SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

25Okt/13Off

Alles Gute Tchibo ideas! Relaunch überzeugt nur bedingt

Autor des Artikels: Matias Roskos

Tchibo ideas ist neu. Am 7. Oktober 2013 war es endlich soweit. Relaunch. Ein ganz neues Tchibo ideas ging an den Start. Aber irgendwie fühlt es sich verdammt alt an. Nur wenig innovativ. Ich bleibe enttäuscht zurück.

tchibo-ideas-2013

Das Neue verpackt Tchibo wie folgt:

Wir haben jetzt mehr Raum zum Mitmachen geschaffen. Unser Fokus liegt künftig auf tollen Aktionen, an denen sich jeder beteiligen kann.

heißt es dazu. Und weiter:

Fünf Jahre Tchibo ideas in Zahlen:

  • 11.092 Mitglieder
  • 1.262 Aufgaben
  • 763 Lösungen
  • 8.721 Kommentare
  • 177 Sieger
  • 23 Produkte

Leider heißt es aber auch:

Auf Tchibo ideas wird es Weiterlesen …

29Jan/13Off

Externe Erfinder einbinden – eine Liste von Inventor-Friendly Companies

Autor des Artikels: Matias Roskos

Immer mehr Unternehmen und Marken, vor allem im englischsprachigen Unternehmer-Markt, binden externe Ideen und externe Erfinder in die Unternehmensprozesse ein. Sie setzen auf Open Innovation und nutzen Crowdsourcing-Mechanismen, um Innovationsprozesse zu forcieren und neue Produktideen zu generieren. Neben tollen Marktforschungseffekten sind diese Marken damit ganz nah am Kunden der Zukunft dran.

Im Inventors Digest gibt es eine wunderbare Liste mit "Inventor-Friendly Companies". Darunter befinden sich so klangvolle Namen wie Kellogg, Kraft Foods, Black & Decker, Bosch und viele mehr. Einfach mal reinklicken und umschauen, wer bereits auf externen Input setzt.

Kellogg Gread Ideas

(Danke Catharina, für den Hinweis auf diese Liste!)

Wenn Sie regelmäßig über das Wichtigste aus dem Social Web informiert werden möchten, empfehle ich Ihnen das Abonnement meines Roskos-Report für die Welt des Social Web.

Anmeldung Roskos-Report

15Jun/11Off

Crowdsourcing ist nicht gleich Open Innovation

Autor des Artikels: Matias Roskos

Immer wieder herrscht Unklarheit über die Begrifflichkeiten des Social Web. Vor allem auch, wenn es um Crowdsourcing geht. Immer wieder wird in Artikeln und Interviews Crowdsourcing und Open Innovation gleich gesetzt. Das ist jedoch ein Trugschluss. Crowdsourcing und Open Innovation sind nicht identisch.

Definition von Crowdsourcing und Open Innovation

Crowdsourcing definierte ich vor nicht ganz einem Jahr wie folgt:

Unter Crowdsourcing versteht man das Involvieren einer Gruppe von Internetnutzern außerhalb der Strukturen des Unternehmens in einem vorher klar definierten Rahmen (Software, Zeitraum, Teilnahmebedingungen, Incentivierung) zur Generierung unterschiedlichster Mehrwerte für einen Auftraggeber (Unternehmen, Dienstleister, Webplattform, Einzelperson).

(mehr im Artikel "Crowdsourcing - Mehrwerte, Chancen, Definition")

Zu Open Innovation heißt es auf Wikipedia:

Open Innovation ist die Öffnung des Innovationsprozesses von Organisationen und damit die aktive strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des Innovationspotentials.
...
Open Innovation grenzt sich zu Closed Innovation ab, also dem Innovationsverständnis, welches nach Schumpeter (1942) die Exklusivität einer Innovation als wesentliche Rente des Innovators bezeichnet. Des Weiteren ist die Open-Source-Entwicklung von Produkten als eine Extremform von Open Innovation zu verstehen.

