestücken könnte. Also eben genau so wie man es braucht. Manche möchten Spiele drauf haben manche nicht (manche auch nur bestimmte, wobei man das ja downloaden könnte). Teilweise ist es ehr eine Softwaregeschichte, aber auch die Hardware muss passen (Kamera und Speicherkapazitäten etc.). Manchmal möchte man vielleicht auch schlicht eine besser Qualität im Gerät.

Ich glaub das ist eine ganz gute Aufgabe, die ich gern den Kreativen Mitgliedern hier mal anbieten möchte. Was meint ihr?

Da kann ich nur sagen: "Was für eine geniale Idee!" Ein Mass-Customization-Handy. Bzw. eine Plattform, wo ich mir mein Handy und alles was ich brauche, zusammenstellen kann. So schwer kann das doch nicht sein. Nicht in der heutigen Zeit. Alles frei wählbar: die Hardwarekomponenten, welche Spielereien ich an Software haben möchte und wie es ausschauen sollte. Hier kann man ja auch wunderbar mit einem Projekt wie DeinDesign zum pimpen des Gerätes kooperieren.

Wer traut sich an die Umsetzung dieser Idee? Kommt da bald ein Startup? Ich wär dabei ;) Und nimmt das einer der großen Player auf dem Handymarkt gleich selbst in die Hand? Auch da wär ich gern dabei. Hach - es gibt schon wirklich geniale Ideen. Danke dafür an Helga, die Einsenderin auf Tchibo Ideas.