Archiv für die 'Viralmarketing' Kategorie

McFit macht Blogger fit – eine gelungene Social Media Aktion

Auch aus Deutschland kommen gute Social Media Ideen. Ab und zu. Hier ist mal wieder eine. Unter dem Slogan Fit für einen guten Zweck hat sich Caschy, einer der erfolgreichsten Blogger hierzulande mit seinem Stadt Bremerhaven Blog, zum Ziel gesetzt, bis zu seiner Hochzeit etliche Kilo seiner auf 1,75 m verteilten 109 Kilo abzunehmen. Naja. 109 sind echt nicht ohne. Caschy – da musst du echt was tun. Find ich schonmal extrem sympathisch die Idee. Denn er denkt dabei vor allem an seine Freundin. Was ich ihm übrigens glaube! Denn er ist ne ehrliche Haut.

McFit macht Blogger fit

Soweit so gut. Er hatte sich ein McFit-Fitnessstudio ausgesucht und angemeldet. Und die Mädels und Jungs von McFit sind ganz offensichtlich nicht unclever. Im Bereich Social Media wird da in kommender Zeit noch so einiges passieren, wie ich mir habe verraten lassen! (Nein – ich bin leider nicht involviert. :))

McFit fand die Idee von Caschy so Klasse, das man zueinander gefunden hat und daraus ne nette kleine Social Media Kampagne strickte. Auf Stadt Bremerhaven kann man dazu nun lesen:

Doch wofür?

Sollte ich (und YES! das werde ich mit eurer Unterstützung) das Trainingsprogramm schaffen, dann wird McFit auf meinen Wunsch hin einen guten Zweck unterstützen. Ja, da muss man auch mal ne Summe nennen.
5.
Nein, nicht fünf Euro.
Auch nicht 50 oder 500.
McFit wird nach Abschluss meines Programms nicht weniger als 5000 Euro (in Worten FÜNFTAUSEND) für einen guten Zweck spenden. Genauer gesagt geht die Summe vollständig und ohne Umweg durch meine Taschen direkt an das Kinderprojekt Arche in Berlin-Hellersdorf.

Ich bin Berliner Ureinwohner und habe einen Großteil meiner Jugend in Hellersdorf verbracht. Dort ist es übrigens nur halb so schlimm, wie man außerhalb von Hellersdorf denkt, aber egal. Die Arche ist ein super Projekt! Caschy bekommt also von McFit keinen Cent dafür. Man spendet lieber an die Arche. Und das find ich cool und clever zugleich. Klar – immer mehr spielen mit diesem “social touch”. Und? Ist das verkehrt oder anrüchig? Nein. Es ist gut: für die sozialen Projekte. Nichts gegen einzuwenden.

Weiter gehts:

Jetzt kommt ihr ins Spiel. Für 25 Leute konnte ich für meinen Trainingszeitraum noch “Freikarten” besorgen. Ihr könnt (sofern ihr wollt) also für sechs Wochen Tag und Nacht trainieren gehen. So wie ihr eben Bock habt. Das heisst: wenn ihr wollt, dann schreibt ihr mich an. Ich lasse euch dann für das Studio in eurer Nähe eintragen. Kostenlos.

Man versucht so Viralität zu erzeugen. Eine weitere clevere Idee. Das dürfte gut funktionieren. McFit bekommt so den ein oder anderen Blogger ins Fitnessstudio. Allein schon für die Ästhetik von Barcamps ist das ne super Angelegenheit. *räusper* In den Kommentaren gibt es bereits Feedbacks wie diesen hier:

geile Aktion,
da ich auch runter von meinen Kilos muss, wäre das ideal für mich.

Und dann gibt es auch noch eine Wii zu gewinnen. Diese ist gesponsort vom Arbeitgeber von Caschy, notebooksbilliger.de. So wird das eine runde, sympathische Sache, die echt Lust aufs Mitmachen macht. Und immer wird McFit als Brand mit transportiert. Super gemacht, Mädels und Jungs! Und sympathisch zugleich. So schaut gelungenes Social Media Marketing aus! Bisher haben nur wenige Unternehmen verstanden, wie diese neue, immer wichtiger werdene Form des Marketings geschickt eingesetzt wird. Hier ist ein Beispiel dafür.

Alle weiteren Details gibts auf Stadt Bremerhaven. Ich wünsche viel Spaß im Fitnessstudio und sage Glückwunsch McFit für diese clevere Kampagnen-Idee im Web. Auf Facebook kann man das Ganze übrigens auch verfolgen. Und der Twitter-Account von McFit wird auch regelmäßig berichten.

