Whitepaper: Facebook-Edgerank – Warum erscheinen bestimmte Meldungen bevorzugt im Stream der Freunde und Fans?
Ich hatte dieses Whitepaper vor einigen Wochen bereits angekündigt. Die Abonnenten des "Roskos-Reports" hatten es bevorzugt erhalten. Hier nun ist es für alle, die sich für Facebook und die Mechanismen, die im Hintergrund wirken, interessieren. Es sind Punkte, die ich im Laufe der Zeit aufgrund der täglichen Arbeit mit Facebook zusammengetragen habe.
10 Faktoren des Facebook-Edgerank
Ein Auszug aus dem kostenlosen PDF:
Die Startseite von Facebook wird bestimmt durch den Newsstream (Neuigkeiten-Stream). Auf ihm sind die sogenannten „Hauptmeldungen“ zu sehen.
Diese Hauptmeldungen werden durch einen Facebook-eigenen Algorithmus zusammengestellt, den Edgerank. Der Edgerank bestimmt, was im Facebook- Newsstream des Nutzers angezeigt wird. Er bringt Struktur hinein und bestimmt was an welcher Stelle, wie lange und wann in den Hauptmeldungen zu sehen ist. Es entsteht so eine Auswahl, von der Facebook denkt, dass sie den Nutzer interessiert und die für ihn am relevantesten ist.
Welche Kriterien liegen dem Edgerank zugrunde? Nicht alle Details sind bekannt. Denn ein solcher Algorithmus ist immer Firmen-Geheimnis. Aber es gibt aus der täglichen Praxis, auch aus meiner eigenen, etliche Faktoren des Edgerank, die wir mittlerweile kennen und beachten können.
...1. Stärke der Nachricht
Der wichtigste Einfluss-Faktor für den Edgerank sind Weiterlesen …
Warum liest das denn keiner auf Facebook? 3 entscheidende Faktoren für den Erfolg eines Facebook-Postings
Diese Frage - "Warum liest und kommentiert das denn keiner auf Facebook? Können Sie mir das erklären, Herr Roskos?" - höre ich etwa drei Mal pro Woche. Und ich weiß, Hunderte, vermutlich sogar Tausende von neuen Social Media Verantwortlichen in Agenturen und Unternehmen fragen sich das tagtäglich. Oft werden die Nachrichten anderer Seiten, die eher belangloser Natur sind, deutlich öfter kommentiert und mit einem "Gefällt mir" versehen als die eigene. Das ärgert oft den Schreiber des Postings. Und ich kann das verstehen.
Zuerst einmal: auch nicht alle meiner Postings werden kommentiert. Auch bei mir geht hin und wieder mal was unter in der proppevollen Facebook-Welt. Aber ich kenne die Mechanismen die dafür verantwortlich sind. Jedenfalls zu, sagen wir mal, 90%. Darum wunder ich mich nur noch selten darüber.
Das was ich jetzt ausführe gilt für private Postings genauso wie für Postings auf Ihrer Unternehmens-Seite. Und es betrifft Text-Postings genauso wie Videos, Links oder Bilder. Wobei es in der Wahrnehmung bei den Facebook-Nutzern durchaus Unterschiede gibt zwischen Textnachrichten und Bildern/Videos. Aber darum soll es hier jetzt nicht gehen.
1. Haben Sie die Nielsen-Regel im Blick
Haben Sie schon mal etwas von der Nielsen-Regel gehört? Sie stammt vom dänischen Web-Experten Jabok Nielsen und hat auch im Jahr 2011 nichts von ihrer Richtigkeit verloren. Das zeigt sich nicht nur immer wieder in der täglichen Arbeit, sondern wird mir auch von anderen Communitymanagern stetig aufs Neue bestätigt.
Die Nielsen-Regel ist eine wunderbare Orientierung (kein Dogma) für die Aktivität in einer Community. Sie gibt Orientierung und hilft bei der Planung des Communitymanagements. Sie sagt, dass 90% einer Community - Auf Facebook sind das die Fans der Seite. Facebook besteht so aus vielen "kleinen" Subcommunities. - inaktiv sind. Und nur 1% tatsächlich aktiv ist und 90% des gesamten Contents liefert. Nicht beachtet ist hier die Contenterstellung durch Plattformbetreiber und Communitymanager, die immer wichtiger wird. Gerade in der Startphase von Community-Projekten.
Jetzt kann jeder, der für eine Facebook-Seite verantwortlich ist, mal schnell durchrechnen, mit wie vielen aktiven Menschen er zu rechnen hat. Und dann vergleichen, ob das der Realität entspricht. Meine Erfahrung sagt mir, gekoppelt mit der Nielsen-Regel, dass wirklich gelebte Kommunikation erst ab etwa 500 Fans auf Facebook stattfindet. Vorher passiert kaum und nur selten etwas. Also nicht wundern, wenn bei 300 Fans kaum was los ist. Aber nicht aufgeben! Weiter stetig am Communitywachstum arbeiten. Es lohnt sich.
2. Unterschied Newsstream und Pinwand
Der zweite Punkt, der von vielen oft nicht beachtet wird, ist der kleine, sehr feine und wichtige Unterschied zwischen dem Newsstream und der Pinwand des Unternehmens. Die wenigsten Fans besuchen regelmäßig die eigentliche Facebook-Seite. Sie nehmen die Nachrichten, Bilder, Videos, Umfragen einer Seite zu 99% über ihren Newsstream war. Und nicht über den Besuch der eigentlichen Facebook-Seite und der Pinwand dort.
Also über die eigene Startseite auf Facebook, die ihnen Facebook vorsetzt. Ein wenig zum Newsstream hatte ich neulich schonmal geschrieben: "Wie Sie auf Facebook jemanden wieder los werden... oder unsichtbar machen".
Untersuchungen der letzten Zeit haben ergeben, dass etwa nur jede 500. Nachricht dem Nutzer tatsächlich im Newsstream angezeigt wird. Aus der Summe der Postings seiner Freunde und von Seiten, von denen er Fan ist. Das bedeutet: ein Facebook-Nutzer sieht ihre Nachricht oft erst gar nicht! Und darum kommentiert er auch nicht oder klickt auf "Gefällt mir". Kann er gar nicht. Weil er es nicht zu Gesicht bekommt. Das ist den wenigsten Betreuern von Facebook-Seiten bewusst.
Und wie kann man das "abstellen"? Hierfür muss man wissen, dass es Weiterlesen …
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