SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

17Okt/11Off

Warum spricht keiner über Online-Casinos

Autor des Artikels: Matias Roskos

Neulich flatterte mir eine Frage per Email ins Haus. Eine Frage, die ich tatsächlich spannend fand. "Warum redet niemand im Social Web über Online-Casinos?" Wo doch viele im Internet zocken? Gute Frage. Berechtigte Frage.

Auch von meinen Freunden gibt es einige, von denen ich weiß, dass sie regelmäßig online Poker oder BlackJack spielen. Warum auch nicht. Sind ja erwachsene Menschen. Jeder ist da selbst verantwortlich. Aber in ihrem Facebook-Profil findet man davon nichts. Aber etwas über ihre letzte Pizza. Und wie sie den Tatort fanden. Auch auf Twitter: nix. Selten ein Tweet übers Online-Spielen.

Warum ist das so? Warum wird im Social Web kaum über Online-Casinos geschrieben, fragte mich CasinoSpielen.de.

Ich bin von Natur aus neugierig. Und mit dieser Frage hatten sie etwas in meinem Kopf zum Rattern gebracht. "Eine Medaille hat immer zwei Seiten", heißt es so schön. Und auch in diesem Fall muss man meiner Meinung nach von zwei Seiten herangehen.

Zum einen ist da die Seite der Menschen, die auf Facebook Nachrichten, Links und Fotos mit Freunden teilen, auf Twitter Tweets posten und in Blogs über die Sachen schreiben, die ihnen wichtig sind. Dort finden Poker & Co. so gut wie nicht statt. Wo sind die Ursachen.

Wenn man an Online Kasinos denkt, dann fallen mir sofort die unendlich vielen Spammails der Jahr 2000 bis 2008 ein. Überall sollte man online pokern. Diese Spamflut ist bei vielen Menschen haften geblieben. Dazu haftet der Branche ein Ruf der Unseriosität an. Warum das so ist? Keine Ahnung. Vermutlich, weil man Mafia eng mit dem Glücksspiel verbindet. Und Online-Casinos sind nunmal Glücksspiel-Orte.

Hinzu kommt noch der Faktor Internet-Sicherheit. Kann ich dort sicher bezahlen? Ich muss mir ja meist eine Software downloaden. Auch das ist Vielen noch immer unheimlich. Fange ich mir dabei womöglich einen Virus ein? Hier muss offene und ehrliche Aufklärungsarbeit der Diensteanbieter geleistet werden.

Vor allem aber ist es meiner Meinung nach das Image, mit dem kaum einer, der online zockt, in Verbindung gebracht werden möchte. Von daher müsste an diesem Image massiv gearbeitet werden.

Auf der anderen Seite sind da aber auch die Betreiber der Online-Casinos. Sie haben noch nicht wirklich verstanden, wie das Social Web funktioniert. Sie denken noch in den typischen Kategorien SEO und Klicks. Zehn Jahre alte Denke. Die im Jahr 2011 zwar ein Stück weit durchaus weiterhin berechtigt ist. Aber wichtige Aspekte des heutigen Internets außen vor lässt. Es geht heute um die Empfehlungen und Tipps von Freunden. Um Glaubwürdigkeit und Akzeptanz. Um die Reputation im Netz. Um das Image von Marken, Dienstleistungen und Seiten. Und das sind dann nicht unmittelbar Klicks. Aber es zahlt durchaus im Bereich SEO bereits aufs Konto ein (denn Google wird auf der Schiene immer aufmerksamer). Und es geht ums Online-Image. Und damit mittelfristig um Wachstum, neue Kunden, Kundenbindung und vieles mehr.

Und da schließt sich dann auch der Kreis. Da wird aus den zwei Seiten die Medaille. Es geht um das Image. Es geht darum ob und vor allem auch WIE die Menschen, die das moderne Internet, das sogenannte Social Web, bevölkern Projekte, also auch Online-Casinos, wahrnehmen. Und das ohne Marketing-Brimborium. Das funktioniert immer wieder. Aber der Wunsch einen Artikel wie diesen zu schreiben - das ist eine klasse Idee! Vor der ich meinen Hut ziehe. Und der in die richtige Richtung zeigt: zugehen auf Menschen. Den Dialog, die Kommunikation suchen. Um am Image und am Produkt arbeiten zu können.

Aber wo sind denn die Online-Casinos im Social Web? Praktisch nicht präsent. Es scheint an guten Strategien, an sinnvollen Konzepten, an spannenden Social Media Kampagnen zu fehlen. Wie in so vielen Branchen. Noch. Stattdessen wird weiterhin massiv Geld in SEO gepumpt, um Google zu füttern. Und dies tun alle Online-Casinos dieser Welt... Gleichzeitig. Und Google freut sich.

CasinoSpielen.de Screenshot

Danke für die Idee, diesen Artikel zu schreiben! Hat wirklich Spaß gemacht.

