SocialNetworkStrategien Social Networks, Crowdsourcing, Communityaufbau, Social Media Marketing

15Feb/120

Zur Zeit in aller Munde: Pinterest im Tutorial

PinterestAlles redet über Pinterest zur Zeit in der Social Media Welt. Der aktuelle Hype kommt an den Umfang von Twitter seinerzeit locker heran. Was noch nichts sagen muss. Aber: Pinterest ist extrem spannend. Darum habe ich es für Sie getestet.

Zwar läuft die Plattform aktuell noch im geschlossenen Modus. Aber wenn man Interesse an einem Account signalisiert, wird relativ zügig eingelassen. Erhält man dann seine Bestätigungs-Email (Ich habe drei Tage warten müssen.), kann man sich via Facebook-Connect oder alternativ via Twitter einloggen. Das geht einfach und schnell. Die Einstiegshürde ist wunderbar gering.

Danach erhält man sofort Vorschläge, welchen Personen man folgen sollte. Diese Auswahl wird gesteuert durch Themenbereiche, die Sie als nächsten Schritt für sich definieren. So erkennt die Plattform Ihre Interessen und versucht Sie mit Gleichgesinnten zu verknüpfen. Ein cleverer Schachzug. Auf Pinterest heißt es dazu nun: "You're now following some people we think you’ll like."

Alles klar. Damit schafft es Pinterest, dass man nicht ewig lang allein ist in diesem Social Network und sofort tief drin steckt in der Community. Danach werden Sie aufgefordert eigene Boards zu kreieren. Darin werden dann Ihre "Pins" gesammelt. Außerdem können Sie nun Ihren Pinterest-Account mit Facebook verknüpfen, so dass Ihre Pins auch auf Facebook angezeigt werden. Passen Sie aber bitte auf, dass Sie über diese Funktion nicht Facebook vollspamen und möglicherweise Ihre Freunde dort nerven.

Die Plattform ist also nicht so unclever zu glauben, dass sie allein existieren kann. Vielmehr schafften es die Macher so schnell die Verknüpfung zu den reichweitenstärksten Social Media Seiten aufzubauen: zu Facebook und Twitter.

Pinterest Board anlegen

Sehr auffällig ist auch der "Invite Friends" Button rechts oben. So sollte es sein! Die eindeutige Aufforderung an die Communitymitglieder andere auf diese Plattform einzuladen. Ein ganz wichtiger Knopf, der nur allzu oft bei neuen Webprojekten vergessen wird.

Pinterest

Nun kann es losgehen. Kommen wir zum Kern von Pinterest: dem "Pinnen". Es geht darum Bilder und Videos, also visuelle Bausteine aus dem Internet, zu sammeln und mit anderen zu teilen. Dies geschieht in den eigenen Boards, zu denen man auch die Pins anderer hinzufügen kann.

Über "Add a pin" können Sie Weiterlesen …

26Jul/110

BlindAd in der Review

Blog Marketing Dies ist ein durch hallimash vermittelter, honorierter Eintrag

Die Idee gefällt mir. BlindAd möchte sich als Soziales Netzwerk etablieren, welches auf sogenannte Adventures setzt. Erst seit dem 29. Mai 2011 online, möchte man "die Leute weg vom Schreibtisch nach draußen bewegen". Ich bin gern draußen. Ein Grund, warum ich aus Berlin weg gezogen bin. Das macht mir BlindAd schonmal irgendwie sympathisch. Auch auf Facebook ist BlindAd präsent.

Hinter diesem Social Network stecken zwei Brüder und Studenten aus Freiburg und Heidelberg. Das Ganze funktioniert ein wenig nach dem Blind-Date-Prinzip. Man weiß nicht hundertprozentig, wer zum "Adventure" kommt. Aber: man weiß, dass diejenigen aus der Nachbarschaft bzw. der Region kommen. Denn wer reist schon aus Hamburg zu einem "Adventure" in Kaufbeuren? Es existiert zum Beispiel auch keine Such-Funktion für Personen, wie man sie von Facebook kennt.

