SocialNetworkStrategien Social Media Marketing, Communityaufbau, Crowdsourcing für den Mittelstand & KMU

27Jul/110

McBrezel in der Finalrunde – Just Stevinho gewinnt / Crowdsourcing bei McDonald’s Deutschland

Autor des Artikels: Matias Roskos

Vor ein paar Wochen hatte ich über die Crowdsourcing-Aktion bei McDonald's Deutschland und den McBrezel geschrieben. Die Mein Burger Aktion ist abgeschlossen. Fünf Burger hatten es ins Finale geschafft. Und der angesprochene McBrezel war einer davon.

Das überrascht natürlich wenig. Zum einen ist die Idee des McBrezel klasse! Ein Burger passend zur leckeren Ess-Kultur im Süden der Republik. Zum anderen steht aber auch eine gewaltige Community hinter dem McBrezel. Das sind die über 800.000 (!) Fans der Facebook-Seite "Kann dieses Brezel mehr Fans als TOKIO HOTEL haben?". Ein Spaß-Projekt also. Das mit der Zeit eine riesige (Anti-Tokio-Hotel-)Community um sich scharen konnte. Durch ein starkes Thema. Durch den so immens wichtigen Aspekt "Spaß". Und durch gutes Community Management. Das die drei Erfolgsfaktoren dieser Facebook-Seite.

Der McBrezel

Und nun der McBrezel. Ich bin gespannt, Weiterlesen …

25Jul/110

Crowdfunding: CHI L’HA VISTO

Autor des Artikels: Matias Roskos

CHI L'HA VISTO – WO BIST DU ist das Spielfilmdebüt der Berliner Regisseurin Claudia Rorarius. CHI L'HA VISTO ist ein außergewöhnliches Roadmovie, welches komplett ohne öffentliche Förderung und Verleih in die deutschen Kinos gebracht wird. CHI L'HA VISTO – WO BIST DU ist ein Kinoprojekt, das auf Crowdfunding setzt, um in die Kinos zu gelangen. Das ist mutig. Und ambitioniert.

CHI L'HA VISTO – WO BIST DU erzählt die Geschichte eines jungen Halbitalieners, der bei seiner Mutter in Deutschland aufwuchs und sich nach nunmehr 25 Jahren auf die Suche nach seinem leiblichen Vater macht. Doch ein Gerüst aus Lügen, das er sich um seinen Vater aufgebaut hat, hält ihn davon ab, seine wahre Zugehörigkeit zu erkennen.

CHI L HA VISTO

Mit Hauptdarsteller Gianni Meurer hat man einen Schauspieler gefunden, der perfekt zu passen scheint. Und der dabei ist, sich einen hervorragenden Namen in der Branche zu machen. Aktuell spielt er in Wien am Raimnundtehater im Udo Jürgens Stück und wurde bereits für einen Film von Oliver Hirschbiegel an der Seite von Moritz Bleibtreu gecastet.

Der Film wurde Weiterlesen …

22Jul/111

Bundesverbraucherministerium setzt auf Crowdsourcing – Lebensmittelklarheit.de ist da

Autor des Artikels: Matias Roskos

Lebensmittelklarheit.deEin solches Verbraucherportal habe ich mir schon lange gewünscht. Endlich ist man ganz nah dran am Verbraucher. Und nirgends geht das so wunderbar wie im Social Web.

Das Verbraucherschutzministerium zusammen mit dem Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände setzt auf die Kraft der Vielen, um Missstände in der Etikettierung von Lebensmitteln aufzudecken und den normalen Menschen da draußen endlich die Stimme zu geben, die ihnen gebührt. Denn wir, die Verbraucher, bezahlen schließlich die Lebensmittel. Und ermöglichen den Produzenten satte Gewinne. Das sollten diese nicht vergessen.

Vielen Herstellern von Lebensmitteln gefällt die Ausrichtung von Lebensmittelklarheit.de ganz und gar nicht. Besteht doch die Gefahr, dass ihre Mauscheleien und absurden Werbeslogans in der Zukunft nicht mehr so leicht den Weg in die Regale finden. Bzw. dort schnell wieder verschwinden. Und ich denke: "Gut so. Seid doch endlich ehrlich."

