SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

31Mrz/16Off

6 Social Media Influencer Typen

Autor des Artikels: Matias Roskos

Influencer, also Multiplikatoren mit möglichst großer Reichweite gepaart mit hohem Authentizitäts-Faktor, sind für erfolgreiche Social Media Arbeit enorm wichtig. Das kann ich aus meiner Arbeit über die letzten Jahre hinweg nur bestätigen. Tobesocial hat dazu mal eine wie ich finde sehr gelungene Infografik erstellt. Danke dafür!

Social Media Influencer Typen

8Nov/10Off

Social Media is not just Facebook

Autor des Artikels: Matias Roskos

Facebook here, Facebook there. Everyone talks about Facebook. Every brand must now have a Facebook page. And then its got one. And they wonder why there are not suddenly 10,000 fans on it. Think back to the case of Geman Railways. But I won't dwell on this example here. Its growth is easy to explain and its success had a rather less pleasant side effect. But that probably doesn't bother the German Rail company one jot.

But people – Facebook is not alone. Social media is not alone. And above all: Social Media is not just Facebook! Even if right now you could be forgiven for thinking it was.

To reduce social media to just one constituent part is not only unfair to all the other elements and facets. It is for the most part negligent as well.

It is only too clear, at the same time, that many of the big brand leaders still do not know or haven't really grasped what social media is. And above all what social media means.

It is wonderfully easy to set up a Facebook page. You can do it yourself. Or have it done for relatively little money. Und then what? 'But hey, then there are fans. And they will do it all, won't they?' (A genuine quote from a conference!)

Er, no – thats not what happens. At least not mostly. With really strong brands maybe. But whether it is effective in that case, I would really doubt. Brands like Adidas, Coca-Cola or Prngles don't leave their pages, and the community which has grown up there, alone but are an active particiant of the community. To make a Facebook page work, the administrator must be active themselves. Daily. So that what happened with We-Tab, doesn't happen to them. What daily activity and good community management on a Facebook page means, I have written about in detail here and here.

But what is currently greatly disturbing me is the reduction of social media to Facebook alone. And perhaps to Twitter too. But social media is much more. And clearly on many other levels. And Facebook may not be the ideal place, the appropriate communication channel, for every brand.

What you need to find this out, is an appropriate strategy. Only at steps 4 and 5 would you then open and look after (!) a Facebook page. Step 1 is: sit down, get some advice, think about it. And then devise the right strategy for the brand. We say to our kids all the time, 'think first, talk later'. It holds true here too!

From this you can perhaps decide that Facebook is perhaps just one constituent part of several. Perhaps it would make more sense to write your own blog, in which you can tell the outside world your message, about your staff, your phlosophy, news about your products. Maybe an exciting You Tube channel would go with it. Or – if there is a lot of image material to make use of – a clever combination of Flickr galleries working alongside the multiple use of Facebook and Twitter. Or a close co-operation with 3, 4 or 5 niche blogs, the authors of which have agreed to support you and with which you cannot only promote your products but perhaps even improve them. Or, or ,or.. Social bookmarking, your own community on your own personal platform, working together with appropriate forums and specific themed networks, the use of crowd sourcing mechanisms, viral campaigns scattered across several channels... and so on and so forth.

There are a whole range of possibilities as to how a social media strategy can look. This is just a very quick outline.

I really like the way the Fidor Bank operates – seen from the outside! Not only that it comes across as just pleasant and is a permanent presence on Facebook and Twitter. The heart of its social media strategy is its own community. And I really think thats nice. Together - based incidentally on crowd sourcing mechanisms – they try to improve their own products and above all to discover new services and products with a promising future. I think thats a great way to go.

And it shows that social media is far more than just Facebook. Social media can (and should) be on many levels. And for (almost?) everyone there is a strategy that fits. But concentrated action in all things Facebook is only seldom the right strategy. And can quickly lead to frustration for many big brand managers. That would be a shame. Because – I think I've said this before – social media is so diverse and so splendid.....