Socialnetworkstrategien.de

28Jan/11Off

Gespräche sind Beziehungsaufbau und nicht Monologe – sagte Erich Fromm in den 70ern

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ein Auszug aus einem Gespräch mit dem Psychoanalytiker Erich Fromm aus den 70er Jahren mit beeindruckender Aktualität, wenn man das Augenmerk auf Social Media richtet. Es geht nicht um Einbahnstraßen-Kommunikation, die die Werbeindustrie 30 Jahre zelebriert hat. Es geht im Social Web um Beziehungsaufbau. Um einander zuhören. Um ehrlich und offen sein. Ach was rede ich mir den Mund fusselig... Bitte reinhören und zuhören. Es lohnt sich.

Danke an Kirstin Walther von Walthers Säfte für das posten dieses Videos auf Facebook!

15Nov/10Off

Kontrollgewinn statt Kontrollverlust im Social Web durch…

Autor des Artikels: Matias Roskos

"Es ist nicht nur Kontrollverlust"

sagt Hermin Hainlein, Marketing- und Social Media-Verantwortliche von Coca-Cola.

Hat sie etwa einen meiner Vorträge in den letzten 10 Monaten gehört? Denn genau das bildet den Abschluss vieler meiner Vorträge. Ja. Hat sie. Im Rahmen der Social Media Akademie. Und es freut mich, dass sie diese Aussagen von mir bestätigen kann.

Das Social Web führt zu einem gefühlten Kontrollverlust über die eigene Markenhoheit. Aber: Eigenes Agieren im Social Web bedeutet einen spürbaren Kontrollgewinn über die Gespräche über die eigene Marke. Allerdings nie die absolute Kontrolle (und das ist auch gut so).

Kontrollgewinn durch: besser Zuhören (und daraus lernen). Und sich aktiv - offen und authentisch - einschalten in diese Gespräche. Und somit, gemeinsam mit den Menschen im Social Web, an seinen Produkten und Dienstleistungen arbeiten kann. Arbeiten muss. Wer das nicht versteht, wird über kurz oder lang auf der Strecke bleiben.

Super, dass man das bei Coca-Cola verstanden hat. Was ja auch das Beispiel der Facebook-Seite wunderbar zeigt.

Und hier das Video dazu. Es freut mich, wenn man das bei Coca Cola ganz genauso sieht.

9Okt/10Off

Innovationen brauchen Zeit um zu reifen (Video)

Autor des Artikels: Matias Roskos

Großartiges Video. Inahltlich wie auch in der visuellen Umsetzung. Bitte anschauen.

Zeit und der richtige Rahmen, damit Innovationen reifen können. Gute Crowdsourcing-Projekte setzen genau auf diese Punkte. Und nutzen die technischen Möglichkeiten des Internets, um Menschen miteinander zu vernetzen und so gemeinsam Ideen, Lösungsansätze, Kreativität entstehen zu lassen. Darum liebe ich Crowdsourcing ja so.

Aber man muss auch eine gewisse Dynamik in Internetprojekte hinein bringen. Sonst verlaufen sie im Sanda. Darum ist ein gutes Communitymanagement ja so elementar wichtig. Auch das werde ich nicht müde zu predigen.

12Jul/10Off

Touchpad in Sitzen der Bodenseefähren integriert

Autor des Artikels: Matias Roskos

Letzte Woche war ich im Rahmen einer Konferenz am wunderschönen Bodensee. Ich blieb extra einen Tag länger, um mir die Gegend ein wenig anzuschauen. Von Friedrichshafen aus fuhr ich mit einer der Fähren rüber ins herrliche Konstanz. Wer mit mir auf Facebook befreundet ist, konnte meine Erlebnisse gut mitverfolgen (ich sag nur: Billig-Teeglas im Café am Münster).

Bodensee-Fähre im Hafen von Friedrichshafen

Während der Fahrt wurde es mir irgendwann langweilig. Raus schauen war zwar nett. Aber irgendwann döste ich ein. Plötzlich sah ich folgendes Bild vor mir:

Touchpad in Sitz einer Bodenseefaehre integriert

Auf meinem Vordersitz war ein Touchpad, ähnlich einem iPad, integriert, mit dem ich bequem alle möglichen Webseiten zum Thema Bodensee ansurfen konnte. Außerdem fand sich darauf eine Wetter-Applikation, eine Quartiersuche, diverse Fahrrad-Verleih-Services für die einzelnen Orte mit Hafen. Und selbstverständlich auch ein Fahrplan der Bodensee-Dampfer.

Zusätzlich hatte ich die Möglichkeit mir einen Spielfilm auszuleihen oder mich ins aktuelle Sky-Programm einzuloggen. Spielfilm oder Sky kosteten 3 Euro für drei Stunden Fahrt. Das fand ich fair. Die Abrechnung erfolgte via Paypal. Ging total einfach. Und mir war nicht mehr langweilig.

Dann gab es einen kurzen Ruck. Jemand war aus Versehen gegen meinen Sitz gekommen. Und ich war wieder wach. Es war nur ein Traum gewesen... Mein Vordersitz war wieder hässlich beige-grau. Weit und breit kein Touchpad zu sehen.

