Die Zukunft der Screentechnologie
Autor des Artikels: Matias RoskosTolles Foto. Und, so schätze ich das auch ein, technisch nicht weit weg von der Zukunft. Etliches von dem Gezeigten ist heute sogar schon möglich. Nur noch nicht Bestandteil der täglichen Arbeitswelt.
Aber völlig unrealistisch ist natürlich der WM-Titel für Schweden! :)
Der iPhone Antenna Song
Autor des Artikels: Matias RoskosAus gegebenem Anlass - wobei es vorerst nicht zu einer Rückrufaktion kommt, sondern "nur" zu einem kostenlosen Verteilen von Hüllen für das iPhone4 - hier der "iPhone Antenna Song".
Der Apple-Fluch – iPhone4 vor Rückrufaktion mit 1,5 Milliarden Euro Kosten
Autor des Artikels: Matias RoskosVor wenigen Tagen noch war ich auf die Erfolgsfaktoren des Markenaufbaus bei Apple eingegangen. Unter anderem hatte ich dort geschrieben:
Qualität: Immer wieder setzt Apple neue Qualitätsstandards. Wie jetzt ganz aktuell beim beeindruckenden Display des iPhone 4. Sobald jedoch dieser Punkt vernachlässigt wird, was in den 90ern und wiederum 2004/2005 der Fall war, bekommt das Unternehmen Image- und Umsatzprobleme. Und besinnt sich dann wieder auf diesen Schlüsselfaktor ihres Erfolges: Qualität.
Nun droht ihnen genau dieser Punkt auf die Füße zu fallen. Das iPhone4 ist Schrott. Das bestätigte nun auch ein amerikanisches Testinstitut, das sich das iPhone genauer unter die Lupe genommen hat.
Wie konnte so etwas passieren? Wie kann Apple ein Gerät auf den Markt werfen, dass massive Empfangsprobleme hat? Ich weiß es nicht. Und ich kann es mir nur mit dem enormen Innovationsdruck erklären. Apple will und muss aus dem Eigenverständnis heraus Vorreiter sein. Die Konkurrenz schläft aber nicht und ist Apple mittlerweile dicht auf den Fersen, was Smartphones und Touchpads anbelangt.
Dabei hat dieses Mal die Qualität gelitten. Massiv. Dies könnte Kosten in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verursachen, hat ein Analyst von Bernstein Research ausgerechnet (nachzulesen auf n-tv).
Was ich daran so spannend finde, ist nicht nur das Beobachten, wie ungeschickt Apple mit diesem Thema umgeht. Bisher wurde knallhart behauptet, das Problem wäre kein echtes Problem, sondern nur ein kleiner Softwarefehler. Wie nun wird Apple reagieren? Heute ist eine mit Spannung erwartete Pressekonferenz angesetzt. Start 19 Uhr MESZ.
Noch spannender finde ich aber die Tatsache, dass dieses Problem wieder einmal über die Social Media Kanäle blitzschnell nach oben gespült wurde. Über Blogs und dann via Twitter und Facebook fand die Nachricht, dass das iPhone ein massives Empfangsproblem hat, seinen Weg hin zu den Nutzern. Die Viralität des Social Web funktionierte bestens und setzt Apple massiv unter Druck.
Genauso wie das Social Web für einen arbeiten kann, wenn man was Gutes zu bieten hat, kann es einen aber auch blitzschnell darauf hinweisen, dass man Mist gebaut hat. Nichts Schlimmes an sich. Feedback zum Produkt kann zu kundennäheren Produkten und Produktverbesserungen führen. Wenn man denn bereit ist zuzuhören und schnell zu reagieren.
Leider hat Apple auf diese Signale der Nutzer erst einmal nicht hören wollen. Nun ist der Imageschaden immens. Und von Tag zu Tag an dem Apple sich in seiner Trutzburg verschanzt und so tut, als wäre die Welt da draußen so böse zu ihnen, wird der Schaden größer. Apple - ihr habt Mist gebaut! Seht es ein. Gebt es zu. Reagiert, so wie man es von einer innovativen Marke erwartet.
Schauen wir, wie es weiter geht.
Vielen Dank an Ulf Kollwitz für die Illustration zum Artikel!