4Nov/10Off

Social Media ist nicht nur Facebook

Autor des Artikels: Matias Roskos

Facebook hier, Facebook da. Jeder führt Facebook im Munde. Jede Marke muss jetzt unbedingt eine Facebook-Seite haben. Und dann ist sie da. Und sie wundern sich, warum da nicht plötzlich 10.000 Fans sind. Ging doch bei der Deutschen Bahn auch Ruckzuck. Auf dieses Beispiel will ich hier aber nicht eingehen. Das Wachstum ist leicht zu erklären. Und der Erfolg hat einen nicht so angenehmen Beigeschmack. Aber der stört die Deutsche Bahn womöglich überhaupt nicht.

Aber Leute - Facebook ist kein Selbstläufer. Social Media ist kein Selbstläufer. Und vor allem: Social Media ist nicht allein Facebook! Auch wenn man aktuell fast den Eindruck haben könnte.

Social Media allein Weiterlesen …

26Jul/10Off

Social Media im Bereich B2B – Wozu ist das gut?

Autor des Artikels: Matias Roskos

Seit Anfang des Jahres 2010 häufen sich auf meinem Schreibtisch die Anfragen aus dem Bereich B2B für den Einsatz von Social Media und die möglichen Mehrwerte von Crowdsourcing. Auch im Rahmen der Social Media Akademie kam immer wieder die Frage nach der Relevanz von Communityaufbau, Socialnetworkstrategien und Social Media für B2B auf. Da ich jemand bin, der seinen Kunden ganz genau zuhört, habe ich mir mit meinem kleinen Team dazu zuletzt verstärkt Gedanken gemacht.

Ganz klar - die Märkte weltweit sind seit Jahren in einem umfassenden Wandel. Immer neue Player erscheinen auf der Bildfläche. Alte Strukturen, über Jahrzehnte gewachsen, funktionieren zwar noch. Aber oft nur noch zum Teil. Neue Firmen, neue Produkte aus China, Indien, Südamerika oder auch Osteuropa drängen entweder als Konkurrent oder aber auch als potentiell neuer Kunde auf die Märkte. Dies ist eine Tatsache, vor der viele mittelständische Unternehmen die Augen nicht mehr verschließen können. Neue Absatzwege tun sich auf, neue Partnerschaften werden geschmiedet.

Was nun bedeutet das konkret für das Feld von Social Media mit Blick auf B2B?

In meinem umfassenden Artikel zum Thema Crowdsourcing neulich hatte ich es bereits versprochen: Wir haben 10 Punkte definiert, die aus unserer Sicht Social Media spannend auch für vor allem an Business-to-business (B2B) interessierten Unternehmen machen. Für einige davon arbeiten wir gerade an konkreten Konzepten, deren Umsetzung dann in den kommenden Monaten in Angriff genommen werden sollte.

Socialnetworkstrategien: Social Media im Bereich B2B - Wozu ist das gut?

1. Verständnis der Mechanismen wie Social Media funktioniert

Aus meiner Sicht ist es unerlässlich, dass jeder Unternehmer, der mit Kunden zu tun hat, egal ob B2C oder B2B, in der Zukunft verstehen muss, wie Social Media "funktioniert" und was in dieser neuen Kommunikationskultur wichtig und entscheidend ist.
Zuerst einmal steht also das eigene Lernen an vorderster Stelle. Dies kann und sollte bald auch mit eigenem Agieren einher gehen. Denn am besten lernt es sich, in dem man es auch tut. Eine alte Weisheit, die auch heute immer noch zutrifft.

Socialnetworkstrategien: Social Media im Bereich B2B - Wozu ist das gut?

2. Arbeit am eigenen Markenbild

Jedes Unternehmen ist eine Marke und hat ein Image. Ob ein Mittelständler das nun wahrhaben möchte oder nicht. Ich weiß, dass viele Unternehmer von Marketing nichts hören wollen. Das sei "Agentur-Firlefanz" und man wolle ihnen eh nur das sauer verdiente Geld Weiterlesen …

11Mai/10Off

Ein paar Worte zum Nutzen von Social Media

Autor des Artikels: Matias Roskos

Bei immer mehr Unternehmen kocht das Thema Social Media hoch. Sollen wir das nutzen? Was bringt uns das? Verkaufen wir dadurch mehr?

