SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

5Feb/13Off

Wieder zwei Doritos-Spots in den Top10 des Super-Bowl

Autor des Artikels: Matias Roskos

Und wieder hat es Doritos geschafft seine Spots während des Super-Bowl 2013 in den Top10 zu platzieren. Und das mit Hilfe von Crowdsourcing: "Zum sechsten Mal - Doritos Crash the Superbowl".

Zum Sieg reichte es dieses Jahr ausnahmsweise nicht. Dieser ging an Anheuser-Busch, wie uns der USA Today Admeter verrät. Hier der Gewinner-Spot. Auf Youtube hat er bereits über fünf Millionen Views. Also die Reichweite findet nicht allein im TV statt, sondern wird im Netz fortgesetzt. TV und Online ergänzen sich hier perfekt.

Ein wunderbarer Spot, nicht wahr? Der berührt auch mich. Wobei man dazu sagen muss, dass Platz 1 und 2 60-Sekunden-Spots sind und Platz 3 sogar 120 Sekunden. In dieser Zeit lässt sich viel mehr Story unterbringen. Der Doritos-Spot ist dagegen ein klassischer 30-Sekünder.

Aber mit Platz vier und sieben kann eine Marke wie Doritos bei dieser enorm starken Konkurrenz mit gewaltigen Werbe-Budgets wieder überaus zufrieden sein. Und der auf Rang vier platzierte Spot "Fashionista Dad" war auch mein großer Favorit. Eine großartige Idee. Geboren aus der Doritos-Community.

Wunderbar, was Crowdsourcing hervorbringen kann.

29Jan/13Off

Externe Erfinder einbinden – eine Liste von Inventor-Friendly Companies

Autor des Artikels: Matias Roskos

Immer mehr Unternehmen und Marken, vor allem im englischsprachigen Unternehmer-Markt, binden externe Ideen und externe Erfinder in die Unternehmensprozesse ein. Sie setzen auf Open Innovation und nutzen Crowdsourcing-Mechanismen, um Innovationsprozesse zu forcieren und neue Produktideen zu generieren. Neben tollen Marktforschungseffekten sind diese Marken damit ganz nah am Kunden der Zukunft dran.

Im Inventors Digest gibt es eine wunderbare Liste mit "Inventor-Friendly Companies". Darunter befinden sich so klangvolle Namen wie Kellogg, Kraft Foods, Black & Decker, Bosch und viele mehr. Einfach mal reinklicken und umschauen, wer bereits auf externen Input setzt.

Kellogg Gread Ideas

(Danke Catharina, für den Hinweis auf diese Liste!)

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8Jan/13Off

Zum sechsten Mal – Doritos Crash the Superbowl

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ist etwas innovativ, wenn man es bereits zum sechsten Mal macht? Nein, eigentlich nicht. Und doch: Ja - ist es. Definitiv. "Crash the Superbowl" ist und bleibt innovativ. Denn noch immer nutzen viel zu wenige Brands die Möglichkeiten des Social Web. Noch viel zu selten wird auf das Wirken von Crowdsourcing-Mechanismen zurückgegriffen. Doch bei Pepsi, zu denen Doritos gehört, weiß man, wie man es macht. Aus mittlerweile sechs Jahren Erfahrung.

Schon 2010 berichtete ich darüber. Und schon damals wie heute war ich unendlich begeistert. Endlich eine starke Marke mit richtig Power unter der Haube, die sich traut und einen extrem wichtigen Baustein des Marketingkonzeptes der Marke - den TV-Spot für den SuperBowl in den USA - von der Community via Crowdsourcing generieren lässt. Sie haben erkannt dass man und wie man echte Mehrwerte für eine Brand abschöpfen kann in der engen Zusammenarbeit mit einer Community.

Crash the Superbowl

Eine Million Dollar winken erneut dem Gewinner. Wenn er es auf Platz des TV-Admeter schafft. Fünf Entwürfe stehen in der Finalrunde. Das Voting findet nicht wie sonst üblich auf einer Microsite, sondern komplett auf Facebook statt. Nur zwei Videos werden letztendlich im TV während des Superbowls ausgestrahlt. Aber auch die anderen fünf gehen keineswegs leer aus. 25.000 Dollar sowie ein Trip nach New Orleans zum Finale sind sicher. Auch nicht schlecht.

