B2B mit einer Community? Rückblick auf meinen Vortrag in der Social Media Akademie
Autor des Artikels: Matias RoskosLetzte Woche hielt ich meinen fast dreistündigen Vortrag an der Social Media Akademie. Es hat Spaß gemacht. Vor allem auch das viele positive Feedback hat mich sehr gefreut. Angeblich wurde sogar mal getanzt während meiner Präsentation. Dann ist es mir wohl gelungen zu vermitteln, was "Spaß" in Social Networks bedeutet und dass das durchaus wichtig ist. Eine meiner Kernaussagen: Social Media darf und sollte Spaß machen. Aber natürlich nicht nur.
Deutlich wurde während meines Vortrages, dass viele sich nach einem Patentrezept für den Bereich B2B sehnen, wenn es um Communitys geht. Aus meiner Sicht muss man ganz klar sagen: ein Patentrezept gibt es an dieser Stelle keines. Und ich selbst kenne auch keine wirklich gut funktionierende B2B-Community, wenn man von Innocentive mal absieht (dazu weiter unter etwas mehr).
Xing könnte man hier möglicherweise anführen. Aber zum einen ist Xing eine Art Generalist. Und zum anderen sagt meine Erfahrung mir, dass es wirkliche Zusammenarbeit dort kaum gibt. Die meisten Gruppen sind extrem passiv. Viele Unternehmen und Mitarbeiter pflegen zwar ihr Profil dort. Das ist es aber auch schon. Eine gute Visitenkarte, ein gutes Adressbuch - so nutzen die meisten Xing.
Wenn man über Community-Konzepte für B2B nachdenkt, wird schnell klar, wie ambitioniert und kompliziert eine effektive Strategie wird. Denn man kann hier eigentlich nur mit geschlossenen Bereichen arbeiten. Der Consumer soll ja bewusst außen vor bleiben. Doch das hat dann eigentlich nur noch wenig mit Social Web zu tun.
Sicherlich finden sich viele brauchbare Konzepte und Bausteine in der Enterprise 2.0 Welt. Zwar gehts es dort um unternehmensinterne Prozesse, die aus der Social Media Welt bekannte Bausteine nutzen. Doch ließe sich das zumindest zum Teil auch auf eine B2B-Community übertragen.
Was aber aus meiner Sicht unabdingbar ist, wenn man an B2B-Konzepte im Bereich Social Media denkt, sind folgende Punkte:
- Welche Mehrwerte ist man bereit zu bieten!
(In diesem Fall nicht für einen normalen Nutzer, sondern für andere Unternehmen) - Social Web bedeutet Offenheit. Bin ich bereit mich recht weit zu öffnen? Für potentielle Partner, B2B-Kunden, gleichzeitig aber auch für mögliche Konkurrenten?
- Kann ich mich gegenüber direkter Konkurrenz effektiv schützen, damit diese mir nicht Ideen und Wissensvorsprung stiehlt? Ein ganz heißes Thema. Das ist mir durchaus bewusst.
- Man darf vordergründig nicht an den Abverkauf denken. Social Media bietet eine Vielzahl von Mehrwerten, die gerade auch in ihrer Komplexität enorm wertvoll sein können für ein Unternehmen.
- Einer dieser Mehrwerte - und aus meiner Sicht ein ganz entscheidender - ist die Nähe zu meinen Kunden. Auch wenn dies andere Unternehmen sind. Gemeinsam kann man neue Konzepte, Ideen, Strategien und Produkte entstehen lassen. Gemeinsam ist man stark. Und man weiß, was die Kunden sich wünschen und wonach sie suchen. Gerade hier wird Social Media, auch auf einer B2B-Plattform, so enorm wertvoll.
- Und zu guter Letzt: es ist unablässig die Mechanismen zu verstehen und dann zu verinnerlichen, die Social Media funktionieren lassen. Darin ging es unter anderem in meinem Vortrag. Vor dem erfolgreichen Agieren, steht das Verstehen der Mechanismen im Web 2.0.
Und darauf aufbauend kann man dann starke Konzepte entwickeln und spannende, in die Zukunft weisende Projekte an den Start bringen.
Mein Fazit: Beispiele gibt es kaum welche bisher. Innocentive aus den USA, eine Crowdsourcing-Plattform zum Lösen firmeninterner Probleme (u.a. Procter & Gamble) ist ein solches Beispiel. Wobei diese Plattform nur bedingt in den Bereich B2B gerechnet werden kann.