Ganz bewusst möchte man auf Lebensmittelklarheit.de nicht einfach so Marken und Firmen an den Pranger stellen. Darum geht es nicht. Man versucht verantwortlich mit dieser neuen Form der Öffentlichkeit umzugehen. Auf ntv ist dazu nachzulesen:

Die eingegangenen Beschwerden werden von einer Redaktion geprüft. Ob ein Produkt geschmacklich und sensorisch in Ordnung ist, fällt dabei nicht ins Gewicht, klare lebensmittelrechtliche Verstöße werden aber an die Lebensmittelüberwachung weitergeleitet. Aufgabe der Redaktion ist es, zu bewerten, ob die Produktbezeichnung tatsächlich irreführend ist. Bei begründetem Verdacht wird die Beschwerde an den Hersteller weitergeleitet. Der hat dann sieben Tage Zeit, Stellung zu beziehen. Erst danach wird die Beschwerde mitsamt der Stellungnahme und dem Kommentar der Verbraucherschützer auf dem Portal veröffentlicht.

Ich finde es einen hervorragenden Weg hier auf Crowdsourcing-Mechanismen zu setzen, um den Bürger mit einzubeziehen in die Arbeit der Verbraucherschützer. Transparenz und Öffentlichkeit - so soll es sein, wenn es um die direkten Belange der Bürger geht.

Und es ist genau richtig, dass man die Einsendungen der Nutzer Weiterlesen …

5Jul/110

Unser aktuelles Crowdsourcing-Projekt: “Bag to the Future”

Autor des Artikels: Matias Roskos

"Bag to the Future" - so heißt der aktuell laufende Contest, den ich mit meinem VOdA-Team im Auftrag des IPV an den Start gebracht habe. Bei dieser Kreativ-Crowdsourcing-Aktion geht es darum neue, ausgefallene Designs für Tragetaschen zu finden. Das betrifft zuerst einmal die optische Gestaltung. Also Grafik und Illustration. Alle Illustratoren, die das jetzt lesen sind herzlich eingeladen mitzumachen! Es darf aber auch die Tragetasche an sich designt werden. Also der Aspekt Produktdesign spielt auch eine Rolle, steht aber nicht im Mittelpunkt.

Bei einem solchen Contest greifen wir auf unser über Jahre gewachsenes Netzwerk an Kreativen zurück, die wir einladen mitzumachen. Dabei achten wir natürlich sehr genau darauf, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Ansonsten würden uns gerade auch die Profis, die wir auch gewinnen wollen mit dabei zu sein, eine solche Aktion gewaltig um die Ohren hauen. Bedeutet: eine faire Incentivierungsstrategie. Und keine Rechteabtretung, wenn man nicht gewinnt. Der Sieger erhält eine dreitägige Reise nach Schweden und 600 € Taschengeld dazu. Der Zweite darf ebenfalls 600 € mit nachhause nehmen. Platz 3 erhält 400 €, die Plätze 4 - 6 erhalten jeweils 100 €. Die drei Erstplatzierten des User-Voting erhalten jeweils 50 €. Diese geben aber keine Rechte an ihrem Design ab.

Über den Sieger entscheidet eine Jury. Nachdem die Nutzer für alle Arbeiten voten konnten, schaut sich die Jury die Arbeiten an, die es über das Nutzervoting in die Finalrunde geschafft haben. Und überlegt dann, welche Entwürfe für den Kunden am passendsten sind.

Da wir bei dieser Aktion mit dem IPV, dem Industrieverband Papier- und Folienverpackung e.V. (IPV) mit Sitz in Frankfurt (Main) zusammen arbeiten, ist das für Grafikdesigner und Illustratoren doppelt spannend. Es geht nicht allein um eine Siegprämie. Zum Verband gehören zig Firmen, von denen etliche schauen, wer so mit dabei ist. Und was an kreativem Potential Eingang findet. Ein solcher Kreativ-Contest ist also immer auch eine Plattform um sich zu zeigen. Und um auf sich aufmerksam zu machen. Für mögliche Folgeaufträge.

