Archiv für die 'PR und Social Networks' Kategorie

“Unser Star für Oslo” und die Fans auf Facebook

Noch bis Freitag läuft Unser Star für Oslo, eine Zusammenarbeit von Pro7 und ARD für den Eurovision Song Contest, das weltweit größte TV-Musik-Festival. Ich finds gut, dass die Sender es geschafft haben dieses gemeinsame Projekt auf die Beine zu stellen! Ob dabei ein Siegersong heraus kommt, mag einmal dahingestell sein. Das Format macht Laune und ist durch die Art und Weise, wie Stefan Raab so etwas angeht ein deutliches Stück angenehmer und auch authentischer wie der ganze DSDS-Kram. Weniger Glamour, weniger Skandale, weniger Provokation. Dafür dürfen die Kandidaten bleiben wer sie sind.

Natürlich komme ich nicht umhin mal zu schauen, was denn Facebook zu
Unser Star für Oslo sagt. Die Fanpage hat knapp über 3.200 Fans. Das ist ganz ordentlich. Es gibt sogar ein Edelprofil auf StudiVZ, wie man auf der Webseite für “Unser Star für Oslo” nachlesen kann. Überhaupt ist die Webseite extrem gut gemacht! Man bekommt alle Auftritte der Kandidaten als Video. Und Facebook wie auch Twitter sind überall prominent platziert. So muss es sein. Guter Job, den das TVtotal-Team da mal wieder macht. Twitter wird übrigens über den TVtotal-Account bedient.

Unser Star für Oslo

Was ich aber noch viel spannender finde, ist die Frage, ob es Fanseiten zu den einzelnen Kandidaten von “Unser Star für Oslo” auf Facebook gibt. Und ob sich daraus ein Siegertrend ablesen lässt. Hier das Ergebnis:

Lena Meyer-LandrutFazit: Lena Meyer-Landrut wird klar und deutlich gewinnen. Im Finale wird sie auf Christian Durstewitz treffen. Das jedenfalls sagt Facebook. Beziehungsweise die Fans dort. Die Unterschiede der Anzahl von Fans sind gewaltig. Und auch die Aktivität auf den Seiten ist dementsprechend unterschiedlich. Ich bin gespannt, ob es nächsten Freitag tatsächlich zu diesem Ergebnis kommt und ob der Facebook-Trend sich bewahrheitet.

Betrieben werden die Seiten ganz offensichtlich übrigens nicht von den Artists selbst. Da stecken Fans oder Agenturen dahinter.

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Erstellt am Montag 8. März 2010
Unter: PR und Social Networks | Keine Kommentare »

Olympiasieger auf Facebook – Social Media Marketing notwendig für Markenaufbau

Die olympischen Winterspiele in Vancouver sind vorbei. Auch ich habe etliche Abend- und Nachtstunden vor dem Fernseher verbracht. So wie seit 25 Jahren, immer wenn Olympia ist. Es gab viele tolle Augenblicke. Aber die richtige Olympiastimmung wollte nicht aufkommen. Lag es am Tod des georgischen Rodlers vor Beginn der Spiele? Lag es an den vielen kleinen und großen Pannen in Vancouver? Lag es an den oft sinnlos plappernden Moderatoren auf ARD und ZDF? Ich weiß es nicht. Aber so richtig genial waren diese Spiele nicht. Aber wer denkt nicht mit Wehmut an 1994 Lillehammer zurück. Das waren wohl die ultimativen Winterspiele in einem sportverrückten Land mit Tausenden von Fans an den Lopien und in den Stadien. Diese absolute Verrücktheit fehlte 2010, an den Loipen stand keine Menschenseele, die Stadien waren meist nur zu 70% gefüllt. Sieht man mal vom Eishockey ab.

Was mich natürlich brennend interessierte, war die Frage, welcher Olympiasieger ist wie auf Facebook aktiv? Thomas Knüwer hat sich des Themas Olympia und Social Media unter der Überschrift “Die digitale Spaltung der Olympischen Winterspiele zu Vancouver” angenommen und bemägelt dabei die Inaktivität vor allem auf Twitter. Eine Kritik, der ich mich anschließen kann, wenn auch eines der Beispiele aus meiner Sicht nicht korrekt ist. Prinzipiell hat er recht.

Und die Deutschen? Traurig. Die so extrovertierte und vor der Kamera professionell kommunizierende Anni Friesinger sieht eine Meldung vom 2. Februar als “aktuell” auf ihrer grottig gestalteten Homepage. Noch grausiger: das Bob-Team André Lange, dessen Web-Auftritt an einen Kegelclub erinnert. Selbst ein Medien-Darling wie Vonn/Mancuso-Konkurrentin Maria Riesch verfügt nur über eine Homepage die aussieht wie eine Pressemitteilung, ihre Facebook-Fanseite sprüht vor – Unauthentizität. Immerhin ist dieser Facebook-Auftritt aber ein Beweis dafür, wie sehr Sportfans sich mit ihren Lieblingen vernetzen wollen. Zählte Rieschs Seite vor den Spielen rund 1.500 Fans sind es jetzt rund dreimal so viele.