Doch das Marketing für Doritos läuft schon seit Oktober, als die neue Aktion startete, auf vollen Touren. Der Werbe-Effekt ist also nicht erst mit der TV-Ausstrahlung da, sondern bereits weit vorher. Hier genug liegt der exzellente ROI für Doritos zugrunde. Marketing plus Kundenbindung plus Kreativ-Input mittels einer eigenen Community. Perfekt.

So geht gutes Crowdsourcing. Nun schon zum sechsten Mal. Mit exzellenten Ergebnissen, großem TV-Erfolg und: mit Tradition. Wär hätte das gedacht?

Und hier sind die fünf Finalisten. Welches ist euer Weiterlesen …

27Nov/12Off

Manhattan bald mit neuen Community-Colours – Dank Crowdsourcing und unserAller.de

Autor des Artikels: Matias Roskos

"Community Colours" ist ein neues, tolles Crowdsourcing-Projekt aus dem Hause unserAller.de. Manhattan möchte auf diesem Wege die mittlerweile fast 20.000 Mitglieder starke unserAller-Community in die Ideenfindung für eine neue Nagellack-Kollektion einbeziehen. Diese wird im Herbst 2013 in limitierter Auflage unter dem Motto „Community Colours“ im Handel erscheinen.

Manhattan Crowdsourcing via unserAller.de

Themenwelt, Farben und Farbnamen für 20 neue Nagellacke gilt es zu entwerfen. Um die Kreativität der Teilnehmer anzuregen, werden Weiterlesen …

18Okt/12Off

Bei Sky probiert man Crowdsourcing aus

Autor des Artikels: Matias Roskos

"Bring deine Idee ins TV". Mit diesem Slogan wirbt Sky auf Facebook für eine sympathische Crowdsourcing-Aktion. Dabei geht es um den TV-Spot zum Rückrundenstart der laufenden Bundesligasaison 2012/13. Basis ist die bereits existierende "Fan in Dir"-Kampagne aus der Hinrunde, die ganz wunderbar zu funktionieren scheint. Auch mir gefällt sie.

Sky auf Facebook

Die Facebook Fans können über die dazugehörige Facebook-App ihre eigenen Ideen hochladen (siehe Video weiter unten). Harald Schmidt und Franz Beckenbauer entscheiden dann, als Juroren fungierend, über die Ideen, die letztendlich als TV-Spot umgesetzt werden.

Ausgesprochen gut, weil passend und fair, finde ich dabei die Incentivierungsstrategie. Oft genug ist diese zu schwach oder wird gar komplett weg gelassen. Nicht so bei dieser Kampagne.

Für die Einsender der besten Ideen gibt es dazu Champions-League-Finalkarten für den 25. Mai 2013 in Wembley, Bundesliga-Tickets beziehungsweise signierte Bundesligatrikots. Die Gewinner werden im TV-Spot namentlich erwähnt.

So ist es bei W&V nachzulesen.

Hier haben sich die Macher etwas Sympathisches einfallen lassen, was perfekt zur Zielgruppe passt. Karten für das Champions-League-Finale. Cool! Dazu die namentliche Erwähnung der Ideengeber im Clip. Daumen hoch dafür.

Hier der Spot zur Aktion:

Gern bitte mehr davon in der deutschen Social Media Landschaft.

9Okt/12Off

Risiken und gute Planung beim Crowdsourcing

Autor des Artikels: Matias Roskos

Zusammenarbeit und kontinuierliche Teilnahme sollte durch die Incentivierung gefördert werden, um ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen und zu vermitteln, dass man an einer großen, gemeinsamen Vision arbeitet. So können beispielsweise während des laufenden Projektes Prototypenpakete verschickt werden, die wiederum zur weiteren Teilnahme eingesetzt werden. So findet die Incentivierung auf eine Art und Weise statt, die das Co-Creation Projekt noch während es aktiv ist, unterstützt.

Catharina van Delden, Gründerin und CEO der innosabi GmbH (siehe auch das Interview mit ihr aus dem April 2012), hat verstanden, was gute Crowdsourcing-Kampagnen und damit einhergehend die für alle Seiten befruchtende Integration einer Community in Innovations- und Marktforschungsprozesse ausmacht.

