SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

18Jun/13Off

Crowdsourcing ist nun offiziell

Autor des Artikels: Matias Roskos

Crowdsourcing gibt es als Wort nun auch ganz "offiziell". Im Oxford English Dictionary.

"Crowdsourcing," "mouseover," "big data," "redirect" and "e-reader" are among the tech terms that made the cut in this year's version of The Oxford English Dictionary, while "follower" and "tweet" will be given expanded definitions to accommodate their associations with Twitter.

The tech terms are among 1,200 words out of a total of 823,000. In a blog post announcing the new entries, the OED acknowledges that it has been using crowdsourcing techniques since the 19th century, but has only now seen fit to include the word. According to the dictionary's editors, that term was coined by Jeff Howe in Wired in 2006.

schreibt Mashable.

12Jun/13Off

Cuusoo – Lego setzt auf Crowdsourcing

Autor des Artikels: Matias Roskos

Schon seit etlichen Jahren setzt Lego an vielen verschiedenen Punkten auch auf Crowdsourcing und Open Innovation. Ein solches Projekt, um die Lego-Fans weltweit in die Produktentwicklung einzubeziehen, ist Cuusoo.

Cuusoo Lego

Bei Cuusoo geht es darum, dass die Community Vorschläge für Lego-Bausätze macht. Die Community votet nun für diese Vorschläge und kommentiert sie. Damit eine Idee vom Lego-Team begutachtet wird, braucht ein Vorschlag 10.000 Votes. Erst dann bekommt es eine Chance auf Umsetzung.

“We work with a broad spectrum of people, from talented individuals to “the crowd” and are constantly evolving our programs and platforms to enable co-creation and various forms of collaboration”, said Erik Hansen, LEGO’s Senior Director for Technology & Open Innovation.

ist zu Cusoo auf IdeaConnection nachzulesen.

Die Lego-Fan-Community dient hier also als Vorcasting-Mechanismus für das Product Development. Ein cleverer Ansatz. Spannend wäre es zu erfahren, wie die Abverkaufszahlen der aus Cuusoo heraus entstandenen Lego-Bausätze letztendlich aussehen. Performen sie über den Durchschnittswerten? Das wäre zumindest wünschenswert. Wobei man Crowdsourcing immer auch zu einem Teil es Marketing- und Kundenbindungs-Instrument sehen sollte.

Dieses Batmobil von Brent Waller ist doch wohl extrem genial. Oder?

Batmobil von Lego

9.992 Supporter, 1.188 Kommentare, 207.323 Views. Keine schlechten Zahlen.

Hier noch das Erklär-Video zu Weiterlesen …

27Mai/13Off

Interessante Crowdsourcing-Plattform: Innovationskraftwerk

Autor des Artikels: Matias Roskos

Hier mal wieder eine Neuentdeckung in Sachen Crowdsourcing in Deutschland: Innovationskraftwerk.

Auf den ersten (und zweiten) Blick macht die Plattform einen spannenden Eindruck. Ideensucher wie Evonik, Hermes, Bayer oder Wella sorgen für interessante Aufgabenstellungen. Beispiele:

  • WIE VERHINDERN WIR DIE AUSBREITUNG VON WÜSTEN?
  • WIE SEHEN FRISEURSALONS DER ZUKUNFT AUS?
  • WAS LEISTEN VERBUNDWERKSTOFFE DER ZUKUNFT?
  • WORAN KANN SICH KUNSTSTOFF ERINNERN?
  • HOLEN, BRINGEN ... UND WAS NOCH?

Das ist zum Teil "schwere Kost". Da müssen die Plattformbetreiber aufpassen, dass sie nicht am Ziel vorbei schießen. Sprechen Sie doch damit eine sehr kleine, spezialisierte Zielgruppe an. Aber ohne eine gewisse Masse an Communitymitgliedern, kann Crowdsourcing nicht funktionieren. Auch kann ich keine Struktur im Crowdsourcing-Prozess erkennen, wie sie beispielsweise unserAller.de implementiert hat. Community-Aufbau scheint keine große Rolle zu spielen. Oder täusche ich mich da?

Die Community-Aktivität scheint nicht sehr hoch zu sein, wenn ich das richtig sehe. Dafür sind die eingesandten Ideen gar nicht mal schlecht.