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Erstellt am Donnerstag 18. Februar 2010
Unter: Viralmarketing | 1 Kommentar »

Crowdsourcing und Qualität – Doritos Superbowl-Spot auf dem 2. Platz

Letzte Nacht war Superbowl-Nacht in den USA: Millionen von Amerikanern saßen vor den Bildschirmen und sahen den Sensations-Sieg von New Orleans. Dies ist in den Staaten die Sendung mit den höchsten Einschaltquoten. Und dementsprechend teuer sind die Werbeplätze beim Superbowl. 30 Sekunden kosten 2 Millionen US-Dollar!

Doritos ließ sich seine Spots nicht von einer Agentur produzieren, sondern setzte zum wiederholten Male auf Crowdsourcing. Ich berichtete darüber. Auf der Crash the Superbowl Seite war zu lesen:

Make it one of the six finalists and win $25.000. Then, if America votes it in our Top 3 submissions, your video will be aired as a Doritos brand commercial durcing Super Bowl XLIV.
But that’s not it. If you get first place on the USA Today Ad Meter, we’ll give you $1.000.000. Second wins $600.000, and third wins $400.000. If we take the Top 3, everyone gets another $1.000.000. Sound good? We thought so.

Die letztendlich vier Siegerspots sind allesamt verdammt gut. Ich konnte herzhaft lachen beim Anschauen. Was wieder einmal belegt: Mit Crowdsourcing kann Gutes entstehen! Wenn man es richtig anpackt. (Aber es kann auch Bullshit am Ende bei herauskommen, wenn man die üblichen Fehler macht.)

Ich habe mir heute morgen den angesprochenen Ad Meter von USA Today angeschaut. Und – einer der Doritos Spots belegt den 2. Platz! Das bedeutet 600.000 Dollar zusätzlich für die Macher des grandiosen Spots mit dem Hund. Und dazu muss man sagen: die Konkurrenz war gewaltig!

doritos superbowl spot 2010

Und hier der Spot:

Und noch ein Doritos-Gewinner-Spot, der beim Ad Meter den 11. Platz belegte. Auch das ist verdammt gut.

Crowdsourcing funktioniert. Wenn man es richtig macht als Unternehmen. Wenn die Prämien stimmen, wenn das Thema spannend ist für Kreative, wenn man die Manpower bereit ist zu investieren, die eine solche Social Media Aktion erfordert. Danke, Doritos, für solche tolle Kampagnen!

Mehr dazu gibt es auch beim Krawattenträger, Adland und auf Mashable.

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Erstellt am Montag 8. Februar 2010
Unter: Crowdsourcing, Viralmarketing | Keine Kommentare »

Enttäuschend: Magdalena Neuner und Social Media – Wenn News keine News sind

Magdalena Neuner gehört zu den gefeierten Stars der deutschen Wintersportszene. Sie ist jung, attraktiv und überaus erfolgreich. Sie ist eine der großen Medaillenhoffnungen für die Olympischen Winterspiele in Vancouver in drei Wochen.

Da ich selbst großer Biathlon-Fan bin und mit ihr, wie übrigens auch mit Andrea Henkel, Martine Beck, Kati Wilhelm und Simone Hauswald, immer wieder mitfieber, habe ich mich (auch aus beruflichem Interesse) einmal im Bereich Social Media nach ihr umgeschaut. Das hängt auch damit zusammen, dass Magdalena Neuner aus Garmisch-Partenkirchen stammt und dem SC Wallgau angehört, nur wenige Kilometer entfernt von Garmisch-Partenkirchen. Ich bin aktiv beteiligt am Management der erfolgreichen Facebook-Fanpage für Garmisch-Partenkirchen und komme so kaum vorbei an Magdalena Neuner. Ich bin ein aktiver GAP-Fan sozusagen.

Magdalena Neuner auf Facebook

Natürlich hat auch Magdalena Neuner eine Facebook-Fanpage (siehe Screenshot). Diese hat aktuell fast 3.700 Fans. Aber der letzte Eintrag stammt vom 28. September 2009! Sehr eigenartig. Ganz offensichtlich wird sie nicht mehr gepflegt. Ich gehe mal davon aus, dass Magdalena Neuner selbst dort nicht aktiv war. Ich befürchte sogar, dass sie noch nicht einmal etwas weiß von dieser Fanpage und den vielen Fans dort.

magdalena neuner Facebook-Fanpage

Ich bin dann via Google zu ihrer Webseite gesurft. Und war geschockt.