Es geht zum einen also um den Weiterlesen …

3Jun/11Off

Sind Sie eine Social Brand?

Autor des Artikels: Matias Roskos

Lieber im gut gesicherten Schloss auf seinem Schatz sitzen? Oder besser in einem offenen Schloss gemeinsam mit seinen Fans und Kunden die Zukunft gestalten? Ein wunderbares Video zum Thema "Social Brand".

21Jul/10Off

Crowdsourcing – Mehrwerte, Chancen, Definition

Autor des Artikels: Matias Roskos

Der Begriff Crowdsourcing ist - als ein wichtiger Part von Open Innovation - in vielen Unternehmen und Marketingagenturen angekommen. Und das ist gut so. Doch noch geht das Verständnis der Prozesse, der Einsatzmöglichkeiten und vor allem auch der diversen Mehrwerte, die generiert werden können, nicht tief genug.

Cases aus den vergangenen drei Jahren zeigen die verschiedenen Mehrwerte, die Crowdsourcing wirklich wertvoll machen. Und erst die Summe aus den unterschiedlichen Mehrwerten macht Crowdsourcing so enorm spannend und wertschöpfend. Doch dafür muss die strategische Ausrichtung vorab klar definiert sein und passende Rahmenbedingungen abgesteckt werden.

Unternehmen und Markenverantwortliche müssen verstehen, dass beim Crowdsourcing in fast allen Fällen auch die Mechanismen des Social Web greifen: Offenheit, Authentizität, Dialogbereitschaft, Glaubwürdigkeit. Nur dann kann man ein Crowdsourcing-Projekt meiner Meinung nach auch zum bestmöglichen Ergebnis führen.

Wer die Menschen im Netz nur als "Clickworker", als billige Sekundenlöhner sieht - wie ich es schon mehrmals in Vorträgen voll Grauen mit anhören musste - wird langfristig keinen Spaß daran haben. Und vor allem nur wenige der Mehrwerte abschöpfen können.

Doch was bedeutet Crowdsourcing nun eigentlich? Es gibt zahlreiche verschiedene Definitionsansätze. Jeder versteht etwas anderes darunter. Viele haben nur schwammige, oft sogar unkorrekte Vorstellungen.

Ich arbeite bereits seit über vier Jahren in diesem Feld und habe seitdem zahlreiche Crowdsourcing-Projekte nicht nur mit konzipiert, sondern viele auch selbst umgesetzt und betreut. Eigene praktische Erfahrung ist für mich unerlässlich, möchte ich über solch ein noch junges Gebiet sprechen und beratend tätig sein, wie ich es tagtäglich tue. Das wird hoffentlich auch in meinen Vorträgen und Kundenmeetings deutlich. Deswegen werde ich auch immer wieder als Crowdsourcing-Experte weiterempfohlen. Das freut und ehrt mich. Und spornt mich an, nicht nur einen guten Rundum-Blick auf neue und alte Crowdsourcing-Projekte zu haben, sondern auch immer weiter voran zu denken und für jeden Kunden nach individuellen und passenden Wegen und Konzepten zu suchen.

Was nun konkret verstehe ich unter Crowdsourcing.

Kurzdefinition Crowdsourcing

Unter Crowdsourcing versteht man das Involvieren einer Gruppe von Internetnutzern außerhalb der Strukturen des Unternehmens in einem vorher klar definierten Rahmen (Software, Zeitraum, Teilnahmebedingungen, Incentivierung) zur Generierung unterschiedlichster Mehrwerte (siehe weiter unten) für einen Auftraggeber (Unternehmen, Dienstleister, Webplattform, Einzelperson).

Dabei kommen die vielfältigen Mechanismen des Social Web zum Einsatz, um eine Zusammenarbeit der Nutzer zu ermöglichen. Dazu zählt man Kommentare, Wertungsmechanismen, Weiterempfehlungen und Verschlagwortungen.

