SocialNetworkStrategien Social Media Marketing, Communityaufbau, Crowdsourcing für den Mittelstand & KMU

17Apr/120

Nein Danke, ich will kein Twitter-Entfolger-Tool, Herr Schmidt

Autor des Artikels: Matias Roskos

Sind Sie auf der Suche nach einem Tool, mit dem Sie auf Twitter alle entfolgen können, die Ihnen nicht folgen? Hier hätte ich mal wieder eine Empfehlung:

Twitter Entfolgen-Empfehlung

Ist Empfehlung zum Entfolgen Nummer 328, die ich in den letzten 18 Monaten erhalten habe. Das nervt. Weil - ich nutze Twitter nicht um Leuten zu entfolgen, sondern um andere Menschen zu erreichen. Um mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Oder aber um Informationen zu erhalten von Unternehmen, Marken und den Menschen dahinter. Aber andere sehen das anders. Die nutzen Twitter, um möglichst viele Follower zu haben. Und damit Platz ist für neue Follower, schmeißen sie all die raus, die ihnen nicht folgen. Um gelebte Kommunikation geht's da weniger.

Ein perfides System. Aber jeder muss da wohl seinen eigenen Weg finden. Meiner ist der Entfolgen-Weg nicht. Denn ich bin davon überzeugt, dass diese so nach oben gepushte Followerzahl null Wert hat. Weil ich davon ausgehen kann, dass mir die Leute nur folgen, weil ich Ihnen auch folge, sie aber meine Tweets gar nicht konsumieren. Es ist ein reines Zahlen-Pushen, ohne dass echte Inhalte auch nur ansatzweise wahrgenommen werden. Aber klar: in zahlreichen Marketing-Abteilungen machen sich nackte Followerzahlen besser als lange, intensive Diskussionen mit echten Menschen. Die würden ja Zeit kosten. Zahlen lassen sich einfach besser verkaufen.

Ach ja - wer mir folgen mag: Matias Roskos auf Twitter. Ich freue mich. Folge aber nicht automatisch! ;)

16Apr/120

Instagram als Zeichen für eine neue Internet-Blase? Interessante Infografik

Autor des Artikels: Matias Roskos

Für viele war die Milliarden-Übernahme von Instagram durch Facebook vor wenigen Tagen ein Zeichen für eine neue Internetblase. Ist das wirklich so? Die nachfolgende Infografik zeigt einmal in einer spannenden Auflistung der Kaufpreis im Verhältnis zur Größe der Community. Daraus ergibt sich der Preis pro Nutzer. Und man sieht: Instagram war da gar nicht so teuer.

Bubble

via Statista.

16Apr/120

Social Media inside: Essen und Fotos gehen immer – Mensa Battle

Autor des Artikels: Matias Roskos

Schonmal gesehen? Koala-Sushi-Bären. Fotografiert und auf Facebook geteilt mit anderen.

Das Social Web besteht - zum Glück - nicht nur aus Marketing-Kampagnen und Unternehmens-Profilen. Auch wenn manche Marken so tun, als wäre Werbung das einzig Wichtige im Internet und als würden die Menschen danach lechzen. Tun sie aber nicht. Das Social Web lebt nicht von Werbung, sondern von den Menschen, die es nutzen. Und von seiner Vielfalt, von der Lebendigkeit, von täglich Neuem! Von den Menschen, die es tatsächlich erst zu dem machen, was es ist: ein sozialer Kommunikations- und Interaktionsraum, in dem Menschen sich unterhalten und auf andere Art und Weise miteinander kommunizieren. Über Bilder, Likes, Kommentare, Videos, Sharings, Logins und so weiter. All das ist Teil einer neuen, täglich gelebten Kommunikation.

Bei meinen Vorträgen und Workshops werde ich nicht müde zu betonen, welche Elemente wichtig sind für einen "Erfolg" im Social Web. Und mit "Erfolg" meine ich nicht nackte Fanzahlen, auf die die Marketing-Branche so steht (und hinter denen meist plumpe Gewinnspiele stecken). Mit Erfolg meine ich nachhaltigen Beziehungsaufbau und Interaktionen, die zu viralen Verbreitungseffekten im Internet führen.

