SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

24Jan/13Off

Alicia Keys und Pinterest

Autor des Artikels: Matias Roskos

Das ist einfach nur cool. Und eine geniale Option, wie man als Künstler Pinterest einsetzt.

Alicia Keys, wie so viele US-Musiker nicht ganz unbedarft in Sachen Social Web, hat beschlossen ihr Album "Girl on fire" auf Pinterest widerzuspiegeln.

"I'll admit — I'm a bit of a social media junkie and I'm so excited to move into the world of Pinterest," Keys told Mashable. "I can't wait to ... bring everyone into my creative space through pictures and vibes that express the ways in which my songs came to life."

So schaut das dann aus:

Alicia Keys auf Pinterest

Mit Bildern versucht sie dann einen Weiterlesen …

13Jan/11Off

Wie man als Musiker mit dem modernen Internet umgehen sollte

Autor des Artikels: Matias Roskos

Keychee macht Musik. Sehr ungewöhnliche Musik. Ich habe ihn und seine Musik über einen guten Freund kennen und schätzen gelernt.

xoolooshen von keycheeIch werde in der Zukunft - wenn ich als Social Media Reporter unterwegs bin - immer wieder auch Videos aufzeichnen und bearbeiten. Und dafür benötige ich hin und wieder gute Hintergrundsounds. Da ich Keychees Musik kannte, habe ich ihn gefragt, ob ich möglicherweise Musik von ihm für meine Videos verwenden dürfte. Viele Musiker, vor allem aber ihre Plattenfirmen achten peinlich genau darauf, dass ihre Songs nirgends für umsonst genutzt werden. Auf der einen Seite kann man das verstehen. Auf der anderen Seite gibt es doch für einen Musiker nichts Besseres, als wenn Menschen ihre Musik hören und schätzen.

Über die Antwort von Keychee auf meine Anfrage habe ich mich riesig gefreut. Und ich finde sie extrem clever. Darum hier ein Auszug aus seiner Email:

Das ist okay für mich.
Also mehr noch, es ist sogar so gedacht. Ich veröffentliche ja nicht umsonst unter der Creative Commons Lizenz.
Ich nutze die Version 3 (no-commercial-no-derrivates). Soll heißen: solange man meine Musik nicht umarrangiert und solange sie nicht kommerziell genutzt wird, kann jeder die Musik verwenden und verbreiten wie er (oder sie) will. Man muss mich nur nennen.

Mit Musikverkauf macht man im Undergroundbereich eh kein Geld mehr. Da muss man Konzerte geben und Merchandise verkaufen oder an Drittverwerter verkaufen. So seh ich das, und ich habe tausend mal mehr davon, wenn meine Musik so weit gestreut wird wie möglich. Jeder soll sie umsonst haben und dann bitte auch multiplizieren.
Als Musiker will man doch, dass die Musik gehört wird.

Wenn meine Musik von 100 Leuten mehr im Jahr gehört wird: super! Sehr gerne. Ich mag es, wenn die Sache eine Eigendynamik entwickelt.

Daumen hoch, Keychee! Und ich empfehle seine Musik gern weiter! Und ich würde mir wünschen, dass viel mehr Künstler so denken. Denn nur wer auf vielen Kanälen zu finden ist, wer "weitergeleitet" wird im modernen Internet, dessen Kunst kann sich weiter verbreiten. Und je mehr Menschen einen kennen und seine Kunst toll finden, je größer ist die Chance, dass man damit dann auch Geld verdient. Wer seine Kunst jedoch künstlich einsperrt, verschließt sich damit den viralen Verbreitungsmöglichkeiten des Social Web. Und das ist einfach nur unclever.

Downloaden kann man seine Songs hier auf Bandcamp downloaden. Und hier ein Video, bei dem ich einen Song von ihm verwendet habe.

1Nov/10Off

Mal was anderes: Musik

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich komm nicht drumherum auch hier über das Konzert gestern kurz was zu schreiben. Denn schließlich handelt es sich um meine absolute Lieblingsband. The Parlotones waren in Berlin. Wie schon vor einem Jahr (siehe Fotos). Und wieder war ich live dabei. Hier einer der Songs. Viel Spaß mit meinen absoluten Helden.

28Sep/09Off

Crowdsourcing-Projekt Sellaband ändert so einiges

Autor des Artikels: Matias Roskos

sellabandEines meiner absoluten Lieblingsprojekte im Bereich Crowdsourcing ist Sellaband (siehe meine Artikel hier und hier.). Ich habe dort schon in einige Bands investiert und schaue immer mal wieder gern vorbei. Ein ungemein sympathisches, ein wahnsinnig sinnvolles Projekt. Die Community kann in Bands investieren und entscheidet so, welche Musik den Weg auf den Markt findet. Durch Direktinvestments. Bisher mussten dabei 50.000 Dollar zusammenkommen, bevor eine Band ins Tonstudio gehen konnte.

