Mein Rückblick auf die Pictoplasma 2011 – die beste Konferenz des Jahres
Alle zwei Jahre findet in Berlin die Pictoplasma-Konferenz statt. Und wer mag, kann dort einige der wichtigsten und besten Protagonisten der weltweiten Kreativ-Szene sehen und hören. Und mit ihnen oft auch plaudern. Alles in englisch, versteht sich.
Ich bin der Pictoplasma seit Jahren eng verbunden. Weil sie 2006 meinen Lieblingskünstler nach Berlin holte. Und ich es mir nicht nehmen ließ, den bisher rein virtuellen Kontakt nun auch ins reale Leben zu übertragen. Ich half Nathan Jurevicius beim Aufbau seiner Ausstellung (Hier ein paar Bilder von damals. Und hier ist mein Sohn zu sehen, der mithalf die Bunnyguru-Figuren aufzupusten. Alles aus dem Herbst 2006.). Ich denke noch heute extrem gern an diese Tage zurück, an denen ich einen der inspirierendsten Menschen, die es gibt, kennen lernen und an seiner Seite arbeiten durfte.
Seit dieser Zeit bin ich Fan der Pictoplasma-Konferenz und finde es grandios, was die Macher dort immer wieder auf die Beine stellen. Mein größter Respekt vor Peter Thaler, Lars Denicke und dem ganzen Pictoplasma-Team.
Ich selbst arbeite in erster Linie mit dem Kopf. Denken, analysieren, vergleichen, die richtigen Fragen stellen und antworten aufzeigen, Konzepte entwerfen, (umsetzbare) Ideen haben - all das gehört zu meiner täglichen Arbeit. Da ist es wichtig, dass der Kopf frei ist. Dass er "funktioniert". Und offen ist für neue Ideen und Gedanken. Für Inspirationen. Dafür, neue Wege zu entdecken, zu erdenken, auszuloten. Erst im Kopf. Und dann auch in der realen (virtuellen) Welt.
Die Pictoplasma pustet mir immer wieder den Kopf frei. Auf eine sehr angenehme Art. Kreativität auf höchstem Niveau strömt auf einen ein und in mich hinein. Und macht Platz für neue Gedanken. Räumt Ballast weg, zeigt Neues auf und schafft so neuen, wichtigen Freiraum.
Das ging mir auch mit der Pictoplasma 2011 letzte Woche so. Großartige Künstler faszinierten, inspirierten, berührten. Es war viel Spaß, aber darüber hinaus noch deutlich mehr. Inspiration ist oft nicht so leicht fassbar. Denn Ideen entstehen und reifen im Kopf. Nicht sichtbar nach außen hin.
Sozi zeigt, was wichtig ist bei Ideen
Genau mit diesem Aspekt hat sich Rilla Alexander intensiv beschäftigt, bevor sie ihre "Sozi" in die Welt hinaus ließ. Rilla kenne ich nun auch schon ein paar Jahre. Und so konnte ich ein wenig das Werden und das Suchen mitverfolgen. Und freue mich für sie, dass Sozi nun da ist. Ihr Buch kann ich nur jedem empfehlen, für den Ideenfindung ein wichtiges Thema ist. Das Buch ist zudem so wunderschön gemacht, dass es auch als Geschenk einfach perfekt ist. Siehe hierzu auch meine "Liebeserklärung" an Sozi. Darin schreibe ich unter anderem:
Sein Excerpt betrifft jeden. Egal wie alt. Egal in welchem Land der Welt. Egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Egal in welchem Beruf. Ob privat oder im Job. Es geht um Ideen. Und dass man nicht nur ständig welche hat, sondern dass es darauf ankommt sie auch anzupacken. Im Kleinen wie im Großen. Zu machen, statt zu grübeln.
...
Rilla Alexander erzählte im Vortrag auf der Pictoplasma 2011 von ihrem “Leidensweg”. Wie Ideen kommen und wieder entschwinden. Wie Inspiration in einen hinein fließt. Und man sie wieder hinaus lässt. Wie Dinge reifen. Oder nicht reifen wollen. Wie einfach es ist zu prokrastinieren. Und wie leicht man dabei vergisst, Dinge auch zu tun. Anzupacken. Ein Projekt anzugehen, voran zu treiben und zum Abschluss zu bringen.
Und hier kann man das Buch kaufen.
Weitere Highlights der Pictoplasma 2011
Weitere Highlights der vier Tage Weiterlesen …
Meine Tipps für die Pictoplasma-Konferenz
Zur Zeit findet in Berlin die Pictoplasma-Konferenz für Character-Design statt. Auch die Jahre zuvor war ich immer mit dabei. Für mich persönlich ein absolutes Highlight, zumal ich 2009 wie auch 2007 zwei meiner Lieblingskünstler mit begleiten durfte. Spaß pur.
Bis Sonntag noch kann man im Rahmen der Pictoplasma 2011 in 25 Galerien und Ausstellungsräumen 25 außergewöhnliche Künstler sehen. Eintritt kostenlos! Hier drei Tipps von mir, die mich gestern bei meinem Character-Walk am meisten fasziniert haben.