Aber seien wir ehrlich - in fünf Jahren wird dies Standard sein in solchen Fähren. Vermutlich auch in Überlandbussen und Flugzeugen. Und mir gefällt das. Denn ich kann mich dann vorab auf den Fahrten über touristische Attraktionen, gemütliche Cafés oder nette Geschäfte in den Orten informieren, die ich ansteuer. Ich zahl auch gern den ein oder anderen Euro für diesen Service. Könnte man ja beim Ticketverkauf oder direkt auf dem Dampfer mit verrechnen. Für die, die möchten. Mit einem mitgelieferten Code kommt man dann online oder erhält einen Film eigener Wahl.

Noch ist dies Zukunftsmusik. Aber nicht mehr lange. Hoffe ich jedenfalls.

8Jul/10Off

Erfolgreicher Markenaufbau am Beispiel von Apple – 10 Schlüsselfaktoren

Autor des Artikels: Matias Roskos

Apple's Aktienwert steigt und steigt. Sein Markenimage ist grandios, auch wenn es immer wieder (zumeist berechtigte) Kritik gibt, wenn es um Umweltstandards und das Zwingen des Kunden zur abgeschotteten Apple-Welt geht. Ich bin kein großer Apple-Fan, auch wenn ich mein iPhone liebe. Aber diese geschlossene Welt ist mir höchst suspekt. Doch darum soll es hier nicht gehen.

Apple ist eine der stärksten Marken weltweit. Daran führt kein Weg vorbei. Das bedeutet, dass sie in der Vergangenheit verdammt viel verdammt richtig gemacht haben müssen.

Und nein – die Wurzeln des Erfolges ruhen nicht in der Social Media Welt. Die Wurzeln liegen viel tiefer. Aber das rasante Umsatz-Wachstum der vergangenen zwei Jahre wiederum wäre ohne Social Media nicht möglich gewesen.

Mit Hilfe von Social Media den Mainstream erreicht

Apple hat den rasenden Kulturwandel in der Kommunikation der Menschen untereinander so gut verstanden wie wohl kaum ein anderes Unternehmen und dafür die perfekten Geräte auf den Markt gebracht. Und sie haben es verstanden aus ihrem exzellenten Ruf (Qualität und beste Usability) mit Hilfe von viralen Effekten einen gigantischen wirtschaftlichen Erfolg zu machen.

Der Ruf, Produkte auf den Markt zu bringen die optisch extrem wertig daherkommen und zudem in der Usability unschlagbar sind, den haben sie schon seit zwei Jahrzehnten. Doch erreichten sie in den 90er Jahren damit nicht den Mainstream. Der kaufte Microsoft-lastige Produkte. Den Sprung an die Ladentheken des Otto-Normalkäufer gelang ihnen erst mit dem Social Web, für das das iPhone einfach die ideale Hardware + passende Software ist. Und mit Hilfe des Social Web verbreiteten sich ihre Markenbotschaften über die elitäre Nische der Grafiker und Designer hinaus in die Welt der Normalbürger. Mittels Mundpropaganda, die immer wieder von Apple gekonnt unterfeuert wird.

Hier nun die 10 Schlüsselfaktoren für den Erfolg von Apple in den vergangenen zwei Jahren:

