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13Dez/10Off

Hyperlokal – der Trend für 2011

Autor des Artikels: Matias Roskos

Nennen Sie es, wie Sie wollen. Hyperlokal, sublokal, local based oder wie auch immer. Einer der Trends für 2011 wird - neben TouchPads und mobilen Endgeräten - das Thema "Lokales" sein. Also das, was in meiner direkten Umgebung geschieht, abgebildet, zu finden, zu bewerten - über das Internet. Das bedeutet dann: Hyperlokal.

Hierbei spielt natürlich ein anderer Mega-Trend, die mobilen Endgeräte wie Smartphones, Netbooks und Pads, eine ganz enorme Rolle. Denn erst durch die schnelle, unkomplizierte Erreichbarkeit des Internets über ein Smartphone machen solche auf Lokales ausgerichteten Anwendungen und Seiten erst richtig Sinn.

Auf n-tv war neulich Folgendes zu lesen:

In den USA bereiten sich immer mehr Verbraucher mit einer Internetsuche auf ihre Einkaufstour vor. Das Online-Auktionshaus Ebay will auf diesen Trend aufspringen und sichert sich dazu ein lokal orientierte Produktdatenbank.
Der US-Konzern Ebay will seinen Kunden mit der Übernahme des Internet-Einkaufsführers "Milo.com" die Suche nach Produkten vor der eigenen Haustür erleichtern.

Ebay steigt also auch in dieses Segment mit ein. Zumindest wenn es um die Produktsuche, also um Geschäfte in der Nachbarschaft geht. Spannend.

Qype, das ich immer wieder mal kritisiere, das aber aber schon lange am Start ist und dabei vieles gut und richtig macht, hat sich eine glänzende Ausgangsposition erarbeitet in den vergangenen Jahren. Und nun scheint sich das Thema Hyperlocal massiv zu etablieren.

Qype

Ich selbst war involviert in ein Projekt der Telegate (11880.com) und entwarf Szenarien für den Communityaufbau für WerWieWas.de, das Anfang 2010 an den Start ging. Ziel war es, eine Agora des 21. Jahrhunderts zu schaffen. Wie ich auch heute noch finde: ein tolles Ziel. Eine großartige Grundidee. Leider wurden von meinen konzeptionellen Vorschlägen keine umgesetzt. Ein Communityaufbau fand so gut wie gar nicht statt. Ich hatte unter anderem angeregt, Weiterlesen …

23Nov/10Off

Das Qype von Google: Hotpot

Autor des Artikels: Matias Roskos

Es könnte eng werden für Qype, Yelp (die hier in Deutschland noch nicht so richtig Fuß fassen konnten) und andere Local Based Bewertungsportale in den kommenden 12 Monaten. Denn: Google greift auf diesem Segment massiv an. Oder probiert es zumindest. Wie wir an Google Wave gesehen haben, stampfen sie ein Projekt auch genau so schnell wieder ein, wenn es nicht läuft wie erhofft.

Google Maps ist schon seit geraumer Zeit extrem erfolgreich. Dort wurden Bewertungen von anderen Portalen schon seit einiger Zeit mit angezeigt. Eine wunderbare Sache für diese Bewertungsportale. Denn Google sorgte so für zusätzlichen Traffic. Immer mehr Menschen kennen, lieben und nutzen Google Maps.

Darauf baut nun Hotpot auf. Hotpot zeigt Ihnen Bewertungen zu Locations an. Diese werden witzigerweise vor allem von Qype aggregiert, aber auch von anderen Seiten. Auf den ersten Blick sehe ich noch cityguide.com und Prinz.de. Aber auch Bilder aus Google Streetview scheinen integriert zu sein, wenn ich das richtig erkenne.

Ohne, dass Qype oder andere Content-Sammelbecken sich dagegen wehren könnten. Sie wollen ja von Google gefunden und verlinkt werden. Google ist die Haupt-Traffic-Maschine des Internets. Auch im Jahr 2010.

Ob diese Entwicklung nun gut oder schlecht ist für Qype? Glücklich ist man mit Hotpot sicherlich nicht. Denn Geld verdient man ja unter anderem mit Werbung, die auf Qype angezeigt wird. Bleiben die Menschen nun auf Hotpot, sehen sie keine auf Qype eingeblendete Werbung oder bezahlte Einträge auf Qype.

So schaut die Suche nach meinem aktuellen Lieblings-Mittagsrestaurant im Friedrichshain bei Hotpot und bei Qype aus.

Google Hotpot

Qype - Datscha im Friedrichshain

Das finde ich eine faszinierende Entwicklung. Die für Qype, Yelp oder womöglich auch Holidaycheck heftige Einschneidungen bedeuten kann. Ich betone: kann. Denn mittelfristig verlieren sie durch Hotpot Traffic, den ihnen vorher Google bereitwillig zugeführt hat. Nun versucht Google einen Großteil dieses durch Suche erzeugten Traffics bei sich zu behalten.

Warum? Zum einen, weil sie den Suchenden Klicks ersparen und mehr Service liefern möchten. Und - selbstverständlich - weil sie darauf aufbauend wiederum mehr Geld über Werbeanzeigen direkt auf Google-Seiten verdienen möchten. Nicht unclever die Google-Jungs und -Mädels.

Ich bin gespannt, wie sich Hotpot entwickelt (die deutsche Version kommt demnächst) und wie Qype, Yelp & Co. darauf reagieren. Good luck, Qype! Vielleicht bahnen sich da ja auch ganz neue Kooperationen an. Sinn würde es auf jeden Fall für alle Seiten machen. Wenn Google bereit ist abzugeben. Oder Qype letzten Endes zu kaufen...