Auf der Startseite wird das Prinzip so beschrieben:

Langeweile? Neu in der Stadt? Freizeitpartner gesucht? Du hast Lust, alleine oder zusammen mit deinen Freunden, neue Leute aus deiner Stadt kennenzulernen? Dann bist du bei BlindAd.de genau richtig!

"Blind", denn vor dem Adventure siehst du von den Personen nur den Vornamen, das Alter, das Geschlecht und ein Miniaturprofilbild. Anders als du es von anderen sozialen Netzwerken gewohnt bist, gibt es auf BlindAd keine Personensuchfunktion.

Ein "Adventure" kann jede mögliche Aktivität sein wie z.b. Sport, Kneipentour, Grillen, Tanzen, Karaoke, Flashmob, Kino etc.

BlindAd

Erst nach einem solchen Adventure kann man die Teilnehmer zur eigenen Bekanntenliste hinzufügen. Erst dann Weiterlesen …

27Aug/090

Online PR und Communitys – Großartiges Video für jeden, der über das Agieren im Web 2.0 nachdenkt

Jedem, der darüber nachdenkt wie er Fuß fassen kann in der neuen Welt des Web 2.0 sei dieses Video ans Herz gelegt.

Online PR is all about Community from RealWire on Vimeo.

Gefunden beim Stylespion. Danke!

19Mai/081

Communitys und Social Networks – eine Differenzierung der Begrifflichkeiten

Immer wieder merke ich bei meinen Kunden, das der Unterschied zwischen einer Community und einem Social Network nicht klar ist. Beides wird willkürlich in einen Topf geworfen. Darum hier ein paar Ausführungen, worin konkret der Unterschied besteht.

Wenn ich von einer Community spreche, dann ist damit eine „Online-Community“ gemeint. Es gibt auch andere Formen von Communitys, die hier nicht Gegenstand sein werden. Der Einfachheit halber spreche ich aber weiter einfach nur von „Community“.

Community als Gemeinschaft von Menschen

Eine Community ist eine Gemeinschaft von Menschen, die im Internet mit Hilfe einer Plattform sich zu einem bestimmten Themenkomplex austauschen, beziehungsweise ähnliche Interessen haben und diese im Internet mit Gleichgesinnten teilen. Eine solche Plattform kann ein Forum sein, ein Chat-System, ein Blog, ein Webportal, ein virtueller Marktplatz oder ein Social Network. Sie treffen sich also virtuell und nutzen eine technische Lösung um miteinander zu kommunizieren oder gar gemeinsam zu agieren. Zwischen diesen technischen Lösungen gibt es unzählige Schnittmengen. Viele Webportale haben auch ein Forum. Virtuelle Marktplätze haben Blogs. Ein Social Network beinhaltet ein Chat-System. Klare Trennungen sind nicht immer möglich und sinnvoll.

Eine Community ist also ein soziales Phänomen. Sie ist eine Gemeinschaft von Menschen. Diese benötigen aber eine technische Lösung, eine Plattform, auf der sie sich treffen können. Dort kommunizieren sie miteinander. Sie vernetzen sich untereinander. Sie arbeiten gemeinsam an Problemlösungen. Sie geben Informationen weiter. Sie informieren sich und beziehen News und Tipps zu ihren Interessens-Gebieten.

Ein Social Network ist eine technische Lösung

Im Web 2.0 Zeitalter sind diese Plattformen immer häufiger Social Networks. Ein Social Network ist also in erster Linie eine technische Lösung. Aber es ist durchaus ebenso ein soziales Phänomen. Denn hier treffen sich Menschen, tauschen sich aus und vernetzen sich miteinander. Die namhaftesten Beispiele für Social Networks sind MySpace, Facebook, StudiVZ oder Xing.

Auch hier ist wieder der Hinweis darauf notwendig, das ich von einem virtuellen Social Network spreche. Oder noch besser: einem Social Network Service. Dies ist die korrekte Bezeichnung. Denn soziale Netzwerke gibt es nicht nur im Internet sondern auch im realen Leben. Gegenstand dieses Artikels sind aber ausschließlich die Erscheinungen, die das Internet betreffen.