Stopp! Der generellen Kritik kann ich mich durchaus anschließen. In meinem Beitrag neulich zu Magdalena Neuner hatte ich ja schon geschrieben.

Magdalena Neuner als eine der erfolgreichsten und gefragtesten Sportlerinnen Deutschlands, die mehrere Werbeverträge hat (unter anderem ist sie Testimonial von 11880), ist eine “Marke”. Eine Brand, die vermarktet werden muss, will sie weiter erfolgreich platziert sein. Das geschieht zuerst einmal über sportliche Leistungen. Aber: auch andere Kanäle müssen aus meiner Sicht in der heutigen Zeit bedient werden.

Dies muss eine Sportlerin ja nicht allein tun. Die Werbespots dreht ja auch nicht sie, sondern Partneragenturen. Darum muss hier die Frage erlaubt sein: Wo ist die Social Media Strategie für Magdalena Neuner?

Ich konnte keine entdecken. Ganz im Gegenteil. Man begeht sogar noch schwere Fehler, in dem man auf der Webseite von News spricht, die alles andere als News sind.

Aber, Herr Knüwer, was ist bitteschön “unauthentisch” an der Facebook-Seite von Maria Riesch? Sie schreibt dort nach ihrer ersten Goldmedaille:

Mein Traum ist in Erfüllung gegangen – was für ereignisreiche und emotionale Tage hier in Whistler! Gestern haben wir noch ein bisschen gefeiert und ich habe jede Sekunde in vollen Zügen genossen , aber am Samstag ist ja schon wieder das nächste Rennen! Vielen Dank Euch allen fürs Daumen drücken und die unglaublich vie…len Glückwünsche – Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie mich das freut!

Und am Montag nach Olympia schrieb sie:

Wieder daheim! 2 x Gold – kanns immer noch nicht glauben! Gestern am Flughafen empfangen worden und in Garmisch noch ein bisschen mit dem Fanclub gefeiert! Vielen Dank noch einmal für die tolle Unterstützung!

Schon nach wenigen Stunden wurde diese Message 84 mal kommentiert und hatte 354 mal den Daumen hoch für “gefällt mir” bekommen. Ich finde, gerade Maria Riesch macht es genau richtig und kommt extrem authentisch rüber! Ich kann keinen Hinweis entdecken, dass diese Nachrichten nicht auch wirklich von ihr selbst stammen. Für mich ist Maria Riesch eines der wenigen Positiv-Beispiel in Sachen Social Media!

fb_seite_mariariesch

Auch ein anderer Olympiasieger hat sich via Facebook bei seinen Fans bedankt. Der zweifache Goldmedaillengewinner im Skispringen Simon Ammann schreibt:

Thanks for all wishes and for all crossed fingers! We’re having an incredible good time here!! As you probaby can imagine ;) With the support of the best Team of the world, I could do what we never could imagine… double double Gold!!!! I hope all my fans could enjoy these two awesome competitions. Thanks for the supp…ort as well! Now it’s time to celebrate! Have fun everybody and greetings from Whistler. Simon

Ich finde es großartig, wenn Fans die ganz direkte Möglichkeit bekommen so mit ihrem “Helden” zu kommunizieren! Doch nur viel zu wenige Sportler nutzen diese neuen Kommunikationsmöglichkeiten, die mittels iPhone oder einem anderen Smartphone so extrem leicht zu bedienen sind. Eine solche Nachricht kostet keine zwei Minuten. Und es macht nach einer kurzen Eingewöhnungszeit auch Spaß!

fb_seite_simonammann

Auch der Olympiasieger im Skispringen mit der Mannschaft, Thomas Morgenstern aus Österreich, hielt seine Fans auf Facebook auf dem Laufenden:

Hallo Leute, leider ist aus der erhofften Medaille nichts geworden. Schade, aber an dem Tag war einfach nicht mehr drin. Mannschaftlich hat es aber sehr gut ausgesehen, daher freue ich mich schon sehr auf das morgige Teamspringen. Dienstag werden wir dann bereits die Heimreise antreten. Ich hatte noch Zeit für einen Sp…aziergang durch Whistler, das ich immer in guter Erinnerung halten werde. LG, Euer Morgi

Es ist erschreckend, wie brach aber etliche Seiten liegen. Zum Beispiel gibt es eine Bode Miller Seite mit über 70.000 Fans. Der letzte “offizielle” Eintrag stammt vom 16. Juli 2009, wobei davon auszugehen ist, dass Bode Miller selbst dort nie aktiv war. Unfassbar solche Facebook-Karteileichen, die so viele Fans auf sich vereinigen.

fb_seite_bodemiller

Ein letztes Positivbeispiel ist sicherlich auch die mehrfache Medaillengewinnerin Julia Mancuso aus den USA, die ihre Fans via Twitter unterhielt (wie auf Wired nachzulesen war) und sogar ein Fotoalbum eingerichtet hat. Das ist bestes Social Media Marketing für die eigene Marke! So sollten es bitte in zwei Jahren zu den Olympischen Sommerspielen in London deutlich mehr Teilnehmer tun. Eure Fans würden euch gern supporten. Nichts ist einfacher wie die Social Media Kanäle dafür einzurichten und zu nutzen.