Berechtigte Fragen. Aber die Antworten sind zum einen nicht so einfach zu liefern. Und für viele rein an den Ertrag denkende Manager auch noch unbefriedigend. Denn: der direkte Abverkauf mit Hilfe von Social Media ist nur schwer möglich. Nur bei bestimmten Produkten und Firmen findet man die passenden Bausteine, um den Verkauf direkt anzukurbeln.

Jörg Wassink, Pressesprecher bei der Sage Software GmbH, sagte in einem sehr guten und informativen Interview auf Visuelle PR Folgendes:

Frage: Wie sehen Sie die Relation von Zeitaufwand und Nutzen?

Antwort: Bislang ist der messbare Nutzen noch recht gering. Allerdings muss man sich hier auch immer die Frage stellen: Was will ich denn eigentlich mit meinen Social Media-Aktivitäten erreichen? Würde man rein auf Umsatz oder Lead-Generierung schauen, so müssten wir die Kanäle sicherlich sofort wieder schließen. Betrachtet man jedoch die Erfahrungen, die man in der aktuell noch recht frühen Phase des Social Webs machen kann, und nimmt man dann noch den Image-Gewinn, den man durch die Nutzung innovativer Tools in der Branche gewinnt, so kann sich der Nutzen in Relation zum Zeitaufwand sicherlich sehen lassen.

Schön, dass es Unternehmen gibt, in der man diese zeitgemäße Sicht auf Social Media hat!

Ich sage immer - so auch demnächst in meiner Vorlesung für die Social Media Akademie - dass es viele verschiedene Mehrwerte gibt, die durch eine Community und durch den Einsatz von Social Media Bausteinen wie Facebook, Youtube, Flickr, Blogs generiert werden können.

Und was sind das nun für Mehrwerte, die durch Social Media entstehen können für ein Unternehmen?

Das hängt vom Unternehmen ersteinmal selbst ab. Und davon, welche Ziele man strategisch anpeilt. Denn ausgerichtet an den Zielen und passend zur Struktur des Unternehmens und seiner Produkte, wird man die wiederum passenden Social Media Bausteine zum Einsatz bringen. Um DIE Mehrwerte generieren zu lassen, die man A) wünscht und die B) möglich sind.

Denkbare Mehrwerte - ohne hier Wert auf eine umfassende Vollständigkeit zu legen - können sein:

  • Kundenbindung und Kundenloyalität
  • Produktverbesserung durch Feedback der Fans und Kunden und damit kundennähere und verbesserte Produkte
  • Online Reputation Management und frühzeitige Krisenerkennung und -abwehr
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • neue Produktideen durch den Einsatz von Crowdsourcing-Bausteinen (Einbau ins Innovationsmanagement)
  • neues Verpackungsdesign und Gestaltung von Werbemaßnahmen in Zusammenarbeit mit einer Kreativcommunity als Marketingbaustein schon in der Frühphase von Produkteinführungen (Crowdsourcing im Kreativbereich - mein Steckenpferd)
  • Präsenzaufbau und Präsenzausbau im Internet und damit Werbung und PR
  • Anregen und stimulieren von Mundpropaganda (WOM)
  • eigene Lerneffekte durch das frühzeitige Nutzen und Bestandteil sein einer sich rasend schnell verändernden Kommunikationslandschaft

Das nur einige wenige, aus meiner Sicht oft sehr wichtige Mehrwerte. Es geht darum dabei zu sein bei den gewaltigen Veränderungen, die im Gange sind wenn es um die Kommunikation MIT den Kunden und vor allem auch UNTER den Kunden (ohne die Marke als Dialogpartner) geht. Es führt aus meiner Sicht kaum noch ein wenig vorbei an den Social Media Kanälen in der Zukunft, wenn ich als Marke überleben möchte. Ich muss zuhören, lernen und sicherlich irgendwann aus dem passiven Zuhörer heraus auch zu einem aktiven Bestandteil des Social Web werden. Aber immer passend zu mir, meinem Unternehmen, meinen Produkten und Marken.

