SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

21Feb/14Off

Herrlicher Crowdsourcing-Case: der Fanghurt von Lidl

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich finde es immer großartig, wenn mit Hilfe einer Community echte Produkte entstehen, die dann auch den Weg in Geschäfte schaffen. Egal, wie tief die Consumer-Integration in den Innovationsprozess letztendlich ausschaut. Das Einbinden der Menschen dort draußen ist immer wieder eine gute Sache, wenn die Rahmenbedingungen für eine solche Crowdsourcing-Maßnahme stimmen.

Das Team von Innosabi hat in den vergangenen Jahren zigfach bewiesen, dass sie wissen, wie man solch komplexe Kampagnen angeht. Ganz aktuell hat es der „Fanghurt" in die Kühlregale von LIDL geschafft. Herzlichen Glückwunsch!

lidl-fanghurt

Innosabi informiert dazu:

Mehr als 10.000 Vorschläge wurden im Dezember 2013 über die LIDL Facebook Fanpage eingereicht, dabei clever mehrfache Einreichungen als besonders wünschenswerte Joghurtvarianten erfasst.

Und weiter:

Mit über 1.7 Millionen Facebook Fans verfügt LIDL über eine immense, potentielle Quelle für Informationen hinsichtlich Kundenwünschen und Bedürfnissen. Bisher verblieb dieser Wissenspool jedoch weitestgehend unangetastet. Ziel der „Dein LIDL Fan-Joghurt“ Aktion war es, diese passive Community in eine aktive und involvierte Gemeinschaft von Mitentwicklern zu transformieren und den Grundstein für weitere Crowdsourcing Aktivitäten zu legen. Darüber hinaus steht LIDLs „Fan-Joghurt“ als exemplarisches Beispiel für kurze Entwicklungsdauer bei gleichzeitig hoher Zielgruppenspezifizität.
...
Das „Fan-Joghurt“ Projekt wurde in vier Phasen unterteilt, welche nach genau einem Monat in einem fertig entwickelten Produktkonzept resultierten. Der Startschuss für die erste Phase, den Konfigurator, fiel Anfang Dezember 2013. Die Mitentwickler hatten eine Woche Zeit, um ihre individuellen Vorschläge aus über 3.700 möglichen Kombinationen zusammen zu stellen. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 9.576 Ideen eingereicht.

Ich muss dann mal am Wochenende probieren, wie der Fanghurt schmeckt.

13Dez/13Off

Lidl probiert Crowdsourcing – der Fan-Joghurt

Autor des Artikels: Matias Roskos

Find ich gut. Wenn ein Mega-Discounter wie Lidl Crowdsourcing ausprobiert. Möglich macht dies das neue Produkt aus dem Hause Innosabi: die innosabi crowd. Lidl hat auf Facebook weit über 1,6 Millionen Fans. Eine gewaltige Community also. Diese ist nun aufgerufen den eigenen Lieblings-Joghurt zu kreieren. Hierfür stehen verschiedene Joghurt-Komponenten zur Verfügung.

lidl-crowdsourcing-joghurt-02

In der nächsten Stufe werden die 50 Kreationen zur Abstimmung veröffentlicht, die am häufigsten eingereicht wurden. Dieser Mechanismus ist aufgrund einer hohen erwarteten Teilnehmerzahl besonders clever, da er jegliche Beeinflussung durch Abstimmungsbetrug ausschließt und die “Schwarmintelligenz” besonders gut zum Tragen kommen kann. Das geht aber auch nur, weil die Komponenten fest stehen. Gefällt mir. So entstehen dann die Top 10, die wiederum durch eine Jury bewertet werden. Auf diese Art und Weise bekommen die involvierten Blogger ein besonderes Gewicht in der Entscheidung. Abschließend wird eine Verpackung und ein Name für den Fan-Joghurt gewählt. Start dafür ist nächste Woche.

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Ich liebe digitale Innovationskonzepte, die eng mit der realen Welt verzahnt sind. Dieser Joghurt wird in die LIDL-Regale kommen. Super! Markteinführung soll Anfang 2014 sein. Ich bin gespannt. Und hoffe, dass Lidl oder auch andere Discounter noch viel stärker als bisher auf Crowdsourcing setzen. Hört den Menschen da draußen zu und involviert sie in Eure Innovationsprozesse! Dank der mittlerweile gelernten und stetig weiterentwickelten Mechanismen ist das relativ einfach umsetzbar. Mit Innosabi hat Lidl dafür einen verdammt guten Partner gefunden.

Alles weitere in der Kampagnen-App auf Facebook.

