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31Jul/090

Kreativ-Crowdsourcing für Sandalen und Clogs von Birki

birki

Bei Birki kann man Schuhe designen. Eine sympathische Aktion, die - so wie es sein sollte - vor allem auch als Marketing-Aktion im Web genutzt wird. Ohne dabei das echte Leben da draußen zu vergessen. Aufmerksam gemacht wurde ich durch meine Frau, die einen Hinweis auf den Contest in einem Flyer fand, der einem Kauf beilag.

Aufgabe ist es einen Schuh von Birki zu designen. Einsendeschluss ist der 31.10.2009.

Der Gewinner erhält den designten Schuh und eine Woche Familienurlaub im Grünen: für bis zu sechs Personen in ausgewählten Landal-Ferienparks.

heißt es auf der Birki-Seite.

Einsenden soll man die Arbeit via Email. Und an dem Punkt fange ich an mich zu fragen, wer das konzipiert hat. Der Ansatz ist super. Das Thema ist lustig. Ich kann mir gut vorstellen, dass da viele kreative Menschen Lust drauf haben und man so seine Marke zu ganz neuen potentiellen Käufergruppen transportieren kann. Doch wenn ich eine solche Aktion im Internet platziere, sollte ich es ein wenig anders angehen. Email ist okay. Gleichzeitig sollte man aber auf der Seite auch ein Uploadformular haben. Die Teilnahmebedingungen, die ja den rechtlichen Rahmen für so etwas vorgeben, sind, mit Verlaub gesagt, arg schlicht gestrickt. Das macht keinen guten Eindruck. Und ich finde es auch immer fragwürdig, wenn die Einsendungen im Nirvana eines virtuellen Briefkastens verschwinden. Warum gibt es keine Galerie? Man hat bei Birki wohl Angst gehabt vor dem Betreuungsaufwand für einen solchen Contest. Ja, das Communitymanagement spielt auch beim Crowdsourcing eine immense Rolle und sollte nie unterschätzt werden!

Und als Letztes - und damit sei genug gemeckert - halte ich Flash für die denkbar ungünstigste Variante so etwas technisch ins Netz zu bringen. Warum? Weil aus meiner Sicht Crowdsourcing im Kreativbereich nicht nur dazu dienen sollte eine Dienstleistung zu generieren, sondern parallel auch als Marketing-Baustein und als googlefreundliche SEO-Maßnahme fungieren kann. Alle Felder können mit bedient werden. Doch denkt man an Google und an Viralmarketing im Netz, dann ist eine Flashseite völlig unbrauchbar!

Fazit: Eine witzige Aktion von Birki, die ich sehr sympathisch finde. Aber der Rahmen, den man dafür gestrickt hat, ist in der heutigen Zeit mit Hinblick auf Viralmarketing-Effekte vollkommen unzureichend. Leider. Und eine Bindung der Teilnehmer durch ein sympathisches, professionelles und offensives Communitymanagement macht total Sinn, wurde hier aber außen vor gelassen. Dennoch: viel Erfolg! Schön dass immer mehr Firmen Wege wie diesen beschreiten.

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