  • Authentizität: Ohne Steve Jobs als authentische Identifikationsfigur ist Apple nicht mal halb so viel wert. Er steht als Gallionsfigur für das ständige Bemühen um bestmögliche Qualität und bestmögliche Usability. Und man nimmt ihm dieses Ringen auch ab.
  • Differenzierung: Von Anfang an positionierte man sich ganz klar gegen Microsoft und sagte: „Wir sind anders. Jeder der unsere Produkte kauft, ist anders. Anders als Microsoft.“ Das half beim positiven Imageaufbau.
  • Mundpropaganda: Die Macher hinter Apple sind die Meister der Mundpropaganda. Da werden im Vorfeld von Präsentationen schon mal mögliche Produktdetails gestreut, die man erst dementiert, um sie dann bei der Produkteinführung zu bestätigen. Und die Apple-Jünger lieben dieses Spiel mit dem Geheimnisvollen. Schon Wochen bevor ein neues Produkt auf dem Markt erscheint, wird darüber diskutiert und getratscht.
    Früher geschah dies nur mühsam in Foren, via Email und in den Agentur-Offices. Heute über die vielfältigen Social Media Kanäle. Blogs und Twitter befeuern die Verbreitung von Informationen gewaltig.
  • Usability: Apple steht für das (meist) perfekte Zusammenspiel von Hardware und Software. Bei den meisten Firmen ist zuerst die Hardware da und dann muss dafür passende Software geschrieben werden. Bei Apple wird beides parallel entwickelt. Heraus kommen Produkte, die als Gesamtheit „rund“ sind und großartig funktionieren.
  • Qualität: Immer wieder setzt Apple neue Qualitätsstandards. Wie jetzt ganz aktuell beim beeindruckenden Display des iPhone 4. Sobald jedoch dieser Punkt vernachlässigt wird, was in den 90ern und wiederum 2004/2005 der Fall war, bekommt das Unternehmen Image- und Umsatzprobleme. Und besinnt sich dann wieder auf diesen Schlüsselfaktor ihres Erfolges: Qualität.
  • Innovationen: Apple zeigt immer wieder Mut zu Innovationen. Man traut sich, wo andere Unternehmen Angst haben sich die Finger zu verbrennen.
    Wie allgemein bekannt ist, ist Apple nicht der Erfinder des Touchscreens. Aber sie haben ganz konsequent ihr Smartphone, das iPhone, berührungsintensiv gemacht und sind dabei keine Kompromisse eingegangen. Dieser Mut zur Innovation hat ihnen Erfolg gebracht.
  • Mut zu Fehlern: Der Mut zu Innovationen schließt den Mut Fehler zu machen mit ein. Bestimmmte Dinge lernt man nur, in dem man sie tut. Statt jahrelang zu theoretisieren und sich strategische Papiere hin und her zu schicken. Im Zweifelsfall sagen die meisten Unternehmen: „Wir lassen das lieber. Es könnte ein Flop werden.“ Nicht so Apple. Sie sagen: „Wir tun es und schauen, wie es sich entwickelt.“ Und sie reagieren dann schnell auf auftauchende Entwicklungen oder Probleme.
  • Zeit: Apple gibt es nicht erst seit fünf Jahren. Wie viele neue Apple-Kunden womöglich denken mögen. Die Marke ist „steinalt“, wenn man in New Economy Dimensionen denkt. Der Markenaufbau erfolgte über zwei Jahrzehnte und wäre in dieser Stärke und Nachhaltigkeit, kaum über einen kurzen Zeitraum zu erreichen. Man hat sich die Zeit bei Apple gegeben und nie aufgehört an den langfristigen Erfolg zu glauben. Langfristig setzen sich Zähigkeit, der Glaube an sich und seine Produkte und das permanente Dazulernen und stetige Produktverbesserungen durch.
  • Kundenloyalität: Nichts ist Apple so wichtig wie der Apple-Kunde. Oder zumindest genauso wichtig wie die aktuelle Produktpalette. Wenn man diesen hohen Stellenwert des zufriedenen Kunden einmal aus dem Blick verliert, sieht man das auch umgehend an den Verkaufszahlen. Und sofort wird bei Apple reagiert. Darum gehören Apple-Kunden zu den treuesten Kunden überhaupt. Und viele von ihnen sind engagierte Markenbotschafter für Apple geworden. Womit wir wieder bei der Mundpropaganda wären.
  • Unabhängigkeit: Von Anfang an war es Steve Jobs wichtig, unabhängig zu sein von Microsoft und anderen Mitbewerbern. Er liebt die Apple-Unabhängigkeit. Und auch wenn es in stürmischen Zeiten nicht einfach ist so ganz allein, scheint sich diese Strategie auszuzahlen. Denn nur so ist es möglich schnell Innovationen auf den Markt zu schmeißen ohne großartig auf Bedenkenträger Rücksicht nehmen zu müssen. Und man kann den angesprochenen Mut zum Risiko auch immer wieder zelebrieren. Wäre man an einen großen Konzern gebunden, wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbei damit.
    Wobei man sich mit der Zeit durchaus starke, strategische Partner gesucht hat, um noch besser auf dem heißumkämpften Markt bestehen und wachsen zu können.

Apple ist ein Vorzeigebeispiel für jedes Unternehmen in Sachen Image-Aufbau, geschicktem Einsatz von Mundpropaganda und erfolgreichem Mut zum Risiko. Sicherlich macht erst die Kombination der von mir genannten Schlüsselfaktoren den enormen Erfolg von Apple aus. Es ist nicht der einzelne Faktor, sondern das Zusammenspiel dieser.

Aber nicht jeder ist so mutig wie die Apple-Macher um Steve Jobs. Sie zeigen, wie wichtig Mundpropaganda für den Markenaufbau und daraus resultierend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens sein kann. Wenn man es geschickt anpackt. Und wenn man bereit ist permanent dazu zu lernen. Und was mir Apple letztendlich doch irgendwie sympathisch macht, trotz der abgeschotteten Apple-Welt mit iTunes-Store und den damit verbundenen, teilweise hanebüchenen Restriktionen, ist der Fakt, dass dahinter echte Macher stecken. Und weniger Theoretiker und Skeptiker. Ich mag Menschen, die mit Mut zum Risiko und dem Willen etwas zu schaffen voran gehen. Daraus kann jedes Unternehmen, egal wie groß oder klein, so einiges lernen.

Es darf gern widersprochen werden. In den Kommentaren.

25Feb/10Off

Das kommende Geschäftsmodell von Facebook: Seiten für Unternehmen und Brands

Autor des Artikels: Matias Roskos

Immer wieder taucht sie (zu recht) auf, die Frage "Und wie verdienen Facebook und die anderen Socal Networks Geld?" Ganz plump lautet dann die Standardantwort: "Mit Werbung".