Erfolgreicher Markenaufbau am Beispiel von Apple – 10 Schlüsselfaktoren
Autor des Artikels: Matias RoskosApple's Aktienwert steigt und steigt. Sein Markenimage ist grandios, auch wenn es immer wieder (zumeist berechtigte) Kritik gibt, wenn es um Umweltstandards und das Zwingen des Kunden zur abgeschotteten Apple-Welt geht. Ich bin kein großer Apple-Fan, auch wenn ich mein iPhone liebe. Aber diese geschlossene Welt ist mir höchst suspekt. Doch darum soll es hier nicht gehen.
Apple ist eine der stärksten Marken weltweit. Daran führt kein Weg vorbei. Das bedeutet, dass sie in der Vergangenheit verdammt viel verdammt richtig gemacht haben müssen.
Und nein – die Wurzeln des Erfolges ruhen nicht in der Social Media Welt. Die Wurzeln liegen viel tiefer. Aber das rasante Umsatz-Wachstum der vergangenen zwei Jahre wiederum wäre ohne Social Media nicht möglich gewesen.
Mit Hilfe von Social Media den Mainstream erreicht
Apple hat den rasenden Kulturwandel in der Kommunikation der Menschen untereinander so gut verstanden wie wohl kaum ein anderes Unternehmen und dafür die perfekten Geräte auf den Markt gebracht. Und sie haben es verstanden aus ihrem exzellenten Ruf (Qualität und beste Usability) mit Hilfe von viralen Effekten einen gigantischen wirtschaftlichen Erfolg zu machen.
Der Ruf, Produkte auf den Markt zu bringen die optisch extrem wertig daherkommen und zudem in der Usability unschlagbar sind, den haben sie schon seit zwei Jahrzehnten. Doch erreichten sie in den 90er Jahren damit nicht den Mainstream. Der kaufte Microsoft-lastige Produkte. Den Sprung an die Ladentheken des Otto-Normalkäufer gelang ihnen erst mit dem Social Web, für das das iPhone einfach die ideale Hardware + passende Software ist. Und mit Hilfe des Social Web verbreiteten sich ihre Markenbotschaften über die elitäre Nische der Grafiker und Designer hinaus in die Welt der Normalbürger. Mittels Mundpropaganda, die immer wieder von Apple gekonnt unterfeuert wird.
Hier nun die 10 Schlüsselfaktoren für den Erfolg von Apple in den vergangenen zwei Jahren:
- Authentizität: Ohne Steve Jobs als authentische Identifikationsfigur ist Apple nicht mal halb so viel wert. Er steht als Gallionsfigur für das ständige Bemühen um bestmögliche Qualität und bestmögliche Usability. Und man nimmt ihm dieses Ringen auch ab.
- Differenzierung: Von Anfang an positionierte man sich ganz klar gegen Microsoft und sagte: „Wir sind anders. Jeder der unsere Produkte kauft, ist anders. Anders als Microsoft.“ Das half beim positiven Imageaufbau.
- Mundpropaganda: Die Macher hinter Apple sind die Meister der Mundpropaganda. Da werden im Vorfeld von Präsentationen schon mal mögliche Produktdetails gestreut, die man erst dementiert, um sie dann bei der Produkteinführung zu bestätigen. Und die Apple-Jünger lieben dieses Spiel mit dem Geheimnisvollen. Schon Wochen bevor ein neues Produkt auf dem Markt erscheint, wird darüber diskutiert und getratscht.
Früher geschah dies nur mühsam in Foren, via Email und in den Agentur-Offices. Heute über die vielfältigen Social Media Kanäle. Blogs und Twitter befeuern die Verbreitung von Informationen gewaltig. - Usability: Apple steht für das (meist) perfekte Zusammenspiel von Hardware und Software. Bei den meisten Firmen ist zuerst die Hardware da und dann muss dafür passende Software geschrieben werden. Bei Apple wird beides parallel entwickelt. Heraus kommen Produkte, die als Gesamtheit „rund“ sind und großartig funktionieren.
- Qualität: Immer wieder setzt Apple neue Qualitätsstandards. Wie jetzt ganz aktuell beim beeindruckenden Display des iPhone 4. Sobald jedoch dieser Punkt vernachlässigt wird, was in den 90ern und wiederum 2004/2005 der Fall war, bekommt das Unternehmen Image- und Umsatzprobleme. Und besinnt sich dann wieder auf diesen Schlüsselfaktor ihres Erfolges: Qualität.
- Innovationen: Apple zeigt immer wieder Mut zu Innovationen. Man traut sich, wo andere Unternehmen Angst haben sich die Finger zu verbrennen.