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Erstellt am Montag 1. März 2010
Unter: PR und Social Networks | 1 Kommentar »

Social Media ist vor allem Marketing und Markenaufbau

Social Media ist aber ebenso gut mediale Kommunikation, über die Kundenbeziehungen gepflegt werden können. Es ist sehr wohl möglich, Neukunden zu gewinnen, indem man Kontakte knüpft und durch Kommunikation eine Vertrauensgrundlage erwirbt, auf der sich eine spätere Geschäftsbeziehung aufbauen lässt. Dabei ist es nicht einmal zwingend erforderlich, dass ein Unternehmen sich direkt und in Echtzeit am Dialog beteiligt. Es reicht durchaus, seine Positionen ins Gespräch einfließen zu lassen. – Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass dieser Prozess kurzfristig zu messbaren Erfolgen führt.

Dies ist ein Auszug aus dem Artikel “Der große Social-Media-Erfolg oder Nichts genaues weiß man nicht” von Klaus-Dieter Knoll, in dem viel Wahres steht.

Auch ich merke immer wieder, wie Kunden nach dem RoI fragen und in Sales und Leads denken. Doch: Social Media ist Marketing! Es werden Dialogsysteme aufgebaut, die es mir ermöglichen mit meinen Fans, potentiellen Markenbotschaftern und dann auch neuen Käufern in Kontakt zu kommen. Social Media dient dem Markenaufbau und der Kundenpflege. Es ist ein Baustein einer Marketingstrategie. Nicht mehr und nicht weniger. Wer versucht hier mit direkten Abverkäufen zu rechnen ist auf dem Holzweg und hat Social Media nicht verstanden.

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Erstellt am Dienstag 23. Februar 2010
Unter: PR und Social Networks | Keine Kommentare »

Coke erkennt den Wert von Social Media

Nachdem Pepsi Cola schon seit geraumer Zeit extrem aktiv ist im Bereich Social Media und diesen Baustein als Marketing-Baustein der Zukunft erkannt hat (ich berichtete unter anderem hier und hier darüber), stehen nun auch beim Konkurrenten Coca Cola die Zeichen auf Attacke. Hier eine offizielle Präsentation, die klar zeigt, wie wertvoll Social Media geworden ist für eine Marke. All dies gilt nicht nur für Coca Cola.

Dazu muss man wohl nicht viel mehr sagen. Nur: ja, so ist es. Und immer mehr Firmen erkennen dies und fangen an zu reagieren.

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Erstellt am Mittwoch 17. Februar 2010
Unter: PR und Social Networks | Keine Kommentare »

Facebook als Klickmaschine

Was tun die Menschen auf Facebook? Klar – sich vernetzen. Mit “Freunden”. Oft sind das nicht die Freunde aus dem Offline-Leben. Es sind eher lose Beziehungen, die aber in bestimmten Situationen wertvoll und hilfreich sein können.

Natürlich ist Facebook auch eine Bildersammlung. Die Menschen posten dort Bilder ohne Ende, die wiederum von Freunden kommentiert und verlinkt werden. Aber – und das wird noch viel zu wenig beachtet: Menschen sprechen Empfehlungen aus. In ihren Statusnachrichten ist zu lesen, wie sie den Film von gestern abend fanden, welches Buch sie gelesen haben oder wenn das eigene Auto spinnt, der Zug zu spät kommt, man Angst vor dem Zahnarzt hat. Man kann auf Facebook lesen, dass der Kaffee in dem oder dem Café nicht so lecker war und wo man den besten Kuchen bekommt. Menschen fragen auf Facebook “Kannst du mir ein Hotel in StadtXYZ empfehlen?” oder “Wo kann man heute Abend hingehen in Berlin?“. Sie fragen, empfehlen, kritisieren. Nirgends ist das einfacher wie auf Facebook (und mit Abstrichen Twitter – bevor die Frage kommt: Der entstehende Dialog ist auf Facebook direkter, weil deutlicher abgebildet. Dadurch können sich weitere Teilnehmer einklinken in den Dialog!).

Und die Menschen empfehlen auf Facebook andere Seiten im Netz. Das sind wiederum Fotos und Videos, aber auch Blogbeiträge, News und Zeitungsartikel. Für mein Blog gehört Facebook mittlerweile neben Google und Twitter zu den Top-Quellen neuer Leser!

In der Süddeutschen Zeitung war neulich (Nr. 30, Seite 21) in einem Artikel von Johannes Boie Folgendes zu lesen. Es geht dabei um Google News und den Streit mit den deutschen Verlagen.