8Feb/10Off

Exzellenter Artikel zu Social Media, Socialnetworking und dem vermaledeiten RoI

Autor des Artikels: Matias Roskos

Hier mal wieder ein Hinweis auf einen großartigen Artikel eines anderen Blogs. Beim Werbeblogger fand ich heute (via Facebook übrigens) den Beitrag von Ralf Schwartz "Der Social Media ROI oder wehret den frühen Währungen!".

Darin findet sich vieles, dem ich einfach nur zu 100% zustimmen kann. Hier ein paar Auszüge, die man besser nicht formulierenkann:

Social Media ... ist kein Medium! Social Media ist Gespräch, Konversation, Verbindung, Beziehung, Austausch, Partizipation.
...
Traditionelle Kampagnen scheren möglichst viele Menschen über einen Kamm. Es gibt keine Individualität und (fast schon) keinen kleinsten gemeinsamen Nenner. Social Networking stellt den Einzelnen, seine Wünsche und Bedürfnisse in den Mittelpunkt.
...
Eigentlich ist es ein Back to the Roots. Zurück zum Gespräch mit den Menschen, zurück zum Zuhören, zum Respekt, zum Ernstnehmen und Ausreden-lassen (ich schreibe absichtlich immer ‘Menschen’, denn noch sind nicht alle auf den ‘Konsumenten’ reduzierbar).
...
Vor den Return haben die Götter das Investment gesetzt! Momentan viel wichtiger als das Messen ist das Handeln, das Verstehen, das Üben-Üben-Üben, das Fehler machen!
...
Im Zweifel merken die Menschen zudem, ob die Marke Spaß am Dialog selbst hat oder ihn nur als Mittel zum Zwecke betreibt! Entweder man ist mit dem Herzen dabei oder gar nicht. Menschen haben ein Gespür für so etwas.
...
Keinen traditionellen, anerkannten oder relevanten RoI über die Breite der Branche zu haben, bedeutet nicht, keinen Nutzen zu haben. Neben dem direkten Kontakt mit dem Einzelnen, hat Social Networking den unendlichen Vorteil, in Echtzeit verstehen zu können, was die Menschen gerade über die Marke, den Spot, das Produkt, die Pläne des Unternehmens denken. Man muß nur zuhören können.
Der (vermeintliche) Nachteil von Social Media, daß jeder Einzelne gehört werden kann, ist gleichzeitig der größte Vorteil: JEDER EINZELNE KANN GEHÖRT WERDEN!
Social Media kann langfristige Beziehungen zwischen Menschen und Marken aufbauen. Dies wird bei wachsender Generik – aufgrund fehlender Innovation und Distinktion – immer wichtiger. Nicht ‘Kampagne’, sondern Kontinuität ist das Zauberwort. Communication Life Cycles – in Analogie zu Product Life Cycles.
Nicht zu verachten dabei ist auch der Vertrauensvorschuß, den die Marke sich erwirbt, die im engagierten und inspirierenden Dialog steht.
Social Medias Nutzen schlägt jeden heute verfügbaren ROI!

Dies nur einige wenige Passagen, die ich extrem passend und gut fand. Bitte unbedingt den kompletten Artikel lesen beim Werbeblogger! Danke für diesen Artikel an Ralf Schwartz.

Es ist im Artikel übrigens immer wieder die Rede von der Partizipation im Web 2.0 und dem Dialog auf Augenhöhe. Wer meine Artikel kennt, weiß wie wichtig das auch aus meiner Sicht ist. Und ich bin fest davon überzeugt, dass Crowdsourcing hier wunderbare Mechanismen zur Verfügung stellt, um den Menschen die Möglichkeiten der Partizipation zu geben und Dialogsysteme für Brands und Fans zur Verfügung stellt, um in einen echten Dialog zu gelangen. Siehe hierzu auch die Artikel:

25Jan/10Off

3 Social Media-Mythen ausgeräumt von Kadekmedien

Autor des Artikels: Matias Roskos

Klaus-Dieter Knoll hat in seinem Blog einen großartigen Artikel über 3 Social Media-Mythen geschrieben, den ich hier unbedingt zitieren muss. Weil das alles verdammt richtig ist.