Okay, beim TV funktionierte es ja auch 20 Jahre lang. Zumindest bei den Privatsendern. Allein werbefinanziert! Da fragt auch niemand mehr: und wie verdienen die ihr Geld? Das sollte man nicht außer Acht lassen, wenn man über diese biedere Antwort den Kopf schüttelt. Werbung ist ein echter Faktor, der Google zum Beispiel reich gemacht hat. Der wirtschaftliche Erfolg von Google basiert auf den Werbekunden, die Google Adwords nutzen.

Aber auch ich denke, Werbung allein als Geschäftsmodell wird nicht ausreichen für Facebook, MySpace & Co. Darum hatte ich schon vor einer gefühlten Ewigkeit Wege für neue Geschäftsmodelle für Social Networks skizziert. Ich denke immer noch, dass WOM, Crowdsourcing und Social Commerce Bereiche sind, die spannend werden als Einnahmemodell für Facebook und andere.

Facebook hat den Dreh raus

Mittlerweile hat Facebook einen neuen Weg gefunden, wie sie ihre beeindruckende Entwicklung auch monetär in Erfolg umwandeln werden. "Pages", also "Seiten" heißt das Rezept, mit dem der Rubel rollen soll in der Zukunft. Schritt für Schritt, in der virtuellen Öffentlichkeit fast unbemerkt, wurden die Seiten auf Facebook umgewandelt. Früher waren es mal reine Fanpages. Man konnte dort Fan eines Künstlers oder einer anderen Person der Öffentlichkeit werden. Mittlerweile kann man für jedes und alles eine Page einrichten.

Sie ähneln mittlerweile stark einem persönlichen Profil. Nur ist bei einer Seite die aktive Verknüpfung einseitiger Natur. Möchte ich mich mit einem echten Menschen vernetzen, muss dieser die virtuelle Freundschaft auf Facebook bestätigen. Fan einer Seite dagegen kann jeder werden. Die Betreiber der Seite müssen nichts bestätigen. Ab diesem Zeitpunkt des "Fan sein" sind Nutzer und Seite miteinander verknüpft.

Nachrichten der Seite werden im Informationsstream des Nutzers mit angezeiget. So wie die Statusberichte seiner menschlichen Freunde. Der Fan kann an der Pinwand der Seite Kommentare hinterlassen, je nach Einstellung der Administratoren auch Bilder hochladen oder eigene Beiträge schreiben. Er ist also nicht nur passiver Empfänger, sondern hat die Chance direkt mit der Seite und den Betreibern dahinter zu kommunizieren.

Firmen-Seiten gegen Gebühr nur eine Frage der Zeit

Seit kurzem kann - oder besser: muss - man bei der Einrichtung einer solchen Seite angeben, wofür diese Seite gedacht ist (siehe Screenshot). Es gibt diverse Optionen. Man unterscheidet zwischen

  • Künstler, Band oder öffentliche Person
  • Marke, Produkt oder Organisation
  • Lokales

facebook page einrichten

Ersteres war vor ein paar Jahren der Ursprung der Seiten. Die neue Entwicklung ist ein klares Indiz dafür, dass hier der Hebel angesetzt werden wird für ein neues Geschäftsmodell. Die Frage wird nur sein, wie es letztendlich in der Detailumsetzung realisiert wird. Möglicherweise gibt es für die kommerziellen Seiten eine kostenlose Basisversion. Premium könnte dann 5 $ im Monat kosten. Zur Grundgebühr kommt dann eine Pauschale gestaffelt nach der Anzahl der Fans. Bis zu 100 Fans: 0,99 $, 101-500 Fans: 2,99 $, 500- 1.000 Fans 4,99 $ und so weiter.

Damit würde Facebook Millionen einnehmen Monat für Monat. Und wenn ich ehrlich bin: es wäre okay. Facebook stellt nicht nur die größte, sondern auch die innovativste Plattform im Internet zur Verfügung. Kostenlos für die Nutzer. Sie sind extrem erfolgreich. Und sie machen einen verdammt guten Job. Sie haben durchaus das Recht auch Geld verdienen zu wollen.

Ich bin gespannt, wann Bezahlmodelle für kommerzielle Seiten auf Facebook eingeführt werden. Erleben wir es noch 2010? Vermutlich eher nicht. Aber dass es so kommen wird, davon bin ich fest überzeugt.

24Feb/10Off

Social Web versus Reallife und die Sache mit den Freunden

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich habe aktuell 324 Freunde auf Facebook, 464 Kontakte auf Xing, mir folgen 554 Leute auf Twitter. Und auch auf etlichen anderen Portalen bin ich vernetzt. Doch sind das nun alles wirklich Freunde? Unter Gesichtspunkten, die im realen Leben, in der Offline-Welt, gelten, ganz sicher nicht. Es gibt eine klare Differenz zwischen dem Internet und dem Leben auf der Straße, im Büro, im Urlaub.

Online-Freunde sind nicht gleich echte Freunde!