Für "planung&analyse" hat sie ihre Erfahrungen zum Thema "Crowdslapping", dem möglichen Scheitern von Crowdsourcing-Projekten, zusammengetragen. Heraus gekommen ist ein zweiseitiges PDF (Auszug aus der Ausgabe 05/2012), das ich jedem ans Herz legen möchte, der in der Zukunft effektiver und gewinnbringender als bisher im Internet gemeinsam mit Menschen, also einer Community, vorankommen möchte.

Zum PDF geht es hier entlang. Danke, Catharina, für den guten Artikel!

23Apr/12Off

Bestes Crowdsourcing made in Germany: unserAller.de – Catharina van Delden im Interview

Autor des Artikels: Matias Roskos

unserAller.de gehört für mich zweifelsohne zu den spannendsten Internetprojekten in Deutschland (Ich berichtete im November darüber.) Das innosabi-Team, dass hinter unserAller steckt, hat verstanden worauf es ankommt bei gutem, erfolgreichen Crowdsourcing. Darum freue ich mich, dass Catharina van Delden, Geschäftsführerin von innosabi, mir für dieses Interview Rede und Antwort gestanden hat. 

Catharina van Delden von unserAller.deHallo Catharina. Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Wie läuft es bei unserAller? Wieviele Projekte sind aktuell am Start?

Vorab erst einmal Danke für die Einladung. Es macht immer wieder Spaß, sich mit Dir auszutauschen! Ich bin mit der aktuellen Entwicklung von unserAller sehr zufrieden. Wir konnten uns nach nun gerade einmal eineinhalb Jahre nach dem Launch als führender Player im Bereich „Produktentwicklung durch Konsumenten“ in Deutschland positionieren! Aktuell kannst Du bei ca. 80 verschiedenen Crowdsourcing-Projekten auf unserAller.de teilnehmen – da ist von Pferdefutter über Schmuck bis hin zu Schwimmbadausstattung einfach alles dabei.

Worum geht es bei unserAller? Wie setzt Ihr die Idee von Crowdsourcing um?

Bei uns können Konsumenten mit bestimmen, wie die Produkte von morgen aussehen, heißen, schmecken oder funktionieren sollen. Und Unternehmen finden heraus, was sich ihre Kunden wünschen und welche Produkte am Markt möglicherweise noch fehlen. Mit unserer Software können in diesem spannenden Dialog Crowdsourcing-Projekte effizient abgewickelt werden. Dabei kommt es darauf an, die richtigen Teilnehmer zu erreichen und zu wirklich umsetzbaren Ergebnissen zu kommen.

Die jeweiligen Projektseiten auf unserer Plattform mit angeschlossener Community können auch als Appikation in Facebook-Fanpages oder als Overlay in Webseiten integriert werden.

Aktuell nutzen viele unserer Partner-Unternehmen unserAller auch zur Kommunikation rund um ihr Angebot: Dabei geht es beispielsweise um Namen oder Aussehen für neue Produkte, Wünsche für Bonusprogramme oder Ergänzungen des bestehenden Angebots. EineBand beispielsweise möchte auf diese Weise sogar ihr Repertoire nach den Wünschen ihrer „echten“ Fans erweitern.

unserAller.de

Wie kam es dazu, eine Crowdsourcing-Plattform mit dieser doch sehr komplexen Kernstruktur am Markt zu platzieren?

innosabi kommt ursprünglich aus der Produktentwicklung. In dieser Zeit kamen wir oft an einen entscheidenden Punkt: Immer dann, wenn wir Weiterlesen …

9Feb/12Off

Crowdfunding weltweit – Tolle Infografik

Autor des Artikels: Matias Roskos

Pleasefund.us hat eine toll gemachte Infografik ins Netz gestellt, auf der visualisiert wird, wie stark das Thema Crowdfunding als Spezialgebiet des Crowdsourcing im Jahr 2011 gewachsen ist. Nicht allein in Deutschland, sondern weltweit.

Für Deutschland wurden 16 Plattformen gezählt. Puh - da hätte ich Probleme alle zusammen zu bekommen. Mir fallen Folgende auf Anhieb ein:

Wer fehlt? Die Kommentare stehen offen!

Hier nun die Infografik. Viel Spaß Weiterlesen …

6Jan/12Off

Modernes Marketing – DEWmocracy von Mountain Dew – das Video zur Kampagne

Autor des Artikels: Matias Roskos

Die "DEWmocracy" von Mountain Dew war sicherlich eine der herausragendsten Social Media Kampagnen überhaupt bisher. Über 12 Monate hinweg suchte und fand die Dew-Community drei neue Soda-Drinks für die zum Pepsi-Konzern gehörende Marke. Ich berichtete im Dezember 2009 über die DEWmocracy.