2Dez/13Off

Crowdsourcing für den Straßenverkehr – Radsicherheit in Berlin

Autor des Artikels: Matias Roskos

Auf die Community und damit auf Crowdsourcing zu setzen beim Thema Sicherheit für Radfahrer finde ich extrem gelungen. Daumen hoch für Radsicherheit in Berlin.

Auf der Webseite heißt es zu diesem Projekt:

Unfälle beim Abbiegen mit Pkw- bzw. Lkw-Beteiligung sind eine häufige Ursache für zum Teil schwere Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ist bemüht die Sicherheit von Radfahrenden zu erhöhen. Bei der Ermittlung besonders kritischer Kreuzungs- und Einmündungsbereiche können Sie die Senatsverwaltung nun unterstützen.
Vom 12. November bis 10. Dezember 2013 sind alle Berlinerinnen und Berliner eingeladen, sich am öffentlichen Dialog zu beteiligen. Wenn Sie Interesse an dem Thema Radsicherheit in Berlin und dem weiteren Prozess haben können Sie sich hier informieren und den Newsletter abonnieren.

Es ist also leider erst einmal nur bis zum 10. Dezember 2013 terminiert. Was ich allerdings durchaus nachvollziehen kann. Bei einem solchen Thema wird es garantiert schnell emotional (Kampf Autofahrer versus Radfahrer). Dadurch ist das Communitymanagement auf einer solchen Plattform stark gefordert. Da ist es ein guter Schritt, erst einmal in einem Piloten zu testen, ob das Angebot angenommen wird und wie stark das Aufkommen an Ideen und Kommentaren überhaupt ist.

In der Topliste finden sich dann Themen wie folgt:

4Nov/13Off

I love Quirky

Autor des Artikels: Matias Roskos

Aus Quirky könnte etwas ganz ganz Großes werden! Nicht nur, weil ich Open Innovation für einen entscheidenden Wachstumstreiber der Zukunft sehe. Sondern auch, weil Quirky mehr als einmal bewiesen hat, dass sie es können. Proof of concept war erfolgreich.

Und so einfach kann's gehen. Von einer guten Idee zur realen Umsetzung. Und dabei nicht nur die eigene Idee endlich real werden zu lassen, sondern sogar noch am kommerziellen Erfolg mit zu verdienen. Perfekt. So wunderbar kann Crowdsourcing sein. Wenn das Konzept stimmt und professionell gearbeitet wird. Wie bei Quirky.

Im Shop befinden sich so einige Produkte, die ich mir mal schnell zu Weihnachten wünschen werde. Top! Nur allzu schade, dass die Steckdosen in Deutschland nicht nutzbar sind. Verdammt.

quirky

31Okt/13Off

So großartig kann Crowdsourcing sein: Map of Life

Autor des Artikels: Matias Roskos

Kennen Sie schon die Map of Life, in der alle Tierarten zusammengetragen werden sollen. Zur Zeit ist das Projekt "nur" auf englisch nutzbar, aber der interaktive Ansatz über die Karte macht Spaß. Und bietet einen echten Mehrwert zugleich. So lassen sich beispielsweise alle Vögel anzeigen, die in einem Umkreis von 50 km des eigenen Standortes leben. Verlinkt werden die Tiere auf den entsprechenden Wikipedia-Eintrag. So kann die Liste der Tiere auch mittels Fotos angezeigt werden.

mapoflife

By bringing together all types of information about species distributions, providing model-based integration, and providing a system for users to build upon our knowledge, the Map of Life project hopes to support our community in understanding and saving the world's biodiversity.

Dieses Projekt steht noch ganz am Anfang. Eine mobile App würde sicherlich helfen, die Datenbank weiter zu füllen und das Bild von der uns umgebenden Fauna immer mehr zu vervollständigen. Es gibt so viele unterschiedliche Ansätze und Crowdsourcing-Cases, wie sinnvoll auf das Wissen vieler mit Hilfe digitaler Kanäle zugegriffen werden kann. Noch immer stehen wir aber erst ganz am Anfang.

