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22Aug/113

Interview mit einem Hotelier aus Garmisch-Partenkirchen zu Groupon: “Kunden werden mit Angeboten überhäuft und somit bleibt einzelnes Angebot nicht haften”

Andreas Griess ist Inhaber des Rheinischen Hofes in Garmisch-Partenkirchen, des einzigen Inhaber-geführten Vier-Sterne-Hotels im Ort. Jessica Reindl ist im Rheinischen Hof für das Online-Marketing und die Social Media Aktivitäten verantwortlich.

Sie erzählten mir neulich, dass eine Vertriebsmitarbeiterin von Groupon bei ihnen im Haus war. Und dass diese sie letztendlich nicht von Groupon überzeugen konnte. Das fand ich - auch weil ich vom Geschäftskonzept von Groupon nur wenig halte - extrem spannend und bat die beiden um ein Interview. Hier nun das Interview mit dem Rheinischen Hof zum Thema Groupon.

Hallo Frau Reindl, hallo Herr Griess. Sie haben mir erzählt, dass der Vertrieb von Groupon den Kontakt zum Rheinischen Hof gesucht hat. Wann war das und was konkret hat man Ihrem Hotel angeboten?

Jessica Reindl: Das war heuer im Frühjahr. Eine ausgesprochen nette Vertreterin hat sich mit uns persönlich bei uns im Hotel getroffen und uns das Konzept von Groupon erklärt. Dabei wollte sie uns natürlich auch -am liebsten sofort- als Partner gewinnen. Wir sollten ein Hotelpaket bei Groupon einstellen, das wir gerne selber schnüren könnten, sie würden uns dabei aber auch behilflich sein.

Andreas Griess: Die Hotelpakete, die andere Hotels bereits eingestellt hatten, hatte Sie dabei. Hierbei handelt es sich meist um Wochenenden bzw. verlängerte Wochenenden, weniger Langzeitbuchungen. Hierbei wurden oft größere Zimmer als auch Zusatzleistungen inkludiert, sprich hierdurch erschienen die Pakete relativ hochwertig.

Sie haben ja viel mit Vertretern und Internetportalen zu tun. Wie war der Eindruck vom Groupon-Vertrieb?

JR: Die Dame, die bei uns war, war extrem sympathisch und wahnsinnig gut geschult! Der erste Eindruck ist sehr professionell und trotzdem persönlich.

Was uns aber jetzt im Nachhinein negativ aufgefallen ist: Wir haben letzte Woche denselben Brief bekommen, wie im Frühjahr. In dem wurde uns auch wieder angeboten, dass ein Vertreter uns gerne besuchen würde, um uns kennenzulernen und uns das Konzept von Groupon vorzustellen.
Ist wohl schlechtes Datenbankmanagement, kommt aber beim Kunden nicht gut an.

AG: Kann ich bestätigen. Verteter anderer namhafter Portale wie z.B. booking.com oder expedia.com erscheinen auch nicht professioneller. Auf Fragen konnte Sie antworten, auch die etwas unangenehmeren.

Und konnte Groupon bei Ihnen einen Deal abschließen?

JR: Nein, die Vertreterin konnte uns nicht überzeugen.

Hotel Rheinischer Hof Garmisch-Partenkirchen

Warum kam es nicht zu einer Aktion des Rheinischen Hofes auf Groupon? Was waren letztendlich die Gründe, warum es für ein Vier-Sterne-Haus wie das Ihrige nicht spannend ist auf Groupon Zimmer anzubieten?

JR: Das Problem waren die Bedingungen zu denen Groupon verkaufen will.
Zum Einen ist es so, dass Weiterlesen …

28Jun/101

Hotels und Social Media – ein Interview mit dem Rheinischen Hof in Garmisch-Partenkirchen

Über den Rheinischen Hof Garmisch-Partenkirchen bin ich zuerst auf Facebook gestolpert. Wenn man wie ich gemeinsam mit Martin Szugat eine so lebendige Facebook-Seite pflegt wie die der Gap-Fans, dann entdeckt man immer wieder Neues. Und dafür unter anderem liebe ich Facebook.

Darüber entdeckte ich dann nicht nur ihre mit viel Engagement und Charme gepflegte Facebook-Seite, sondern auch den exzellenten Blog "Aktiv in und um Garmisch-Partenkirchen", den ich jedem der sich für diese Region interessiert, nur wärmstens empfehlen kann.