Crowdsourcing ist ein Prozess, der auf einer eigenen Plattform oder unter Nutzung diverser schon vorhandener Web-Plattformen stattfinden kann. Unabdingbar ist das Nutzen des Internets, damit die Teilnehmer orts- und zeitunabhängig sich einbringen können.

Crowdsourcing ist ein noch sehr junger Baustein der virtuellen Wertschöpfungskette und setzt auf die Kraft der Vielen - die Kraft, die Kreativität und die Vielfalt der Menschen im Internet und ihre Ideen, kulturellen Backgrounds, beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen sowie ihr Können.

Egal ob Profi oder Amateur. Jeder kann sich beim Crowdsourcing als wertvoller Bestandteil der Crowdsourcing-Community mit einbringen. Mit einer eigenen Idee oder auch als jemand, der seine Meinung in Form von Bewertungen und Kommentaren in konstruktiver Form einbringt. Oft sind gerade sogenannte Amateure, die aber häufig über ein tiefes Fachwissen verfügen, sowie "Querdenker", die aus ganz fremden Disziplinen kommen, diejenigen, die neue Sichtweisen, Ideen und vorwärtstreibende Denkanstöße einbringen.

Die Summe der Ideen, Erfahrungen und Meinungen führt zu neuen Egebnissen und Mehrwerten, wie sie bisher ohne das Internet nicht möglich waren.

Diverse Mehrwerte durch Crowdsourcing

Durch Crowdsourcing sind viele verschiedene Mehrwerte für den Auftraggeber zu erzielen. Welche Mehrwerte gewonnen werden, hängt von der strategischen Ausrichtung und der konkreten Umsetzung des Prozesses ab.

Hier 10 mögliche Mehrwerte, die durch Crowdsourcing generiert werden können, inklusive von Beispielen, wo dies in der Vergangenheit bereits erfolgreich praktiziert wurde.

Weiterlesen …

16Jun/10Off

Das beste Crowdsourcing-Projekt der Welt: Innocentive

Autor des Artikels: Matias Roskos

innocentiveOpen Innovation und Crowdsourcing sind für mich zu einer Herzensangelegenheit geworden. Ich glaube an diese Idee. Ich liebe die Idee, die hinter Open Innovation und Crowdsourcing steckt. Und ich werde nicht müde in Vorträgen, Meetings und Projektkonzepten die enormen Möglichkeiten, die in Crowdsourcing-Konzepten stecken, anderen Menschen, vor allem auch Entscheidern in Unternehmen und Agenturen, zu erklären.

Eines der Leuchttürme auf diesem Gebiet ist die amerikanische Plattform Innocentive. Wenn ein Unternehmen ein Problem hat, das es Inhouse nicht lösen kann oder vielleicht auch gar nicht Inhouse lösen möchte, dann geht es zu Innocentive und stellt die Aufgabe dort ein. Damit wird das Unternehmen zu einem sogenannten "Seeker". Aus der Community heraus wird dann versucht das Problem zu lösen. Diese Problemlöser werden auf Innocentive „Solver“ genannt.

Gegründet wurde das Unternehmen bereits im Jahr 2001, mit Unterstützung des Pharmaunternehmens Eli Lilly and Company. Daher war die Ausrichtung anfangs auch stark auf den Pharma- und Chemie-Sektor konzentriert. Doch Schritt für Schritt möchte man sich zu einer Open Innovation Plattform für alle denkbaren Felder entwickeln. Einer der größten und wichtigsten Kunden wurde in den vergangenen Jahren beispielsweise Procter & Gamble.

Innocentive spricht davon, dass man welt rund 4 Millionen potenzielle Problemlöser erreicht. Das gelingt, weil man nicht nur etwa 200.000 Forscher, Ingenieure und Produktdesigner in der Innocentive-Community vereint, sondern weil man zugleich Mitarbeiter und vor allem auch ehemalige Mitarbeiter von Unternehmen wie SAP, Eli Lilly oder Procter & Gamble ansprechen darf. Und was den Erfolgsfaktor anbelangt, spricht man bei Innocentive von einer Lösungsquote von etwa 50 Prozent bei erfolgskritischen Aufgaben aus Unternehmen.