Andererseits, und das ist allen Beteiligten klar, kommen via Google News viele Leser. Bislang wagt es daher kein Verlag, auf den Dienst zu verzichten – was der Konzern den Medienhäusern als Reaktion auf Kritik immer wieder anbietet.
Mitten in diesen Streit platzt nun das Ergebnis einer digitalen Messung in den USA, das spektakulär ist und die verhärtete Debatte womöglich drehen könnte: Der Statistikkonzern Hitwise, der Datenströme im Netz misst, hat herausgefunden, dass die Nutzer von Nachrichtenportalen neuerdings eher von Facebook kommen als von Google News.

Dabei stellten die Forscher fest, dass 3,5 Prozent der Leser über Facebook kamen – und nur 1,4 Prozent von Google News. Damit ist Facebook zum vierwichtigsten Leser-Lieferanten für Medienportale geworden, zumindest in den USA.

Weil das (das posten des Links an der Pinwand) auf Facebook nur Menschen, aber keine Computer übernehmen, ist der Aufstieg des Netzwerkes auch ein Symbol: für die Macht der Nutzer. Es sind Menschen, die in Netzwerken wie Facebook Freunde und Kollegen auf Inhalte hinweisen, die sie interessant finden. Sie übernehmen dabei unbewusst klassische Redakteursaufgaben: Nachrichtenauswahl und Gewichtung.

Dies hat der Autor absolut richtig erkannt. Der Mensch gewinnt im Internet immer mehr an Bedeutung. Er erobert sich, Schritt für Schritt, diese Bedeutung. Facebook ist dabei “nur” eine technische Plattform, die ihm dies erleichtert. Wir erleben einen Wandel. Nur viele wollen dies noch nicht wahrhaben. Doch wer am ehesten reagiert und Social Media – nicht nur Facebook, sondern auch Twitter, Blogs, Youtube und vieles mehr – nicht als einen Hype sieht, der schnell wieder vergeht, sondern als eine komplette Veränderung, eine Bereicherung der Kommunikation der Menschen miteinander, der wird auch in der Zukunft erfolgreich agieren.

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Erstellt am Dienstag 16. Februar 2010
Unter: Communitys, PR und Social Networks | Keine Kommentare »

Exzellenter Artikel zu Social Media, Socialnetworking und dem vermaledeiten RoI

Hier mal wieder ein Hinweis auf einen großartigen Artikel eines anderen Blogs. Beim Werbeblogger fand ich heute (via Facebook übrigens) den Beitrag von Ralf Schwartz “Der Social Media ROI oder wehret den frühen Währungen!“.

Darin findet sich vieles, dem ich einfach nur zu 100% zustimmen kann. Hier ein paar Auszüge, die man besser nicht formulierenkann:

Social Media … ist kein Medium! Social Media ist Gespräch, Konversation, Verbindung, Beziehung, Austausch, Partizipation.

Traditionelle Kampagnen scheren möglichst viele Menschen über einen Kamm. Es gibt keine Individualität und (fast schon) keinen kleinsten gemeinsamen Nenner. Social Networking stellt den Einzelnen, seine Wünsche und Bedürfnisse in den Mittelpunkt.

Eigentlich ist es ein Back to the Roots. Zurück zum Gespräch mit den Menschen, zurück zum Zuhören, zum Respekt, zum Ernstnehmen und Ausreden-lassen (ich schreibe absichtlich immer ‘Menschen’, denn noch sind nicht alle auf den ‘Konsumenten’ reduzierbar).

Vor den Return haben die Götter das Investment gesetzt! Momentan viel wichtiger als das Messen ist das Handeln, das Verstehen, das Üben-Üben-Üben, das Fehler machen!

Im Zweifel merken die Menschen zudem, ob die Marke Spaß am Dialog selbst hat oder ihn nur als Mittel zum Zwecke betreibt! Entweder man ist mit dem Herzen dabei oder gar nicht. Menschen haben ein Gespür für so etwas.

Keinen traditionellen, anerkannten oder relevanten RoI über die Breite der Branche zu haben, bedeutet nicht, keinen Nutzen zu haben. Neben dem direkten Kontakt mit dem Einzelnen, hat Social Networking den unendlichen Vorteil, in Echtzeit verstehen zu können, was die Menschen gerade über die Marke, den Spot, das Produkt, die Pläne des Unternehmens denken. Man muß nur zuhören können.
Der (vermeintliche) Nachteil von Social Media, daß jeder Einzelne gehört werden kann, ist gleichzeitig der größte Vorteil: JEDER EINZELNE KANN GEHÖRT WERDEN!
Social Media kann langfristige Beziehungen zwischen Menschen und Marken aufbauen. Dies wird bei wachsender Generik – aufgrund fehlender Innovation und Distinktion – immer wichtiger. Nicht ‘Kampagne’, sondern Kontinuität ist das Zauberwort. Communication Life Cycles – in Analogie zu Product Life Cycles.
Nicht zu verachten dabei ist auch der Vertrauensvorschuß, den die Marke sich erwirbt, die im engagierten und inspirierenden Dialog steht.
Social Medias Nutzen schlägt jeden heute verfügbaren ROI!

Dies nur einige wenige Passagen, die ich extrem passend und gut fand. Bitte unbedingt den kompletten Artikel lesen beim Werbeblogger! Danke für diesen Artikel an Ralf Schwartz.

