Google wird nicht müde das Internet zu erobern
Für viele besteht das Internet eigentlich nur aus Google. Seit dem Launch von Google+ verstärkt sich dieser Eindruck auch noch. Man greift ganz direkt die großen Social Media Player Facebook und Twitter an. Youtube gehört ja eh schon zu Google.
Nun kommt ein weiterer Baustein hinzu, der den Internetnutzern helfen soll genau das zu finden, wonach sie suchen. In diesem Fall geht es um die Suche nach dem passenden (und preiswerten) Flug. Mit Google Flightsearch haben Seiten wie billigflieger.de, Opodo.de, Swoodoo, Expedia und viele andere bald eine mächtige Konkurrenz. Aber noch funktioniert Google Flightsearch nur für den us-amerikanischen Markt.
Google hört also nicht auf Gas zu geben. Gut so. Denn nichts ist schlimmer wie Stillstand. Hoffen wir nur, dass die Konkurrenz nicht schläft und Google damit immer wieder zu Höchstleistungen antreibt.
Ein Kommentar zu Google+
Gestern hat auf Facebook einer meiner Freunde ein ganz wunderbares Posting zum Thema Google+ rausgehauen:
die kommunikation bei google+ hat in etwa die dynamik einer "frosch-sucht-fön" single-kuppel-party. keine(r) weiß so recht, was er/sie sagen soll. das, was dann doch gesagt wird, hat man irgendwie schon tausendmal gehört. ich weiß nicht. ich brauch dieses g+ nicht. fürchte aber, das liegt an mir...
Helge - wie recht du hast! Mir geht es ganz genauso.
Google+ hat was. Es ist super gemacht, keine Frage. Aber man fragt sich: wozu? Ich bin gespannt, wohin sich dieses Social Network in den kommenden 6 Monaten hin entwickelt. Oder ob es von Google wieder eingestampft wird. Viele sind erstmal dabei, weil sie neugierig sind. Und weil man Angst hat etwas zu verpassen. Aber ob dieser Anfangserfolg nachhaltig ist, muss sich erst noch herausstellen.
Ich selbst jedenfalls nutze es nur sporadisch. Bisher. Facebook liegt in meiner persönlichen Gunst deutlich vor Google+.
10 Gründe, warum Google+ keine Chance hat gegen Facebook
Freitag Abend hatte ich etwas pointiert meine Sicht auf Google+ dargelegt. Und erklärt, warum Google mit dieser neuen Plattform Facebook platt machen wird. Hier nun der Gegenentwurf. Zehn Gründe, warum Facebook sich keine Sorgen machen muss und Google+ keine Chance hat.

- Facebook hat über 500 Millionen Communitymitglieder. Die wechseln nicht von heut auf morgen woanders hin.
- Facebook hat einen enormen Erfahrungsschatz im Aufbau und vor allem der Weiterentwicklung eines gigantisch gut funktionierenden Social Networks.
- Was Communitybuilding angeht hat Facebook die besten Leute mit an Bord, die nun schon über Jahre täglich dazulernen konnten.
- Mit Microsoft haben sie sich einen (finanz)starken Partner mit ins Boot geholt, um von Google & Co. nicht geschluckt werden zu können.
- Den coolen Circles von Google+ kann Facebook seine Listen entgegen setzen, die ähnlich funktionieren. Nur werden sie noch von viel zu wenigen genutzt. Aber es ist ein Leichtes für Facebook diese Cluster-Funktion stärker in den Vordergrund zu rücken.
- Auf Google+ stolper ich über die überall omnipotenten Social Media Nerds. Auf Facebook habe ich mittlerweile einen bunten Mix von Freunden, der viel spannender ist. Der fehlt mir auf Google+.
- Facebook hat einen eindeutig privateren Character als Google+ (wie es Sascha Lobo ganz wunderbar im Spiegelbeitrag beschrieben hat). Daher unterscheiden sich beide Netzwerke deutlich voneinander.
- Facebook lebt unter anderem auch von den vielen coolen Apps, unter anderem den kostenlosen Online-Games. Dem hat Google+ (bisher) nichts entgegen zu setzen.
- Marken sind durch die Facebook-Seiten auf Facebook gut präsent. Was von vielen Menschen auch gern angenommen wird. Diese Nähe zu seinen favorisierten Marken gibt es sonst nirgends. Auch nicht auf Google+.
- Die Menschen lieben Facebook. Diese Liebe müsste sich Google+ erstmal erarbeiten.
Ich denke, in beiden Gegenüberstellungen steckt viel Wahrheit drin. Aber: man sieht daraus auch, dass wir mit der Glaskugel arbeiten müssen. Keiner kann wirklich vorhersagen, wie sich Google+ entwickeln wird. Ob es von der breiten Masse wirklich angenommen wird.
Entscheidend wird es sein, wie sich Facebook in den kommenden Monaten weiterentwickelt. Es gab schließlich etliche andere führende Internet-Plattformen, von denen heute niemand mehr redet. MySpace zum Beispiel. Die noch vor zwei Jahren einen gewaltigen Vorsprung hatten vor Facebook. Und heute? Steht MySpace zum Verkauf. Weil man vieles falsch gemacht und vieles versäumt hat. Dies kann durchaus auch Facebook passieren.
Aber wenn man mich fragt, was ich persönlich glaube, dann sage ich ganz klar: Facebook wird auch in den kommenden Jahren eine ganz entscheidende Rolle im Internet spielen! Mit oder ohne Google+. Wie sich allerdings Google+ entwickelt... wir werden es sehen. Spannend ist es allemal. Aber wenn, dann sollten sich eher die Businessnetzwerke wie Xing und LinkedIn in acht nehmen vor Google+. Das könnte über kurz oder lang ihre Bedeutungslosigkeit hervorrufen.
Gegenmeinungen oder Ergänzungen wieder sehr gern in den Kommentaren.
(Nachtrag)
Sorry sorry sorry. Ihr habt ja recht! Der Titel war falsch. Ich sollte keine Artikel nach 23 Uhr mehr schreiben. Argggh. Der Artikel mit dem falschen Titel kommt doch erst noch... ;)
10 Gründe warum Google+ Facebook killt
Seit drei Tagen nutze ich Google+. Noch nicht allzu oft. Ab und zu. Es fühlt sich gut an. Macht Laune. Doch noch fehlen mir ein Großteil meiner Facebook-Freunde. Alle Social Media Cracks sind natürlich schon auf Google+ versammelt. Aber die sind (zum Glück) nur ein Teil meiner Online-Welt.
Aber Google+ fühlt sich cool an. Ich hatte sofort den Eindruck: DAS IST ES! Und da mich die wunderbare Lily Lux auf Google+ so lieb drum gebeten hat, hier nun ein Artikel. Wie ich es sehe. Meine Eindrücke, meine Prognose.
10 Gründe pro Google+ versus Facebook
Hier nun zehn Gründe, warum ich davon überzeugt bin, dass Google+ innerhalb von 12 Monaten Facebook komplett an die Wand drücken wird. Ob sich damit der Börsengang von Facebook erledigt hat? Wohl kaum. Aber den Ausgabepreis wird der Erfolg von Google+ auf jeden Fall beeinflussen.
- Google ist Google - die wissen einfach, wie man am Markt was durchdrückt
- Viele haben Dank Gmail oder Google Docs oder Google Adsense bereits einen Google Account. Der Schritt hin zu Google+ ist dadurch extrem einfach und kurz.
- Bei Google+ sind ehemalige Weiterlesen …
Das Qype von Google: Hotpot
Es könnte eng werden für Qype, Yelp (die hier in Deutschland noch nicht so richtig Fuß fassen konnten) und andere Local Based Bewertungsportale in den kommenden 12 Monaten. Denn: Google greift auf diesem Segment massiv an. Oder probiert es zumindest. Wie wir an Google Wave gesehen haben, stampfen sie ein Projekt auch genau so schnell wieder ein, wenn es nicht läuft wie erhofft.
Google Maps ist schon seit geraumer Zeit extrem erfolgreich. Dort wurden Bewertungen von anderen Portalen schon seit einiger Zeit mit angezeigt. Eine wunderbare Sache für diese Bewertungsportale. Denn Google sorgte so für zusätzlichen Traffic. Immer mehr Menschen kennen, lieben und nutzen Google Maps.
Darauf baut nun Hotpot auf. Hotpot zeigt Ihnen Bewertungen zu Locations an. Diese werden witzigerweise vor allem von Qype aggregiert, aber auch von anderen Seiten. Auf den ersten Blick sehe ich noch cityguide.com und Prinz.de. Aber auch Bilder aus Google Streetview scheinen integriert zu sein, wenn ich das richtig erkenne.
Ohne, dass Qype oder andere Content-Sammelbecken sich dagegen wehren könnten. Sie wollen ja von Google gefunden und verlinkt werden. Google ist die Haupt-Traffic-Maschine des Internets. Auch im Jahr 2010.