Dass das funktioniert, wissen wir aus unseren Erfahrungen mit solchen Contests, die wir seit 2006 professionell organisieren und managen. Beim MAM-Babyflaschen-Contest (2009) zum Beispiel entstanden zu zwei Illustratoren intensive Kontakte, die bis heute anhalten. Es gab also ganz konkret eine langfristige Zusammenarbeit, basierend auf dem durch uns durchgeführten Contest. Crowdsourcing also nicht allein als neue Formen der Ideenfindung und des Kreativ-Inputs, sondern auch zur Mitarbeiterfindung und Beziehungsaufbau hin zu kreativen Dienstleistern. Das macht es für den Kunden erst so richtig spannend. Und dann kommen noch Marketing-Aspekte hinzu.

So macht uns das am meisten Spaß. Wenn es nachhaltige Mehrwerte gibt und der Partner damit das Social Web und die Anwendung von Crowdsourcing-Mechanismen so verinnerlicht hat, das für ihn vielfältige Mehrwerte entstehen, die genutzt werden können.

Die ersten Einsendungen für "Bag to the Future" sind übrigens bereits da. Hier ein Beispiel. Und es werden ganz sicher noch viel mehr.
Bag to the Future Kreativ-Contest

15Jun/111

Crowdsourcing ist nicht gleich Open Innovation

Autor des Artikels: Matias Roskos

Immer wieder herrscht Unklarheit über die Begrifflichkeiten des Social Web. Vor allem auch, wenn es um Crowdsourcing geht. Immer wieder wird in Artikeln und Interviews Crowdsourcing und Open Innovation gleich gesetzt. Das ist jedoch ein Trugschluss. Crowdsourcing und Open Innovation sind nicht identisch.

Definition von Crowdsourcing und Open Innovation

Crowdsourcing definierte ich vor nicht ganz einem Jahr wie folgt:

Unter Crowdsourcing versteht man das Involvieren einer Gruppe von Internetnutzern außerhalb der Strukturen des Unternehmens in einem vorher klar definierten Rahmen (Software, Zeitraum, Teilnahmebedingungen, Incentivierung) zur Generierung unterschiedlichster Mehrwerte für einen Auftraggeber (Unternehmen, Dienstleister, Webplattform, Einzelperson).

(mehr im Artikel "Crowdsourcing - Mehrwerte, Chancen, Definition")

Zu Open Innovation heißt es auf Wikipedia:

Open Innovation ist die Öffnung des Innovationsprozesses von Organisationen und damit die aktive strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des Innovationspotentials.
...
Open Innovation grenzt sich zu Closed Innovation ab, also dem Innovationsverständnis, welches nach Schumpeter (1942) die Exklusivität einer Innovation als wesentliche Rente des Innovators bezeichnet. Des Weiteren ist die Open-Source-Entwicklung von Produkten als eine Extremform von Open Innovation zu verstehen.

Es geht zum einen also um den Weiterlesen …

14Jun/110

Crowdsourcing bei politischen Entscheidungen – das Pilotprojekt Island

Autor des Artikels: Matias Roskos

Darauf habe ich gewartet. Allerdings hätte ich gedacht, dass ich noch drei bis fünf Jahre warten muss, bis ich über einen solchen Fall berichten kann. Die Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa hat nun aber Entwicklungen beschleunigt. Und sie hat dem Social Web sicherlich geholfen, noch stärker in den Vordergrund zu rücken. Denn der normale Bürger bekommt in ihm endlich eine Stimme, die man nur schwerlich überhören kann.

Intern habe ich schon seit einigen Monaten davon erzählt, dass es irgendwann so kommen wird, dass politische Entscheidungsfindung zu Teilen ins Social Web ausgelagert wird. Denn nirgends ist man unkomplizierter und direkter an den Menschen dran und kann sie in Kommunikation einbinden. Okay, nicht jeder Politiker, nicht jede Partei möchte dies. Doch haben diese noch eine Chance in der Zukunft?