Die Magdalena Neuner Webseite – Aktualität Fehlanzeige

Eine an sich schicke Seite. Viele Bilder. Man spielt mit ihrer Attraktivität, ihrer Ausstrahlung und mit ihren beachtlichen Erfolgen. Alles schön und gut so. Und es gibt sogar “News” auf der Startseite. News, die keine News mehr sind. Denn dort ist als aktuellster Eintrag zu lesen:

Endlich geht´s auch bei mir los…
Magdalena Neuner 08.12.2009
Leider wurde ich am Ende unseres Lehrgangs in Muonio krank und konnte dann, wider Erwarten nicht mit nach Östersund fliegen. Darüber war ich natürlich schon sehr enttäuscht, aber ich habe mich auch schnell damit abgefunden und war froh, als ich nach fast zwei Wochen Ausfall am Donnerstag wieder trainieren konnte. Gott sei Dank gings dann schon wieder einigermaßen gut und ich konnte heute recht zuversichtlich nach Hochfilzen anreisen. Ich hatte zwar jetzt nur ein paar Tage um wieder in Form zu kommen, aber ich hoffe, dass ich bis Freitag noch ein bisschen was machen kann. Zum Glück konnte ich den ganzen Sommer und bis vor kurzem richtig gut trainieren.
Ich bin einfach froh, dass ich jetzt wieder gesund bin und bei meinem Team sein kann. Der Rest kommt dann schon. Auf jeden Fall freu ich mich auf mein erstes Rennen der Saison. Drückt mir die Daumen!!

Das ist eine Katastrophe aus meiner Sicht. Und einfach nur traurig. Und unnötig zugleich. Was soll so etwas? Warum “News”, wenn es gar keine News gibt? Aber seit dem Datum des letzten Eintrags gab es Weltcupsiege von ihr, eine Staffel in der sie starten durfte und die Qualifikation für die olympischen Spiele. Eigentlich Neuigkeiten ohne Ende rund um Magdalena Neuner. News, die ihre Fans und die Besucher der Webseite sicherlich interessiert hätten. Oder auch für einen Journalisten, der Informationen sammelt, sicherlich spannend wären. Und es ginge doch so einfach. Mit Hilfe von Social Media.

magdalena neuner webseite

Mir ist klar, dass sich eine Sportlerin, Magdalena Neuner wie jede andere, in der Saison voll auf ihren Sport konzentrieren muss. Und dennoch. Jeder Athlet in einer in der Öffentlichkeit auf breites Interesse stoßenden Sportart versucht von und mit seinem Sport zu leben. Magdalena Neuner hat Werbeverträge und verdient gutes Geld. Geld, das ich ihr absolut gönne. Ich finde es klasse, wenn Leistungssportler von dem Leben können, was sie tun. Aber: jeder Sportler auf diesem Level ist nicht einfach nur ein Sportler, sondern auch eine “Brand”. So wie übrigens auch jeder erfolgreiche Schauspieler, Sänger, Künstler. Das ist nichts Abstößiges. Manche mögen das und spielen damit (Angelina Jolie, Brad Pitt, Madonna, Banksy, Paulo Coelho). Andere finden das nervig und gehen dem ganzen damit verbundenen Trubel aus dem Weg.

Magdalena Neuner ist eine Brand

Magdalena Neuner als eine der erfolgreichsten und gefragtesten Sportlerinnen Deutschlands, die mehrere Werbeverträge hat (unter anderem ist sie Testimonial von 11880), ist eine “Marke”. Eine Brand, die vermarktet werden muss, will sie weiter erfolgreich platziert sein. Das geschieht zuerst einmal über sportliche Leistungen. Aber: auch andere Kanäle müssen aus meiner Sicht in der heutigen Zeit bedient werden.

Dies muss eine Sportlerin ja nicht allein tun. Die Werbespots dreht ja auch nicht sie, sondern Partneragenturen. Darum muss hier die Frage erlaubt sein:

Wo ist die Social Media Strategie für Magdalena Neuner?

Ich konnte keine entdecken. Ganz im Gegenteil. Man begeht sogar noch schwere Fehler, in dem man auf der Webseite von News spricht, die alles andere als News sind. Es gibt eine Facebook-Fanpage, die nicht mehr gepflegt wird, aber viele Fans vereint. Und schaut man sich weiter um, entdeckt man Videos auf Youtube und auch zahlreiche Bilder auf Flickr. Hier mal eines von zahlreichen davon:

magdalena neuner auf flickr
Dieses Foto stammt von Frank Hamm (unter einer Creative Commons Lizenz).