Mythos 1: E-Mails sind out

Twitter hat der Kommunikation im Internet gleich zwei Innovationen beschert: Mikroblogging in Echtzeit. Damit ist es natürlich zu der Killer-Applikation avanciert, mit der sich Informationen ebenso rasch verbreiten wie gewinnen lassen. Auf 140 Zeichen pro Nachricht beschränkt, lassen sich so vor allem allgemeine Hinweise, persönliche Kommentare und weiterführende Links mit zahlreichen Nutzern teilen. – Damit berührt es den Kern des Social Media, die Viele-zu-vielen- anstelle der überkommenen Einer-zu-vielen-Kommunikation sowie das Teilen, die direkte altruistische Interaktion um ihrer selbst willen.
In die gleiche Richtung entwickeln sich die sozialen Netzwerke, allen voran Facebook. Auch hier werden soziale Beziehungen geknüpft und gepflegt auf Basis von an viele Teilnehmer gerichteten Kurzmitteilungen und dem öffentlichen Verfügbarmachen weiterführender Inhalte wie Videos, Fotos oder Webseiten.
...
Doch nichts von alledem kann die E-Mail vollständig ersetzen, was ganz einfach daran liegt, dass es genügend Szenarien gibt, für die neben der E-Mail allenfalls noch eine auf Papier gedruckte Snail Mail in Frage kommt.
Wer möchte beispielsweise ein individuelles Akquiseanschreiben an einen viel versprechenden Interessenten öffentlich machen? Wer mag sich vorstellen, die Korrespondenz zwischen zwei Geschäftspartnern prinzipiell auf 140 Zeichen zu verkürzen?
Für den Austausch von Dokumenten – zumal wenn sie größeren Umfangs sind – eignen sich zwar Dienste wie box.net besser, doch noch immer werden Word-Dokumente, Excel-Tabellen oder Power-Point-Präsentationen vorzugsweise per E-Mail versandt. Und ich bin überzeugt, das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.

Dem kann ich nur zustimmen. Ich selbst nutze Facebook sehr intensiv. Ich nutze Twitter ebenfalls. Aber ein Kern der Kommunikation mit Kunden wie auch der Kreativ-Community, mit der ich arbeite, läuft via Email. Und das wird auch in absehbarer Zeit so bleiben. E-Mails sind nicht out! Alles andere ist ein Mythos.

Mythos 2: Unternehmer müssen bloggen
Der Hype um die Blogs ist zwar schon etwas länger vorbei, trotzdem wird Unternehmen, die noch nicht bloggen, immer wieder empfohlen, schleunigst ein Blog zu kreieren und der Authentizität wegen möglichst den Chef selber bloggen zu lassen.
Bei allem Wahrheitsgehalt ist diese Empfehlung natürlich trotzdem an Unsinn kaum zu überbieten. Damit ein Blog überhaupt lebensfähig wird, sollte sich aus dem Unternehmen eine thematische Bandbreite ergeben, die eine gewisse Regelmäßigkeit sicherstellt. Es gibt nichts Schlimmeres als enthusiastisch begonnene Blogs, denen schon nach kurzer Zeit die Puste ausgeht, bevor sie schließlich ganz einschlafen.
Wer möchte schon sein Unternehmen mit wenig kurzatmiger Durchhaltekraft in aller Öffentlichkeit präsentieren? – Wenn der Themenumfang nicht groß genug ist, die personellen und/oder finanziellen Ressourcen regelmäßiges Bloggen nicht erlauben, lautet die einzig vernünftige Empfehlung: Finger weg! Der Schaden, den die Online-Reputation durch derlei Möchtegern-Aktionen nimmt, ist größer und nachhaltiger als der zu erwartende Nutzen.
Ähnliches gilt für die Authentizität, deretwegen Firmeninhaber selber bloggen sollen. – Wer so etwas empfiehlt, kann sich offenbar nicht vorstellen, dass Geschäftsführer oder gar Vorstände auch anderes von größerer Wichtigkeit zu tun haben, und zwar in einem Umfang, der regelmäßiges Bloggen nicht zulässt. Dabei offenbart schon ein Blick in ein x-beliebiges Kundenmagazin, dass ein vom Chef verfasstes Editorial allemal ausreicht, um die Firmenkommunikation zu authentifizieren.
Hinzu kommt, dass es nicht jedem liegt, sich schriftlich auszudrücken. Ein wie auch immer geartetes Blog wirft allerdings immer auch ein Licht auf die dahinter stehende Firma. Und wenn wenig inspirierte Blogposts – in holpriger Umgangssprache verfasst – das Lesevergnügen mindern, welche Schlüsse zieht ein potentieller Kunde dann bezüglich der Produkte oder Leistungen dieser Firma?