Die Prämienstruktur reicht zwar noch lange nicht an den König der Crowdsourcing-Plattformen Innocentive heran, macht aber dennoch einen ordentlichen Eindruck. Die Summen für die Gewinner liegen zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Dafür lohnt es sich, sich ein paar Tage intensiv Gedanken zu machen.

Eine interessante Plattform. Hier lohnt sich womöglich ein vertiefendes Interview mit den Machern? Auf jeden Fall: Viel Erfolg!

Innovationskraftwerk

5Feb/13Off

Wieder zwei Doritos-Spots in den Top10 des Super-Bowl

Autor des Artikels: Matias Roskos

Und wieder hat es Doritos geschafft seine Spots während des Super-Bowl 2013 in den Top10 zu platzieren. Und das mit Hilfe von Crowdsourcing: "Zum sechsten Mal - Doritos Crash the Superbowl".

Zum Sieg reichte es dieses Jahr ausnahmsweise nicht. Dieser ging an Anheuser-Busch, wie uns der USA Today Admeter verrät. Hier der Gewinner-Spot. Auf Youtube hat er bereits über fünf Millionen Views. Also die Reichweite findet nicht allein im TV statt, sondern wird im Netz fortgesetzt. TV und Online ergänzen sich hier perfekt.

Ein wunderbarer Spot, nicht wahr? Der berührt auch mich. Wobei man dazu sagen muss, dass Platz 1 und 2 60-Sekunden-Spots sind und Platz 3 sogar 120 Sekunden. In dieser Zeit lässt sich viel mehr Story unterbringen. Der Doritos-Spot ist dagegen ein klassischer 30-Sekünder.

Aber mit Platz vier und sieben kann eine Marke wie Doritos bei dieser enorm starken Konkurrenz mit gewaltigen Werbe-Budgets wieder überaus zufrieden sein. Und der auf Rang vier platzierte Spot "Fashionista Dad" war auch mein großer Favorit. Eine großartige Idee. Geboren aus der Doritos-Community.

Wunderbar, was Crowdsourcing hervorbringen kann.

29Jan/13Off

Externe Erfinder einbinden – eine Liste von Inventor-Friendly Companies

Autor des Artikels: Matias Roskos

Immer mehr Unternehmen und Marken, vor allem im englischsprachigen Unternehmer-Markt, binden externe Ideen und externe Erfinder in die Unternehmensprozesse ein. Sie setzen auf Open Innovation und nutzen Crowdsourcing-Mechanismen, um Innovationsprozesse zu forcieren und neue Produktideen zu generieren. Neben tollen Marktforschungseffekten sind diese Marken damit ganz nah am Kunden der Zukunft dran.

Im Inventors Digest gibt es eine wunderbare Liste mit "Inventor-Friendly Companies". Darunter befinden sich so klangvolle Namen wie Kellogg, Kraft Foods, Black & Decker, Bosch und viele mehr. Einfach mal reinklicken und umschauen, wer bereits auf externen Input setzt.

Kellogg Gread Ideas

(Danke Catharina, für den Hinweis auf diese Liste!)

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Anmeldung Roskos-Report

8Jan/13Off

Zum sechsten Mal – Doritos Crash the Superbowl

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ist etwas innovativ, wenn man es bereits zum sechsten Mal macht? Nein, eigentlich nicht. Und doch: Ja - ist es. Definitiv. "Crash the Superbowl" ist und bleibt innovativ. Denn noch immer nutzen viel zu wenige Brands die Möglichkeiten des Social Web. Noch viel zu selten wird auf das Wirken von Crowdsourcing-Mechanismen zurückgegriffen. Doch bei Pepsi, zu denen Doritos gehört, weiß man, wie man es macht. Aus mittlerweile sechs Jahren Erfahrung.

Schon 2010 berichtete ich darüber. Und schon damals wie heute war ich unendlich begeistert. Endlich eine starke Marke mit richtig Power unter der Haube, die sich traut und einen extrem wichtigen Baustein des Marketingkonzeptes der Marke - den TV-Spot für den SuperBowl in den USA - von der Community via Crowdsourcing generieren lässt. Sie haben erkannt dass man und wie man echte Mehrwerte für eine Brand abschöpfen kann in der engen Zusammenarbeit mit einer Community.