Dies muss man wissen, wenn man den Schritt hinein wagt ins Web 2.0. Viele Menschen sind verwirrt, wenn sie plötzlich Personen als Freund auf Facebook oder anderswo akzeptieren sollen, mit denen sie auf einer Konferenz nur mal so geplaudert haben oder mit dem sie vor drei Jahren beim Urlaub an einem Frühstückstisch saßen. "Das ist doch nicht mein Freund! Aber ablehnen ist wohl auch unhöflich. Dann ist der bestimmt beleidigt."

Lieber Leser!
1. Jemanden ablehnen, den sie nicht teilhaben wollen an ihren Internetaktivitäten auf Facebook & Co., ist vollkommen in Ordnung! Auch ein Social Media Vielnutzer wie ich lehne hin und wieder jemanden ab.
2. Sie brechen sich keinen Zacken aus der Krone, andere an ihren Aktivitäten teilhaben zu lassen. Das hängt natürlich auch davon ab, was sie auf ihrem Account so anstellen. Aber wirklich geheim halten können sie im Web sowieso nichts. Dessen sollten sie sich immer bewusst sein. Darum
3. Achten sie darauf, was sie preisgeben auf Facebook, Flickr, MySpace, StudiVZ und den anderen Web-Plattformen. Irgendwann kann es eine Öffentlichkeit erreichen, die sie nie wollten. Gehen sie sensibel mit dem Internet um. Bitte!

Lose Bindungen sind wertvoll

Freunde im Internet sind also nicht gleich Freunde in der Offline-Welt. Es sind eher schwächere Bindungen, die wir auf Facebook, Twitter und den anderen Web 2.0 Diensten vorfinden. Daraus können sich übrigens auch echte Freundschaften entwickeln. Doch gerade diese eher losen Kontakte sind durchaus wertvoll. Denn sie sind vielfältiger als die wenigen echten Freundschaften. Vielfältiger in regionaler Hinsicht, dazu generationenübergreifend und thematisch oft stark gefächert. Man erhält so Informationen und Input aus den verschiedensten Richtungen. Das macht Spaß, kann bei der Jobsuche helfen, kann hilfreich sein eine neue Wohnung zu finden oder die Vorbereitung des nächsten Urlaubs erleichtern. Klar: es kann auch anstrengend werden. Dann sollte man vielleicht die Einstellungen seines Profils überprüfen und sich ein Stück weit zurück nehmen. Und auch mal einen Online-Freund, der einen nervt, in die virtuelle Wüste schicken.

Die losen Bindungen sind extrem spannend für Brands

Diese schwächeren Beziehungen in Social Networks sind gerade auch für Unternehmen und Marken extrem spannend. Denn durch sie wird Viralität erst ermöglicht. Mit Hilfe des Internets werden regionale Hürden locker überwunden, berufliche Territorien miteinander vernetzt und altersspezifische Schranke entfernt. Das Netz der heutigen Zeit, das Social Web, verändert so unendlich viel in der Kommunikation der Menschen miteinander. Nutella-Fans finden zueinander, von überall her auf der Welt, unterschiedlichsten Alters, mit komplett differenziertem kulturellem Background. IKEA-Fans gibt es in Brasilien, genauso wie in Deutschland oder Kanada. Coca Cola lieben Franzosen ebenso wie Südafrikaner. Und jeder Fan, egal in welcher Form er sich outet - in einem Blogbeitrag, einer 140-Zeichen-Nachricht auf Twitter, seiner Zugehörigkeit zu einer Facebook-Fanseite - ist für die Marke ein einzigartiger Glücksfall. Denn er ist (vermutlich) nicht nur zahlender Kunde, sondern zugleich auch Multiplikator. Seine Freunde im Web 2.0, seine eher losen Bindungen, werden von seinen Vorlieben für Nutella, Pepsi, Coca Cola, Audi, BMW, McFit oder IKEA erfahren. Oft eher nebenbei. Meist unaufdringlich. Und vor allem: authentisch. Menschen gehen behutsam um mit dem was sie anderen empfehlen. Das macht ihre Outings um so wertvoller.

Viralität verbreitet sich durch die Internet-Freundschaften

Und hier setzt Viralität ein. Person A findet Milka Schokolade lecker. Person B und Person C und Person D und Person E erfahren davon via Facebook oder Twitter oder Flickr oder Youtube oder oder. Kann es bessere Werbung geben? Ich sage: nein.

Das ist das Web 2.0. Machen sie was draus. Denn man kann dies alles nutzen. Zuhören, lernen, gemeinsam mit seinen Fans Neues entwickeln. (Hier kommt Crowdsourcing, mein Spezialgebiet mit ins Spiel.) Man kann ein Stück weit Einfluss nehmen auf das Bild, dass sich von der eigenen Marke draußen im WorldWideWeb gemacht wird. Einfluss durch Offenheit, Ehrlichkeit, Herz und Mut. Bleiben sie also ehrlich, vermeiden sie aufdringliche Push-Aktionen, nehmen sie die Menschen ernst. Suchen sie den Kontakt auf einem Level. Suchen sie den Dialog. Beweisen sie dabei Fingerspitzengefühl. Gehen sie sensibel mit ihren Fans um. Seien sie bereit täglich dazu zu lernen. Ihre Fans und ihre vermutlich bald auch neuen Kunden werden es honorieren.

