SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

30Mrz/11Off

Viele einzelne finanzieren gemeinsam ein Projekt. Neues Crowdfunding-Portal Pling.de im Interview

Autor des Artikels: Matias Roskos

Pling.deAuf Pling.de bin ich durch Freunde aus dem Bereich Comic und Illustration aufmerksam gemacht worden. Die Jungs von Punks'n'Banters wollen ihren Comic filmisch umsetzen und brauchen dafür 8.000 € Startinvestition. Sie haben sich entschieden, dafür auf Crowdfunding, einem Spezialgebiet von Crowdsourcing, zu setzen und einen Aufruf auf Pling.de zu starten.

Schon mit einem Euro kann man dort Projekte supporten. Natürlich tat ich dies umgehend und investierte eine kleinere Summe in ihr Comic-Projekt. (Viel Erfolg, Jungs!)

Da ich Pling vorher noch überhaupt nicht kannte, war ich doppelt neugierig und habe die Macher hinter Pling.de gleich zu einem Interview eingeladen.

Herr Holetzeck, Herr Heberling, Sie sind die Gründer von Pling.de. Wann wurde Pling gelauncht?

Die Plattform www.pling.de ging im November 2010 live.

Sind auch Investoren mit an Bord?

Nein, wir haben pling.de aus eigenen Mitteln aufgebaut.

Wann entstand die Idee für Pling?

Wie so oft über Umwege: mein jetziger Geschäftspartner und ehemaliger Studienkollege, David Heberling, und ich hatten 2008 eine Idee für eine Bewegt-Bild-Serie, die im Internet laufen sollte. Wir waren felsenfest davon überzeugt, ein äußerst interessantes Projekt auf die Beine zu stellen. Ein großer deutscher Fernsehsender teilte unsere Meinung und lud uns zu einem Pitch ein. Zwar kamen wir unter die Top Drei, aber im Endeffekt bekamen wir keinen Zuschlag und leider bis heute noch nicht einmal eine Absage. Hätten wir damals eine Plattform wie pling* gehabt, hätten wir unsere Idee realisieren können. Und genau deswegen machen wir pling*. Um eine unbürokratische, schnelle, einfache, persönliche Plattform zu bieten, für jeden, der gute Ideen und Projekte hat.

Punks'n'Banters – DIE Punkcomicserie auf Pling.de

Was bedeutet das Wort Crowdfunding eigentlich?

Finanzierung durch eine (anonyme) Menschenmenge. Klingt etwas eigenartig. Deswegen benutzen wir auch den englischen Ausdruck. Bisher funktionierte die Finanzierung von Projekten meist nur in einer Form: Ein einzelner Geldgeber fördert ein bestimmtes Projekt. Wir halten diese Form der Finanzierung für verstaubt und sind der Meinung, dass mit Hilfe des Internets, sich Menschen finden, die an Projekte glauben und bereit sind dieses mit Geld zu unterstützen.

Und genau das ist die Idee hinter Crowdfunding: Viele einzelne finanzieren gemeinsam ein Projekt - im Internet.

Mit Sellaband für den Bereich Musikbusiness oder auch Betterplace.org für Spenden im karitativen Bereich gibt es gerade auch in Deutschland schon zwei sehr starke Player im Bereich Crowdfunding. Wo sehen Sie da die Abgrenzung von Pling.de zu anderen Crowdfunding-Plattformen?

Sellaband spielte definitiv eine inspirierende Rolle für uns. Jedoch zeigt der Weg von „Sellaband“, wie schwierig sich der Weg nach oben gestallten kann. Nach der Insolvenz 2010 hatte die holländische Plattform mit teils gravierenden Problemen zu kämpfen. Wir hoffen jedoch, dass uns Sellaband noch möglichst lange erhalten bleibt, da sie eine Vorreiter-Rolle im Bereich Crowdfunding spielten.

(Anmerkung von mir, Matias Roskos: Sellaband bleibt uns definitiv erhalten und ist aktuell auf einem sehr guten Weg. Das kann ich sagen, da ich in engem Kontakt zu den jetzigen Sellaband-Machern stehe.)

Die Idee, Spenden online einzusammeln, setzte Weiterlesen …

23Dez/10Off

Ein Musikprojekt contra die Klimaerwärmung auf Sellaband

Autor des Artikels: Matias Roskos

Bei Sellaband geht es mit großen Schritten voran. Und für 2011 ist so einiges geplant. Aktuell gibt es ein wunderbares Projekt, das ich meinen Lesern unbedingt vorstellen möchte: Christmas Charity Collaboration!

Dort heißt es:

For as little as €5 you can help them in their quest and in return you'll receive the exclusive World Collaboration Protest Song plus a special Christmas compilation by other SellaBand artists.