Nun gibt es Neuigkeiten aus dem Hause Sellaband:

We believe it is time to change our concept to give more freedom and flexibility. Artists will now be in control and may choose from two deals: Standard and Custom.

With the ‘Standard’ program Artists have the freedom to choose:

* Target budget: Starting at $10,000 up to $100,000
* Incentives for the Believers: The minimum incentive is a download
* Percentage of revenues shared between the Artist and the Believers

Artists will always own the master recordings and keep 100% of publishing rights.

If Artists go ‘Custom’, they can adapt it all: Budgets, part prices, incentives, currencies, even use the funds for touring or promotion… You name it! Initially, Custom is by invitation only. However, Artists can always send their plans to info@sellaband.com where we will review the request.

Artists now have full flexibility and own all their rights. In return we ask a 10% success fee when the target budget is reached. Our service will remain, as before: Free of charge.

Alles im Sinne der Musiker also. Man lernt mit seiner Community und ist in der Lage ein Web 2.0 Projekt anzupassen an die Zeichen der Zeit. Das ist gut und richtig. Die Sellaband-Crew hat ganz offensichtlich zugehört, was der wichtigste Teil ihrer Community, die Musiker, möchte. Mehr Flexibilität. Verschiedene Stufen der Budgetierung.

Gleichzeitig schafft man ganz neue Perspektiven:

As we open up our platform for other types of Artists, including more established bands, SellaBand will be a more exciting place for music discovery. There will be much more choice on offer, including different incentives, revenue share models and even totally different type of music projects, such as upcoming tours and live-events.

Das hört sich alles verdammt gut an. Aber erst die Zeit wird zeigen, ob dies der richtige Schritt war. Denn mehr Offenheit kann auch zu einem Chaos führen, das den ein oder anderen, der gern investieren möchte, abschreckt. Bei der einen Band passiert schon was, wenn 10.000 Dollar zusammen sind. Bei einer anderen aber erst bei 90.000 Dollar. Man muss hier aufpassen, dass das Grundkonzept für einen ganz normalen Internetnutzer weiter verständlich bleibt. Da spielt die Usability der Seite auch eine ganz entscheidene Rolle. Und genau an diesem Punkt wird ebenfalls angesetzt! Parallel zur Anpassung des Modells von Sellaband, wird es auch einen optischen Relaunch geben.

The main thought of the changes is to focus more on discovery and funding of Artists. With the new site we have cut, bound and simplified functions and improved others.

Gut so Sellaband. Es geht weiter voran mit einem meiner Web 2.0 Lieblingsprojekte und dem ganzen Gebiet Crowdsourcing und Crowdfunding. Ich bin weiterhin gern dabei.

16Apr/09Off

Ich liebe Sellaband

Autor des Artikels: Matias Roskos

Es gibt einige (wenige) Webprojekte, die habe ich so richtig in mein Herz geschlossen. Tchibo ideas gehört ohne Zweifel dazu (auch wenn ich da jetzt etwas befangen bin, da sie seit ein paar Wochen zu meinen Kunden gehören). Ein anderes Projekt, das ich einfach nur genial finde, ist Sellaband.

Ich habe gerade erst wieder ein paar Euro in zwei Bands investiert, denen ich es gönne, dass die 50.000 Dollar zusammen kommen, damit sie ihre CD produzieren können. Das ist Crowdsourcing von einer fairen und sympathischen Seite. Künstler zeigen im Netz was sie drauf haben, die Community sagt "cool" oder "naja, geht so" und investiert in die Bands, an die sie glaubt. Diese wiederum können so den Traum von einer eigenen CD verwirklichen, die dann die sogenannten "Believer" wiederum als Dankeschön für ihr Investment nachhause geschickt bekommen.

Ich habe schon eine CD seit letzten Herbst da, die ich immer wieder super gern höre! Angie Arsenault ist die Künstlerin, der ich mit helfen konnte, dass diese CD entsteht. Und mittlerweile gibt es ihre Songs auch auf iTunes, wie ich gestern gesehen habe. Wunderbare Musik! Ich freue mich im Nachhinein, dass ich seinerzeit so mutig war und einige Euro in diese Künstlerin gesteckt habe.

