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10Mai/11Off

Relevante Verschiebung von TV-Budgets hin zu Social-Media – Benno Müller von SchülerVZ im Interview

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich selbst bin großer Facebook-Fan. Aber als Papa eines Schulkindes gefällt mir durchaus nicht alles, was auf Facebook so möglich ist. SchülerVZ macht da aus meiner Sicht strategisch einen guten Job. Darum freut es mich, dass ich Benno Müller von den VZ-Netzwerken interviewen und ein paar Fragen zu den Vorteilen von SchülerVZ stellen konnte. Natürlich ging es im Interview auch um erfolgreiches Social Media Marketing auf den VZ-Plattformen. Der Kontakt kam über die Social Media Akademie zustande, wo ich als Referent tätig und für den Community Manager Lehrgang verantwortlich bin.

Herr Müller, für welche Bereiche in der VZ-Familie sind sie verantwortlich und was ist Ihr Aufgabengebiet?

Als Director Sales bin ich für den gesamten Vertrieb der drei VZ-netzwerke schülerVZ, studiVZ und meinVZ verantwortlich. Zu meinen Aufgaben zählt die Monetarisierung der drei Plattformen, sowohl über klassisches Display Advertising als auch Social-Media-Werbeformen.
 
In diesem Interview soll es in erster Linie um SchülerVZ als eine sehr starke Nischen-Plattform gehen. Nische insofern, als dass es ausschließlich Schüler betrifft. Von welchem Altersbereich sprechen wir hier? Wer darf SchülerVZ nutzen?

schülerVZ richtet sich – wie der Name schon sagt – an die junge Zielgruppe der Schüler und Berufsschüler von 12 bis 19 Jahren.
 
Wie groß ist die Community? Und wieviele Besucher und PIs gibt es im Monat auf der Plattform?

Aktuell (Stand April 2011) zählt schülerVZ rund 5,8 Millionen registrierte Nutzer und ist damit Deutschlands größte Schülerplattform. schülerVZ erreicht über 4,4 Mio. Unique User/Monat (AGOF internet fact 2010-IV), hinzu kommt eine weitere Million Nutzer zwischen 12 und 13 Jahren, da die AGOF erst ab 14 Jahren misst. 3,72 Mrd. PIs/Monat und über 103 Mio. Visits/Monat (interne Daten VZ). Die durchschnittliche Verweildauer auf schülerVZ ist mit 41 Minuten/Tag sehr hoch.

Kann SchülerVZ für sich allein betrachtet bereits wirtschaftlich rentabel arbeiten?

Ja - schülerVZ alleine ist rentabel, aber für uns als Unternehmen mit drei Plattformen ist dennoch der Gesamtumsatz entscheidend, mit dem wir überaus zufrieden sind: In 2010 haben wir einen Gesamtumsatz von über 30 Mio. Euro erzielt mit einer Umsatzsteigerung von über 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist ein sensationelles Ergebnis und zeigt deutlich, das seitens der werbetreibenden Wirtschaft eine relevante Verschiebung von TV-Budgets hin zu Social-Media stattgefunden hat, die sich noch stärker in 2011 zeigen wird. Als soziales Netzwerk profitieren wir hier in zweierlei Hinsicht, da wir sowohl die reichweitenstarken Display Ads anbieten als auch neue Social-Media-Werbeformen.
 
Wie findet Marketing auf der Plattform statt? Können Sie uns ein paar Beispiele nennen?

Social-Media-Marketing findet bei den VZ-Netzwerken am optimalsten durch eine Mischung aus klassischen Display-Ads und netzwerkspezifischen Werbeformen statt. Konkret heißt das: Schneller Reichweitenaufbau in Kombination mit Weiterlesen …