25Okt/13Off

Alles Gute Tchibo ideas! Relaunch überzeugt nur bedingt

Autor des Artikels: Matias Roskos

Tchibo ideas ist neu. Am 7. Oktober 2013 war es endlich soweit. Relaunch. Ein ganz neues Tchibo ideas ging an den Start. Aber irgendwie fühlt es sich verdammt alt an. Nur wenig innovativ. Ich bleibe enttäuscht zurück.

tchibo-ideas-2013

Das Neue verpackt Tchibo wie folgt:

Wir haben jetzt mehr Raum zum Mitmachen geschaffen. Unser Fokus liegt künftig auf tollen Aktionen, an denen sich jeder beteiligen kann.

heißt es dazu. Und weiter:

Fünf Jahre Tchibo ideas in Zahlen:

  • 11.092 Mitglieder
  • 1.262 Aufgaben
  • 763 Lösungen
  • 8.721 Kommentare
  • 177 Sieger
  • 23 Produkte

Leider heißt es aber auch:

Auf Tchibo ideas wird es Weiterlesen …

21Okt/13Off

Sympathisch: Watsi und das Crowdfunding für Patienten

Autor des Artikels: Matias Roskos

Watsi ist Crowdfunding. Crowdfunding-Plattformen sind in den letzten Jahren bereits etliche entstanden. Manche mehr, manche weniger erfolgreich. Aktuell in den USA stark im Fokus ist Watsi. Und das auch aus meiner Sicht absolut zu recht. Denn Watsi hat einen spannenden Ansatz. Und wirkt zudem auf den ersten Blick extrem sympathisch. Image und Vertrauen spielen beim Thema Geld immer eine ganz wichtige Rolle.

Was ich so extrem spannend finde am Konzept von Watsi ist die Fokussierung auf einen ganz klaren Markenkern: die Unterstützung von bedürftigen Patienten.

Ich spende Geld und weiß genau wofür. Also nicht wie bei so vielen karitativen Organisationen in einen großen Topf, in der Hoffnung, dass das Geld auch wirklich bei bedürftigen Menschen ankommt. Und nicht 50% meines Geld für die Verwaltung dessen drauf gehen. Hier setzt Watsi an. Das Geld wandert - so sagen sie es zumindest - zu 100% zum Patienten, den ich ausgewählt habe. Das schafft Vertrauen. Und sollte die Spendenbereitschaft signifikant erhöhen.

watsi_concept

Watsi is a global crowdfunding platform for healthcare that enables anyone to donate as little as $5 to directly fund life-changing medical care for people in need. 100% of every donation funds medical care and we are dedicated to complete transparency.

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16Okt/13Off

Crowdsourcing mit Holunder-Geschmack

Autor des Artikels: Matias Roskos

Nicht zum ersten Mal setzt Beck's auf Crowdsourcing, um die Fans nicht nur marketing-seitig zu erreichen, sondern mit ihnen gemeinsam echte Mehrwerte mit Hilfe des Social Web zu generieren. Ging es seinerzeit noch um das Design der Flaschen, war bei Beck's - Your Mix Your Summer eine komplett neue Geschmackskomposition gesucht.

becksyourmix

Das gab es noch nie. Die neue BECK'S Limited Edition von Fans für Fans. Denn BECK'S Summer Holunder wurde allein von euch, den Facebook Fans gemixt. Für den erfrischendsten Sommer aller Zeiten.

BECK'S Summer Holunder: Ihr habt Geschichte gemixt

So steht es auf der Kampagnenseite. Und in der ROI-Studie der Uni St. Gallen ist nachzulesen:

Den bislang tiefsten Ansatz zur Co-Creation mit Kunden unternahm Beck´s jedoch mit dem Ansatz “Your Mix. Your Way“. Dabei ist der User nicht nur in die Gestaltung des Labels eingebunden. Auf der Grundlage einer integrierten Ausbildungsstrategie nahmen die User die Rolle der Produktentwicklung an. Zunächst erhielten die User die erforderlichen Informationen zur Getränkeherstellung. Danach wurden jeweils spezifische Mixed-Getränke entwickelt. Der Entwicklungsprozess wurde online dokumentiert und umfasste alle relevanten Produkteigenschaften, d.h. der User hatte final Einfluss auf Namensgebung und Geschmacksausrichtung. Die besten Kreationen wurden anschließend im Rahmen eines Voting durch die eigene Community bewertet. Parallel wurden die Konzepte durch eine begleitende Marktforschung getestet. Im Ergebnis brachte Beck´s eine Mixed-Getränk unter dem Label “Summer Holunder“ auf den Markt. Dieses wurde sowohl in digitalen Medien, als auch am POS inszeniert. Auf Grund der Verkaufszahlen des Produkts lässt sich sagen, dass die via Social Media erzeugte Kreation die absatzstärkste Summer Edition des Unternehmens darstellt. Als Nebenprodukt der Crowsourcing-Initiative wurde das zweitplatzierte Produkt exklusiv an den Vertriebspartner Kaufland abgeben. Dabei übernahm Kaufland sowohl den kompletten Vertriebsweg, als auch eine spezifische Absatzgarantie für das Neuprodukt.