Weiterlesen …

30Okt/09Off

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich habe in den letzten Wochen hier etliche Artikel gepostet, die zeigen sollen, wo der Einsatz von Crowdsourcing Sinn macht und vor allem auch welche Mehrwerte dabei entstehen können, wenn man es richtig anpackt. Zum Beispiel:

Sie sehen: einige namhafte Marken setzen verstärkt auf Crowdsourcing. Pepsi, Google, Netflix, Unilever, auch Audi. Hier nun mal 10 Branchen die sich aus meiner Sicht besonders eignen um Crowdsourcing als Marketingbaustein und als Mittel zum Aufbau einer Community einzusetzen.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Konsumgüter

Viele Brands haben treue Fans, die auf ihre Marke schwören und immer wieder zu den Produkten dieser Firma greifen. Mit Hilfe von Crowdsourcing kann man diese Menschen im Web 2.0:

Ich denke hier zum einen an neue Produktideen, wie sie zum Beispiel auf Tchibo ideas entstehen. Gut eignen sich aber auch das Produktdesign, Verpackungsdesign und die Erstellung von Werbematerialien für Crowdsourcing. Das immer mit dem Hintergrund: Kundenbindung und Viralmarketing.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Lebensmittel

Das gleiche, was ich für die Konsumgüter geschrieben habe, trifft auch auf die Lebensmittelbranche zu. Jeder hat seine bevorzugten Marken. Seien es Süßigkeiten, Spirituosen, Joghurts, Tiefkühlkost usw. Auch hier gilt wieder:

    1. Fans ausfindig machen
    2. sie stärker an die Marke binden
    3. sie in Marketingkonzepte einbinden (Crowdsourcing als Viralmarketing-Baustein)
    4. neue, kundennähere Produkte oder auch Marketingslogans entwickeln

Ein gutes Beispiel, wie so etwas aussehen könnte, lieferten Becks oder auch Vitaminwater.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Musikindustrie

Wohl nirgends gibt es wohl so viele echte Fans wie im Bereich Musik. Na gut: wenn es um Urlaub und Tourismus geht vielleicht auch. Aber gerade bei Musik sind die Menschen extrem emotional berührt. Ich schließe mich da mit ein. Gern erzähle ich anderen von neuen Bands, neuen Alben, die ich entdeckt habe oder die mir zugeschickt wurden. Dies wird bisher noch viel zu wenig ausgenutzt. Denkbar sind hier

  • Crowdsourcing zur Fanbindung mit Zielrichtung Viralmarketing
  • Crowdfunding, wie es auf Sellaband erfolgreich praktiziert wird. Ich habe selbst schon mehrfach dort investiert, zuletzt erst wieder vergangene Woche.
  • Fanvideos, die sich viral im Netz verbreiten
  • ganz allgemein: Spaß für die Community!

Eigentlich ist keine Branche so wunderbar geeignet für Crowdsourcing-Mechanismen wie das Musikbusiness. Und hier und da werden sie auch schon eingesetzt. Eine Leuchtturm-Funktion hat da Sellaband. Auch Fanta4 haben bereits via Crowdsourcing ein Video kreieren lassen. Noch aber sind die Versuche in der Regel sehr zaghaft und viel zu selten. Leider.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Verlagswesen

Jeder von uns ist ein kleiner Experte. Sei es in der Küche, beim Hobby, beim Reisen, in Sachen Auto, beim Sport, im Garten. Daher lassen sich theoretisch über Crowdsourcing viele Dinge realisieren. Zum Beispiel:

  • Reiseführer, erstellt durch die Community. Bestellbar via print-on-demand.
  • Kochbücher, wie zum Beispiel das „Food52“ Projekt von Amanda Hesser und Merrill Stubbs es exemplarisch vormacht
  • Ratgeber für den Garten, für Heimwerker, für bestimmte Hobbythemen (Modellbahn, Fotografie, Stricken)
  • Comic-Communitys, um neue Talente zu entdecken und um Fans zu finden und zu involvieren. Panini ist hier schon einen richtigen Schritt gegangen

Was die Ratgeber und Reiseführer angeht, ist es technisch ja machbar, dass man sich via Print-on-demand ein Buch erstellen und zuschicken lassen kann. Dieses stelle ich mir vorher auf der Crowdsourcing-Seite selbst zusammen und lasse es mir dann zuschicken. Oder ich verschenke es. Meine eigenen Tipps gemixt mit den Tipps der Community.