Ist die CD produziert, bekommen die Believer sie nicht nur zugesandt, sondern wir verdienen langfristig am Verkauf der CDs mit. Eine gute Sache, die mir gefällt und die zeigt, wie man gutes, faires Crowdsourcing aufziehen sollte, damit alle Seiten etwas davon haben. Denn erst dadurch funktioniert ein Konzept auch langfristig!

sellaband

Ach ja - wer mitmachen will. Ich habe vorhin in Ariel und in The Fakes investiert! Ariel steht aktuell bei 17.000 Dollar und The Fakes bei 7.400. Da geht noch was.

3Mrz/09Off

Wie die Fans das neue Erfolgsalbum von Pimkin Dark entscheidend mitgestalteten

Autor des Artikels: Matias Roskos

Pimkin DarkDas neue Nummer-1-Album der russischen New-Metal-Band Pimpkin Dark ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte, die das neue Internet, das sogenannte Web 2.0, entscheidend mitgeprägt hat. Denn dies ist kein normales Band-Album mit normalen Songschreibern und den üblichen Abläufen der Entstehung einer CD. Jedenfalls an entscheidenden Stellen lief es bei "Gig it, dig it, blow it up" - so der Name des Albums - anders wie sonst üblich in der Branche, wo sich (noch) leider fast alles um Verträge, Klauseln und dergleichen mehr dreht. Dinge, die die Künstler und die Kunst einengen und Kreativität damit vor allem behindern.

Die noch junge Band aus Wolgograd hat sich in den vergangenen drei Jahren eine erstaunliche Fanbase in Russland erspielt und suchte und sucht immer wieder den engen Kontakt zu ihren Leuten. Das geht so weit, das man sich regelmäßig in virtuellen Chatrooms trifft. Und auch das ein oder andere gemeinsam durchgefeierte Partywochenende an der Wolga soll schon dabei gewesen sein.

Als es nun darum ging die Songs für das zweite Album von Pimkin Dark zu suchen und zu schreiben lag es für die fünf Jungs nur allzu nah, die eigenen Fans zu fragen, was sie sich denn von ihrer Band wünschen. Und schnell wurde deutlich - sie wollen nicht einfach nur gefragt werden. Sie sind bereit eigene Songs für ihre Band zu schreiben. So entstand eines der beeindruckendsten Fan-Generated-Songprojects (Kreativ-Crowdsourcing durch die eigenen Fans) des Jahres.

Über vier Monate hatte die Fan-Community die Möglichkeit eigene Entwürfe für das neue Album hoch zu laden. Als Plattform wurde hier eine ähnliche Plattform wie Hobnox genutzt, die sich ideal gerade auch für solche Kreativ-Projekte eignet und zahlreiche Tools im Bereich Musik und Video zur Verfügung stellt. Made in Russia natürlich. Es beteiligten sich nicht nur eigene Fans an dieser spannenden Crowdsourcing-Aktion. Auch viele Songschreiber, die vorher von der Band noch nichts gehört hatten, wurden über Mundpropaganda aufmerksam auf diese Möglichkeit eigene Songs vorzustellen und vielleicht auf ein Album zu kommen. Letztendlich waren es 174 Songs von 98 Autoren, die zur Auswahl standen. Schon während dieser ersten Phase war es zu Kollaborationen zwischen einigen Song-Schreibern, Textern und normalen Mitgliedern der Community gekommen. Es wurde bei etlichen Songs diskutiert, ob man dies und jenes nicht so oder so machen könnte. Erste Texte wurden passend zu den Songlines erstellt, Titel gesucht, Favoriten kristallisierten sich heraus.

Nach Abschluss dieser ersten Phase begann dann die eigentliche Suche nach den richtigen Songs für das Album. Diesen Job übernahm nicht wie sonst üblich das Management oder die Band. Die Songs sollten von den Fans bestimmt werden. Natürlich unter reger Beteiligung der Bandmitglieder. Denn schließlich müssen auch sie sich mit der Musik, die sie in der Zukunft spielen, identifizieren.

Es war super spannend für uns zu hören und zu lesen, welche Songs die Leute da draußen als passend für uns ansehen. Da waren Titel dabei, von denen wir nie gedacht hätten, das wir die wirklich spielen wollen. Doch jetzt, ein paar Monate danach, sind wir total überrascht wie geil einige Titel tatsächlich zu uns passen. Die Fans waren hier und da schlauer als wir. Die hatten den richtigen Riecher und wussten genau, welcher Song nicht nur perfekt zu uns und unserem Stil und meiner Stimme passt, sondern welcher Song dann auch noch ein echter Hit werden würde. Ich kann nur den Leuten da draußen sagen: Danke! Für diesen genialen Job, den ihr gemacht habt. Wir sind so stolz auf euch. Unendlich stolz.
Das ist UNSER Album. Das von Pimkin Dark und seinen Fans!

so Frontmann Wadi Tschuramow in einem Interview im Januar.