Als ich Jessica Reindl, die Verantwortliche für Blog und Facebook-Fanpage, nach einem Interview fragte, war sie sofort gern bereit. Hier nun das Interview mit ihr und mit Andreas Griess, dem Geschäftsführer des Hotels Rheinischer Hof in Garmisch-Partenkirchen. Sicherlich ist das Interview für viele andere Hoteliers und Destinationen spannend, die darüber nachdenken, ob und wie ein Agieren im Social Web für sie aussehen könnte und wo darin überhaupt der Sinn liegt.

Meine Meinung dazu: Jedes Hotel und jeder Tourismus-Anbieter kommt über kurz oder lang nicht vorbei an einem Engagement im Bereich Social Media. Aber er sollte sich dabei die passende und gleichzeitig machbare Strategie zurecht legen, um die diversen Mehrwerte wie SEO, Imagewerbung, Kundenbindung, Online Reputation Management, Web-Monitoring für sich nutzen zu können.

Guten Tag Frau Reindl, Hallo Herr Griess. Vielen Dank erst einmal für die Zeit, die sie sich für dieses Interview nehmen.
Jessica: Hallo, sehr gerne. Ich sage jetzt einfach mal Du! OK? Wir fühlen uns sehr geehrt!

Ich bin nun schon des öfteren über die Social Media Aktivitäten des Rheinischen Hofs in Garmisch Partenkirchen gestolpert. Welche Bausteine gibt es denn alles?

Jessica: Es gibt unser Blog "Aktiv in und um Garmisch-Partenkirchen", das alles zeigt, was man im und ums Hotel so machen kann und was im Haus passiert. Und dann unsere Facebook Fanpage, die zum einen die Inhalte des Blogs aufgreift und zum anderen ergänzt wird durch kurze Posts zum Tagesgeschehen und Veranstaltungen im Hotel und in Garmisch-Partenkirchen.

Wann wurden die einzelnen Bausteine gestartet?

Jessica: Also das Blog gibt es seit April 2009, die Facebookseite ist relativ neu, die haben wir erst seit Januar 2010.

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27Nov/081

Es kann nur eines geben: Hotels und Restaurants mit kostenlosem Wlan

BodenseePeter hat ein Problem. Ein Problem, das ich nur zu gut kenne und das für mich zu einem echten Killerkriterium geworden ist, wenn es um die Auswahl des Hotels oder des Restaurants geht: kostenloses (oder wenigstens bezahlbares) Wlan.

Die Deutsche Bahn hats nicht, die Hotelkette MotelOne hats nicht (wirklich), auch der Kaufhof am Alex hats nicht, was heutzutage eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: kostenloses Wlan für seine Gäste. Auch das Hotel Viva Creativo in Hannover hats nicht. Was traurig ist und BodenseePeter vollkommen zu Recht aufregt.

Was ich da mache? Ich packe meine T-Mobile-Wlan-Box aus, die ich mir zugelegt habe, weil ich angenervt war von unverschämten Hotels und dem miesen Wlan-Service der Deutschen Bahn. Fast überall habe ich guten bis sehr guten Empfang.

Und hier in Berlin gehe ich bevorzugt in ein paar ausgewählte Restaurants und Cafes, die mir genau diesen Service bieten: kostenloses Wlan! Sie sind unter anderem dadurch - natürlich spielen Service, Gemütlichkeit und Qualität der Speisen immer noch eine entscheidende Rolle! - zu meinen Lieblingsadressen geworden, die ich immer wieder weiter empfehle. Dazu gehören das Aroma in Berlin-Friedrichshain, das Schneeweiß ebenfalls im Friedrichshain, das Karvana auch in meinem Kiez und mein absoluter Geheimtip "Zum Ziehbrunnen" draußen in Berlin-Mahlsdorf. Dort gibt es nicht nur lecker ungarisches Essen (Szegediner Gullasch. Hmmmmm. Lecker!), sondern auch eine Pension anbei. Und das schnellste Wlan das mir bisher untergekommen ist. Total genial. SO genial, das ich dort mittlerweile zweimal im Monat esse und neulich meine Familie dorthin entführt habe, obwohl ich dorthin 25 Minuten mit dem Auto fahre. Also eigentlich nicht um die Ecke. Aber sie sind mir sympathisch geworden. Unter anderem wegen des Wlans.

Und wenn mir ein Hotel oder Restaurant gut gefällt, oder auch wenn ich unzufrieden bin, dann schreibe ich darüber in Qype! Und meine Frau tut das Gleiche auch noch mal. Nicht immer, aber oft, decken sich unsere Eindrücke. Ja, so ist die neue Zeit, liebe Restaurantbesitzer und Hoteliers. Ob ihr es wahrhaben wollt oder auch nicht.