Magdalena findet also – wie viele andere Sportstars auch – durchaus im Web 2.0, dem Social Web statt. Das ist super für sie und zeigt das große Interesse an ihr. Dagegen kann (und sollte) man sich nicht wehren. Man sollte darauf reagieren und eine Social Media Strategie entwickeln, die für die Sportlerin im Bereich des Machbaren liegt. Sicherlich in Zusammenarbeit mit einer guten Social Media Agentur, die weiß was sie tut. Viele Werbeagenturen haben leider noch immer kaum Ahnung vom Web 2.0 und den dort geltenden Spielregeln, Vorgehensweisen und Erfolgsfaktoren.

Web 2.0 Elemente sinnvoll nutzen

Denkbar wäre nicht nur der Einbau eines Flickr-Streams in die Webseite und die Verknüpfung mit einer Facebook-Fanpage. Auch die Videos sollten eingebunden werden in die Magdalena Neuner Webseite. Und die News könnten mit Hilfe von Twitter regelmäßig mit wirklichen News gefüttert werden. Ein Tweet kostet nicht wirklich viel Zeit und kann tatsächlich von der Sportlerin selbst abgesandt werden. Das geht super einfach mit dem Handy. Ich bin gern bereit mal in Wallgau vorbei zu kommen und Magdalena Neuner zu zeigen, wie sie mit dem Handy (am besten ein iPhone) Twitter nutzt, ohne dass es sie wirklich großartig belastet. Alternativ kann aber aus meiner Sicht so ein Newsbereich auf einer Webseite – den ich übrigens für eine Sportlerin absolut sinnvoll halte! – auch von einem Partner regelmäßig aktualisiert werden. Dies sollte dann aber in enger Abstimmung mit der Sportlerin geschehen. Sie sollte zumindest wissen, was auf ihrer Seite steht. Denn Authenzität und Glaubwürdigkeit sind Grundpfeiler erfolgreichen Agierens im Social Web.

Denkbar wäre auch ein Blog statt der News oder ergänzend dazu. Darin könnten zwei Mal im Monat kleine Videobeiträge gepostet werden, die das Social Media Team erstellt. Kurze Interviews mit Magdalena Neuner zu den letzten Erfolgen und den kommenden Wettkämpfen. DAS würde die Fans interessieren. Immer mit einer parallelen Anbindung an Facebook und Youtube. Andrea Henkel macht das schon sehr gut in ihrem Tagebuch.

Es gibt also vielfältige Bausteine, die sinnvoll wären um die “Brand Magdalena Neuner” auch im Web 2.0 gut zu platzieren, so wie es sich gehören sollte im Jahr 2010. Doch hierfür müsste es ein Konzept geben. 11880! Warum übernehmen sie nicht? Das wäre doch mal endlich wieder eine spannenden Werbekampagne, die die Fernsehwerbung begleiten und wertvoll ergänzen kann. Schade, dass es aktuell noch so ist wie es ist. Ein eher trauriges Bild von Magdalena Neuner im Social Web.

Nachtrag: Social Media für jeden erfolgreichen Sportler sinnvoll

Magdalena Neuner ist hier nur ein Beispiel von vielen. Jeder erfolgreiche Sportler sollte sich Gedanken über eine Social Media Strategie machen, will er die Bindung zu seinen Fans erhalten und ausbauen. Immer unter dem Blickwinkel des letztendlich auch Machbaren. Aber das Web 2.0 in der Zukunft links liegen lassen, ist ganz sicher die falsche Entscheidung.

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Erstellt am Dienstag 26. Januar 2010
Unter: Viralmarketing | 1 Kommentar »

Facebook – Wo ist die Vierschanzentournee?

Ich war auf der Suche nach der diesjährigen Vierschanzentournee der Skispringer. Gestern, mit dem iPhone. Ich wollte gern live die Ergebnisse der Qualifikation zum ersten Springen wissen. Da ich aber unterwegs war, ging das nur mobil. Ich dachte mir: es gibt bestimmt eine gute Facebook-Seite, die ich über die geniale Facebook-App auf dem iPhone ansteuern kann. Schließlich haben wir das Jahr 2009 und Social Media wird immer wichtiger und stärker. Doch mein Entsetzen war groß. Das Einzige was ich fand, war eine nicht gepflegte Seite aus der vergangenen Saison. Ohne Inhalte, ohne aktuelle Informationen. Wie traurig…

Auch im App-Store fand ich keine iPhone-App zur Vierschanzentournee. Es gibt zwar einige Sport-Webseiten, die einen Live-Ticker liefern. Der ist aber fast immer auf Flash-Basis. Und damit nicht darstellbar vom iPhone. Eurosport wiederum hat zwar eine ziemlich gut gemacht iPhone-App, die ich sehr mag. Aber Skispringen findet dort nicht statt. Das dürfte rechtliche Gründe haben.