Rilla Alexander und ihre Sozi
Rilla kenne ich schon seit längerem. Und mag ihre Art sehr. Die rothaarige Sozi ist ihr jüngstes "Baby". Und man spürt in jeder Arbeit, wieviel Herzblut darin steckt. Und so konnte ich nicht anders und kaufte mir endlich eine Arbeit von ihr. Unser Wohnzimmer wird sich freuen über neue Gesellschaft.
Ort: BOLD - Torstr. 68, Berlin-Mitte
Special book-reading:
Apr 6 and 10 at 16.30h
Apr 7 to 9 at 19.15h
Iosefatu Sua
Ich gebe es zu - für den ein oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig. Aber ich fands genial. Und habe teilweise herzlich geschmunzelt.
Ort: Brut - Torstr. 68, Berlin-Mitte
The Blackheart Gang
Die Arbeiten der Blackheart Gang sind ein wunderbarer Kontrast zu den vielen "abgefahrenen" Werken der anderen. Poetisch, ruhig, faszinierend. Wer also in Berlin ist: hin da!
Ort: Nike Stadiums / Gipsstr. 7, Berlin-Mitte
Mehr Bilder gibt es auch von meinem Redakteurs-Kollegen Timo Maier im VisualBlog und in seinem Flickr-Album. Viel Spaß mit seinen Fotos.
Und hier noch Weiterlesen …
Gelungene Marketing-Aktion zur Fußball-WM 2010 von REWE – Mein Sohn liebt es
Bei uns in der Nähe gibt es einen Kaisers, einen Lidl, einen Aldi und einen REWE. Seit einigen Wochen gehe ich fast ausschließlich bei REWE einkaufen. Schuld ist Paule. Sie kennen Paule nicht? Mein Sohn kennt Paule! Paule ist das Maskottchen des DFB für alle Kids-Aktionen.
REWE hat zur Fußball-WM 2010 in Südafrika DFB-Sammelkarten heraus gebracht. Diese bekommt man kostenlos (!) bei jedem Einkauf über 10 Euro. Pro Zehner sozusagen gibt es ein Päckchen. Unsere Oma sammelt mittlerweile auch bereits fleißig mit, obwohl die in einem ganz anderen Berliner Stadtbezirk wohnt. Und auch unser Mittagspause-Lieblingsrestaurant im Friedrichshain, das "Crêpes Culture" - lecker, seeeehr lecker - sammelt für uns mit. So ist es uns gelungen von 25 möglichen Sammelkarten bisher 21 zu ergattern. Die restlichen vier bekommen wir auch noch. Man kann dann bei REWE das Sammelalbum kaufen, worin die Karten eingeklemmt werden. Uns fehlen übrigens noch Marcel Schäfer, Bastian Schweinsteiger, Per Mertesacker und der Lieblingsspieler meines Sohnes: Marko Marin. Falls jemand die übrig hat...
Worum es mir hier geht, ist der Fakt, dass Weiterlesen …
Was ich sonst so treibe
Wer mich kennt, weiß, dass ich viele verschiedene Dinge parallel tue. Geht nicht anders. Ich kann nicht anders. Es macht Spaß. Und ich glaube daran, dass ich dadurch nicht einroste und einen guten Einblick in viele verschiedene Gebiete habe (Crowdsourcing, Social Networks, Tourismus, Kreative im Netz, Spielwaren (meine Frau und ich haben einen eigenen Laden in Berlin), Bloggen, Vorträge, Beratung, strategische Konzepte, viel Denken und Suchen nach neuen Wegen und guten Ideen, Networking, Facebook, Flickr, Twitter usw.).
Meine Internet-Wurzeln liegen in der Welt der Kreativen. Mein erstes Projekt war eine Linksammlung zu den besten Webseiten im Netz, entstanden 2001. Daraus entstand nicht nur das VisualBlog, sondern auch ein Netzwerk, auf das ich durchaus stolz bin und das Spaß macht. Echte Freundschaften wuchsen daraus, die zum Teil sogar den Weg aus der virtuellen in die reale Welt fanden.
Seit vergangenen Freitag ist Nathan Jurevicius mit Andrea Kang in Berlin. Seit 2001 mailen wir uns regelmäßig. Bereits 2006 bei seinem ersten Berlin-Aufenthalt half ich mit seine Ausstellung aufzubauen. Nun konnte ich ihn erneut nach Berlin lotsen und der Webinale empfehlen. Wunderbar wenn ein Netzwerk so großartig funktioniert. Und so war ich letzten Freitag und Samstag damit beschäftigt ein wenig mit zu helfen im 4010 beim Gestalten der Gallery Wall. Dabei entstanden die nachfolgenden Bilder. Ich liebe die Arbeiten von Nathan Jurevicius. Ich bin ein echter Fan. Und freue mich, wenn ich helfen kann.
