Wunderbare iPhone-App für Kinder
Ich bin "nebenbei" ja auch Papa, wie viele meiner Leser vielleicht wissen. Mein Sohn ist 6 Jahre und das Wichtigste in meinem Leben. Zu 100%. Auch wenn er manchmal zurückstecken muss, wenn Papa auf Reisen ist zu Konferenzen oder bei Kunden in ganz Deutschland.
Als Papa hat man verschiedenste Verpflichtungen. Man ist ja unter anderem auch dazu da, dem Sohn neue spannende Dinge aus der virtuellen Welt zu zeigen. Natürlich, nachdem man mit ihm Baden war oder Fußball gespielt hat. Ich halte übrigens das Spielen draußen, das im echten Leben, für deutlich wichtiger als den Computer. Damit mich hier niemand missversteht. Aber ich denke auch, dass man nicht umhin kommt mit den neuen Möglichkeiten der virtuellen Welt aufzuwachsen. Und wenn man lernt damit umzugehen und es gekonnt dosiert, ist das auch durchaus ein bereicherndes Element.
Mein Sohn liebt mein iPhone. Vermutlich genauso wie ich. Auf jeden Fall ist er immer stolz wie Bolle, wenn er es mal nutzen darf. Meist, um sich auf Youtube eine Wickie-Folge anzuschauen. Oder um gegen mich "Vier gewinnt" zu spielen. Vor kurzem aber habe ich eine neue, geniale App entdeckt. Ich selbst habe schon in meiner Kindheit voll Genuss das Mosaik mit den Abrafaxen gelesen. Und seit einem Jahr hat auch mein Sohn sein Mosaik-Abo. Nun wurden wir in einer Beilage des Heftes (Achtung: Marketing!) darauf hingewiesen, dass es nun auch eine iPhone-App für das Mosaik gibt.
Man kann sich zeitgleich also die aktuelle Folge des Mosaiks mit den Abenteuern der Abrafaxe auf sein iPhone laden. Das kostet 1,59 €. Damit liegt der Audio-Comic 0,81 € unter dem Heft-Preis der Printausgabe. Mein Sohn ist absolut begeistert von der App und hört sich die Folgen immer wieder an. Und vergleicht dann meine Fähigkeiten als Vorleser mit denen auf der App.
Die ersten drei Folgen sind zum Antesten kostenlos, was ich jedem Papa bzw. jeder Mama mit iPhone nur empfehlen kann. Einfach mal die kostenlosen Mosaik-Folgen testen bei ihrem Kind. Und wenn es gefällt, entweder das Heft abonnieren oder ab und zu eine Folge fürs iPhone nachordern.
So schaut für mich zeitgemäßer Umgang eines Verlags mit den Möglichkeiten der virtuellen Welt aus. Der Mosaik-Verlag macht dort gerade verdammt viel verdammt richtig. Mein ehrliches Kompliment. Bitte weiter so. Ich bin begeistert!
Mehr dazu auch in einem langen Beitrag im VisualBlog, in dem ich auch auf die Comicbücher dazu und den großartigen Kinofilm mit Nena eingehe.
Neue Comics via iPhone-App
Schon neulich hatte ich darüber berichtet, dass im Bereich Comics aktuell eine ganze Menge passiert im Internet. Das ist völlig konsequent und gut so. Denn Fans von Comics sind fast nie rein regional ansässig, sondern verteilen sich über die ganze Welt. Da war es in der Vergangenheit eher erstaunlich, wie zögerlich Verlage im Internet versuchten sich zu etablieren und neue Wege zu gehen. Aber Verlage ganz allgemein haben ja so ihre Probleme mit dem Internet und tun sich extrem schwer Erlösmodelle zu entwickeln. Hier nun ein Beispiel, wie es klappen könnte.
Dass übrigens die Zeichner selbst oft wenig Engagement im Netz zeigen, halte ich zwar für einen großen Fehler, kann das aber durchaus nachvollziehen. Sie sind in erster Linie Artists. Sie widmen sich ihrer Kunst und haben mit Marketing und Selbstdarstellung oft nicht viel am Hut. Hier müssen die Verlage den entsprechenden Part mit abdecken.
Auf der ComicOn wurde unter anderem nun eine iPhone-App aus dem Hause Iconology präsentiert (mehr Infos dazu beim Examiner). Ich halte das iPhone für einen der spannendsten Distributionskanäle um in der Zukunft nicht nur Content zum Endnutzer zu bringen, sondern gleichzeitig auch noch sinnvolle Erlösmodelle damit zu koppeln. Der hier beschrittene Weg ist vom Prinzip her der gleiche wie bei Textunes, die versuchen Bücher online zu den Leuten zu bringen.
Eine kostenlose (oder für einen ganz geringen Betrag zu erwerbende) App fürs iPhone wird angeboten. Dazu kann man comiXology kostenlos in Comics reinschnuppern. Gefällt einem das Buch, zeigt einem comiXology den nächstgelegenen Comic-Händler an. Oder man kauft es direkt über comiXology und zieht es auf sein iPhone. Genau dieses Prinzip des Stöberns ist es, was aus meiner Sicht diese Konzepte zum Erfolg führen wird. Man muss nicht etwas kaufen um zu sehen was drin ist. Wie in einer echten Buchhandlung kann ich blättern, schauen, stöbern. Ich kann kostenlos antesten. Gefällt es mir, downloade ich es. Da aber viele Buchnarren (wie ich) gern ein echtes Buch oder Comicheft zuhause stehen haben, läuft es meist darauf hinaus, dass man sich doch das echte Buch kauft. Aber ich lese auch mehr und mehr direkt auf dem iPhone. Das hätte ich vor einem halbe Jahr noch für kaum möglich gehalten. Aber so kann ich auch zwischendurch weiter lesen.
Auf jeden Fall sind genau solche Projekte wie comiXology ein Teil der Zukunft von Verlagen. Das iPhone und vor allem der daran gekoppelte App-Store als Marketingbaustein UND gänzlich neuer, alternativer Vertriebskanal werden ein wichtiger Teil der Zukunft von Künstlern im Bereich Literatur und Comic sein. Daran führt kein Weg vorbei.
Ich stöber jetzt mal weiter auf meinem iPhone bei comiXology. Macht Laune. Danke, Felix, für den tollen Tipp!