So stand ich also im Regen. Noch nicht einmal auf Twitter gab es relevante, zeitnahe Informationen über die Vierschanzentournee. Dafür gibt es aber wenigstens eine Webseite der Vierschanzentournee. Diese macht jedoch den Eindruck, als hätte man sie im Jahr 1992 konzipiert und umgesetzt. Entschuldigung, sollte ich damit jemandem auf den Schlipps treten. Aber so ist es aus meiner Sicht. Webseiten zu Live-Events, wie es die Vierschanzentournee nunmal ist, die Millionen von Menschen in ihren Bann ziehen, finde ich verdammt traurig und vor allem: unzeitgemäß. Es fehlt komplett eine Social Media Anbindung und ein zeitnaher Informationskanal. Facebook, Friendfeed, Twitter & Co. liefern die Technik und die Vernetzungsmöglichkeiten. Man muss sie “nur” noch geschickt einsetzen und benutzen. Doch das geschieht bei der übrigens von Jack Wolfskin gesponsorten Vierschanzentournee überhaupt nicht.

Jack Wolfskin Vierschanzentournee

Alles konzentriert sich ganz offensichtlich aufs TV. Und das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Mobile Inhalte werden in einem rasenden Tempo von den Menschen dort draußen angenommen. Das Internet gewinnt stetig an Bedeutung. Immer mehr nutzen Smartphones wie das iPhone um damit Bilder hochzuladen, Emails zu schreiben, ihr Facebook-Profil zu pflegen, zu twittern und neueste Nachrichten zu erhalten. Auf all dies verzichtet man bei der diesjährigen Vierschanzentournee leider. Und das sage ich als großer Skispring-Fan, seit 30 Jahren. Wo ist der Twitter-Stream von der Vierschanzentournee? Wo sind die Bilder der Fans, die sie auf Flickr und Sevenload hochladen? Wo die Videos rund um die Tour auf Youtube und Vimeo? Wo die Facebook-Page die mich mit Neuigkeiten versorgt und auf der ich mich als Fan “outen” kann?

Und bevor ich mich weiter über diese Missstände ärgere, richte ich lieber eine eigene Facebook-Fanpage ein. Eigentlich ist es dafür zeitlich schon zu spät für die diesjährige Tournee. Aber ich mag es nicht nur zu kritisieren. Man muss auch was machen. Und: besser als gar nichts. Für all die, die die Tournee nicht via TV verfolgen können und die mobil und via Internet dabei sein möchten: bitte hier entlang, zur privaten Facebook-Fanpage der Vierschanzentournee.

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Erstellt am Dienstag 29. Dezember 2009
Unter: PR und Social Networks, Viralmarketing | Keine Kommentare »

Gute Virals

Es gibt immer mehr davon. Gut gemacht Videoclips fürs Internet. Sogenannte Virals. Weil sie so gut sind, dass sie freiwillig (!) weitergeleitet werden an Freunde und Kollegen. Sie transportieren dabei im Idealfall eine Markenbotschaft mit. Der Markt dafür wächst und wächst. TV ist out. Glauben sie mir.

Hier einer meiner Lieblings-Virals. Aber Achtung – “Signs” ist deutlich länger als die meisten. Das geht halt nur im Internet. Im TV wär ein solche Spot, der eigentlich mehr ein Film ist, undenkbar. Ach ja – schon über 3 Millionen Menschen haben ihn gesehen…

Man kann sich darüber streiten, ob die Marke dahinter überhaupt mit transportiert wird oder ob die Leute nur über den Film an sich reden. Ich bin fest davon überzeugt, dass gut gemachte Virals wie dieser tausend Mal besser sind als platte Einweg-TV-Werbung…

Hier gibts noch ein paar mehr guter Virals.