Das ist ein Part meiner Tätigkeit, der mir sehr am Herzen liegt. Denn hier vermischt sich auf ganz wunderbare Weise privates Interesse und echte Begeisterung mit dem vorhandenen Social Media Netzwerk. Ein fließender Übergang, den ich für mich persönlich als gut und fruchtbar empfinde. Ich weiß - andere trennen da sehr strickt. Ich nicht. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Danke an die Webinale und ans 4010, die es ermöglicht haben, dass Nathan Jurevicius wieder nach Berlin kommen und hier ausstellen konnte. Und vielen Dank vor allem auch an Andrea Kang und Nathan Jurevicius für den Spaß, den wir gemeinsam hatten! Gern bald wieder, wenn es sich irgendwie organisieren lässt. Ich merke, wie gut solche Projekte meinem Kopf tun. Und wie mich die Arbeiten von solch großartigen Artists inspirieren, antreiben und mich von vielen neuen, spannenden Projekten träumen lassen.
Social Media Week 2010 in Berlin
Leider kann ich selbst nicht dabei sein, bei der Social Media Week 2010 in Berlin. Vom 1. bis 5. Februar 2010 gibt es in der Stadt über 30 Veranstaltungen, die die Vielfältigkeit der Ausprägungen sozialer Medien in Alltag und Berufsleben aufzeigen möchten.
Vorträge, Diskussionen und Workshops sind die Kernelemente des Programms, das die Bedeutung der Stadt als Motor einer deutschen Social Media-Entwicklung unterstreicht.
Das selbstgewählte Motto Streit! dient dabei als thematisches Dach und spiegelt die aktuelle Diskussion in den sozialen Medien und Netzwerken wieder. Das Programm wird über soziale Netzwerke und regelmäßige öffentliche Meetups koordiniert und ist ab sofort unter http://socialmediaweek.org/berlin/ einsehbar.
Hervorheben muss ich natürlich die Party meiner Freunde von Panorama3000 am 4. Februar! Gemeinsam mit Silk Relations wollen sie es in Berlin Mitte so richtig krachen lassen! Viel Spaß!
Und wer in der Stadt ist - sei dabei bei der Social Media Week 2010 in Berlin.
Die Deutsche Telekom lernt
Seit ich (glücklicher) iPhone-Besitzer und damit automatisch auch Telekom-Kunde bin, bin ich nur noch halb so schlecht zu sprechen auf die Magenta-Firma. Und viele haben in den letzten Monaten und Jahren die Erfahrung machen müssen, dass die anderen Player auf dem Markt sich oft ähnlich ungeschickt anstellen wie der deutsche Telekommunikations-Gigant.
Letzte Woche fand ich in meinem Briefkasten ein Schreiben der Deutschen Telekom. Eigentlich wandert solche Werbung bei mir umgehend in den Müll, egal von wem. Aber wenn vorn ganz groß "iPhone" drauf prangt, schau ich meist wenigstens mal rein. "Neue Apps der Deutschen Telekom" war auf der aufwendig gemachten Broschüre zu lesen. Ich war neugierig geworden.
Und dann folgt folgender Text:
Sie haben's gut:
Sie haben ein iPhone!
Stimmt, dachte ich. Und fühlte mich ziemlich direkt angesprochen. Und genau das war der Knackpunkt. Und der clevere Schachzug. Es gibt da draußen Tausende von zufriedenen iPhone-Kunden. Wie mich. Und die sollte man ganz direkt ansprechen. Das gefällt mir. Weil es mir zeigt, das man mich als Kunde schätzt.
Natürlich ist es Werbung. Man will, dass ich mir die neuen Telekom-Apps anschaue. Hab ich dann auch gern getan! Und eine davon bereits installiert.
Ich bin positiv überrascht. Und habe den Eindruck, das man mit dem iPhone bei der Deutschen Telekom eine Menge dazugelernt hat. Ich hoffe, dass diese Tendenz auch für 2010 erhalten bleibt. Gegen Werbung ist nix einzuwenden. Wenn es die richtigen trifft. Denn dann ist es kein Spam mehr. Und dann lesen viele auch Werbung. Egal ob im Netz oder per Direktmarketing. Good job, Telekom.
Die moderne Zeitung
So könnte sie ausschauen. Ich bin begeistert!
Wäre das Gerät so leicht wie eine echte Zeitung und am besten auch faltbar bzw. verkleinerbar für den Rucksack, wär ich mit dabei. Gern auch mit diversen Abos für ausgewählte Zeitschriften.
Gefunden via Robert Basic, Social Network TV und @weltkompakt.
Bilder vom Communitycamp
Letztes Jahr hatte ich es noch mit organisiert. Dieses Jahr war ich "nur" als Gast da: beim Communitycamp in Berlin. Ersteinmal vielen Dank an die Organisatoren für die Mühen und an Cimdata für die tolle Location! Leider war es diesmal deutlich leerer wie im Vorjahr, was mich bei einem so spannenden Themenkomplex doch sehr gewundert hat. Nichts destotrotz gab es etliche interessante Sessions. Es hat Spaß gemacht! Viele spannende Leute waren dort. Nächstes Jahr gern wieder.
André Albrecht und Marcus Bader bei ihrer Tchibo ideas Präsentation, die viel positive Resonanz erfuhr. Was mich, als großen Fan dieses Crowdsourcing-Projektes, sehr freute.



