Christmas Charity Collaboration auf Sellaband

26 Sellaband-Artists sind an diesem Projekt beteiligt. Die Christmas compilation enthält 11 Songs. Ein tolles Projekt, bei dem Sie doch auch dabei sind, oder?! :)



Mehr dazu auch im Sellaband-Blog.

10Dez/10Off

Sellaband auf neuen Pfaden: Roque Santa Cruz

Autor des Artikels: Matias Roskos

Kennen Sie Roque Santa Cruz? Ja, den Fußballer, der jetzt bei Manchester City spielt. Früher einmal bei Bayern München. Schon seit geraumer Zeit hilft er Kindern in seiner Heimat Paraguay. Ende November las ich dann auf einer meiner Lieblings-Webplattformen Sellaband Folgendes:

The father of three children launched the Roque Santa Cruz Foundation in 2004 to help as many children in need as possible starting in his home country. „I grew up in Paraguay, experiencing a lot of poverty around me. Now my status as a professional soccer player allows me to help others“, Roque Santa Cruz states. „My familiy and I have been supporting children with our foundation for many years. But still there’s a lot more to do. SellaBand gives us the possibility to show our donors exactly where their money goes.“ Of course, Santa Cruz will keep all believers updated on the charity project’s progress. He will post pictures as well as videos of the achievements on a regular basis.

Wie cool! Eigentlich war Sellaband "nur" als Crowdfunding-Plattform für Musik gedacht. Also: Fans sammeln Geld für Bands und Musik, die sie gut finden und die sie unterstützen möchten. Als Gegenleistung bekommt man eine CD und mittlerweile noch alle möglichen anderen Dinge. Je nachdem, was Band/Musiker seinen Unterstützern als Dankeschön geben möchte. Mal sind es Konzert-Tickets, mal handsignierte CDs, mal eine Einladung bei den Studioaufnahmen mit dabei zu sein.

Sellaband - Anfang 2010 übernommen von der Münchner Firma Make Music - beschreitet nun mit dem Roque Santa Cruz Projekt einen neuen Weg. Nicht mehr nur Musik allein. Hier geht es um einen wohltätigen Zweck. Und dafür stellt die Plattform ihre in den vergangenen Jahren aufgebaute Technik und Infrastruktur zur Verfügung. Und man kann gleichzeitig auf die Sellaband-Community zugreifen.

Aus meiner Sicht ein guter, ein richtiger Schritt, den es auszubauen gilt. Ich bin gespannt, wie es dort weitergeht bei Sellaband im Jahr 2011. Ich wär gern mit dabei.

Das Roque Santa Cruz Projekt

3Nov/10Off

Sellaband nimmt Fahrt auf – neues Album von Public Enemy kommt

Autor des Artikels: Matias Roskos

Tolle Nachrichten von einem meiner absoluten Crowdsourcing-Favoriten-Projekte: Sellaband. Schon des öfteren hatte ich hier darüber berichtet, wie sehr ich das Konzept von Sellaband mag. Und dass ich selbst auch schon einige Male mich mit Geld an Band-Projekten beteiligt habe. So zum Beispiel bei der grandiosen Angie Arsenault.

Nun vermeldet die Plattform Sellaband, die Anfang des Jahres unter deutsche Regie gelangte, Folgendes:

Kurz vor Start der Deutschlandtour ist es der legendären HipHop-Crew Public Enemy gelungen, ihr neues Album mit dem Support ihrer Fans über die Crowdfunding-Plattform sellaband.de zu finanzieren. Mehr als tausend Believer investierten insgesamt 75.000 US-Dollar in das Projekt „neue Platte“. Am 28. Oktober um 16.11 Uhr war es soweit: Der 1.178 Believer sicherte sich die letzte verfügbare Beteilung am neuen Public Enemy-Projekt. „Wir sind SellaBand Ende letzten Jahres beigetreten, um ein einzigartiges Album zu realisieren. Und zwar ohne Plattenbosse, nur mit unseren Fans“, sagt Chuck D, Kopf der Gruppe. „Daher ein großes Dankeschön an all unsere Supporter. Wir sind hochmotiviert, ins Studio zu gehen.“

Wow! 75.000 US-Dollar. Das ist die bisher größte Summe, die auf Sellaband eingesammelt wurde. Fast 1.200 Fans waren dafür notwendig. Das finde ich beeindruckend. Und zeigt (wieder einmal), dass Crowdsourcing - auch in diesem speziellen Feld des Crowdfunding - wunderbar funktionieren kann. Wenn man einiges richtig macht, aus Fehlern lernt, seine Community ernst nimmt und ein Projekt mit Herz aber auch mit Weitblick betreibt.