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Erstellt am Mittwoch 9. Dezember 2009
Unter: Viralmarketing | Keine Kommentare »

Umfassende Social Media Marketing Strategie: DEWmocracy

Schon 2008 startete Teil der “DEWmocracy” von Mountain Dew, die zum Pepsi-Konzern gehören. Damals hieß es:

    “Visit DEWmocracy.com and Experience the Latest New Products from Mountain Dew”

Hier das Video dazu:

Die Social Media Kampagne von Mountain Dew

Aufgrund des Erfolges und weil man bei Mountain Dew ganz richtig die gewaltige Kraft des Web 2.0 erkannt hatte, wurde die Kampagne für 2009 nicht nur aufgegriffen, sondern gleich noch deutlich ausgebaut. In diesem Bild kann man wunderbar die einzelnen Schritte der DEWmocracy 2009 verfolgen:
dewmocracy

  • Flavor – zuerst wurden drei neue Geschmacksrichtungen gesucht
    Hierauf war ich seinerzeit schon in einem Beitrag eingegangen.
  • Farbe – die Mountain Dew Brause ist immer extrem coloriert
  • Namen – gewonnen haben “Lime Blasted”, “Punch of Tropical” und “Smooth Citrus”
  • Design – die drei Sieger wurden mittels eines Design-Contests gesucht und gefunden
  • Werbung – jeder konnte sich mit einem 12-Sekunden-Clip bewerben

Der TV-Spot

dewmocracy 12seconds.tv

Zum TV-Spot ist zu lesen auf der 12seconds.tv-Seite:

Ad agencies and individuals submitted 12-second videos showing off their skills. Now it’s up to you to select our 6 finalists. Vote for your favorite submissions based off who you think has what it takes to create the TV ads for the three new DEWmocracy flavors: Mtn Dew Distortion, Mtn Dew Typhoon and Mtn Dew White Out.

In the end, 3 winners receive a production budget and will work with DEW fans and the DEW Brand team to produce the DEWmocracy ads, which will air next spring.

Voting begins at midnight on December 1, 2009 and ends at 11:59 PM ET on December 13, 2009. You can vote up to three times per day. Vote for the same video or your three favorites. It’s all up to you.

We’ll be contacting the top 6 finalists via email on or around December 14, 2009.

Es kann also noch gevotet werden!

Der Design-Contest

Hier ein Bild von der Design-Galerie auf Facebook. Sie wurde als eigene Facebook-App visualisiert.

dewmocracy design

Zur Incentivierung muss gesagt werden: die drei Designer erhielten als Prämie jeweils 10.000 $. Eine faire Entlohnung wie ich finde. Und die unbedingt notwendig ist bei solchen Aktionen, will man als Firma dahinter nicht in ein schlechtes Licht gerückt werden. Außerdem erhielten die 10 Finalisten ein Apple MacBook Pro. Coole Sache.

Fazit der DEWmocracy

Es ist gelungen mit dieser Social Media Kampagne zum einen die eigenen Fans intensiv zu involvieren in die Zukunftsstrategie von Mountain Dew. Dadurch entsteht eine engere Fanbindung, eine hohe Glaubwürdigkeit und ein deutlich kundennäheres Produkt.

Außerdem ist die DEWmocracy so konzipiert, dass sie genial ins Marketingkonzept der Brand integriert ist. Alle wichtigen Social Media Kanäle werden mit dieser Kampagne bedient: Facebook mit über 615.000 Fans mittlerweile, Twitter (knapp 19.000 Follower), MySpace, Youtube (fast 400 Abonnenten). Ganz sicher werden wir von solchen umfassenden Web 2.0 Marketingkonzepten in der Zukunft viel mehr sehen. Und das ist gut so. Denn die Brands müssen dorthin wo die Menschen nunmal schon sind…

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Erstellt am Mittwoch 2. Dezember 2009
Unter: PR und Social Networks, Viralmarketing | 2 Kommentare »

Wie Marken Facebook-Fanpages nutzen können

Ich bin gerade über einen spannenden Artikel auf Mashable gestolpert, der alle interessieren dürfte, die über Strategien für Facebook nachdenken. Unter dem Titel “5 Cool Ways Brands Are Using Facebook for Black Friday and Beyond” zählt Autorin Jennifer Van Grove Beispiele auf, wie Marken wie zum Beispiel Intel oder Best Buy aktionsgetriebene Kampagnen fahren, um die Fans auf ihren Facebook-Pages einzubinden, ihnen etwas zu bieten in der Shopping-Zeit und damit gleichzeitig auch Viralität zu erzeugen. Spannend und lesenswert.