Dass man die Fans eines Autors oder einer Reihe wunderbar für Crowdsourcing als Marketing-Baustein einsetzen und sogar Bücher auf diesem Wege verfilmen kann, bewies bereits Paulo Coelho meiner seiner "Hexe von Portobello".

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Tourismus

Ähnlich wie in der Musikbranche sind auch beim Thema Reisen und Urlaub die Menschen emotional extrem stark bei der Sache. Daher bieten sich Crowdsourcing-Mechanismen perfekt an, um

  • Tipps zu sammeln (Hotels, Restaurants, Wanderrouten, Fahrradwege, Segelreviere usw.)
  • Bewertungen zu generieren
  • Fotos und Videos zu erhalten (die man fürs Marketing einsetzen könnte)
  • Reiseplaner zusammen zu stellen
  • Gleichgesinnte kennen zu lernen (Segler, Golfer, Biker, Angler, Wanderer)

Wenn es um Bewertungen geht, haben sich Portale wie Holidaycheck schon gut etabliert. Dass das Ganze aber auch seine Tücken hat, konnte ich in meinem Qype-Test ausführlich darlegen. Allein mit Automatismen kann man langfristig im Web 2.0, zu dem auch Crowdsourcing gehört, nicht erfolgreich sein.

Menschen möchten durch Menschen angesprochen werden! Daher bedarf es eines guten, mit ausreichend Manpower ausgestatteten Communitymanagements.

Viele Community-Projekte, nicht nur im Bereich Tourismus, fahren hier noch deutlich zu niedrig. Dies wird sich in den kommenden Jahren ändern.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Autobranche

Auch Automarken haben Fans. Dies weiß schon jedes Kind in Deutschland. Diese in den Innovations- und den Designprozess zu involvieren ist eine logische Konsequenz, wenn man die Zeichen der Zeit erkannt hat. Einige tun dies bereits. Allen voran Fiat. Aber auch bei BMW und Audi gibt es spannende Ansätze, um zum Beispiel via Facebook Fans stärker an sich zu binden und sie für virale Effekte zu nutzen.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Mode

Threadless ist einer der erfolgreichsten Shirt-Verkäufer weltweit. Das gesamte Konzept der Plattform basiert auf Crowdsourcing. Die Community bestimmt, welche Designs letztendlich im Shop landen.

Es gibt da draußen so unendlich viele Menschen, die visuell kreativ sind. Wir selbst haben über die Jahre eine Kreativ-Community aufgebaut, die bereits mehrfach erfolgreich für Kunden gearbeitet hat. Letztes Beispiel war das Design für Babyflaschen: "Feel good style". So etwas lässt sich natürlich auch wunderbar auf Bekleidung jeder Couleur übertragen. Dies kann bis zu Designvorschlägen für Kleider, Mäntel, Mützen, Schuhe usw gehen.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Spielwaren