Public Enemy und Sellaband

Ich freue mich für Sellaband über diesen neuen Erfolg! Macht weiter so!

„Das Konzept Fan-Funding bietet etablierten wie auch jungen Musikern die Chance, neue Projekte mit der Unterstützung ihrer Fans zu realisieren. Und es funktioniert. Wir freuen uns sehr für Public Enemy und ihre SellaBand-Believer, 75.000 US-Dollar ist das höchste Fundingziel, das bisher erreicht wurde. Wir sind sehr gespannt auf das neue Album“

so Michael Bogatzki, CEO von SellaBand.

Über Sellaband:

„With a little help from my fans“ ein Album, Video oder eine Tour verwirklichen – das ermöglicht SellaBand, der Pionier im Bereich Musik-Crowdfunding. Musiker stellen auf sellaband.de ihre Projekte vor, die ihre Fans, die "Believer", durch den Kauf von Anteilen mitfinanzieren. Dafür gibt’s neben Downloads, CDs und Sammlerstücken oftmals sogar Backstage-Pässe und Gewinnbeteiligungen.

28Mai/10Off

Support auf Sellaband: Hind

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich bin ein großer Fan von Sellaband. Leider warte ich schon seit Wochen auf das Interview mit dem neuen Eigentümer aus Deutschland. Schade. Das ändert aber nichts daran, dass ich das Crowdsourcing-Prinzip von Sellaband für extrem innovativ halte und selbst gern den ein oder anderen Dollar in spannende Nachwuchs-Musiker investiere.

Hind

Gestern habe ich auf Sellaband Hind entdeckt, die bereits knapp 15.000 € einsammeln konnte innerhalb von zwei Wochen. Das ist eine starke Leistung. Und auch ich habe mir ein paar Anteile an diesem Projekt gesichert.

Ist nicht unbedingt meine favorisierte Musik. Aber die Frau hat eine grandiose Stimme und enormes Potential. Ich bin gespannt. Und wer das genau so sieht wie ich, kann ebenfalls gern Hind unterstützen. Es ist denkbar einfach. Viel Spaß.

21Nov/09Off

Crowdfunding für ein Movie

Autor des Artikels: Matias Roskos

Wird es funktionieren? Buy a credit. Niemand kann das hundertprozentig vorher sagen. Aber das Konzept klingt interessant. Und Crowdfundig für einen Film macht durchaus Sinn. Entscheidend wird sein, wie gut man die ganzen kleinen Producer, die investieren, geschickt managt. Das Communitymanagement also wird - wieder einmal - extrem wichtig sein. Ein Punkt, der immer wieder unterschätzt wird. Von allein laufen solche Projekte nicht, sondern enden entweder im Chaos oder laufen komplett ins Leere.

29Aug/09Off

Crowdsourcing goes to Crowdfunding: Kickstarter

Autor des Artikels: Matias Roskos

Dass Crowdsourcing auch im Segment Crowdfunding funktioniert habe ich schon am Beispiel Sellaband näher beleuchtet. Mit Kickstarter gibt es nun eine Plattform, auf der man sich für kleine (oder vielleicht auch große) Projekte Geld besorgen kann. Die Summen reichen von 500 $ bis zu 20.000 $.

Ein Beispiel. Joseph Wain aus New York schreibt:

I make cool icons for iPhone developers at http://glyphish.com and if I can collect $500 in donations, I'll release the whole set of icons in vector format (SVG + Illustrator) for use in apps, posters, tshirts, whatever!

Simpel. Die 500 Dollar waren schnell zusammen. 94 Communitymember trugen sogar stolze 1.800 Dollar zusammen. Zum System von Kickstarter schreiben die Macher:

Is Kickstarter an investment mechanism?

No. People who use Kickstarter to fund their projects ("project creators") keep 100% ownership and control.

What's in it for the people who pledge?

Project creators can offer products, services or other benefits ("rewards") to inspire people to support their project: A hot-air balloon ride to the first person to pledge $300, an invitation to the BBQ for anyone who pledges more than $5, exclusive daily video updates for anyone who pledges more than $1. It's up to each project creator to sculpt their own offers and there's lots of cool ways to do it. (Want to see a great example? Google "Josh Freese")

People who pledge also receive access to all project updates (posts, video, pics, etc.). "Project Updates" is our fancy name for the project blog. Some project creators may post 10 updates a day, others may rarely post. Some may make all their posts publicly viewable, others may set all their posts as exclusive to their backers.

Ich bin ehrlich gespannt, wie die Plattform sich über einen längeren Zeitraum entwickelt.

kickstarter