Crash the Superbowl

Eine Million Dollar winken erneut dem Gewinner. Wenn er es auf Platz des TV-Admeter schafft. Fünf Entwürfe stehen in der Finalrunde. Das Voting findet nicht wie sonst üblich auf einer Microsite, sondern komplett auf Facebook statt. Nur zwei Videos werden letztendlich im TV während des Superbowls ausgestrahlt. Aber auch die anderen fünf gehen keineswegs leer aus. 25.000 Dollar sowie ein Trip nach New Orleans zum Finale sind sicher. Auch nicht schlecht.

Doch das Marketing für Doritos läuft schon seit Oktober, als die neue Aktion startete, auf vollen Touren. Der Werbe-Effekt ist also nicht erst mit der TV-Ausstrahlung da, sondern bereits weit vorher. Hier genug liegt der exzellente ROI für Doritos zugrunde. Marketing plus Kundenbindung plus Kreativ-Input mittels einer eigenen Community. Perfekt.

So geht gutes Crowdsourcing. Nun schon zum sechsten Mal. Mit exzellenten Ergebnissen, großem TV-Erfolg und: mit Tradition. Wär hätte das gedacht?

Und hier sind die fünf Finalisten. Welches ist euer Weiterlesen …

27Nov/12Off

Manhattan bald mit neuen Community-Colours – Dank Crowdsourcing und unserAller.de

Autor des Artikels: Matias Roskos

"Community Colours" ist ein neues, tolles Crowdsourcing-Projekt aus dem Hause unserAller.de. Manhattan möchte auf diesem Wege die mittlerweile fast 20.000 Mitglieder starke unserAller-Community in die Ideenfindung für eine neue Nagellack-Kollektion einbeziehen. Diese wird im Herbst 2013 in limitierter Auflage unter dem Motto „Community Colours“ im Handel erscheinen.

Manhattan Crowdsourcing via unserAller.de

Themenwelt, Farben und Farbnamen für 20 neue Nagellacke gilt es zu entwerfen. Um die Kreativität der Teilnehmer anzuregen, werden Weiterlesen …

18Okt/12Off

Bei Sky probiert man Crowdsourcing aus

Autor des Artikels: Matias Roskos

"Bring deine Idee ins TV". Mit diesem Slogan wirbt Sky auf Facebook für eine sympathische Crowdsourcing-Aktion. Dabei geht es um den TV-Spot zum Rückrundenstart der laufenden Bundesligasaison 2012/13. Basis ist die bereits existierende "Fan in Dir"-Kampagne aus der Hinrunde, die ganz wunderbar zu funktionieren scheint. Auch mir gefällt sie.

Sky auf Facebook

Die Facebook Fans können über die dazugehörige Facebook-App ihre eigenen Ideen hochladen (siehe Video weiter unten). Harald Schmidt und Franz Beckenbauer entscheiden dann, als Juroren fungierend, über die Ideen, die letztendlich als TV-Spot umgesetzt werden.

Ausgesprochen gut, weil passend und fair, finde ich dabei die Incentivierungsstrategie. Oft genug ist diese zu schwach oder wird gar komplett weg gelassen. Nicht so bei dieser Kampagne.

Für die Einsender der besten Ideen gibt es dazu Champions-League-Finalkarten für den 25. Mai 2013 in Wembley, Bundesliga-Tickets beziehungsweise signierte Bundesligatrikots. Die Gewinner werden im TV-Spot namentlich erwähnt.

So ist es bei W&V nachzulesen.

Hier haben sich die Macher etwas Sympathisches einfallen lassen, was perfekt zur Zielgruppe passt. Karten für das Champions-League-Finale. Cool! Dazu die namentliche Erwähnung der Ideengeber im Clip. Daumen hoch dafür.

Hier der Spot zur Aktion:

Gern bitte mehr davon in der deutschen Social Media Landschaft.