Auf einem Social Network versammelt sich also eine Community. Eine Community sind Menschen mit gleichen oder ähnlichen Interessen. Ein Social Network ist eine technische Lösung, die den Nutzern Instrumente an die Hand gibt, mit denen sich die Mitglieder der Community vernetzen können. Hierzu zählt die Möglichkeit der Einrichtung eines eigenen Profils, Freunde einladen, Freunde/Kollegen suchen und finden, mit anderen Nachrichten unabhängig von Emails austauschen, Votingsysteme, eigene und gemeinsame Bildergalerien, virtuelle Geschenke, Linksammlungen (Social Bookmarking) und vieles andere mehr.

Es gibt verschieden starke Communitys. Mit „stark“ meine ich den Grad der Interaktion und die Festigkeit der Bindung untereinander. Es gibt Unterschiede, wie fest die Bindung der Community-Mitglieder ist und in welcher Form sie miteinander agieren.

Es gibt im realen Leben Hausgemeinschaften, in denen sich die Nachbarn kaum kennen. Man wohnt nur in dem Haus, teilt außer der Räumlichkeit aber nichts miteinander. In anderen Hausgemeinschaften werden Geburtstage, Silvester, Sommerfeste und andere Dinge zusammen zelebriert. Man kennt und hilft sich. Ähnlich ist es im Internet.

In Social Networks wie MySpace oder Facebook richtet man sich ein. Man lädt seine Freunde ein, vernetzt sich mit Kollegen und Geschäftspartnern. Man kommuniziert in relativ kleinen, geschlossenen Kreisen, kennt seine „Nachbarn“ aber kaum. Andere Communitys sind deutlich kollaborativer. Oft sind das Foren-Communitys, wo jeder Fragen stellen kann, die andere dann beantworten. Der Gedanke der Interaktion ist viel größer. Es geht weniger ums Vernetzen wie um Antworten auf Fragen oder die Weitergabe von Wissen. Der Grad der gemeinsamen Interessen ist deutlich höher wie in großen Social Networks.

Foren sind oft bessere Communitys

Überhaupt werden Foren in Zeiten der Social Networks stark unterbewertet! Ihre Communitys sind meist über einen viel längeren Zeitraum gewachsen. Und durch den hohen Grad der Interaktion sind die Strukturen viel enger und gefestigter wie bei den täglich um mehrere tausend Mitglieder wachsenden Social Networks. In den großen Social Networks wiederum bilden sich Nischen, in denen sich eigene Subcommunitys bilden. Zum Beispiel um eine Musikband herum. Oder um Künstler, die ihre Fans dort versammeln.

Was man bei all den Gedanken über Communitys und Social Networks nie vergessen darf: Es sind Menschen, die im Internet aktiv sind. Menschen mit Wünschen, Hoffnungen, Sehnsüchten, mit Wissen, Können, Erfahrungen.

Darum wird der Beruf des Communitymanagers in der Zukunft auch immer wichtiger sein. Denn er ist der Manager, Vermittler, Schlichter in einer Community. Auf den Communitymanager werde ich hier in naher Zukunft näher eingehen.

Community = Gefüge von Menschen / Social Network = technische Plattform für eine Community

Zusammenfassend kann man sagen, das ein Social Network eine technische Plattform ist. Wenn jedoch viele Menschen von Social Networks sprechen, meinen sie die dort existierende Community. Man kann dann auch von einer Social Network Gemeinschaft sprechen. Neue Social Networks haben oft aber noch gar keine Community und müssen sich diese erst erarbeiten.

Eine Community kann es aber auch in einem Forum geben oder auf anderen Internet-Plattformen. Mit ihr ist das Gefüge von Menschen gemeint, die gemeinsame Interessen haben und interagieren.

In den nächsten Wochen werde ich dann auf das Agieren innerhalb von Communitys, auf Monetarisierungsmöglichkeiten der Social Networks, auf sinnvolles Crowdsourcing und auf Nischencommunitys eingehen.