Es ist im Artikel übrigens immer wieder die Rede von der Partizipation im Web 2.0 und dem Dialog auf Augenhöhe. Wer meine Artikel kennt, weiß wie wichtig das auch aus meiner Sicht ist. Und ich bin fest davon überzeugt, dass Crowdsourcing hier wunderbare Mechanismen zur Verfügung stellt, um den Menschen die Möglichkeiten der Partizipation zu geben und Dialogsysteme für Brands und Fans zur Verfügung stellt, um in einen echten Dialog zu gelangen. Siehe hierzu auch die Artikel:

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Erstellt am Montag 8. Februar 2010
Unter: PR und Social Networks | 1 Kommentar »

In Oberwiesenthal hat man es verstanden. Social Media für eine herrliche Urlaubsregion

In Oberwiesenthal gehts voran. Nicht nur mit dem Tourismus und den herrlichen Skiloipen. Auch in Sachen Social Media haben einige die Zeichen der Zeit erkannt und beliefern gekonnt die notwendigen Bausteine. Bitteschön:

Sowas ist perfekt! Authentisch. Sympathisch. Mit guten Einblicken in die Region. Kompliment an die Pension und Gaststätte Schanzenblick. Gern mehr davon!

Auch Jens Weissflog und sein Hotel, in dem ich letztes Jahr genächtigt habe, bloggen regelmäßig. Super! Gern auch mal ein Video.

Und gestolpert bin ich darüber, wie sollte es anders sein, auf Facebook. Dort hat Oberwiesenthal eine starke Fanpage mit mittlerweile über 250 Mitgliedern. Macht weiter so. Die Region ist es wert!

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Erstellt am Mittwoch 27. Januar 2010
Unter: PR und Social Networks | 3 Kommentare »

3 Social Media-Mythen ausgeräumt von Kadekmedien

Klaus-Dieter Knoll hat in seinem Blog einen großartigen Artikel über 3 Social Media-Mythen geschrieben, den ich hier unbedingt zitieren muss. Weil das alles verdammt richtig ist.

Mythos 1: E-Mails sind out

Twitter hat der Kommunikation im Internet gleich zwei Innovationen beschert: Mikroblogging in Echtzeit. Damit ist es natürlich zu der Killer-Applikation avanciert, mit der sich Informationen ebenso rasch verbreiten wie gewinnen lassen. Auf 140 Zeichen pro Nachricht beschränkt, lassen sich so vor allem allgemeine Hinweise, persönliche Kommentare und weiterführende Links mit zahlreichen Nutzern teilen. – Damit berührt es den Kern des Social Media, die Viele-zu-vielen- anstelle der überkommenen Einer-zu-vielen-Kommunikation sowie das Teilen, die direkte altruistische Interaktion um ihrer selbst willen.
In die gleiche Richtung entwickeln sich die sozialen Netzwerke, allen voran Facebook. Auch hier werden soziale Beziehungen geknüpft und gepflegt auf Basis von an viele Teilnehmer gerichteten Kurzmitteilungen und dem öffentlichen Verfügbarmachen weiterführender Inhalte wie Videos, Fotos oder Webseiten.

Doch nichts von alledem kann die E-Mail vollständig ersetzen, was ganz einfach daran liegt, dass es genügend Szenarien gibt, für die neben der E-Mail allenfalls noch eine auf Papier gedruckte Snail Mail in Frage kommt.
Wer möchte beispielsweise ein individuelles Akquiseanschreiben an einen viel versprechenden Interessenten öffentlich machen? Wer mag sich vorstellen, die Korrespondenz zwischen zwei Geschäftspartnern prinzipiell auf 140 Zeichen zu verkürzen?
Für den Austausch von Dokumenten – zumal wenn sie größeren Umfangs sind – eignen sich zwar Dienste wie box.net besser, doch noch immer werden Word-Dokumente, Excel-Tabellen oder Power-Point-Präsentationen vorzugsweise per E-Mail versandt. Und ich bin überzeugt, das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.

Dem kann ich nur zustimmen. Ich selbst nutze Facebook sehr intensiv. Ich nutze Twitter ebenfalls. Aber ein Kern der Kommunikation mit Kunden wie auch der Kreativ-Community, mit der ich arbeite, läuft via Email. Und das wird auch in absehbarer Zeit so bleiben. E-Mails sind nicht out! Alles andere ist ein Mythos.