Ja, ich glaube dass man spannende und funktionierende B2B-Konzepte entwickeln kann. Man muss die von mir skizzierten, besonderen Rahmenbedingungen beachten. Und gerade Crowdsourcing-Mechanismen bieten sich hier aus meiner Sicht perfekt an um vielfältige Mehrwerte zu generieren, die dann für alle Teilnehmer spannend sind. Da trifft dann eine weitere Kernaussage meines Vortrages zu: Nutzen sie die Kraft der Masse. Mit Hilfe von Social Media.
Was soll denn das mit Facebook? Viralität, Freunde, gute Musik…
Autor des Artikels: Matias RoskosDie Frage höre ich immer wieder: "Was soll denn das mit Facebook?" Gute Frage. Berechtigte Frage. Und es gibt viele Antworten. Viele laue Antworten. Aber auch manch gute Antwort. Ich will heute mal eine geben. Wie ich hoffe, eine verdammt gute. Ich möchte ein Beispiel zeigen, was so toll ist an Facebook. Und warum ich Facebook so liebe. Deutlich mehr übrigens als Twitter. Weil genau das, was ich hier beschreibe, mit Twitter nicht - oder wenn, dann nur extrem umständlich - und auch mit kaum einem anderen Social Network in dieser einfachen Art möglich ist.
Es geht um eine gute Freundin von mir. Und um die Musik von Asaf Avidan. Wir haben uns im echten Leben kennengelernt. Weil sie den leckersten Bio-Imbiss der Stadt hatte, die besten Suppen der Welt kocht und ich sie auch sonst extrem sympathisch finde. Sie nutzt Facebook, wie so viele - nicht jeden Tag. Aber ab und zu gibt es Einträge, was sie so gerade macht oder welche Musik sie hört. Neulich morgen fand ich in meinem Facebook-Stream (das sind die Nachrichten meiner Freunde, die mir auf der Startseite angezeigt werden und die ich selbst übrigens wunderbar filtern kann, wenn ich weiß, wie es geht) - ein Musikvideo angezeigt, das meine Freundin an ihre Pinwand geheftet hatte (siehe Screenshot). Sie war auf einem Konzert von Asaf Avidan gewesen und hatte nun dieses Video gepostet. Dazu schrieb sie: "das konzert im franz war laut und auch sehr laut und leise und auch sehr leise und wunderbar sympatisch."

Ich liebe es neue Musik zu entdecken. Ich klickte auf das Video. Die Musik war gut. Verdammt gut! Wer reinhören möchte - die Musik um die es hier geht, folgt ganz am Ende als Youtube-Video.
Ich war begeistert. Und dankbar. Der Morgen begann mit extrem guter, mir noch unbekannter Musik. Besser kann ein Tag doch nicht beginnen. Oder? Dank der Möglichkeiten von Facebook! Eine Freundin hatte ihre Musik auf Facebook geteilt - geshared, wie man sagt in Web 2.0 Sprache. So hatte sie mich erreicht.
Es ist nun denkbar einfach diese Dinge, die andere ihren Freunden mitteilen, wiederum selbst mit anderen zu teilen. Ich habe ja zu großen Teilen andere "Freunde" auf Facebook, die diese Musik auch noch nicht kennen. Also klickte ich auf "Teilen", weil ich die Musik so extrem genial finde (Screenshot).

So gelangte dieses Video auch an meine Pinwand (siehe Screenshot) und in den Stream meiner Freunde. Damit sehen nun auch meine Freunde das Video und können es anklicken. Oder es auch bleiben lassen. Niemand ist gezwungen sich die Musik anzuhören. Aber man hat die Möglichkeit dazu.

So verbreitet sich gute Musik auf Facebook. Freunde teilen sie mit Freunden. Diese reichen sie möglicherweise weiter. Andere erfahren davon. Das nennt man dann "Viralität". Und genau das liebe ich an Facebook! Ich bleibe mit Freunden in Kontakt, erfahre wo sie sind und was sie so treiben. Früher hätte ich viele von ihnen aus den Augen verloren. Die Möglichkeiten Kontakt zu halten sind Dank Web 2.0 erheblich größer und einfacher. Und: ich kann neue, gute Musik entdecken. Freunde geben mir Empfehlungen. Ich reiche sie gern weiter.
Ach ja: ich bin dann später mit meinem iPhone noch in den iTunes-Store und habe mir das komplette Album von Asaf Avidan & the Mojos gekauft! Es entstand also sogar eine echte Transaktion. Und danach habe ich es in meinem anderen Blog, dem VisualBlog, das täglich über 2.000 Leser hat, als "Song der Woche" eingestellt, so dass noch mehr Leute die Musik hören können. Auf Facebook schrieb mir noch ein Freund via Direktnachricht, dass er sich die CD holen will, weil die Musik so genial sei! So funktioniert das Social Web. So gut ist Facebook. Und darum nutzen es immer mehr Menschen.
