SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

2Nov/10Off

Heute ist Tortentag – Google Streetview trifft Oberstaufen

Autor des Artikels: Matias Roskos

Heute ist Tortentag - Google Streetview trifft OberstaufenHeute startet ganz offiziell Google Streetview. Und es geschieht nicht, wie zu erwarten gewesen wäre, rein online oder aber medienwirksam am Brandenburger Tor. Nein. Sie haben es geschafft. Diese kleinen Gallier-ähnlichen, super cleverer Touristiker aus der Gemeinde im Allgäu: Oberstaufen. Google Streetview startet bei ihnen, in Oberstaufen. Heute. Glückwunsch zu diesem genialen PR-Coup. Den Live-Stream aus Oberstaufen gibt es ab 10:30 Uhr hier.

Wie kam es dazu? Eigentlich ganz einfach. Man hatte eine clevere Idee. Man fertigte eine Torte, auf der stand "Streetview - Willkommen in Oberstaufen". Dann fotografierte man diese Torte und verteilte die Aufnahmen im Social Web, via Facebook und Twitter. Google wurde darauf aufmerksam. Und heute ist Google in Oberstaufen. Wie nicht nur gestern in der Augsburger Allgemeinen nachzulesen war, sondern heute morgen bereits auch im Frühstücksfernsehen zu sehen, wie ich gerade über Facebook erfuhr.

Und garantiert schafft es Oberstaufen damit Weiterlesen …

28Sep/10Off

Eintauchen ins Social Web zur morgendlichen Tasse Kaffee – Interview mit der Kurdirektorin von Oberstaufen

Autor des Artikels: Matias Roskos

Sehr geehrte Frau Keybach. Vor wenigen Wochen hatte ich Bernhard Lingg und Benjamin Buhl über die Marketing-Aktion „Du bist Oberstaufen“ und über die vielfältigen Social Media Aktivitäten von Oberstaufen interviewt. Heute ein paar Fragen an sie, als letztendlich Hauptverantwortliche für das Marketing von Oberstaufen.

Das offensive Online-Marketing der Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH hat in den vergangenen Jahren für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Zumindest in der deutschen Web 2.0 Szene. Hatten sie damit von Anfang an gerechnet?

Nein. Wir waren eine der ersten touristischen Destinationen, die sich ins Web 2.0 vor gewagt hat. Anfangs stellte ich mir schon die Frage der Notwendigkeit und der Zielgruppen-Affinität. Der größte Teil unserer Gäste ist über 50 Jahre alt. Vor 15 Monaten war es nicht vorhersehbar, dass genau diese Altersgruppe zwischenzeitlich das Web 2.0 für sich entdeckt hat und es teilweise leidenschaftlicher nutzt als manch ein "Digital Native". Auch bewegt sich unsere Zielgruppe tendenziell in die mittleren und höheren Einkommensschichten. Es stand die Frage im Raum, ob vielbeschäftigte Manager überhaupt die Zeit für facebook und Co haben und damit über dieses neue Marketing-Instrument erreicht werden können.

Dank und durch Benjamin Buhl konnten wir frühzeitig Erfahrungen sammeln, unsere Präsenz und spezielle Aktionen optimieren und haben nun sicher einen beachtlichen Vorsprung gegenüber vielen anderen Tourismusorten/-regionen. Auf diesen Vorsprung sind jetzt wahrscheinlich mehr Oberstaufener stolz als damals offen waren für das Web 2.0.

So viele wie möglich mit zu nehmen

Wie lange hat Herr Buhl gebraucht, um sie von einer so offensiven Social Media Strategie zu überzeugen?

Herr Buhl hat mich nicht überzeugt, er hat mich überfallen. Wie bei vielen anderen neuen Themen ist es wichtig, die Menschen zu sensibilisieren, Ihnen Zeit zu geben, sich mit der neuen Materie zu befassen und dann zu entscheiden, ob man sich damit anfreunden oder gar identifizieren kann - bzw. in meinem Fall für entsprechenden Verantwortungsbereich einen Sinn erkennt. Unsere offensive Social Media Strategie musste sich entwickeln.

Als "Kurdirektor" hat man immer das große Ganze im Blick und das ist in unserer Branche sehr komplex. Die zahlreichen Anspruchsgruppen, vom Gast über den Gastgeber, die einheimische Bevölkerung, die politischen Entscheidungsgremien bis hin zum Friseur und zum Bäcker. Alle sind am Tourismus beteiligt und alle kennen sich im Tourismus aus, denn jeder war schon mal im Urlaub. Es ist sehr wichtig, im Rahmen von Revolutionen wie diesen so viele wie möglich "mit zu nehmen".