Mythos 2: Unternehmer müssen bloggen
Der Hype um die Blogs ist zwar schon etwas länger vorbei, trotzdem wird Unternehmen, die noch nicht bloggen, immer wieder empfohlen, schleunigst ein Blog zu kreieren und der Authentizität wegen möglichst den Chef selber bloggen zu lassen.
Bei allem Wahrheitsgehalt ist diese Empfehlung natürlich trotzdem an Unsinn kaum zu überbieten. Damit ein Blog überhaupt lebensfähig wird, sollte sich aus dem Unternehmen eine thematische Bandbreite ergeben, die eine gewisse Regelmäßigkeit sicherstellt. Es gibt nichts Schlimmeres als enthusiastisch begonnene Blogs, denen schon nach kurzer Zeit die Puste ausgeht, bevor sie schließlich ganz einschlafen.
Wer möchte schon sein Unternehmen mit wenig kurzatmiger Durchhaltekraft in aller Öffentlichkeit präsentieren? – Wenn der Themenumfang nicht groß genug ist, die personellen und/oder finanziellen Ressourcen regelmäßiges Bloggen nicht erlauben, lautet die einzig vernünftige Empfehlung: Finger weg! Der Schaden, den die Online-Reputation durch derlei Möchtegern-Aktionen nimmt, ist größer und nachhaltiger als der zu erwartende Nutzen.
Ähnliches gilt für die Authentizität, deretwegen Firmeninhaber selber bloggen sollen. – Wer so etwas empfiehlt, kann sich offenbar nicht vorstellen, dass Geschäftsführer oder gar Vorstände auch anderes von größerer Wichtigkeit zu tun haben, und zwar in einem Umfang, der regelmäßiges Bloggen nicht zulässt. Dabei offenbart schon ein Blick in ein x-beliebiges Kundenmagazin, dass ein vom Chef verfasstes Editorial allemal ausreicht, um die Firmenkommunikation zu authentifizieren.
Hinzu kommt, dass es nicht jedem liegt, sich schriftlich auszudrücken. Ein wie auch immer geartetes Blog wirft allerdings immer auch ein Licht auf die dahinter stehende Firma. Und wenn wenig inspirierte Blogposts – in holpriger Umgangssprache verfasst – das Lesevergnügen mindern, welche Schlüsse zieht ein potentieller Kunde dann bezüglich der Produkte oder Leistungen dieser Firma?

Auch hier kann ich wieder nur zustimmen. Es kommt darauf an, dass man ein Corporate Blog auch wirklich betreiben WILL! Man muss sich bewusst sein, welcher zeitliche Aufwand dahinter steckt. Und es muss ein, zwei Leute im Unternehmen geben, die da wirklich Lust drauf haben und bereit sind es auch über einen längeren Zeitraum zu befüllen. Dann ist ein Corporate Blog ein erstklassiger Social Media Baustein. Sind die Voraussetzungen aber nicht gegeben, bringt es rein gar nichts. Also: Ein Corporate Blog eines Unternehmens kann ein großartiger Social Media Baustein sein. Aber er ist keine Grundvoraussetzung für Erfolg im Web 2.0.

Mythos 3: „Viral“ ist gleichbedeutend mit Erfolg
Ob Videos auf YouTube, Computerspiele oder andere ausgefallene Aktionen – virales Marketing setzt auf die Stärke des Social Media, ohne die darin enthaltene Werbebotschaft plump und offensiv in den Vordergrund zu stellen. Es verlässt sich auf die rasante Verbreitungsgeschwindigkeit, die sich aus hohen Nutzerzahlen und dem Wunsch, gute Inhalte zu teilen ergibt. Und virales Marketing lässt sich – verglichen mit konventionellen Werbekampagnen – günstiger produzieren.
Das alles stimmt, und deshalb sind Empfehlungen „mal eben eine virale Kampagne zu starten“ leichtfertig daher gesagt. – Social Media bedeutet jedoch nicht nur die Teilnahme Vieler am allgemeinen Kommunizieren und Teilen von Inhalten. Genau genommen markiert die Entstehung des Social Media die umfassendste Veränderung unserer sozialen Beziehungen und ökonomischen Grundlagen seit der Industriellen Revolution. Teil dieser grundlegenden Veränderung ist die Wandlung des (passiven) Konsumenten in einen (aktiven) Prosumenten, und Social Media ist sein Betriebssystem.
Der Wirt, ohne den die Rechnung keinesfalls aufgeht, ist der Mensch hinter dieser Veränderung, der Nutzer im Social Media. Er allein entscheidet, ob eine Kampagne tatsächlich viral wird oder nicht. Und außer gutem Inhalt gehört immer auch Respekt gegenüber dem Nutzer dazu. Wer das ignoriert und glaubt, sich schnell und billig mal eine Serie Lobhudel-Blogposts erkaufen zu können, wird sich im Zurückrudern üben müssen.
Und aus eben diesen Gründen ist „viral“ keine allgemeingültige Erfolgsgarantie. Wenn es überhaupt so etwas gibt, so ist es der Blick auf die Menschen und ihre Bedürfnisse. Es heißt nicht umsonst, dass „Zuhören“ die Kardinaltugend im Social Media ist.

Hervorragend gesagt! Der Mensch steht im Mittelpunkt im Web 2.0. Es kommt darauf an ihn zu verstehen, ihn zu respektieren und ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Das fällt vielen Unternehmen noch extrem schwer. Es herrscht Gleichberechtigung im modernen Internet. Und das ist einfach wunderbar. Macht aber ein Umdenken bei allen Marken, Unternehmen und Werbeagenturen notwendig. Und: Erfolg mit einem viralen Konzept kann niemand garantieren! Denn niemand weiß zu 100% wie die Menschen reagieren werden. Aber man eine Kampagne durchaus so geschickt planen und viele verschiedene Punkte dabei antippen, um die Erfolgschancen deutlich zu erhöhen. Und man kann vor allem während einer Kampagne ganz wunderbar auf Entwicklungen reagieren und so eine Social Media Kampagne mittelfristig zum Erfolg führen. Hier liegt die große Stärke des Social Web.