Auch hier kann ich wieder nur zustimmen. Es kommt darauf an, dass man ein Corporate Blog auch wirklich betreiben WILL! Man muss sich bewusst sein, welcher zeitliche Aufwand dahinter steckt. Und es muss ein, zwei Leute im Unternehmen geben, die da wirklich Lust drauf haben und bereit sind es auch über einen längeren Zeitraum zu befüllen. Dann ist ein Corporate Blog ein erstklassiger Social Media Baustein. Sind die Voraussetzungen aber nicht gegeben, bringt es rein gar nichts. Also: Ein Corporate Blog eines Unternehmens kann ein großartiger Social Media Baustein sein. Aber er ist keine Grundvoraussetzung für Erfolg im Web 2.0.

Mythos 3: „Viral“ ist gleichbedeutend mit Erfolg
Ob Videos auf YouTube, Computerspiele oder andere ausgefallene Aktionen – virales Marketing setzt auf die Stärke des Social Media, ohne die darin enthaltene Werbebotschaft plump und offensiv in den Vordergrund zu stellen. Es verlässt sich auf die rasante Verbreitungsgeschwindigkeit, die sich aus hohen Nutzerzahlen und dem Wunsch, gute Inhalte zu teilen ergibt. Und virales Marketing lässt sich – verglichen mit konventionellen Werbekampagnen – günstiger produzieren.
Das alles stimmt, und deshalb sind Empfehlungen „mal eben eine virale Kampagne zu starten“ leichtfertig daher gesagt. – Social Media bedeutet jedoch nicht nur die Teilnahme Vieler am allgemeinen Kommunizieren und Teilen von Inhalten. Genau genommen markiert die Entstehung des Social Media die umfassendste Veränderung unserer sozialen Beziehungen und ökonomischen Grundlagen seit der Industriellen Revolution. Teil dieser grundlegenden Veränderung ist die Wandlung des (passiven) Konsumenten in einen (aktiven) Prosumenten, und Social Media ist sein Betriebssystem.
Der Wirt, ohne den die Rechnung keinesfalls aufgeht, ist der Mensch hinter dieser Veränderung, der Nutzer im Social Media. Er allein entscheidet, ob eine Kampagne tatsächlich viral wird oder nicht. Und außer gutem Inhalt gehört immer auch Respekt gegenüber dem Nutzer dazu. Wer das ignoriert und glaubt, sich schnell und billig mal eine Serie Lobhudel-Blogposts erkaufen zu können, wird sich im Zurückrudern üben müssen.
Und aus eben diesen Gründen ist „viral“ keine allgemeingültige Erfolgsgarantie. Wenn es überhaupt so etwas gibt, so ist es der Blick auf die Menschen und ihre Bedürfnisse. Es heißt nicht umsonst, dass „Zuhören“ die Kardinaltugend im Social Media ist.

Hervorragend gesagt! Der Mensch steht im Mittelpunkt im Web 2.0. Es kommt darauf an ihn zu verstehen, ihn zu respektieren und ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Das fällt vielen Unternehmen noch extrem schwer. Es herrscht Gleichberechtigung im modernen Internet. Und das ist einfach wunderbar. Macht aber ein Umdenken bei allen Marken, Unternehmen und Werbeagenturen notwendig. Und: Erfolg mit einem viralen Konzept kann niemand garantieren! Denn niemand weiß zu 100% wie die Menschen reagieren werden. Aber man eine Kampagne durchaus so geschickt planen und viele verschiedene Punkte dabei antippen, um die Erfolgschancen deutlich zu erhöhen. Und man kann vor allem während einer Kampagne ganz wunderbar auf Entwicklungen reagieren und so eine Social Media Kampagne mittelfristig zum Erfolg führen. Hier liegt die große Stärke des Social Web.