Wie allgemein bekannt ist, ist Apple nicht der Erfinder des Touchscreens. Aber sie haben ganz konsequent ihr Smartphone, das iPhone, berührungsintensiv gemacht und sind dabei keine Kompromisse eingegangen. Dieser Mut zur Innovation hat ihnen Erfolg gebracht. - Mut zu Fehlern: Der Mut zu Innovationen schließt den Mut Fehler zu machen mit ein. Bestimmmte Dinge lernt man nur, in dem man sie tut. Statt jahrelang zu theoretisieren und sich strategische Papiere hin und her zu schicken. Im Zweifelsfall sagen die meisten Unternehmen: „Wir lassen das lieber. Es könnte ein Flop werden.“ Nicht so Apple. Sie sagen: „Wir tun es und schauen, wie es sich entwickelt.“ Und sie reagieren dann schnell auf auftauchende Entwicklungen oder Probleme.
- Zeit: Apple gibt es nicht erst seit fünf Jahren. Wie viele neue Apple-Kunden womöglich denken mögen. Die Marke ist „steinalt“, wenn man in New Economy Dimensionen denkt. Der Markenaufbau erfolgte über zwei Jahrzehnte und wäre in dieser Stärke und Nachhaltigkeit, kaum über einen kurzen Zeitraum zu erreichen. Man hat sich die Zeit bei Apple gegeben und nie aufgehört an den langfristigen Erfolg zu glauben. Langfristig setzen sich Zähigkeit, der Glaube an sich und seine Produkte und das permanente Dazulernen und stetige Produktverbesserungen durch.
- Kundenloyalität: Nichts ist Apple so wichtig wie der Apple-Kunde. Oder zumindest genauso wichtig wie die aktuelle Produktpalette. Wenn man diesen hohen Stellenwert des zufriedenen Kunden einmal aus dem Blick verliert, sieht man das auch umgehend an den Verkaufszahlen. Und sofort wird bei Apple reagiert. Darum gehören Apple-Kunden zu den treuesten Kunden überhaupt. Und viele von ihnen sind engagierte Markenbotschafter für Apple geworden. Womit wir wieder bei der Mundpropaganda wären.
- Unabhängigkeit: Von Anfang an war es Steve Jobs wichtig, unabhängig zu sein von Microsoft und anderen Mitbewerbern. Er liebt die Apple-Unabhängigkeit. Und auch wenn es in stürmischen Zeiten nicht einfach ist so ganz allein, scheint sich diese Strategie auszuzahlen. Denn nur so ist es möglich schnell Innovationen auf den Markt zu schmeißen ohne großartig auf Bedenkenträger Rücksicht nehmen zu müssen. Und man kann den angesprochenen Mut zum Risiko auch immer wieder zelebrieren. Wäre man an einen großen Konzern gebunden, wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbei damit.
Wobei man sich mit der Zeit durchaus starke, strategische Partner gesucht hat, um noch besser auf dem heißumkämpften Markt bestehen und wachsen zu können.
Apple ist ein Vorzeigebeispiel für jedes Unternehmen in Sachen Image-Aufbau, geschicktem Einsatz von Mundpropaganda und erfolgreichem Mut zum Risiko. Sicherlich macht erst die Kombination der von mir genannten Schlüsselfaktoren den enormen Erfolg von Apple aus. Es ist nicht der einzelne Faktor, sondern das Zusammenspiel dieser.
Aber nicht jeder ist so mutig wie die Apple-Macher um Steve Jobs. Sie zeigen, wie wichtig Mundpropaganda für den Markenaufbau und daraus resultierend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens sein kann. Wenn man es geschickt anpackt. Und wenn man bereit ist permanent dazu zu lernen. Und was mir Apple letztendlich doch irgendwie sympathisch macht, trotz der abgeschotteten Apple-Welt mit iTunes-Store und den damit verbundenen, teilweise hanebüchenen Restriktionen, ist der Fakt, dass dahinter echte Macher stecken. Und weniger Theoretiker und Skeptiker. Ich mag Menschen, die mit Mut zum Risiko und dem Willen etwas zu schaffen voran gehen. Daraus kann jedes Unternehmen, egal wie groß oder klein, so einiges lernen.
Es darf gern widersprochen werden. In den Kommentaren.
Wunderbare iPhone-App für Kinder
Autor des Artikels: Matias RoskosIch bin "nebenbei" ja auch Papa, wie viele meiner Leser vielleicht wissen. Mein Sohn ist 6 Jahre und das Wichtigste in meinem Leben. Zu 100%. Auch wenn er manchmal zurückstecken muss, wenn Papa auf Reisen ist zu Konferenzen oder bei Kunden in ganz Deutschland.