Man kann die Menschen via Internet ganz direkt fragen, was sie für richtig halten. Und welche Entscheidungen sie möchten. Auch bei einer Wahl fragt man ja die Menschen, was - bzw. welche Partei und deren Programm - sie für das Beste für ihr Land halten. Auch in Volksabstimmungen werden die Menschen zu ganz konkreten Themen befragt, was sie für die bessere Variante halten. Warum diese "Befragungen" und die damit im Vorfeld einhergehende Meinungsbildung - Die man auf keinen Fall unterschätzen sollte! - nicht ins Internet verlagern. Dort haben die Menschen Zeit zu antworten. Können sich parallel informieren. Und können zeit- und orts-ungebunden sich einbringen. Argumente können ausgetauscht, Analysen eingebracht, Vorschläge verbessert und verfeinert werden.

Das nennt man dann Crowdsourcing. Doch dafür ist es notwendig, dass alle Menschen ins Internet kommen. Und dass sie die Verwendung von Crowdsourcing-Mechanismen bei der Meinungsbildung und der anschließenden Meinungsfindung auch akzeptieren. Wenn nur 50% der wahlberechtigten Bevölkerung das Internet auch nutzen, wäre ein solches Vorgehen undemokratisch. Darum meine Annahme, dass wir darauf noch einige Jahre warten müssen.

IslandDoch in Island geht man diesen Schritt bereits im Jahr 2011. Gezwungen durch den immensen Vertrauensverlust in die Parteien und die führenden Politiker, die ihr Land gemeinsam mit den Banken in den Bankrott geführt haben. Man will neue Wege finden, um Vertrauen zurück zu gewinnen. Man will versuchen dem Bürger besser zuzuhören. Ihm die Möglichkeit geben sich zu äußern und aktives Mitglied der Meinungsbildung zu sein. Dafür bietet sich das Social Web und die intelligente Nutzung von Crowdsourcing-Mechanismen ideal an.

Darauf gestoßen bin ich auf Heise: "Verfassung via Crowdsourcing". Dort heißt es:

In Island wird derzeit an einer neuen Verfassung gearbeitet. Ende Juli soll ein Entwurf vorliegen, den die wahlberechtigten Einwohner der Insel dann in einer Abstimmung annehmen oder ablehnen können. Das besondere daran ist, dass nicht nur einige wenige Politiker Vorschläge dafür einbringen, sondern des gesamte Volk. Möglich wird dies dadurch, dass der Verfassungsrat seine Entwürfe wöchentlich im Web veröffentlicht und diese in einem Forum dazu und in Facebook (wo zwei Drittel der Isländer Mitglied sind) kommentieren lässt.
Darüber hinaus sind die Sitzungen des 25-köpfigen Verfassungsrates, der auch auf YouTube und Twitter vertreten ist, nicht nur öffentlich zugänglich, sondern werden auch gestreamt. Der Wirtschaftswissenschaftler Thorvaldur Gylfason, ein Mitglied des Verfassungsrates, meinte gegenüber dem britischen Guardian, dass er überrascht gewesen sei, auf welch hohem Niveau die Online-Diskussionen stattfinden und dass die Verfassung seiner Ansicht nach sogar "im Wesentlichen" im Internet entsteht.

Das Internet bietet uns schon heute alle Mechanismen, um tatsächlich politische Meinungsbildung zu betreiben. Und kann dabei viel effektiver sein, als der bisherige Print-TV-Berieselungsbrei, bei dem der normale Bürger selten wirklich zu Wort kommt. Auf Facebook und Twitter hat er bereits eine Stimme. Dieser müsste man "nur" zuhören. Man müsste diesen Stimmen Türen öffnen und lernen zuzuhören in Schritt 1. Um dann in Schritt 2 mit Hilfe von Crowdsourcing-Mechanismen Meinungen, Ideen, Vorschläge einordnen, werten und verbessern lassen. So wie es Island nun tut. Dass sind dynamische Prozesse, an deren Ende Vorlagen und Entwürfe für politische Entscheidungen stehen können. Auch in Island überlasst man das Erstellen einer neuen Verfassung nicht einfach so einer Community. Aber man bezieht die Menschen, in dem konkreten Fall das ganze Volk eines Landes, direkt in die Ideenfindung und die Meinungsbildung ein. Sie sind direkt involviert. Und so entsteht IHRE Verfassung. Nicht mehr in abstrakter Ferne, von abgehobenen Politikern. Sondern: gemeinsam! Für die Zukunft ihres Landes.