Kannten sie Social Media schon vorher?

Ich hatte bereits ein Facebook-Profil, als Herr Buhl noch im Fahrschul-Unterricht saß. ;-) Damals gab es die Plattform noch ausschließlich in der englischen Version. Ich war vor einigen Jahren als Au Pair in Kanada und blieb über Facebook mit den dortigen Bekannten und Freunden in Kontakt. Damals war es allerdings ein rein persönliches Interesse meinerseits.

Im Social Web gibt es keine Geschäftszeiten

Nutzen sie selbst Social Media Plattformen?

Natürlich. Als @kurdirektor von Oberstaufen - DEM Social Media Tourismusort - ist Twitter, Facebook, Youtube, Holidaycheck usw. nicht nur ein Weiterlesen …

9Aug/10Off

Interview mit den Machern von „Du bist Oberstaufen“ – Teil 2: Benjamin Buhl / Verantwortlicher Online-Marketing Oberstaufen

Autor des Artikels: Matias Roskos

Nachdem ich neulich bereits Bernhard Lingg von silberstern.tv interviewt hatte, ist heute Benjamin Buhl, in Oberstaufen seinerzeit verantwortlich für Online-Marketing und PR und damit auch für „Du bist Oberstaufen“, mein Gesprächspartner.

Dieses Interview sollte aus meiner Sicht zur Pflichtlektüre für alle Tourismus-Verantwortlichen werden. Denn Benjamin Buhl zeigt klar und deutlich, was an Social Media Marketing in der Zukunft so gut und so enorm wertvoll und wichtig ist für den Bereich Tourismus.

Hallo Herr Buhl. Neulich habe ich auf einer Konferenz am Bodensee Bernhard Lingg kennen gelernt und mit ihm ein Interview zu „Du bist Oberstaufen“ geführt. Da sie als ehemaliger Verantwortlicher für das Online-Marketing von Oberstaufen federführend beteiligt waren an dieser Viralkampagne, folgt nun konsequenter Weise ein Interview mit ihnen.

Erzählen sie mal: Wie kam es zu „Du bist Oberstaufen“? Wer hatte die Idee dafür?

Ich hatte Anfang des Jahres ein ähnliches Video gesehen und sofort Gefallen daran gefunden. Die Umsetzung war sehr gut gemacht, nur die Aussage fehlte mir ein wenig. Die Idee und die ersten Ansätze schwirrten dann einige Zeit in meinem Kopf herum, bis ich schließlich die Aussage wusste, die eine Adaption auf den Tourismus - respektive Oberstaufen - in meinen Augen schlüssig machte: "Du bist Oberstaufen".

Daraufhin habe ich gleich Bernhard Lingg von silberstern.tv angerufen und mich zum Kaffee verabredet. Bernhard kannte mich damals schon eine Weile und damit auch die ein oder andere nicht alltägliche Idee. Er war sofort begeistert und zusammen haben wir die ein oder andere Szene "gesponnen". Später hat er zu mir gesagt: "Als ich damals das Funkeln in Deinen Augen sah, wusste ich dass es eine coole Sache wird."

Und das hat man in der Umsetzung gemerkt. Ich glaube drei Tage später trafen wir uns wieder und Bernhard legte mir den ersten Entwurf für das Drehbuch vor. Das haben wir dann noch ein wenig ausgefeilt und dann meiner Chefin, Bianca Keybach, präsentiert und Ihr von der Idee dahinter erzählt. Auch sie war sofort angetan, gab noch ihre Anmerkungen zum Drehbuch, organisierte in kürzester Zeit die Protagonisten und schon ging's los.

Ich stelle mir ein Projekt wie „Du bist Oberstaufen“ recht kompliziert im Projektmanagement vor. Da ist die Agentur, die die Webseite dafür baut. Dann die Video-Produktion. Und die Wünsche der Auftraggeber, also der Marketing-Abteilung. Wie viele schlaflose Nächte hat sie das Projekt gekostet?