Hier nun ist das Video von Mountain Dew, in welchem die Kampagne zusammengefasst wird. Klasse! So etwas würde ich mir für den deutschsprachigen Markt wünschen. Ich wär dabei! Vielleicht ist das ja irgendwann was für Red Bull, Adelholzener oder Augustiner.

Es geht bei solchen Community-Kampagnen ja nicht allein um Marketing. Das auch. Aber viel wertvoller sind Elemente wie Kundenbindung, Marktnähe, Produktdesign, Innovationsmanagement, Marktforschung, Image-Aufbau und noch vieles mehr, was alles mit hineinspielt in die Mehrwertegenerierung bei solchen Crowdsourcing-Kampagnen. Es geht um die cleveren Schritte in die Zukunft! Und da ist gut gemachtes Social Media Engagement Gold wert.

18Okt/11Off

Clevere Incentivierungsstrategie beim Crowdsourcing-Portal unserAller – 7 Gründe, warum sie so gut sind

Autor des Artikels: Matias Roskos

Bei unserAller geht es komplett in die richtige Richtung. Die machen nen Klasse Job in Sachen Crowdsourcing. Das ist mein Eindruck schon seit längerem, der nach einem langen Telefonat letzte Woche, in dem ich Informationen für mein Buch gesammelt habe, noch verstärkt wurde. Ich werde begründen, warum ich aus der Sicht einer Person, die sich schon seit Jahren intensiv mit Crowdsourcing auseinander setzt, unserAller so gelungen finde.

1. Neue Produkte durch die Community

Es gibt auch andere, spannende Crowdsourcing-Projekt hier im deutschsprachigen Raum. Tchibo-ideas zum Beispiel. Deren Ansatz ich auch extrem gut finde. Aber unserAller geht noch ein ganzes Stück weiter. Weil sie ihre Plattform und ihre Community Kunden aus allen möglichen Bereichen und jeder Größe zur Verfügung stellen. Und das, um neue Produkte zu finden. Es geht nicht wie allzuoft allein um das Design eines Produktes oder der Verpackung. (Wobei ich Crowdsourcing im Design-Bereich auch extrem mag. Wenn es gut gemacht ist. Schließlich setze ich ja selbst mit unserer Design-Community solche Design-Contests um, wie zuletzt für den IPV.)

unserAller

2. Eigene, unabhängige Plattform mit Whitelabel-Modul

unserAller ist nach einem großen Relaunch komplett neu. Nun sind sie auch den Schritt gegangen, den ich ihnen schon vor etlichen Monaten empfohlen hatte. Bis vor kurzem gab es unserAller "nur" als Facebook-Seite und App. An sich ja extrem innovativ. Und strategisch auch nicht unclever.

Doch ich hielt es für gefährlich, sich so komplett mit seinem Startup auf Facebook zu verlassen. Mit einer eigenen Plattform ist man einfach unabhängiger. Man kann seine Daten besser auswerten. Und sie liegen vor allem nicht irgendwo in den USA auf einem Server. Man ist nicht einer Fremdfirma ausgeliefert.

Geschäftsführerin Catharina van Delden sagte mir aber dann im Interview letzte Woche, dass dieser Schritt - Start komplett auf Facebook - genau der richtige war. Denn man war (und ist) genau dort, wo sich die meisten Konsumenten und Fans von Produkten nunmal aufhalten: auf Facebook. Daran hat sich prinzipiell auch nach dem Relaunch nichts geändert.

Mit dem Relaunch letzte Woche wurde aber eine kleine, feine Kurskorrektur vollzogen, die ich gut und richtig finde. "Als zentrale Erweiterung wurden der häufig gewünschte facebook-unabhängige Zugang ermöglicht." heißt es in der Pressemitteilung. Super! Denn damit können die, die Vorbehalte gegenüber Facebook haben, auch abgeholt werden. Und gerade auch viele mittelständische Unternehmen haben noch ihre Probleme Facebook zu verstehen und effektiv zu nutzen. Denen kommt man damit entgegen.

Mindestens genauso spannend ist der zweite, strategische Schachzug bei unserAller. Der es Weiterlesen …