Schmunzeln musste ich übrigens bei der Formulierung: “Sei es, um die eigene Ahnung [von Social Media] als Beratungsleistung zu verkaufen…“. Da ist leider viel Wahres dran. Es laufen so viele sogenannte Berater und “Experten” herum, die nur das vorbeten, was sie irgendwo gelesen oder aufgeschnappt haben. Und es dann weiter verkaufen an ihre Kunden. Ohne wirklich zu wissen, wovon sie reden. Gefährliches Halbwissen sagt man auch dazu. Gute Web 2.0 Berater sind meiner Meinung nach Leute, die das Social Web verinnerlicht haben, durch tägliches Agieren. Die also aktiv mitschwimmen im Web 2.0 und dies anhand eigener Blogs und eigener Aktionen, wenn möglich auch schon für Kunden, belegen können. Aber zu diesem Thema liegt schon ein eigener Blog-Beitrag in meiner Schublade, der die nächsten Tage eingeplant ist. Da wird es dann um das “Expertentum” im Web 2.0 gehen.

Danke, Klaus-Dieter Knoll, für diesen erstklassigen Beitrag, den ich hier so ausführlich zitiert habe! Ich hoffe, das geht in Ordnung.

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Erstellt am Montag 25. Januar 2010
Unter: PR und Social Networks | 3 Kommentare »

Pepsi baut Crowdsourcing-Mechanismen in Social Media Strategie weiter aus

Immer und immer weiter baut Pepsi seine Social Media Aktivitäten aus. Das Tempo und die Zielstrebigkeit sind beeindruckend dabei. Schon mehrmals hatte ich darüber hier berichtet. Nun geht man in das Jahr 2010 mit dem Pepsi Refresh Project. Bitte dieses Video unbedingt anschauen:

Zuerst einmal muss ich sagen, bin ich von den Summen schwer beeindruckt, die Pepsi hier investiert. Und sie sind aus meiner Sicht ein ganz entscheidener Hebel, warum dieses Projekt vermutlich super funktionieren wird. Denn auf den ersten Blick stört mich das Schwammige an der Aufgabenstellung. Damit Crowdsourcing erfolgreich sein kann – und um nichts anderes geht es hier: um Crowdsourcing – bedarf es eines klar abgesteckten Rahmens. Der ist hier nicht so richtig eindeutig. “Gebt uns eure Ideen”. Das kann schnell ins Leere laufen. Doch durch die hohen Summen werden auch viele Agenturen und Innovations-Teams sich hinsetzen und mitmachen. Dadurch wird es extrem spannend.

Das Prinzip der ganzen Aktion kann man nun schon fast “altbewährt” nennen. Denn Pepsi konnte vor allem 2009 vielfältige Erfahrungen beim Crowdsourcing und dem Spiel mit Social Media Bausteinen sammeln. Und hat damit einen gewaltigen Erfahrungsvorsprung gegenüber der Konkurrenz! Es gibt eine Aufgabe für die Community. Die Fans werden aufgefordert Ideen einzureichen und diese dann wiederum über die Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter, Youtube und Flickr zu streuen. Damit nutzt Pepsi perfekt die viralen Möglichkeiten des Web 2.0 und macht die eigenen Fans zu seinen Markenbotschaftern. Freiwillig.

Aber auch die, die selbst nicht kreativ sein wollen oder können, werden involviert. Im Votingprozess! Sie bringen sich durch ihre Votes und durch die Kommentare mit in den Crowdsourcing-Prozess ein! Das wird meist unterschätzt.

Oft höre ich von Kritikern, die nicht viel Ahnung vom Crowdsourcing haben: “Da machen ja nur 40 Leute mit. Haben ja nur 40 Leute was hochgeladen.” FALSCH! Sichtbar kreativ waren dann vielleicht nur 40 (eine hier willkürlich gewählte Zahl!). Aber es haben womöglich 2.000 gevotet und kommentiert. Und damit waren auch sie involviert in den Prozess! Und sie haben anderen davon erzählt. Mündlich. Oder über ihre Social Media Kanäle. Das eigene Blog, via Twitter, im Facebook-Status-Update. Es sind also nicht nur die 40 deren Arbeiten man letztendlich sieht. Die Community, die beim Crowdsourcing involviert ist, ist meist deutlich größer. Multiplikatoren sind zum Teil nur die sichtbar Kreativen. Auch Interessierte, die nur drauf schauen, vielleicht sogar ohne zu kommentieren, können zu spannenden Multiplikatoren der Marketing-Botschaft werden! Zumindest, wenn man es so macht wie Pepsi oder auch wie wir bei VOdA bei unseren Crowdsourcing- und Social Media Projekten. Und das macht Crowdsourcing so spannend. Um damit komplexe Social Media Kampagnen zu initiieren und dann auch am Leben zu halten. Viele Menschen können sich beteiligen. Über verschiedene Möglichkeiten. Mit verschiedenen Graden der öffentlichen Sichtbarkeit, mit unterschiedlichem Aufwand. Und das zu jeder Zeit und von jedem Ort der Welt aus. Wenn es dann noch spannende Gewinne gibt, also eine gut getunte Incentivierungsstrategie: perfekt. Pepsi macht erneut vor, wie es geht.