Schmunzeln musste ich übrigens bei der Formulierung: "Sei es, um die eigene Ahnung [von Social Media] als Beratungsleistung zu verkaufen...". Da ist leider viel Wahres dran. Es laufen so viele sogenannte Berater und "Experten" herum, die nur das vorbeten, was sie irgendwo gelesen oder aufgeschnappt haben. Und es dann weiter verkaufen an ihre Kunden. Ohne wirklich zu wissen, wovon sie reden. Gefährliches Halbwissen sagt man auch dazu. Gute Web 2.0 Berater sind meiner Meinung nach Leute, die das Social Web verinnerlicht haben, durch tägliches Agieren. Die also aktiv mitschwimmen im Web 2.0 und dies anhand eigener Blogs und eigener Aktionen, wenn möglich auch schon für Kunden, belegen können. Aber zu diesem Thema liegt schon ein eigener Blog-Beitrag in meiner Schublade, der die nächsten Tage eingeplant ist. Da wird es dann um das "Expertentum" im Web 2.0 gehen.

Danke, Klaus-Dieter Knoll, für diesen erstklassigen Beitrag, den ich hier so ausführlich zitiert habe! Ich hoffe, das geht in Ordnung.

8Dez/09Off

PR und Social Media

Autor des Artikels: Matias Roskos

Immer mehr Manager, Marketingverantwortliche, PR-Agenturen fragen sich derzeit: passen PR und Social Media zusammen. Klare Antwort: Ja. Danach folgt gleich jedoch ein dickes ABER NUR WENN...!

Aber nur wenn man versteht wie die neue Welt des Web 2.0 und des Social Media funktioniert. Aber nur wenn man bereit ist sich zu öffnen. Aber nur wenn man fähig ist zuzuhören. Aber nur wenn man erkannt hat, dass Social Media keine Marketing-Einbahnstraße ist. Aber nur wenn man bereit ist dazu zu lernen. Im neuen Internet, in dem sich immer mehr Menschen aufhalten und wohl fühlen.

Hier ein paar Zahlen und Fakten zu Social Media. Diese sind zwar stark auf den amerikanischen Markt gerichtet, gelten aber von der Grundtendenz her auch für den deutschsprachigen Raum und zeigen die Tendenzen klar und deutlich auf.

8Okt/09Off

Was Social Media Großartiges bewirken kann

Autor des Artikels: Matias Roskos

Viele fragen sich ja noch: "Was soll das ganze Social Media Gedöns?". Die besten Antworten sind eigentlich immer die aus dem echten Leben. Da, wo Social Media bereits funktioniert. In der Chicago Tribune habe ich einen interessanten Artikel gefunden, in dem unter anderem geschildert wird, wie eine Mutter mit Hilfe von Social Media viel beruhigter reisen kann. Ich gebe die Textpassagen mal ungefiltert weiter. Ich bin mir sicher, jeder wird danach erkennen, welche riesigen Vorteile Social Media Bausteine mit sich bringen können, wenn man sie richtig einsetzt. Und wie wichtig es ist für Firmen zu lernen damit umzugehen.

Before the latest social media revolution, Jessica Gottlieb would have probably watched helplessly when her kids, Jane and Alexander, were trapped on the tarmac, waiting for their Virgin America flight to take off.

But that's so 2008. When it happened to her last week, the Los Angeles-based blogger reached for her iPhone and twittered about her troubles. "Dear Virgin Air," she wrote. "My children have been on the tarmac for one hour with 90 more minutes to wait. I am at JFK gate b25. Pls RT."
That last request -- please "RT" -- is shorthand for Gottlieb's nearly 10,000 followers to "retweet" her message, or rebroadcast it to their followers. And re-tweet they did. Within minutes, Virgin had phoned Gottlieb to reassure her that her kids would be fine.

"They contacted the gate agent manager and explained to us the entire weather situation," she says. "Within 20 minutes of that conversation, the plane took off."