Es wurde lange über jeden einzelnen Titel diskutiert. Die Community gab Anregungen, was verändert und verbessert werden könnte. Schnell wurde so auch klar, welche Songs echtes Potential haben und wo es sich lohnt weiter daran zu arbeiten. Insgesamt 33 Songs fanden so Eingang in den "Preroom" genannten Bereich des Projektes, wo es um die Finalisierung des Albums ging.

Alle 33 Songs wurden von Pimkin Dark eingespielt und dann auf der Plattform erneut einem Voting durch die Community gestellt. Die entschied dann, welche 18 Songs aufs Album dürfen. Dann ging es an die Produktion des Albums. Und wieder wurde auf die eigene Fanbase zurück gegriffen, um das Album realisieren zu können. Ähnlich wie auf Sellaband konnten die Fans Anteile am Album erwerben und so die finanzielle Basis für die CD schaffen. Innerhalb von 6 Wochen waren die notwendigen 35.000 Dollar beisammen und das Album konnte produziert werden.

Jeder, der sich in Form von Kommentaren und Votings am Prozess der Songfindung beteiligt war, erhielt ebenfalls Anteile am Album. Das bedeutet letztendlich: 75% der Erlöse aus dem Verkauf des Albums fließen zurück an die Community. Zum einen an die, die investiert haben. Zum anderen an die, die mitgeholfen haben die richtigen Songs zu finden. Selbstverständlich erhalten auch die Künstler, von denen die Songs stammen, ein entsprechendes Honorar. Außerdem konnte alle Mitglieder der Community die CD zum halben Preis online ordern und sich zwei Tracks kostenlos downloaden. Und es gab ein kostenloses Konzert in Wolgograd, der Heimatstadt der Band, zu dem nur Mitglieder der Fan-Community Zugang hatten. 56.000 Menschen feierten eine gigantische Party mit Pimkin Dark.

Das Album wurde in Russland zu einem gigantischen Erfolg und erreichte in extrem kurzer Zeit Platinstatus dort. Nun soll bald das restliche Europa in Angriff genommen werden. Der ungewöhnliche Sound der New-Metal-Band dürfte auch hierzulande extrem gut ankommen. Ich bin gespannt, wann sie auf MySpace & Co. auftauchen und die CDs in den Regalen stehen.

Eine wunderbare Geschichte, wie gutes Crowdsourcing funktionieren und Kreativität helfen kann sich zu entfalten.

20Feb/09Off

Angie Arsenault – wunderbare CD Dank Crowdsourcing

Autor des Artikels: Matias Roskos

angie_cdcoverAngie Arsenault ist eine kanadische Sängerin, die extrem gute, gefühlvolle Musik macht. Sie ist eine der Künstlerinnen, die mit Hilfe der Online-Plattform Sellaband 50.000 Dollar einsammeln und so eine eigene CD produzieren konnten. Hierfür muss man "nur" genug "Believer" finden, die Geld in den Künstler investieren.

Ich gehöre zu den Believern von Angie Arsenault. Vor ein paar Tagen bekam ich meine CDs. Und ich bin ohne Ende begeistert. Die CD übertrifft alle meine Erwartungen. Und es ist ein unglaublich gutes Gefühl, das da auch ein paar Euro von mir mit drin stecken. Auch wenn es nur ein kleiner Betrag ist - viele kleine Believer, Mini-Investoren, machen solche wunderbaren Projekte möglich. Das ist genial. Das ist großartiges Crowdsourcing.

Die Community entscheidet, welche CD produziert wird. Welcher Musiker hat die Qualität und das Besondere, dass genug Menschen an ihn glauben und Geld investieren. Das Ganze macht Spaß und schafft echte Mehrwerte: CDs, die jeder kaufen kann und die sonst nie hätten produziert werden können.

Sellaband macht als Crowdsourcing-Plattform für die Realisierung von Musikprojekten einen einzigartig guten Job. Heraus kommen exzellente Ergebnisse und eine echte Bereicherung für die internationale Musikszene.

Angie Arsenault versteht es perfekt auch auf den großen Social Networks die heutzutage unbedingt notwendige Präsenz zu zeigen. Auf Facebook kann man Fan werden. Auf MySpace kann man sie als Freundin adden. Man kann den spannenden Youtube-Channel besuchen. Und natürlich gibt es die eigene Webseite inklusive Blog: Angie-Music. Genau so macht man es. Perfekte Socialnetworkstrategien kombiniert mit wunderbarem Crowdsourcing via Sellaband. Mein Herz und auch der Verstand jubeln.

Wer sich die CD ebenfalls kaufen möchte, bitteschön: