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17Mai/10Off

Ein weiteres Geschäftsmodell für Facebook

Autor des Artikels: Matias Roskos

Facebook muss Geld verdienen. Facebook verdient bereits Geld. Vor allem mit Werbung. Aber für die Zukunft muss und wird es weitere Erlösmodelle für Facebook geben. Eines davon könnten und werden sicherlich Unternehmensseiten sein, die den Betreibern deutlich mehr Möglichkeiten des Brandings und Zusatzfunktionalitäten wie auch ein noch stark verbessertes Monitoring bieten werden. Für diese zusätzlichen Funktionen wird es ein Premium-Modell geben. Ich schrieb hier schonmal darüber.

Auf diesen neuen Unternehmens- und Markenseiten könnten dann auch Social-Commerce-Applikationen laufen, mittels Crowdsourcing Mehrwerte durch die Community generiert (wie es die DEWmocracy ja bereits vorgemacht hat) und Viralkampagnen noch besser begleitet werden. Auf diese Möglichkeiten für Facebook ging ich bereits im November 2008 ein. Nun hat Facebook ein weiteres spannendes Modell gefunden, wie man Umsatz abseits vom faden Anzeigenverkaufen generieren kann.

Die Diesel-Facebook-Cam

In Spanien gibt es seit kurzem in den Umkleidekabinen von Diesel eine Facebook-Cam (siehe Video). Damit können sich die Leute in der Umkleidekabine fotografieren und die Bilder sofort auf Facebook hochladen. Freunde können dann sagen: "Hey - du siehst toll aus." oder: "Nee, das passt ja gar nicht zu dir." Facebook-Freunde werden also live und ganz direkt in den Kaufprozess mit eingebunden, ohne das sie im realen Leben mit im Geschäft sind.

Ich liebe Konzepte, die das echte Leben mit der virtuellen Welt auf eine sinnvolle Art und Weise verknüpfen. Die Facebook Diesel Cam ist ein solches Projekt. Ich bin gespannt, ob man in der Zukunft mehr solche Cams in den Umkleidekabinen sehen wird. Entscheidend ist, ob die Leute es annehmen. Ich befürchte, dass der Zeitfaktor dabei eine negative Rolle spielt. Denn man möchte ja ein super schnelles Feedback und kann nicht erst eine Stunde warten. Nicht immer sind die besten Freunde auch permanent online. Aber Smartphones sorgen hier sicherlich für gute Schnittstellen und helfen Feedback zeitnah einzuholen. Es gibt kein Smartphone mehr ohne Facebook-App.

Es kann also funktionieren. Auf jeden Fall ein großartiges Projekt, das für Facebook ganz neue Möglichkeiten der Umsatzgenerierung beinhaltet und für Brands einen spannenden Mehrwert darstellt. Weil es ein guter Service für die Kunden ist und damit ein Wettbewerbsvorteil. Parallel kann man die Kunden gleich noch auf die eigene Facebook-Seite ziehen und sie dort in andere Marketingkampagnen integrieren. Ein neuer Weg der Fangenerierung sozusagen.

Mehr dazu auch bei Thomas Hutter und auf All Facebook.