Zu diesen Elementen gehören:

  • Spaß
    Also Inhalte, die zum Schmunzeln anregen, die positive Emotionen wecken, die die Welt nicht zu bierernst nehmen, die uns, den Nutzern, ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
  • Bilder
    Der Mensch ist stark visuell orientiert. Das Internet unterstützt diese Orientierung. Darum: Fotos, Grafiken, Videos.
  • Essen
    Ja, oft geht es um die ganz banalen Alltagsthemen im Social Web. Und dazu gehört, übrigens neben Wetter und Gesundheit, vor allem auch unser Essen.
  • Battle
    Mechanismen, wie wir sie aus der Welt der Spiele kennen, funktionieren auch im Social Web. Menschen möchten sich mit anderen messen. Sie wollen gewinnen, sich duellieren und dabei Spaß haben.

Ja, diese Liste könnte man noch um etwa 20 weitere Elemente anreichern. Aber für diesen Beitrag reichen diese vier sehr wichtigen. Denn eine spannende Erfolgsstory aus dem Social Web setzt genau auf diese Bausteine: Spaß, Bilder, das Thema Essen und Battle-Elemente.

Mensa Battle auf Twitter

Mensa Battle begann als Weiterlesen …

13Apr/120

In einer Minute im Social Web – Infografik

Autor des Artikels: Matias Roskos

Es ist auch für mich faszinierend in einer Grafik zu sehen, was innerhalb einer Minute im Internet alles passiert. 30 Stunden Video-Material auf Youtube werden hochgeladen, 277.000 Facebook-Logins und sechs Millionen Views auf Facebook, 100.000 neue Tweets auf Twitter und so weiter. Gewaltige Daten- und damit gewaltige Informationsströme fließen mittlerweile durch das Internet, Minute für Minute.

via Intel auf Facebook.

12Apr/120

Relaunch bei Google+ – Wozu?

Autor des Artikels: Matias Roskos

Bei Google+ gab es einen Relaunch. So wirklich überzeugen tut mich auch dieser Relaunch nicht. Er motiviert mich persönlich nicht, Google+ nun intensiver zu nutzen.

Offensichtlich will man bei Google die Hangouts, also die Video-Chats, noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Ohne Frage, ein grandioses Tool!

Aber die folgende Grafik zeigt ganz wunderbar, dass der Relaunch irgendwie Murks ist. Ist doch blöd, wenn unendlich viel Platz verschenkt wird. Ich tippe mal, wir sehen bald den nächsten Relaunch.

Gefunden bei Isriya Paireepairit.

Mehr zum neuen Google+ Design und was Google damit bezwecken möchte im folgenden Video.

28Mrz/120

Dramatischer Besucherschwund bei StudiVZ und Co

Autor des Artikels: Matias Roskos

Eine spannende Infografik kommt mal wieder von Statista. Dabei wurde die Anzahl der Besucher (Unique Visitor) auf Basis der comScore-Daten vom Februar 2012 verglichen mit den Zahlen von vor einem Jahr. Und sie zeigen einen deutlichen Trend: StudiVZ, Wer-kennt-wen und Stayfriends verlieren weiter Besucherzahlen. Nur Xing kann dagegen hinzu gewinnen und überholt sogar StudiVZ. Kompliment.

Xing zieht an StudiVZ vorbei

Einhergehend mit dem Traffic-Schwund der deutschen Social Networks geht das stetige Wachstum von Facebook auch hier in Deutschland.

26Mrz/120

Der aktuelle Twitter-Rekord: 25.000 TPS

Autor des Artikels: Matias Roskos

TwitterWie sieht denn der aktuelle Twitter-Rekord aus? Twitter misst die Aktivität der Plattform bekanntlich in "Tweets per second", kurz TPS. Und immer mal wieder gibt es einen neuen Rekord. Auf Mashable gab es neulich dazu einen Beitrag mit den aktuell höchsten TPS-Ausschlägen. Mashable schrieb dazu:

The number one simultaneously tweeted event, by far, is the televised showing of 25-year-old anime movie Castle in the Sky when it broadcast in Japan on Dec. 9, 2011. During one point in the TV broadcast, viewers joined forces, sending tweets at the same time to symbolically help the movie’s characters cast a spell. They sent 25,088 tweets in one second.