Social Media ist das Marketing der Zukunft. Und die Freundschaften, diese losen Bindungen, sind die Basis dafür.

14Jan/10Off

Das Web 2.0 – Wie auf einem Markt im Mittelalter

Autor des Artikels: Matias Roskos

Heute mal ein Blick zurück in die Vergangenheit - ins Mittelalter. Der Handel im Mittelalter lebte von den Märkten, auf denen man so ziemlich alles bekam was man brauchte (oder auch nicht brauchte). Als Händler gab es die unterschiedlichsten Typen. Da waren zum einen die, die am lautesten und ausgefallensten schreien konnten. Dann wiederum gab es die, die durch Qualität überzeugen wollten. Selten traf beides zusammen: ein guter Marktschreier und eine außerordentliche Qualität seiner Waren. Wenn das doch mal der Fall war, war er unschlagbar.

Dazwischen gab es eine große Masse, die oft versuchte über den Preis zu überleben, von den lautesten Marktschreiern oft aber überschrien wurde. Sie hatten nur eine Chance langfristig zu überleben, wenn sie Nischen bedienten, die sonst kein anderer bediente. Oder sie lernten auch ganz laut zu schreien. Oder sie arbeiteten Schritt für Schritt an der Verbesserung der Qualität ihrer Waren. Das Feedback bekamen sie ja direkt von den Kunden auf dem Markt. Der Gradmesser war der Umsatz.

Genauso ist es im Internet des Jahres 2010. Nennen wir es Social Web oder Web 2.0. Wer am lautesten schreit, bekommt erst einmal die Aufmerksamkeit. Je länger ich das Web 2.0 beobachte und selbst aktiv daran teilnehme, desto mehr gewinne ich den Eindruck als befinde man sich auf einem Markt des Mittelalters. Damit meine ich keinesfalls, dass wir in eine eher düstere Zeit zurückkehren. Es geht mir dabei nicht um den Zeitgeist oder die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Ich meine allein die Lautstärke mit der versucht wird die Besucher auf sich aufmerksam zu machen. Seife aus Ochsenblut, Schneckenpastete mit Veilchenduft oder eine Rückenmassage einer orientalischen Wunderheilerin.

Gewonnen hat, wer am lautesten schreit.

Ist es nicht so? Gehört die Aufmerksamkeit nicht zuerst denen, die am auffälligsten brüllen? Sie waren auf einem Mittelaltermarkt oft ein auffälliger Angelpunkt – die Marktschreier.

Aber setzt sich letztendlich Lautstärke allein durch? Wen finden wir denn noch auf einem solchen Markt im Mittelalter? Händler, die auf Qualität setzen. Die ihr Handwerk mit Leidenschaft und Liebe betreiben. Und die sich, wenn sie sich nicht ungeschickt anstellen, mit der Zeit über treue Stammkunden freuen dürfen. Selten nur hatten sie auch marktschreierische Qualitäten.

Wer wird den größten Erfolg haben? Kurzfristig sicherlich der laute, auffällige Marktschreier. Wie ein Magnet zieht er neue Kunden an, die das mal ausprobieren möchten. Doch mittelfristig wird es ihm nicht gelingen eine Klientel an Stammkunden aufzubauen, wenn seine Hauptstärke allein das auffällige Rufen ist. Mittel- und langfristig wird der den größten Erfolg davon tragen, der sein Handwerk mit Liebe und Können betreibt. Und – das ist wichtig – es außerdem versteht seine Produkte und Dienstleistungen an die Frau und den Mann zu bringen. Er muss durchaus auch verkaufen können. Ein wenig „schreien“ muss er also auch können. Hockt er nur in seiner Werkstatt vor den Toren der Stadt oder ist sein Marktstand nicht einladend, nutzt ihm auch die beste Qualität nur wenig. Doch dann, wenn auch das einigermaßen stimmt, wird er viel Freude haben mit seinem Können, seinem Handwerk, seinem Business.

Der laute Marktschreier wird langfristig keine Chance haben gegen exzellente Handwerker mit einem wunderschönen Marktstand und der sympathischen Verkäuferin in ihrer Seite.

Und was sollen diese Ausführungen nun auf einem Blog, das sich mit Themen rund um Social Networks, Viralmarketing und Web 2.0 beschäftigt? Es ist im Grunde im modernen Internet, dem Social Web, nicht anders wie auf einem mittelalterlichen Markt. Es gibt viele viele laute Schreihälse. Die fallen auf. Sie ziehen Kunden bzw. Internetnutzer an wie ein zappelnder Regenwurm an der Angel den Fisch.