Ob diese Entwicklung nun gut oder schlecht ist für Qype? Glücklich ist man mit Hotpot sicherlich nicht. Denn Geld verdient man ja unter anderem mit Werbung, die auf Qype angezeigt wird. Bleiben die Menschen nun auf Hotpot, sehen sie keine auf Qype eingeblendete Werbung oder bezahlte Einträge auf Qype.
So schaut die Suche nach meinem aktuellen Lieblings-Mittagsrestaurant im Friedrichshain bei Hotpot und bei Qype aus.
Das finde ich eine faszinierende Entwicklung. Die für Qype, Yelp oder womöglich auch Holidaycheck heftige Einschneidungen bedeuten kann. Ich betone: kann. Denn mittelfristig verlieren sie durch Hotpot Traffic, den ihnen vorher Google bereitwillig zugeführt hat. Nun versucht Google einen Großteil dieses durch Suche erzeugten Traffics bei sich zu behalten.
Warum? Zum einen, weil sie den Suchenden Klicks ersparen und mehr Service liefern möchten. Und - selbstverständlich - weil sie darauf aufbauend wiederum mehr Geld über Werbeanzeigen direkt auf Google-Seiten verdienen möchten. Nicht unclever die Google-Jungs und -Mädels.
Ich bin gespannt, wie sich Hotpot entwickelt (die deutsche Version kommt demnächst) und wie Qype, Yelp & Co. darauf reagieren. Good luck, Qype! Vielleicht bahnen sich da ja auch ganz neue Kooperationen an. Sinn würde es auf jeden Fall für alle Seiten machen. Wenn Google bereit ist abzugeben. Oder Qype letzten Endes zu kaufen...
The right way: Google TV und die Zukunft von Fernsehen und Internet
Darauf warte ich nun schon seit drei Jahren. Dass TV und Internet wirklich zueinander finden. Auf einem einzigen Gerät mit der höchstmöglichen Auflösung und der bestmöglichen, einfachen Bedienbarkeit. Google könnte schon bald mit Google TV diesen Weg beschreiten und damit seine Marktmacht gewaltig ausbauen.
Aus meiner Sicht hat man bei Google tatsächlich verstanden, was die meisten Menschen sich für Zuhause, für die eigenen vier Wände wünschen. Und man muss ihnen das so einfach wie möglich machen. Ich habe zum Beispiel mehrere Tage gebraucht, bis ich mit meiner Wii ins Internet kam. Um dann völlig enttäuscht festzustellen, wie unkomfortabel Nintendo das gelöst hat. Der Browser auf der Wii ist Schrott. Das Internet zu nutzen macht keinen Spaß. Alles viel zu kompliziert und schwerfällig. Die Folge: nach einer Woche hab ich es nie wieder genutzt. Und dass, obwohl ich durchaus bereit wäre für bestimmte Mehrwerte Geld zu bezahlen. Livespiele aus der NBA, Video on demand, Live-Online-Games, Konzert-Mitschnitte meiner Lieblingsbands, einzigartige Reportagen usw.
Nun kommt Google TV. Und ich bin gespannt, ob es Google besser macht als alle diejenigen, die es ansatzweise schon probiert haben. Wenn sie es packen, dann erleben wir eine echte Revolution in der Nutzung des Webs. Und darauf freue ich mich schon.
Und hier Videos von der Google Keynote zu Google TV:
Google sagt: Lena wird gewinnen
Gibt es die Weisheit der Vielen? Ich weiß es nicht. Oder besser gesagt: ich weiß nicht, ob ich es "Weisheit" nennen würde. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass da draußen eine gewaltige Kraft an Talenten, Ideen und Meinungen liegt, die bisher noch viel zu wenig angezapft wird. Darum spreche ich gern von der "Kraft der Vielen". Crowdsourcing-Modelle wie Threadless, Wikipedia oder auch simple Kreativ-Contests wie ich sie initiiere und organisiere sind da erst der Anfang. Davon bin ich fest überzeugt.