Als Papa hat man verschiedenste Verpflichtungen. Man ist ja unter anderem auch dazu da, dem Sohn neue spannende Dinge aus der virtuellen Welt zu zeigen. Natürlich, nachdem man mit ihm Baden war oder Fußball gespielt hat. Ich halte übrigens das Spielen draußen, das im echten Leben, für deutlich wichtiger als den Computer. Damit mich hier niemand missversteht. Aber ich denke auch, dass man nicht umhin kommt mit den neuen Möglichkeiten der virtuellen Welt aufzuwachsen. Und wenn man lernt damit umzugehen und es gekonnt dosiert, ist das auch durchaus ein bereicherndes Element.
Mein Sohn liebt mein iPhone. Vermutlich genauso wie ich. Auf jeden Fall ist er immer stolz wie Bolle, wenn er es mal nutzen darf. Meist, um sich auf Youtube eine Wickie-Folge anzuschauen. Oder um gegen mich "Vier gewinnt" zu spielen. Vor kurzem aber habe ich eine neue, geniale App entdeckt. Ich selbst habe schon in meiner Kindheit voll Genuss das Mosaik mit den Abrafaxen gelesen. Und seit einem Jahr hat auch mein Sohn sein Mosaik-Abo. Nun wurden wir in einer Beilage des Heftes (Achtung: Marketing!) darauf hingewiesen, dass es nun auch eine iPhone-App für das Mosaik gibt.
Man kann sich zeitgleich also die aktuelle Folge des Mosaiks mit den Abenteuern der Abrafaxe auf sein iPhone laden. Das kostet 1,59 €. Damit liegt der Audio-Comic 0,81 € unter dem Heft-Preis der Printausgabe. Mein Sohn ist absolut begeistert von der App und hört sich die Folgen immer wieder an. Und vergleicht dann meine Fähigkeiten als Vorleser mit denen auf der App.
Die ersten drei Folgen sind zum Antesten kostenlos, was ich jedem Papa bzw. jeder Mama mit iPhone nur empfehlen kann. Einfach mal die kostenlosen Mosaik-Folgen testen bei ihrem Kind. Und wenn es gefällt, entweder das Heft abonnieren oder ab und zu eine Folge fürs iPhone nachordern.
So schaut für mich zeitgemäßer Umgang eines Verlags mit den Möglichkeiten der virtuellen Welt aus. Der Mosaik-Verlag macht dort gerade verdammt viel verdammt richtig. Mein ehrliches Kompliment. Bitte weiter so. Ich bin begeistert!
Mehr dazu auch in einem langen Beitrag im VisualBlog, in dem ich auch auf die Comicbücher dazu und den großartigen Kinofilm mit Nena eingehe.
iPhone-Apps für die Fußball-WM – 8 Apps unter der Lupe (inklusive 21 Screenshots)
Autor des Artikels: Matias RoskosMit der FIFA Fußball-WM 2010 steht ein absolutes Sport-Großereignis vor der Tür. Ein guter Anlass, um sich einmal die iPhone-Apps anzuschauen, die es dazu gibt. Das iPhone hat sich rasend schnell etabliert und ist Vorreiter in Sachen Smartphones und damit auch der Nutzung von Apps, also kleinen, separaten Programmen, die auf einem solchen Gerät, welches schon lange kein Handy im usprünglichen Sinne mehr ist, laufen.

Dazu muss ich sagen, dass Smartphones und damit vor allem die Nutzung der Apps auf einem Gerät dieser Klasse für mich fester Bestandteil der Social Media Welt sind. App-Nutzung geht meist einher mit Social Media Nutzung. Meist erfolgt ein Zugriff auf Informationen des Internets. Oft ist sharing - also das Teilen von Informationen, Bildern und Videos - fester Bestandteil einer App. Wer also über eine Social Media Strategie nachdenkt oder sich in der Planung befindet, sollte dabei immer auch über Apps für Smartphones nachdenken. Nicht an jeder Stelle mag es dann letzendlich auch Sinn machen. Aber immer häufiger empfehle auch ich eine App gleich beim Start der Aktivitäten auf Facebook, Youtube, Twitter & Co. mit einzubinden.
Ich habe mir 8 Apps angeschaut, die ich für vielversprechend hielt. Komplett außen vor habe ich sämtliche Apps gelassen, die Geld kosten. Es gibt etliche kostenlose, warum soll ich da noch Beträge zwischen 0,79 € und 3,49 € zahlen? Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Und ich konnte nirgends in den Beschreibungen ein Argument entdecken, doch Geld dafür auszugeben.