Doch es gibt auch viele gute „Handwerker“, die mit viel Liebe, Weitblick und Energie ihr Business betreiben. Sie fallen oft weniger auf. Doch langfristig werden sich die Projekte durchsetzen, die mit Passion immer weiter voran getrieben werden. Und die, die sich selbst Zeit geben um zu wachsen und um dazu zu lernen. Für einen Kreis an Stammkunden braucht es Zeit. Erst dann kann sich Mundpropaganda entfalten! Erst dann werden diese zufriedenen Stammkunden anderen davon erzählen. Die Community beginnt zu wachsen. Schritt für Schritt. Und vor allem: nachhaltig.

Die Menschen werden anderen zwar durchaus auch von den lauten, lustigen, auffälligen Marktschreiern erzählen. Doch die sind auch schnell wieder vergessen, wenn das Produkt nicht überzeugt. Von denen, die den Nutzer mit Qualität, einem freundlichen, persönlichen Service überzeugen, wird man Freunden immer wieder gern erzählen und sie immer wieder weiter empfehlen. Dann fängt Mundpropaganda an zu funktionieren. Wie auf einem Markt im Mittelalter.

2Okt/09Off

Social Media ist kein Quickie

Autor des Artikels: Matias Roskos

Neulich habe ich bei meiner fast täglichen Lektüre der Twitter-Streams und Blogbeiträge der Web 2.0 Welt einen wunderbaren Artikel gefunden, der auf humorvolle und dennoch extrem passende Weise Social Media und Werbung miteinander vergleicht: "Social Media vs. Werbung = Dating vs. One-night-stand".

Der Autor greift dabei den fast schon legendären Tweet von Avinash Kaushik auf, der gesagt hatte:

Social media is like teen sex. Everyone wants to do it. No one actually knows how. When finally done, there is surprise its not better.

Der Autor auf dem Themenblog - Ich kann leider nicht erkennen, wer den Artikel geschrieben hat. Ich tippe aber: Mark Pohlmann. - schreibt diese wunderbaren Zeilen, bei denen ich einfach nur heftigst nicken kann:

Wer abends loszieht, kann ganz unverbindlich Kontakte knüpfen. Wo auch immer man hingeht, man weiß: “Irgendwen werde ich treffen.” Genauso verhält es sich mit einer Werbeanzeige: sie ist breit gestreut und richtet sich relativ wahllos an ein breites Publikum. Sie kann auf die richtigen Rezipienten treffen, muss aber nicht. Ihre Eigenschaften: oberflächlich, kurzfristig und nicht verpflichtend. Die Chancen auf eine langfristige Beziehung zum Konsumenten strebt hier, wie bei einem One-night-Stand, gegen Null.

Beim Dating gehen wir wählerischer vor. Schließlich geht es um langfristige(re) Intentionen – das heißt auch, dass man sich mehr Zeit lässt und gegebenenfalls seine Strategie anpassen muss, wenn das Verhalten nicht zum gewünschten Erfolg führt. Für den Einsatz von Social Media in Unternehmen gilt ebenfalls: wer eine dauerhafte Bindung seiner Kunden an eine Marke erreichen will, muss Geduld mitbringen. Das Ergebnis ist eine ehrlichere Bindung mit einer Zielgruppe, die ernsthaft interessiert ist.

Ja - es geht um echte Beziehungen im Web 2.0, die sich durchaus über einen längeren Zeitraum aufbauen. Das sind vor allem erst einmal Beziehungen zwischen Menschen. Und vielen Marken und Unternehmen fällt es schwer die Wege zu entdecken, die sie dort mit hinein führen. Es gibt sie. Doch wer sich wie der berühmte Elefant im Porzellanladen aufführt, wird wenig Erfolg haben. Und auch die Rosenverkäufer werden dort keine echten Beziehungen aufbauen können. Höchstens mal ne Blume verkaufen. Und ansonsten eher belächelt werden. Man muss ehrlich, offen und mit dem richtigen Gespür vorgehen. Wie im echten Leben, nicht wahr? Geduld gehört da auch durchaus dazu.

Rich Nadworny hat auf seinem digital strategy blog mehrere Tipps parat, was man dabei beachten sollte:

  • Most people are not that into you - Die Welt dreht sich nicht um dich (Übersetzung im Themenblog)
  • People tire quickly of other people who talk incessantly about themselves - Selbstdarsteller kommen arrogant rüber und langweilen
  • Take the long-term view - Langfristig denken
  • Reward good behavior - Belohnung
  • Own up to your mistakes quickly - Fehler eingestehen

Es wird deutlich: der normale Menschenverstand sollte einen leiten. Auch wenn es um ein Unternehmen geht. Eine Marke darf sich durchaus in das Treiben des Web 2.0 stürzen. Gar keine Frage. Aber mit Authenzität. Mit dem Wissen, dass Web 2.0 und Social Media Dialog bedeutet. Also: Zuhören, auf den anderen eingehen, voneinander lernen, andere akzeptieren, bereit sein Fragen (auch wenn sie unangenehm sind) zeitnah zu beantworten. Viel Spaß und viel Erfolg!