In Island geht man nun erstmals diesen Weg. Mit Hilfe von Crowdsourcing-Mechanismen entsteht eine Verfassung. Das Social Web wird genutzt, um politische Meinungsbildung und Entscheidungsfindung zu betreiben. Und ich bin vollauf begeistert. Mal sehen, wann die ersten Parteien oder die ersten Städte oder Bundesländer in Deutschland beginnen die Mechanismen des Social Web sinnvoll und zum Wohle der Bürger einzusetzen.

3Jun/110

Sind Sie eine Social Brand?

Autor des Artikels: Matias Roskos

Lieber im gut gesicherten Schloss auf seinem Schatz sitzen? Oder besser in einem offenen Schloss gemeinsam mit seinen Fans und Kunden die Zukunft gestalten? Ein wunderbares Video zum Thema "Social Brand".

30Mai/110

Spannendes Crowdfunding-Projekt – A New Rainbow Warrior

Autor des Artikels: Matias Roskos

Greenpeace ist eine der Organisationen mit den weltweit wohl meisten und engagiertesten Unterstützern. Ohne diese große Masse an Menschen, die sich mit den Zielen von Greenpeace identifizieren, hätten sie wohl keine Chance gehabt langfristig zu überleben. Und so ist es für das Jahr 2011 nur konsequent, wenn sie sagen: "Help us build the new Rainbow Warrior." Das alte Flaggschiff, welches von den Franzosen 1985 versenkt wurde (siehe Wikipedia-Beitrag dazu), soll noch 2011 neu vom Stapel gelassen werden.

Crowdfunding - the new Rainbow Warrior

Und die weltweite Community ist aufgerufen dieses Projekt zu unterstützen. Auf der extrem schick gemachten "A New Warrior" Seite kann sich jeder das neue Schiff anschauen. Und dann seinen finanziellen Beitrag zum Gelingen des Projektes leisten, wenn er möchte. Das nennt man Crowdfunding. Ein Spezialgebiet des Crowdsourcing, welches immer mehr an Fahrt aufnimmt, wie die Tendenz der letzten Monate zeigt. Immer mehr Menschen unterstützen auch mit Geld Projekte, die sie mögen und die ihnen am Herzen liegen. Das geht zumeist schon mit ganz kleinen Beträgen. So auch bei der Rainbow Warrior (Hier geht es zur Donate-Seite.). Das ist für den Einzelnen nicht wirklich viel Geld. Aber in der Summe aller Unterstützer kommen so beachtliche Summen zusammen.

Die Seite für die neue Rainbow Warrior ist aber nicht nur richtig gut mit Hilfe von Flash animiert. Mir gefällt auch, dass man ganz genau festlegen kann, was mit meinem Geld geschieht. So ist es zum Beispiel möglich Weiterlesen …

23Mai/110

Umfassende Crowdsourcing-Liste

Autor des Artikels: Matias Roskos

Wer sie noch nicht kennen sollte: seit drei Jahren nun schon pflege ich eine Liste mit diversen Crowdsourcing-Plattformen und Crowdsourcing-Projekten. Diese finden Sie auf Socialnetworkstrategien.de unter dem Menüpunkt "Übersicht Crowdsourcing-Projekte". Ich versuche dort für mich selbst, aber auch für alle an Crowdsourcing Interessierten eine so umfassende und gleichzeitig qualitativ hochwertige Sammlung von Crowdsourcing-Beispielen zusammen zu halten, die einen vielfältigen Einblick in die diversen Einsatzgebiete gibt. Denn es sind viele verschiedene Mehrwerte, die man mit Crowdsourcing-Mechanismen erreichen kann.