Lego, Playmobil & Co. haben viele viele Fans weltweit. Und das nicht nur bei Kindern. Auch Erwachsene sammeln, basteln und spielen mit den eigenen Kindern und Enkeln. Damit bietet sich die Spielzeugindustrie bestens für Crowdsourcing-Konzepte an. Ich denke da zum einen an neue Verpackungsdesigns, Werbematerialien, die von den eigenen Fans entworfen werden können. Aber auch neue Produktideen für Spielzeug können aus der eigenen Community kommen. Wer ist besser geeignet zu wissen, was ankommt bei den Käufern, wenn nicht die Käufer selbst?! Wer kennt die Wünsche seiner Kinder besser wie die eigenen Eltern? Wer weiß besser was fehlt für die Förderung unserer Kinder auf spielerische Art wie die Erzieherinnen in den Kitas und die Mamis und Papis zuhause? Und seine Fans über Community- und Crowdsourcing-Mechanismen zu binden und jederzeit erreichen zu können, wird in der Zukunft ein echter Wettbewerbsvorteil sein. Oder auch ein Nachteil, wenn man diese Schritte hinein ins Web 2.0 nicht oder nur halbherzig tut.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Messen

Messeveranstalter sind immer auf der Suche nach neuen Marketingideen, nach gut gemachten Messeständen, spannenden Werbebausteinen. Da bietet sich das Agieren im Web 2.0 mit Crowdsourcing als Marketingbaustein perfekt an. Um zum einen Menschen auf die Messe aufmerksam zu machen und um gleichzeitig visuell neue Reize zu setzen.

In der heutigen Zeit ist das Engagement im Internet und da vor allem im Web 2.0 unbedingt erforderlich um auch mittelfristig weiterhin Erfolg zu haben. Crowdsourcing als Baustein von Viralmarketing kann und sollte hier verstärkt eingesetzt werden.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Outdoor

Wo gibt es geballteres Expertenwissen wie im immer stärker wachsenden Outdoor-Bereich? Egal ober Kletterer, Mountainbiker, Kanu, Rafting, Windsurfen, Snowboarden usw... Überall wimmelt es von technischen Feinheiten und den passenden Experten dazu. Es gibt viele kleine Nischenanbieter und viele extrem innovative Produkte und die passenden Nutzer und Fans dazu. Das schreit doch förmlich nach Crowdsourcing, um

  • Bewertungen und Tipps zu erhalten
  • neue Produktideen gemeinsam zu entwickeln
  • Erfahrungen auszutauschen
  • das Marketing, vor allem auch Viralmarketing, voran zu bringen
  • gemeinsam neue Touren zu organisieren

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Sie sehen - es gibt viele Bereiche, in denen Crowdsourcing zum Einsatz kommen kann. Um die Kunden stärker zu binden und sie leichter zu erreichen. Um virale Marketing-Effekte auszulösen. Um ins Gespräch zu kommen mit potentiellen Markenbotschaftern und neuen Käufern. Um Präsenz zu zeigen im Web 2.0 über eine sympathische Schiene. Um meinen Fans Spaß und Abwechslung zu bieten. Um für mich als Unternehmen echte Mehrwerte wie neue Werbematerialien, Fotos und Videos (User generated content), neue Produktideen, Marketing-Slogans, Designvorschläge und vieles mehr zu erhalten. Crowdsourcing enthält so viel Gutes, dass es zu nutzen gilt in der Zukunft.

Ich hoffe, ich konnte mit dieser kleinen Liste erneut dem ein oder anderen Interessierten ein paar Denkanstöße geben in Sachen sinnvoller Einsatz von Crowdsourcing für Unternehmen und Markenbotschafter. Gern stehe ich beratend, in der Konzeption und dann auch projektbetreuend mit meinem Team zur Verfügung.

8Jul/08Off

OpenInnovation als brandaktuelles Thema bei McKinsey

Autor des Artikels: Matias Roskos

Bei McKinsey heißt es heute:

  • The Internet and new social-networking technologies are allowing companies and their customers to interact with unprecedented levels of richness. Some leading organizations are using this opportunity to draw customers into the heart of the product-development process.
  • Cocreating products and services with customers, however, is uncertain territory fraught with challenges and questions—for instance, who owns the resulting intellectual property? Nonetheless, smart companies are now beginning to encourage their customers to help them develop the products and services consumers really want.

Erfreulich, das man bei McKinsey tatsächlich so nah am Puls der (Internet-)Zeit ist und diese Trends erkennt und weiter vermittelt.