Die Beispiele “Your Mix. Your Way“ oder die “Art-Label Kampagne“ von Beck´s lassen sich sehr gut strategisch mit Hinblick auf den Return on Social Media interpretieren. Bei digitalen Strategien muss immer berücksichtigt werden, wie sich der Dialog im Netz auf konkretes Kundenverhalten in einer Offlineumgebung auswirkt. Nur auf Basis einer Vernetzung von Online und Offline lassen sich die monetären Effekte entsprechender Kommunikationsprogramme klar bestimmen. Im Falle von Beck´s trifft dies v.a. auf einen erzielten Mehrumsatz bei den eigenen Produkten zu.

Der (positive) Effekt für die Marke war hier also sogar messbar. Anhand der Abverkaufszahlen. Im März 2013 kam das Getränk in den Handel. Leider verriet mir auf direkte Nachfrage Beck's nicht, ob sie zufrieden sind mit dem Abverkauf. Und ob es womöglich eine Wiederholung oder Ausweitung der Aktion geben wird. Man hielt sich sehr schmallippig. Was ich bei einer Open Innovation Aktion dann doch eher enttäuschend finde.

Der Crowdsourcing-Prozess sah dabei, knapp umrissen, wie folgt aus: 20 Einreichungen wurden der Beck’s Experten-Jury vorgestellt, die drei besten Kreationen fanden die Gnade der Jurymitglieder aus dem Hause Beck's und blieben im Rennen.

Darauf folgten dann "Taste-Partys" in Hamburg, Berlin und Köln. Dort konnten alle 3 Beck’s Biermixe probiert und bewertet werden. Daraus entstand der Siegergeschmack: "BECK'S Summer Holunder". Wie das genaue Prozedere für die Ermittlung des Gewinners aussah, konnte ich leider nicht herausfinden.

Glückwunsch an die Gewinnerin, Jana! (Ich nehme an, das auf dem Bild ist sie? Oder doch noch nur ein Stock-Foto? Auf der Kampagnen-Seite wird das nicht so wirklich klar.)

becksyourmix-gewinnerin

15Okt/13Off

Design-Crowdsourcing auf Facebook: die Warsteiner Art Collection

Autor des Artikels: Matias Roskos

Hier ein auf den ersten Blick gelungenes Beispiel für Crowdsourcing im Designbereich direkt auf Facebook: "Design your bottle" im Rahmen der "Warsteiner Art Collection".

Kunst ist ein Allgemeingut – deshalb stellt Warsteiner seine Flaschen nicht nur den sechs ausgewählten Künstlern als Leinwand zur Verfügung, sondern gibt auch dir die Möglichkeit, Teil der Warsteiner Art Collection zu werden. Überzeuge die Jury und die Warsteiner Facebook-Fans von deinen künstlerischen Fähigkeiten und deinem Flaschendesign! Das Motiv des Siegers wird sich als siebte Flasche in die Warsteiner Art Collection einreihen und kommendes Jahr in limitierter Auflage u.a. in den angesagtesten deutschen Clubs erhältlich sein.

designyourbottle

Eine schöne Idee, wie ich finde. Da hätte man noch deutlich mehr herausholen können.

Das Finale entsteht durch Juryentscheid:

Eine Jury aus Mitarbeitern der WARSTEINER Brauerei wählen aus allen freigegebenen Designs 15 Designs aus.

Danach dürfen die Facebook-Fans voten.

Und wie schaut die aus meiner Sicht so enorm wichtige Incentivierungsstrategie aus? Unzureichend:

Der Gewinner erhält 100 Exemplare der Sonderedition mit dem Gewinner-Design.

Das TOP 1 Flaschendesign wird als WARSTEINER Premium Verum Sonderedition für die Gastronomie produziert und zeitlich begrenzt in ausgewählten Gastronomieobjekten in Deutschland vertrieben.

Hundert Pullen Bier und ein warmer Händedruck. Na gut: auch Marketing in eigener Sache durch das tatsächlich produzierte Design. Macht sich für den ein oder anderen sicherlich nicht schlecht im Portofolio.

Es scheint dennoch zu funktionieren. Zu verlockend ist vermutlich die Aussicht darauf, mit seinem Design auf ein fertiges Produkt zu gelangen. Aber aus meiner Sicht bleibt immer ein fader Beigeschmack, wenn ein Designer, egal ob Profi oder Hobby-Grafiker, monetär in keinster Weise entlohnt wird. Als Berater sage ich immer ganz klar zu den Kunden: "Kein Crowdsourcing ohne faire Incentivierungsstrategie!"

20Jun/13Off

Tchibo ideas gibt weiter Gas

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ich liebe den Open Innovation Ansatz von Tchibo ideas. Hier ein aktuelles Video über die Kooperation mit Studenten.