Wie Brands Facebook-Fanpages nutzen

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Erstellt am Montag 30. November 2009
Unter: Viralmarketing | Keine Kommentare »

Sherlock Holmes mit Social Network Strategie

Sherlock Holmes und Dr. Watson sind auf Facebook unterwegs. 221 Baker Street nennt sich dieses kostenlose Game, das eng mit Facebook verzahnt ist. Man nutzt hierbei perfekt die Möglichkeiten von Facebook Connect, um auf die Profile der Nutzer zuzugreifen. Man loggt sich via Facebook Connect ein und ist drin im Spiel. Eine wunderbare Quick Registry Umsetzung. Zwei Klicks und man kann losspielen. Einfacher gehts nicht. Das witzige (und virale) daran ist, dass man aus seiner Freundesliste auf Facebook nun einen Mitspieler auswählen kann, mit dem man die Rätsel lösen möchte.

You can play with a friend, one as Holmes, one as Watson, or you can even play alone if you like, taking on the role of both characters. Just as in the stories, you and your friend will investigate crimes, sift through evidence and solve mysteries. You’ll also have to stake your reputation as detectives on your deductions. Get them right and you’ll soon be the envy of Scotland Yard.

Okay: es ist nur EIN Spieler mehr, den man mit hinein holt in das Game. Aber ein cleverer Ansatz. Und das Game hat somit die Möglichkeit auch in den Statusmeldungen des Gamers aufzutauchen und dadurch wiederum die Freunde des Spielers auf das Game aufmerksam zu machen. Viralität pur. Allerdings funktioniert das nur, wenn man dem Spiel die Genehmigung dazu erteilt. Wer das nicht möchte, klickt einfach auf “verweigern”.

Das Spiel ist Bestandteil der PR für den im Dezember in den USA anlaufen Sherlock Holmes Film von Guy Ritchie. Der Trailer zum Film, den ich auch schon in meinem anderen Blog, dem VisualBlog, im Mai vorgestellt hatte, macht richtig Lust auf dieses Movie.

Zu bemängeln ist aus meiner Sicht, dass es keine App für Facebook direkt gibt, um auch auf Facebook dieses Spiel zu spielen. Das wäre aus meiner Sicht noch ein passender Baustein gewesen. Schließlich zeigen Spiele wie Farmville oder Pet Society, wie erfolgreich Games auf Facebook aktuell sind. Auch ein Widget zum Einbinden ins eigene Blog und die MySpace-Präsenz würde hier sicherlich als Ergänzung Sinn machen und fehlt. Ganz versteckt gibt es eine Kooperation mit einem der erfolgreichsten Twitter-Clients: Tweetdeck. So ganz erschließt sich mir aber der Sinn dieser Landingpage nicht.

Noch sind wir ganz am Anfang am Testen von Konzepten und Ideen für das Agieren in und mit Social Networks. Aber mehr und mehr zeigen sich die Bausteine, die erfolgreich sein können, wollen wir die Menschen da draußen im Internet erreichen. Auf gute Facebook-Fanpages war ich ja bereits eingegangen. Die intelligente Nutzung von Facebook Connect, so wie in diesem Game, macht als eine spannende Option absolut Sinn.

Sherlock Holmes Game Facebook

Danke an Sven für den Tipp zu diesem Game! Mehr dazu gibts auch auf Facebookmarketing.de.

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Erstellt am Dienstag 17. November 2009
Unter: Viralmarketing | Keine Kommentare »

Welche Bands wollt ihr hören? Lollapalooza setzt auf Crowdsourcing

Dass sich das Musikbusiness perfekt anbietet für Crowdsourcing-Mechanismen werde ich nicht müde zu betonen. Nicht nur Bands, auch Musik-Festivals haben eine treue Fangemeinde und müssen gleichzeitig auch in ihrer Aktivität nicht nachlassen, um sich auf diesem heiß umkämpften Markt zu behaupten. Immer mehr Festivals schießen aus dem Boden und buhlen um die sommerliche Kundschaft. Fans wollen bei Laune gehalten und neue Fans gewonnen werden.

Wie geht das in der heutigen Zeit des medialen Overkill? Eine Möglichkeit um seine Fans zu erreichen und auf eine sympathische Schiene in das Festival-Projekt zu integrieren ist Crowdsourcing. Wie das unter anderem gehen kann, beweist das Lollapalooza Festival in Chicago. “Be a Booking Agent” heißt die Aktion, bei der man die Möglichkeit hat, seine fünf Lieblingsbands vorzuschlagen für das 2010 Lineup. Leider konnte ich diese Aktion auf der Startseite des Lollapalooza Festival nicht finden. Wie ich überhaupt die Webseite an sich ziemlich gruselig finde. Die Bilder von 2009 sind kaum zu entdecken. Man gelangt von vielen Unterseiten nicht zurück und muss den Backbutton des Browser benutzen. Was die Haupt-Webpräsenz anbelangt besteht dringender Nachholbedarf. Gut wiederum ist die Social Media Anbindung mit Facebook, Twitter und MySpace. Ich bin auch via Twitter auf diese Aktion aufmerksam geworden.