9Okt/12Off

Risiken und gute Planung beim Crowdsourcing

Autor des Artikels: Matias Roskos

Zusammenarbeit und kontinuierliche Teilnahme sollte durch die Incentivierung gefördert werden, um ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen und zu vermitteln, dass man an einer großen, gemeinsamen Vision arbeitet. So können beispielsweise während des laufenden Projektes Prototypenpakete verschickt werden, die wiederum zur weiteren Teilnahme eingesetzt werden. So findet die Incentivierung auf eine Art und Weise statt, die das Co-Creation Projekt noch während es aktiv ist, unterstützt.

Catharina van Delden, Gründerin und CEO der innosabi GmbH (siehe auch das Interview mit ihr aus dem April 2012), hat verstanden, was gute Crowdsourcing-Kampagnen und damit einhergehend die für alle Seiten befruchtende Integration einer Community in Innovations- und Marktforschungsprozesse ausmacht.

Für "planung&analyse" hat sie ihre Erfahrungen zum Thema "Crowdslapping", dem möglichen Scheitern von Crowdsourcing-Projekten, zusammengetragen. Heraus gekommen ist ein zweiseitiges PDF (Auszug aus der Ausgabe 05/2012), das ich jedem ans Herz legen möchte, der in der Zukunft effektiver und gewinnbringender als bisher im Internet gemeinsam mit Menschen, also einer Community, vorankommen möchte.

Zum PDF geht es hier entlang. Danke, Catharina, für den guten Artikel!

23Apr/12Off

Bestes Crowdsourcing made in Germany: unserAller.de – Catharina van Delden im Interview

Autor des Artikels: Matias Roskos

unserAller.de gehört für mich zweifelsohne zu den spannendsten Internetprojekten in Deutschland (Ich berichtete im November darüber.) Das innosabi-Team, dass hinter unserAller steckt, hat verstanden worauf es ankommt bei gutem, erfolgreichen Crowdsourcing. Darum freue ich mich, dass Catharina van Delden, Geschäftsführerin von innosabi, mir für dieses Interview Rede und Antwort gestanden hat. 

Catharina van Delden von unserAller.deHallo Catharina. Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Wie läuft es bei unserAller? Wieviele Projekte sind aktuell am Start?

Vorab erst einmal Danke für die Einladung. Es macht immer wieder Spaß, sich mit Dir auszutauschen! Ich bin mit der aktuellen Entwicklung von unserAller sehr zufrieden. Wir konnten uns nach nun gerade einmal eineinhalb Jahre nach dem Launch als führender Player im Bereich „Produktentwicklung durch Konsumenten“ in Deutschland positionieren! Aktuell kannst Du bei ca. 80 verschiedenen Crowdsourcing-Projekten auf unserAller.de teilnehmen – da ist von Pferdefutter über Schmuck bis hin zu Schwimmbadausstattung einfach alles dabei.

Worum geht es bei unserAller? Wie setzt Ihr die Idee von Crowdsourcing um?

Bei uns können Konsumenten mit bestimmen, wie die Produkte von morgen aussehen, heißen, schmecken oder funktionieren sollen. Und Unternehmen finden heraus, was sich ihre Kunden wünschen und welche Produkte am Markt möglicherweise noch fehlen. Mit unserer Software können in diesem spannenden Dialog Crowdsourcing-Projekte effizient abgewickelt werden. Dabei kommt es darauf an, die richtigen Teilnehmer zu erreichen und zu wirklich umsetzbaren Ergebnissen zu kommen.

Die jeweiligen Projektseiten auf unserer Plattform mit angeschlossener Community können auch als Appikation in Facebook-Fanpages oder als Overlay in Webseiten integriert werden.

Aktuell nutzen viele unserer Partner-Unternehmen unserAller auch zur Kommunikation rund um ihr Angebot: Dabei geht es beispielsweise um Namen oder Aussehen für neue Produkte, Wünsche für Bonusprogramme oder Ergänzungen des bestehenden Angebots. EineBand beispielsweise möchte auf diese Weise sogar ihr Repertoire nach den Wünschen ihrer „echten“ Fans erweitern.

unserAller.de

Wie kam es dazu, eine Crowdsourcing-Plattform mit dieser doch sehr komplexen Kernstruktur am Markt zu platzieren?

innosabi kommt ursprünglich aus der Produktentwicklung. In dieser Zeit kamen wir oft an einen entscheidenden Punkt: Immer dann, wenn wir Weiterlesen …