Fangen wir gleich mit meinem Favoriten an.
iLiga South Africa
Hinter iLiga steckt die motain GmbH & Co. Kg. Und diese Iphone-App bietet aus meiner Sicht so ziemlich alles, was das Fußball-Herz zur WM in Südafrika begehrt. Nicht umsonst ist sie aktuell die meistgeladene App im iTunes Store für Deutschland.
Selbstverständlich gibt es zu jedem Spiel nicht nur das Resultat, sondern auch einen redaktionellen Live-Ticker. Auch die Mannschaftsaufstellungen findet man hier, mit Bild, Rückennumer und weiteren Infos. Das Einzige was mir an der Stelle fehlt, ist der Heimatverein, bei dem der Spieler unter Vertrag steht.
Wie nicht anders zu erwarten gibt es den News-Bereich. Klasse finde ich zudem den Bereich Videos, inklusive der deutschen Pressekonferenzen! Geplant ist zudem, alle deutschen Tore in 3D anzubieten. Ich bin gespannt, wie das ausschauen wird.
Pocket WM 2010 von freenet
Werbung auf dem iPhone
Autor des Artikels: Matias RoskosWerbung hält zur Zeit massiv Einzug auf dem iPhone! Viele neue Apps und auch Updates von vorhandenen Apps haben nun Werbung mit drauf. Zumeist am unteren Bildschirmrand. Und ich muss sagen: es nervt! Enorm.
Hier mal ein Beispiel. Vier gewinnt. Spiele ich ab und zu ganz gern. Aber wenn es dann so ausschaut wie hier und permanent die Gefahr besteht, dass man mit dem Finger drauf kommt, ist das ein echter Grund für mich kaum noch dieses Spiel zu spielen oder die App gleich komplett zu löschen. Was ich wohl bald machen werde.

Eine Alternative wäre es, die Werbung nur für 5 Sekunden einzublenden und dann verschwinden zu lassen. Oder nach meinen ersten drei Aktionen die Werbung auszublenden. Damit könnte ich leben. Aber permanent auf solch einem kleinen Screen Gefahr zu laufen da drauf zu kommen und dann einfach so aus der App geschmissen zu werden - das sind die guten alten, widerlichen Frontalmarketing-Sitten. Immer mit der Faust rein ins Gesicht. Nein Danke. Es gibt so viel clevere Marketingstrategien...
Die Deutsche Telekom lernt
Autor des Artikels: Matias RoskosSeit ich (glücklicher) iPhone-Besitzer und damit automatisch auch Telekom-Kunde bin, bin ich nur noch halb so schlecht zu sprechen auf die Magenta-Firma. Und viele haben in den letzten Monaten und Jahren die Erfahrung machen müssen, dass die anderen Player auf dem Markt sich oft ähnlich ungeschickt anstellen wie der deutsche Telekommunikations-Gigant.
Letzte Woche fand ich in meinem Briefkasten ein Schreiben der Deutschen Telekom. Eigentlich wandert solche Werbung bei mir umgehend in den Müll, egal von wem. Aber wenn vorn ganz groß "iPhone" drauf prangt, schau ich meist wenigstens mal rein. "Neue Apps der Deutschen Telekom" war auf der aufwendig gemachten Broschüre zu lesen. Ich war neugierig geworden.
Und dann folgt folgender Text:
Sie haben's gut:
Sie haben ein iPhone!
Stimmt, dachte ich. Und fühlte mich ziemlich direkt angesprochen. Und genau das war der Knackpunkt. Und der clevere Schachzug. Es gibt da draußen Tausende von zufriedenen iPhone-Kunden. Wie mich. Und die sollte man ganz direkt ansprechen. Das gefällt mir. Weil es mir zeigt, das man mich als Kunde schätzt.
Natürlich ist es Werbung. Man will, dass ich mir die neuen Telekom-Apps anschaue. Hab ich dann auch gern getan! Und eine davon bereits installiert.
Ich bin positiv überrascht. Und habe den Eindruck, das man mit dem iPhone bei der Deutschen Telekom eine Menge dazugelernt hat. Ich hoffe, dass diese Tendenz auch für 2010 erhalten bleibt. Gegen Werbung ist nix einzuwenden. Wenn es die richtigen trifft. Denn dann ist es kein Spam mehr. Und dann lesen viele auch Werbung. Egal ob im Netz oder per Direktmarketing. Good job, Telekom.