Ich glaube (selbstkritisch), kompliziert habe ich es an der ein oder anderen Stelle selbst Weiterlesen …

2Aug/10Off

Interview mit den Machern von „Du bist Oberstaufen“ – Teil 1: Bernhard Lingg / silberstern.tv

Autor des Artikels: Matias Roskos

silberstern tvNeulich hatte ich bereits voll Begeisterung von „Du bis Oberstaufen“ berichtet. Da wusste ich aber noch nicht, dass Herr Lingg und seine TV-Agentur silberstern.tv mit verantwortlich sind für diesen tollen interaktiven Videoclip. Kurz darauf lernte ich Herr Lingg auf einer Konferenz am Bodensee kennen. Und wir verabredeten uns zu diesem Email-Interview über die beispielhaften Social Media Aktivitäten von Oberstaufen, seine Agentur silberstern.tv und vor allem die Kampagne „Du bist Oberstaufen“.

Hallo Herr Lingg. Noch einmal Kompliment zu „Du bist Oberstaufen“. Wie kam es zu diesem interaktiven Videofilm? Wer steckt dahinter? Wer hatte die Idee dazu?

Vielen Dank für die Blumen! Da steckt auch ganz viel Herzblut drin in diesem Projekt. Wie es dazu kam, ist eigentlich schnell erzählt: Ein findiger Marketingler von Oberstaufen Tourismus, Benjamin Buhl, hat ein ähnliches Video gesehen und sich in den Kopf gesetzt, so etwas für Oberstaufen umzusetzen. Allerdings mit einer gewissen Botschaft dahinter und nicht einfach nur als nettes Gimmick. Wir sind eine Filmproduktion, die schon länger erfolgreich mit Oberstaufen zusammenarbeitet und so lag es nahe, sich darüber mal auszutauschen. Idee und Konzept zum Film stammt aus meiner Feder, wir haben dann noch einen Web-Dienstleister gesucht, der das Handling im Hintergrund übernimmt, und los ging´s…

Waren sie in die strategische Planung für diesen Videoclip mit einbezogen oder bekamen sie dann das fertige Konzept auf den Tisch?

Wir bekamen nur die grundsätzliche Vorgabe, ein virales Video zu machen. Das Konzept dazu durften wir Weiterlesen …

5Jul/10Off

Gelungene Social Media Kampagne im Bereich Tourismus: „Du bist Oberstaufen“

Autor des Artikels: Matias Roskos

Social Media Marketing für Oberstaufen PlusOberstaufen macht schon seit geraumer Zeit einen erstklassigen Job in Sachen Social Media. Man hat dort die Zeichen der Zeit vor den meisten anderen erkannt und sich so eine exzellente Reputation im Web aufgebaut. Vor allem mit Hilfe der konzeptionell exzellenten Oberstaufen Plus Seite.

Von vielen Urlaubern hört man, dass die Seiten von Touristikern - Hotels, Regionen und Verbände - zwar zumeist schick sind. Aber auch extrem glatt gebügelt. Und damit wenig authentisch. Alles auf Hochglanz poliert. Doch gerade Authentizität spielt nicht nur im echten Leben, sondern auch im Internet eine immer größere Rolle.

Doch wie erreicht man Authentizität? Durch Social Media. Dies hat man in Oberstaufen begriffen. Und bindet auf der Oberstaufen Plus Seite ganz bewusst alle nur denkbaren Social Media Inhalte - Bilder auf Flickr, Videos auf Youtube, Kurznachrichten auf Twitter - ein. So transportiert man Authentizität. Denn hier spricht nicht mehr eine Tourismus-Marketing-Abteilung, sondern hier sprechen die Nutzer in den Weiten des Internets.

Die neueste Aktion der Touristiker aus Oberstaufen setzt auf den Faktor Spaß, der aus meiner Sicht einer der "geheimen" Erfolgsfaktoren im Social Web ist. In der Social Media Akademie hat sich dieses Herumreiten von mir auf "Spaß" schon zu einem Running Gag entwickelt. Mir solls recht sein.

Du bist Oberstaufen heißt die witzige Mitmach-Kampagne. Dabei kannst du dich in einer interaktiven Umgebung nicht nur in einem Werbeclip zu Oberstaufen verewigen. Du kannst diesen Film dann auch via Facebook mit all deinen Freunden teilen. Sharing - ein Kern von Social Media - ist hier also konzeptionell schon offensiv implementiert. Das Ganze ist verdammt gut gemacht. Denn man spielt mit dem Faktor Spaß und schafft es so, dass die Menschen sich nicht nur einen Werbeclip von Oberstaufen anschauen, sondern ihn auch noch freiwillig weiter reichen. Klasse!

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