Neulich hatte ich im Vorfeld des Finales von "Unser Star für Oslo" einmal Facebook unter die Lupe genommen und ganz richtig anhand der Stärke der Fanpages Lena als Siegerin vorausgesagt. Nun gibt es eine Vorhersage für den Entscheid beim Grand Prix in Oslo die aus dem Hause Google kommt (gestolpert bin ich darüber bei den Kollegen von netzwertig.com). Und sie gefällt mir ausgesprochen gut, weil Google vorhersagt, dass Lena den Grand Prix 2010 gewinnen wird. Schon im Vorjahr lag Google mit seiner Prognose richtig. Worauf nun basiert diese Prognose? Bei Google heißt es dazu:
Prognostizieren Sie den Gewinner des Eurovision Song Contests 2010 vor der offiziellen Entscheidung mit Hilfe des iGoogle "Prognose"-Gadgets. Basierend auf Google-Suchanfragen zeigt das Gadget die Popularität jedes Teilnehmers und berechnet die Punktzahl, die dieser erhalten würde, fände die offizielle Abstimmung heute statt. 50% der Bewertung fließen durch eine professionelle Jury ein, die wir nicht vorhersagen können.
Man nimmt also die Google-Suchanfragen als Basis. Nicht mit einberechnen kann man jedoch eine Jurymeinung. Spannend wird es aus meiner Sicht, wenn man die Google-Suchanfragen abgleichen könnte mit den Social Media Aktivitäten. Dazu würden zählen: Twitter-Nachrichten, Blogbeiträge, MySpace-Freunde der Musikerinnen und Musiker und Facebook-Fanpages. Doch: der Aufwand wäre enorm, eine entsprechende Software ist mir zumindest nicht bekannt, die hier die Daten nicht nur erfassen, sondern sie auch noch auswerten kann. Es gibt bereits gute Monitoring-Software (siehe diesen Beitrag auf Create or die) - aber um hier qualitativ hochwertige Auswertungen zu generieren, werden vermutlich noch ein paar Jahre ins Land gehen. Ich lass mich aber gern vom Gegenteil überzeugen!
Was man jedoch machen kann, ist sich einmal die Stärke der Facebook-Fanseiten anzuschauen. Hier der Stand vom 19. Mai 2010, wobei ich mir nur die Top9 (Platz 10 "3+2" ist denkbar schlecht zu finden) von Google angeschaut habe. Hier die Facebook-Reihenfolge (mit dem Google-Rang in Klammern):
- Lena / Deutschland (Google: 1): 113.059 Fans
- Sofia Nizharadze / Georgien (2): 58.291 Fans
- Giorgos Alkkaios & friends / Griechenland (7): 15.784 Fans
- Safura / Azerbaijan (5): 8.682 Fans
- Thea Garrett / Malta (6): 5.507 Fans
- Anna Bergendahl / Schweden (3): 2.823 Fans
- Marcin Mroziński / Polen (4): 1.134 Fans
- Jessy Matador / Frankreich (8): 954 Fans
- Paula Seling & Ovi / Rumänien (9): 715 Fans
Die Platzierungen sind unterschiedlich. Was natürlich unter anderem mit der Verbreitung von Facebook in den einzelnen Ländern zu tun hat. Sicherlich wäre es sinnvoll, hier auch mit MySpace abzugleichen, da MySpace gerade bei Musikern extrem beliebt ist. Falls jemand Zeit und Lust dazu hat...
Aber eins steht fest: bei Google wie auf Facebook hat Lena die Nase weit vorn. Darf man ihr schon gratulieren? Nein. Sicherlich nicht. Denn viel kann noch passieren bis zum Auftritt. Viel kann schief gehen im Vorfeld oder auch direkt auf der Bühne. Und erst dann wird, live, entschieden. Von daher glaube ich zwar fest an ein Vorabstimmungsbild mit Hilfe von Google und auch Social Media. Aber zu 100% sicher kann dieses nie sein. Und das ist auch gut so.
Google Building Maker – Google Earth setzt auf Crowdsourcing
Genial, was Google da mal wieder ausgepackt hat. Beim Google Building Maker setzt man auf den aktuellen Trend des Jahres: Crowdsourcing. Angekoppelt an Google Earth ist es nun möglich 3D-Modelle von Häusern zu bauen - von der Usern! Einfach mal dieses Video anschauen. Verdammt coole Sache, wie ich finde.
So entsteht ein 3D-Abbild der echten Welt! Zu extrem geringen Kosten. Mit ein bisschen Fantasie kann man sich ausmalen, wohin das führen wird. Die ganzen schon existierenden 3D-Welten wie SecondLife & Co. können sich nun warm anziehen. Denn Google hat nicht nur die größeren Ressourcen, sondern durch das Involvement der Community auch die viel größere Manpower um eine echte 3D-Welt entstehen zu lassen. Ich bin begeistert, total.
Ich bin dann mal beschäftigt. Werd Berlin-Marzahn schnell mal nachbauen. :O)