Lollapalooza
(Foto von der Lollapalooza Facebook-Fanpage)

Be a Booking Agent ist eine grandiose Idee! Denn: Es steckt unglaubliches virales Potential darin! Wenn ich Fan einer noch nicht so extrem bekannten Band bin und möchte, dass sie auf dem Festival auftritt, dann werde ich natürlich meinen Freunden und den anderen Fans davon erzählen, dass die Chance besteht diese Band aufs Festival zu bekommen! Ich werde auf Facebook aktiv sein, meinen Twitter-Account nutzen um für die Band und damit gleichzeitig auch für das Festival zu trommeln! Habe ich ein Blog, werde ich auch dort Werbung machen für diese Aktion. Ich werde in Foren davon berichten und andere motivieren auch diese Band vorzuschlagen. Mit Leidenschaft und Herzblut. Ehrlich und engagiert. Als Fan. Und so werden viele andere von diesem Festival erfahren, sich das Lineup anschauen und vielleicht auch bereits Tickets buchen. Viralmarketing in seiner besten Form. Durch Crowdsourcing. Unter Einbindung der Fangemeinden.

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Erstellt am Dienstag 10. November 2009
Unter: Crowdsourcing, Viralmarketing | 1 Kommentar »

Aufruf zum proaktiven Dialog vom Qype-Communitymanager

Der (bisher erschreckenderweise einzige) Communitymanager von Qype, Stephan ‘Moe’ Mosel, hat einen langen und verdammt guten Beitrag zum Thema “Bewertungsportale effektiv als Unternehmer nutzen” geschrieben. Nachdem ja gerade auch Qype von mir heftig kritisiert wurde in diesem Beitrag, möchte ich ausdrücklich betonen, wie richtig und gut ich diese Worte aus dem Hause Qype finde. Ich kann in allen Punkten zustimmen. Allerdings ohne meine im August geäußerte Kritik außer acht zu lassen. Denn auch eine community-orientierte Bewertungs-Plattform (die nicht nur mit Bots Daten irgendwo anders im Netz aggregiert) muss aus meiner Sicht mehr investieren um Nutzer – und das sollten auch die Destinations, Restaurants, Geschäfte sein – zu motivieren sich einzubringen. Sicherlich stehen wir noch immer ganz am Anfang einer Entwicklung. Auch dies betont Stephan Mosel ganz richtig.

Stephan Mosel ruft die Unternehmen zum proaktiven Dialog auf und schreibt:

Bewertungsplattformen haben nun aber den sagenhaften Vorteil, dass sie Bewertungen zusammenführen können, leicht auffindbar machen, ein vertrauenswürdiges Netzwerk zwischen Usern auf der Platform unterstützen (denn eine Bewertung ohne Community erscheint mir fast wertlos), und darüber hinaus auch Unternehmern viele Chancen geben, dies proaktiv zu nutzen. Denn wenn man schon bewertet wird, möchte man einerseits ja in der Lage sein, dies mitzubekommen und darauf reagieren zu können, aber andererseits auch proaktiv sich bzw. sein Unternehmen ansprechend darstellen, so dass man auf der Plattform selbst und auch via Google gut gefunden wird. So generiert man neue Kunden im Web.

Genau so ist es. Und die wenigsten Unternehmen haben das bisher verstanden. Es findet Kommunikation im Web 2.0 statt. Ob es einem nun passt oder nicht. Und man kann Augen und Ohren verschließen. Oder man kann die Chancen nutzen und in einen echten Dialog mit seinen Kunden treten. Hierfür sind Bewertungsplattformen wie Qype, Tipsbytrips und andere bestens geeignet.

Noch besser ist eine gut durchdachte und mittelfristig angelegte Social Media Strategie, bei der ein Social Media Team aufgebaut wird und bei dem mehrere für das Unternehmen sinnvolle Bausteine (das können Facebook, Twitter, ein Corporate Blog, Bewertungsplattformen, Flickr, Youtube und etliche andere Kanäle im Web 2.0 sein) integriert werden. Dies kann und sollte helfen Mundpropaganda zu erzeugen und auch unter dem Gesichtspunkt Onlinemarkerting/Viralmarketing beleuchtet und konzipiert werden. Wenn man es nicht selbst tut – die Konkurrenz wird es tun.

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Erstellt am Mittwoch 4. November 2009
Unter: PR und Social Networks, Viralmarketing | 1 Kommentar »