NACHTRAG:
Markus schreibt in den Kommentaren ganz richtig:

ist ein extrem interessantes projekt, vor allem, weil Pepsi zum ersten mal nach 23 jahren nicht beim Superbowl wirbt, sonder lieber 20Mil $ für die kampagne hier ausgibt.

Social Media statt Superbowl-TV-Werbung… Wenn das nicht nachdenklich macht, weiß ich auch nicht.

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Erstellt am Dienstag 29. Dezember 2009
Unter: PR und Social Networks | 4 Kommentare »

Facebook – Wo ist die Vierschanzentournee?

Ich war auf der Suche nach der diesjährigen Vierschanzentournee der Skispringer. Gestern, mit dem iPhone. Ich wollte gern live die Ergebnisse der Qualifikation zum ersten Springen wissen. Da ich aber unterwegs war, ging das nur mobil. Ich dachte mir: es gibt bestimmt eine gute Facebook-Seite, die ich über die geniale Facebook-App auf dem iPhone ansteuern kann. Schließlich haben wir das Jahr 2009 und Social Media wird immer wichtiger und stärker. Doch mein Entsetzen war groß. Das Einzige was ich fand, war eine nicht gepflegte Seite aus der vergangenen Saison. Ohne Inhalte, ohne aktuelle Informationen. Wie traurig…

Auch im App-Store fand ich keine iPhone-App zur Vierschanzentournee. Es gibt zwar einige Sport-Webseiten, die einen Live-Ticker liefern. Der ist aber fast immer auf Flash-Basis. Und damit nicht darstellbar vom iPhone. Eurosport wiederum hat zwar eine ziemlich gut gemacht iPhone-App, die ich sehr mag. Aber Skispringen findet dort nicht statt. Das dürfte rechtliche Gründe haben.

So stand ich also im Regen. Noch nicht einmal auf Twitter gab es relevante, zeitnahe Informationen über die Vierschanzentournee. Dafür gibt es aber wenigstens eine Webseite der Vierschanzentournee. Diese macht jedoch den Eindruck, als hätte man sie im Jahr 1992 konzipiert und umgesetzt. Entschuldigung, sollte ich damit jemandem auf den Schlipps treten. Aber so ist es aus meiner Sicht. Webseiten zu Live-Events, wie es die Vierschanzentournee nunmal ist, die Millionen von Menschen in ihren Bann ziehen, finde ich verdammt traurig und vor allem: unzeitgemäß. Es fehlt komplett eine Social Media Anbindung und ein zeitnaher Informationskanal. Facebook, Friendfeed, Twitter & Co. liefern die Technik und die Vernetzungsmöglichkeiten. Man muss sie “nur” noch geschickt einsetzen und benutzen. Doch das geschieht bei der übrigens von Jack Wolfskin gesponsorten Vierschanzentournee überhaupt nicht.

Jack Wolfskin Vierschanzentournee

Alles konzentriert sich ganz offensichtlich aufs TV. Und das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Mobile Inhalte werden in einem rasenden Tempo von den Menschen dort draußen angenommen. Das Internet gewinnt stetig an Bedeutung. Immer mehr nutzen Smartphones wie das iPhone um damit Bilder hochzuladen, Emails zu schreiben, ihr Facebook-Profil zu pflegen, zu twittern und neueste Nachrichten zu erhalten. Auf all dies verzichtet man bei der diesjährigen Vierschanzentournee leider. Und das sage ich als großer Skispring-Fan, seit 30 Jahren. Wo ist der Twitter-Stream von der Vierschanzentournee? Wo sind die Bilder der Fans, die sie auf Flickr und Sevenload hochladen? Wo die Videos rund um die Tour auf Youtube und Vimeo? Wo die Facebook-Page die mich mit Neuigkeiten versorgt und auf der ich mich als Fan “outen” kann?

Und bevor ich mich weiter über diese Missstände ärgere, richte ich lieber eine eigene Facebook-Fanpage ein. Eigentlich ist es dafür zeitlich schon zu spät für die diesjährige Tournee. Aber ich mag es nicht nur zu kritisieren. Man muss auch was machen. Und: besser als gar nichts. Für all die, die die Tournee nicht via TV verfolgen können und die mobil und via Internet dabei sein möchten: bitte hier entlang, zur privaten Facebook-Fanpage der Vierschanzentournee.

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Erstellt am Dienstag 29. Dezember 2009
Unter: PR und Social Networks, Viralmarketing | Keine Kommentare »