Wenn ein wichtiges, spannendes Projekt fehlt, bitte Bescheid sagen! Über Twitter wies mich ein guter Freunde auf folgende, gut gemachte Grafik zu Crowdsourcing-Plattformen hin, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Danke, Timo für den Tipp! Leider findet der deutschsprachige Markt darin aber keine Erwähnung. Hier ein Ausschnitt aus dem PDF:

Crowdsourcing-Grafik

Hier finden Sie meine Crowdsourcing-Definition. Darin definiere ich Weiterlesen …

30Mrz/112

Viele einzelne finanzieren gemeinsam ein Projekt. Neues Crowdfunding-Portal Pling.de im Interview

Autor des Artikels: Matias Roskos

Pling.deAuf Pling.de bin ich durch Freunde aus dem Bereich Comic und Illustration aufmerksam gemacht worden. Die Jungs von Punks'n'Banters wollen ihren Comic filmisch umsetzen und brauchen dafür 8.000 € Startinvestition. Sie haben sich entschieden, dafür auf Crowdfunding, einem Spezialgebiet von Crowdsourcing, zu setzen und einen Aufruf auf Pling.de zu starten.

Schon mit einem Euro kann man dort Projekte supporten. Natürlich tat ich dies umgehend und investierte eine kleinere Summe in ihr Comic-Projekt. (Viel Erfolg, Jungs!)

Da ich Pling vorher noch überhaupt nicht kannte, war ich doppelt neugierig und habe die Macher hinter Pling.de gleich zu einem Interview eingeladen.

Herr Holetzeck, Herr Heberling, Sie sind die Gründer von Pling.de. Wann wurde Pling gelauncht?

Die Plattform www.pling.de ging im November 2010 live.

Sind auch Investoren mit an Bord?

Nein, wir haben pling.de aus eigenen Mitteln aufgebaut.

Wann entstand die Idee für Pling?

Wie so oft über Umwege: mein jetziger Geschäftspartner und ehemaliger Studienkollege, David Heberling, und ich hatten 2008 eine Idee für eine Bewegt-Bild-Serie, die im Internet laufen sollte. Wir waren felsenfest davon überzeugt, ein äußerst interessantes Projekt auf die Beine zu stellen. Ein großer deutscher Fernsehsender teilte unsere Meinung und lud uns zu einem Pitch ein. Zwar kamen wir unter die Top Drei, aber im Endeffekt bekamen wir keinen Zuschlag und leider bis heute noch nicht einmal eine Absage. Hätten wir damals eine Plattform wie pling* gehabt, hätten wir unsere Idee realisieren können. Und genau deswegen machen wir pling*. Um eine unbürokratische, schnelle, einfache, persönliche Plattform zu bieten, für jeden, der gute Ideen und Projekte hat.

Punks'n'Banters – DIE Punkcomicserie auf Pling.de

Was bedeutet das Wort Crowdfunding eigentlich?

Finanzierung durch eine (anonyme) Menschenmenge. Klingt etwas eigenartig. Deswegen benutzen wir auch den englischen Ausdruck. Bisher funktionierte die Finanzierung von Projekten meist nur in einer Form: Ein einzelner Geldgeber fördert ein bestimmtes Projekt. Wir halten diese Form der Finanzierung für verstaubt und sind der Meinung, dass mit Hilfe des Internets, sich Menschen finden, die an Projekte glauben und bereit sind dieses mit Geld zu unterstützen.

Und genau das ist die Idee hinter Crowdfunding: Viele einzelne finanzieren gemeinsam ein Projekt - im Internet.

Mit Sellaband für den Bereich Musikbusiness oder auch Betterplace.org für Spenden im karitativen Bereich gibt es gerade auch in Deutschland schon zwei sehr starke Player im Bereich Crowdfunding. Wo sehen Sie da die Abgrenzung von Pling.de zu anderen Crowdfunding-Plattformen?

Sellaband spielte definitiv eine inspirierende Rolle für uns. Jedoch zeigt der Weg von „Sellaband“, wie schwierig sich der Weg nach oben gestallten kann. Nach der Insolvenz 2010 hatte die holländische Plattform mit teils gravierenden Problemen zu kämpfen. Wir hoffen jedoch, dass uns Sellaband noch möglichst lange erhalten bleibt, da sie eine Vorreiter-Rolle im Bereich Crowdfunding spielten.

(Anmerkung von mir, Matias Roskos: Sellaband bleibt uns definitiv erhalten und ist aktuell auf einem sehr guten Weg. Das kann ich sagen, da ich in engem Kontakt zu den jetzigen Sellaband-Machern stehe.)

Die Idee, Spenden online einzusammeln, setzte Weiterlesen …