Und hier einmal die aktuellen Top5. Was dabei auffällt, ist zum einen die Stärke von Twitter in Japan. Die Japaner lieben Twitter. Und zum anderen es ist es exzellent funktionierende Zusammenspiel TV und Twitter. Immer wieder sind es Ereignisse, die im TV übertragen werden und die durch einen Twitter-Sturm begleitet werden.

  1. "Castle in the Sky" on TV
    25.088 TPS
    Castle in the Sky wurde laut Aussage auf Mashable am 9. Dezember 2011 in japanischen Fernsehen ausgestrahlt. Der Film entstand bereits 1986 und stammt von Hayou Miyazaki.
    Während der Ausstrahlung wurden die TV-Zuschauer aufgefordert Tweets zu senden, um symbolisch den Charakteren im Movie zu helfen einen Zauber auszuführen.
    Es gelang! Mit einem erstaunlichen TPS-Rekord.
    Castle in the sky
  2. Die letzten Minuten des Super Bowl XVLI
    12.233 TPS Weiterlesen …
16Mrz/120

Eine Regionalbank im Social Web – einjähriger Geburtstag für die Berliner Volksbank

Autor des Artikels: Matias Roskos

Immer mehr mittelständische Unternehmen, zu denen ich auch die Regionalbanken zähle, wagen sich hinein ins Social Web. "Gut so!" kann ich da nur sagen. In meinem bald auf dem Markt erscheinenden Buch "Social Media Communities" gehe ich da noch näher drauf ein, warum ich diesen Schritt gut und richtig finde.

Als Kunde und Teilhaber der Berliner Volksbank bekomme ich deren monatliches Printheft. Darin fand ich nun einen Artikel (siehe die beiden eingescannten Seiten), in dem sie voll stolz über "Das erste Jahr mit Social Media" berichten. Glückwunsch zu diesem Geburtstag!

Manchmal wirkt das alles noch etwas holprig. Man merkt, dass da jemand in diesem Gebiet nicht unbedingt Zuhause ist. Egal. Denn man spürt auch die Bereitschaft lernen zu wollen. Lust darauf zu haben, auf dieses Social Web und damit verbunden diese unmittelbare Nähe zu einem Teil der eigenen Kunden (und auch Kritiker). Das finde ich immens wichtig! Testen, Ausprobieren, bereit sein zuzuhören was die Kunden zu sagen haben... und immer dazu lernen, was dieses Social Web ausmacht und wie es funktioniert. Das ist der richtige Weg. So arbeitet die Berliner Volksbank geschickt am eigenen Image als Bank, die für die Kunden da ist und ihnen zuhört. Sympathisch, nah und aufmerksam. Diese Botschaften werden durchaus transportiert über Facebook und in einem eigenen Blog.

Berliner Volksbank Weiterlesen …

15Mrz/122

Google ist gnadenlos: Bewertungs-Gau mit Kritik auf Bewertungsplattform

Autor des Artikels: Matias Roskos

Gestern bin ich auf Facebook über einen interessanten Fall in Sachen Google-Platzierung und Kundenbewertungen im Social Web gestolpert. Geben Sie doch bitte einmal in der Google Suche "5 Sterne Hotels Fuerteventura" ein. Ich nehme an, Ihnen wird das gleiche Ergebnis angezeigt wie mir (siehe Screenshot). Der erste organische, also nicht bezahlte, Treffer liefert eine Bewertung auf der deutschlandweit führenden Bewertungsplattform im Bereich Hotels und Tourismus: HolidayCheck. Spannend dabei ist der Beschreibungstext unter dem Link, der auf Google prominent mit dargestellt wird. Dort steht Folgendes:

dreckig, Kakerlaken, Mobiliar alt und kaputt, unsicher (wurden beklaut), Einflugschneise zum Flugplatz, schlechter Service-keinen an der Rezeption kümmerte ...