The same forces that threaten to unravel a repressive Iranian regime are revolutionizing the way Americans travel. Social media sites that allow people to interact in the moment are changing how travel companies talk to their customers -- and how their customers talk back.

The net result? Travel could improve for everyone.

2Okt/09Off

Social Media ist kein Quickie

Autor des Artikels: Matias Roskos

Neulich habe ich bei meiner fast täglichen Lektüre der Twitter-Streams und Blogbeiträge der Web 2.0 Welt einen wunderbaren Artikel gefunden, der auf humorvolle und dennoch extrem passende Weise Social Media und Werbung miteinander vergleicht: "Social Media vs. Werbung = Dating vs. One-night-stand".

Der Autor greift dabei den fast schon legendären Tweet von Avinash Kaushik auf, der gesagt hatte:

Social media is like teen sex. Everyone wants to do it. No one actually knows how. When finally done, there is surprise its not better.

Der Autor auf dem Themenblog - Ich kann leider nicht erkennen, wer den Artikel geschrieben hat. Ich tippe aber: Mark Pohlmann. - schreibt diese wunderbaren Zeilen, bei denen ich einfach nur heftigst nicken kann:

Wer abends loszieht, kann ganz unverbindlich Kontakte knüpfen. Wo auch immer man hingeht, man weiß: “Irgendwen werde ich treffen.” Genauso verhält es sich mit einer Werbeanzeige: sie ist breit gestreut und richtet sich relativ wahllos an ein breites Publikum. Sie kann auf die richtigen Rezipienten treffen, muss aber nicht. Ihre Eigenschaften: oberflächlich, kurzfristig und nicht verpflichtend. Die Chancen auf eine langfristige Beziehung zum Konsumenten strebt hier, wie bei einem One-night-Stand, gegen Null.

Beim Dating gehen wir wählerischer vor. Schließlich geht es um langfristige(re) Intentionen – das heißt auch, dass man sich mehr Zeit lässt und gegebenenfalls seine Strategie anpassen muss, wenn das Verhalten nicht zum gewünschten Erfolg führt. Für den Einsatz von Social Media in Unternehmen gilt ebenfalls: wer eine dauerhafte Bindung seiner Kunden an eine Marke erreichen will, muss Geduld mitbringen. Das Ergebnis ist eine ehrlichere Bindung mit einer Zielgruppe, die ernsthaft interessiert ist.

Ja - es geht um echte Beziehungen im Web 2.0, die sich durchaus über einen längeren Zeitraum aufbauen. Das sind vor allem erst einmal Beziehungen zwischen Menschen. Und vielen Marken und Unternehmen fällt es schwer die Wege zu entdecken, die sie dort mit hinein führen. Es gibt sie. Doch wer sich wie der berühmte Elefant im Porzellanladen aufführt, wird wenig Erfolg haben. Und auch die Rosenverkäufer werden dort keine echten Beziehungen aufbauen können. Höchstens mal ne Blume verkaufen. Und ansonsten eher belächelt werden. Man muss ehrlich, offen und mit dem richtigen Gespür vorgehen. Wie im echten Leben, nicht wahr? Geduld gehört da auch durchaus dazu.

Rich Nadworny hat auf seinem digital strategy blog mehrere Tipps parat, was man dabei beachten sollte:

  • Most people are not that into you - Die Welt dreht sich nicht um dich (Übersetzung im Themenblog)
  • People tire quickly of other people who talk incessantly about themselves - Selbstdarsteller kommen arrogant rüber und langweilen
  • Take the long-term view - Langfristig denken
  • Reward good behavior - Belohnung
  • Own up to your mistakes quickly - Fehler eingestehen

Es wird deutlich: der normale Menschenverstand sollte einen leiten. Auch wenn es um ein Unternehmen geht. Eine Marke darf sich durchaus in das Treiben des Web 2.0 stürzen. Gar keine Frage. Aber mit Authenzität. Mit dem Wissen, dass Web 2.0 und Social Media Dialog bedeutet. Also: Zuhören, auf den anderen eingehen, voneinander lernen, andere akzeptieren, bereit sein Fragen (auch wenn sie unangenehm sind) zeitnah zu beantworten. Viel Spaß und viel Erfolg!