IKEA-Katalog auf dem iPhone
Autor des Artikels: Matias RoskosNeulich hatte ich ja schon über die gelungene Viral-Aktion auf Facebook von IKEA hingewiesen. Nun bin ich beim Krawattenträger über Folgendes gestolpert: den neuen IKEA-Katalog gibt es iPhone-App.
Damit beweist IKEA erneut, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Ich vermisse noch viel zu viele Unternehmen auf dem iPhone. Es ist nicht wirklich kompliziert eine iPhone-App entwickeln zu lassen. Man muss nur die iTunes-Store-Hürde dann nehmen. Aber die stetig steigende Zahl von Smartphone-Besitzern, zu denen das iPhone an vorderster Front gehört, lechzen nach Apps für ihre Geräte. Und für die Marken gibt es kaum eine bessere, weil direktere Methode um einen Kanal hin zum Fan und potentiellen Kunden (und wieder zurück!) zu bauen.
Jetzt fehlt bei IKEA ja fast nur noch eine spannende Crowdsourcing-Strategie. DARAUF hätte ich ja so richtig Lust. Was man sich da alles Geniales einfallen lassen könnte in der Konzeption und bei der Community-Incentivierung.
Alles weitere gibt es hier im IKEA-Online-Katalog.
Die iPhone-App der Zukunft
Autor des Artikels: Matias RoskosSchon vor einiger Zeit schrieb ich in einem Artikel hier:
Die Zukunft des kommerziell erfolgreichen Internets heißt: Applications für Smartphones, die sich die Nutzer gegen Kleinstbeträge aufs Phone ziehen können. Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten und erfordert ein Umdenken vieler Strategen. Noch gibt es viel zu wenige, gute Apps.
Daran hat sich bis heute leider nicht allzu viel geändert. Wie solch eine iPhone-App aussehen kann, zeigen nun die Suicide Girls. "Seduce a SuicideGirl" heißt die zur Zeit wohl heißeste App fürs iPhone.
Suicide Girls ist eine Community, in die man nur mit einem Bezahl-Account hinein kommt. Aus gutem Grund. Denn es geht nicht unbedingt jugendfrei zu. Extrem gut gemachte Fotostrecken mit Mädels, die sich gern unbekleidet zeigen und die fast ausschließlich Tattoos und Piercings haben. Underground, Punk Rock, Gothic sind die Schlagworte, mit denen Suicid Girls ungemein erfolgreich sind. Und die Qualität stimmt. Keine Pornografie. Aber viel Erotik.
Passend zum erfolgreichen Konzept des Portals gibt es nun seit kurzem eine iPhone-App, die es in sich hat. Ein gut produzierter Video-Clip lädt zu Interaktion ein. Man hat immer wieder die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Wobei eine immer eine Sackgasse ist. Sehr einfach gestrickt, aber dennoch spannend und sehenswert.
So könnte... nein: So WIRD ein Teil der Zukunft kommerziell erfolgreicher Internetanwendungen aussehen.
Denn: man muss diese Anwendung einfach nur mal weiter spinnen. An verschiedenen Punkten des interaktiv gemachten Videoclips gelangt man auf Landingpages. Wo Produkte beworben werden oder Testimonials zu weiterer Interaktion einladen. Oder wo man beispielsweise Tourtickets ordern kann. Gleichzeitig ist es möglich direkt im Videoclip Orders zu generieren. Man kann ein Buch bestellen und als eBook aufs iPhone laden. Man kann die Jeans, die ein Protagonist anhat, sofort ordern. Oder die Schuhe, die Sonnenbrille, die Handtasche. Man kann die Location sich näher anschauen wo gedreht wurde. Warum nicht zu einer Landingpage geleitet werden, die die Urlaubsregion näher beschreibt, in der die Story gedreht wurde. Schöne Grüße nach Oberstaufen, Zell am See oder nach Garmisch-Partenkirchen. Das Ganze dann noch verknüpft mit einer Facebook-Fanpage, wie wir sie zum Beispiel für Garmisch-Partenkirchen betreuen (Bericht dazu gibts hier).
All dies ist bereits machbar! Aber wird bisher nicht eingesetzt. Doch es wird kommen. Die Zukunft gehört den mobilen Endgeräten. Nicht allein dem iPhone. Und Applications wie diese weisen den Weg. Sie sind innovativ und bieten zugleich den notwendigen Spaß, um erfolgreich zu sein.
Mehr dazu auch im VisualBlog.
