Tja, so kann es gehen. Das ist für das betreffende Hotel, das "Hotel Fuerteventura Beach Club" in Caleta de Fuste, welches so beschrieben wurde von einem enttäuschten Gast, peinlich und extrem unangenehm. Wenn die Hotelführung es denn überhaupt mitbekommen hat.

Ich kann von hier aus nicht sagen, ob diese Kritik berechtigt ist oder sich jemand nur für irgendetwas rächen möchte. Worum es mir vielmehr geht, ist, dass es in der heutigen Zeit unerlässlich ist, permanent das Social Web und die für das eigene Haus, die eigene Marke, die eigene Firma relevanten Plattformen im Blick zu haben. Was reden die Menschen über Sie als Marke? Welche Kommentare gibt es zu Ihren Produkten? Welche Fotos wurden hochgeladen, die Sie ganz direkt betreffen. Das gilt gerade auch im Bereich Tourismus, aber nicht allein dort. "Monitoring" nennt man das. Ob mit Hilfe einer teuren Software oder händisch mit Hilfe kleinerer Tools lasse ich einmal dahingestellt. Meiner Erfahrung sagt mir, dass in den meisten Fällen ein aufmerksames Beobachten der wichtigsten Seiten ausreicht. Wichtig ist dabei die Regelmäßigkeit.

Solche Bewertungen können ohne Frage Schaden anrichten. Denn an einem Fuerteventura-Urlaub interessierte Touristen werden um dieses Hotel ganz sicher einen großen Bogen machen, wenn sie HolidayCheck besucht haben. Und dies tun immer mehr Menschen, wenn es an die Urlaubsplanung geht. Verhindern kann man sie nicht immer, diese Bewertungen und Kommentare. Aber man kann durch gute und engagierte Social Media Arbeit solchen Bewertungen vorbeugen und im Krisenfall schnell und clever reagieren. Google zeigt nunmal solch stark frequentierte Seiten wie zum Beispiel HolidayCheck soweit oben an. Daran führt kein Weg vorbei.

Google-Suche 5 Sterne Hotel Fuerteventura

Damit Google so etwas nicht findet im Internet, lohnt sich zum einen die permanente Arbeit am eigenen Service, aber auch ein geschicktes Social Media Engagement.

13Mrz/120

Magdalena Neuner: Eine große Sportkarriere geht zu Ende – Mit dabei auch im Social Web

Autor des Artikels: Matias Roskos

Heute mal wieder ein Youtube-Fundstück. Es geht um Magdalena Neuner, die ihre Biathlon-Laufbahn (leider) in wenigen Tagen beendet. Eine große Sporler-Karriere geht damit zu Ende. Auch ich verneige mich ganz tief vor dieser beeindruckenden Sportlerin.

Das Video hat schon einige Jahr auf dem Buckel. Drüber gestolpert bin ich auf Facebook, wo Magdalena Neuner gestern dieses Video nochmal mit ihren über 21.000 Fans geteilt hat. Ich habe Tränen gelacht beim Anschauen.

So funktioniert (unter anderem) das Social Web. Auch ältere Inhalte können leicht wieder "hervor geholt" werden. Dank der Möglichkeiten des Internets verschwinden gut gemachte Beiträge, wie dieses Video, nicht wieder sang und klanglos in irgendwelchen Archiven, sondern stehen permanent zur Verfügung.

Und wenn ein Sportstar versteht mit seinen Fans zu kommunizieren und zu interagieren, dann ist das Fanbindung von seiner besten Seite. Ich würde mir wünschen, dass noch viel mehr Sportler diesen Weg gehen. Im Biathlon genauso wie in anderen Sportarten.

Dieses Video hatte auf Facebook schnell über 500 Likes, 50 Kommentare und wurde knapp 50 mal auf Facebook weitergeleitet.