Verbraucher bevorzugen interaktive Informationskanäle
Autor des Artikels: Matias RoskosSchon vor ein paar Wochen stieß ich im wunderbaren Commercial Communities Blog von Dr. Kai-Uwe Hellmann auf den Artikel mit gleichzeitiger Kernaussage: "Verbraucher bevorzugen interaktive Informationskanäle für Produkte und Dienstleistungen". Dabei geht es um eine Marketingstudie der Handelshochschule Leipzig (HHL) und McKinsey & Company.
Die repräsentative Befragung von 1.500 Konsumenten in den Bereichen Mobilfunk, Filialbanken und Unterhaltungselektronik zeigt: Zwar nutzt jeder dritte Konsument klassische TV-Werbung, Zeitungen, Zeitschriften und Kataloge zur Information über Produkte und Services – als ausschlaggebende Informationsquelle vor einer Kaufentscheidung gelten diese Kanäle aber für weniger als fünf Prozent der Käufer.
Lieber informieren sich zum Beispiel Kunden, die vor einer konkreten Kaufentscheidung im Bereich Unterhaltungselektronik stehen, direkt im Einzelhandelsgeschäft (39 Prozent) und vor allem online: Die Seiten von Internethändlern und Herstellern sowie Foren und Web-Communities nennen mehr als 50 Prozent als den für sie wichtigsten Informationskanal.
Bemerkenswert: In allen drei untersuchten Branchen ähneln sich die Befragungsergebnisse
schreibt Dr. Kai-Uwe Hellmann. Da ich mich mit dem Agieren in Social Networks beschäftige und solchen Fragen:
- "Wie gelingt es eine Community authentisch wachsen zu lassen?"
- "Was muss ich den Mitgliedern bieten, damit sie aktiv bleiben?"
- "Welche Mechanismen funktionieren um eine lebendige Community aufzubauen?"
sind solche Untersuchungen natürlich extrem spannend. Und diese Studie untermauert eigentlich das, was ich meinen Kunden schon seit langem sage: Setzen sie auf Social Media. Denn hier kann Mundpropaganda initiiert werden, die deutlich wertvoller ist wie die klassischen Marketingmaßnahmen.
Weiter ist zu lesen:
"Die Konturen von Vertriebs-, Kommunikations- und Informationskanälen verschwimmen zunehmend; der Kunde wird souveräner und entscheidet selbst, auf wessen Meinung er vertraut“,
erläutert Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg von der HHL.
Dieser Trend stelle für Serviceanbieter, Händler und Hersteller eine besondere Herausforderung dar“, so Kirchgeorg, „denn die in Social Media geäußerten Meinungen über bestimmte Produkte und Marken sowie die daraus resultierenden Image- und Umsatzeffekte liegen außerhalb des direkten Einflussbereichs der Anbieter.“"Dem Kundenbedürfnis nach mehr und besserer On- und Offline Interaktion müssen Unternehmen Rechnung tragen“,
so Christoph Erbenich. Entscheidend sei es, die Marketing- und Vertriebsbudgets in Bezug auf alle Kundenkontaktpunkte integriert zu steuern.
"Nur so kann man den gestiegenen Anforderungen der Kunden nach Qualität, Konsistenz und Authentizität entgegenkommen – sei es im Beratungsgespräch mit einem Callcenter-Agenten, bei der Produktvorführung im Kaufhaus oder im Chatroom eines Online-Händlers“
Integrierte Marketingkampagnen. Mit Social Media als mindestens gleichberechtigtem, wenn nicht sogar dem wichtigsten Baustein - das ist die Zukunft des Marketing. Davon bin ich felsenfest überzeugt.
Warum die Leute nichts für Qype und andere Portale schreiben
Autor des Artikels: Matias RoskosZwischen den Feiertagen sitzt man oft mit Freunden und Familiemitgliedern zusammen und redet über alles mögliche. Oft habe ich mich dann auch in Restaurants und Cafés getroffen. Und selbstverständlich redet man dabei heutzutage auch übers Web 2.0, Facebook, Twitter, Bloggen und so weiter.
Wenn man in einem Restaurant sitzt, kommt bei mir automatisch auch der Gedanke: „Schreibe ich dazu jetzt was auf Qype?“ Meine Antwort ist meist „Nein.“. Bei diesen Gesprächen zwischen den Feiertagen habe ich dann auch meine Freunde gefragt, ob sie was auf Qype schreiben. Erstaunlich fand ich, wie viele schon von Qype gehört hatten. Einigen musste ich erklären worum es geht. Bei diesen Gesprächen tauchte dann immer wieder eine zentrale und entscheidende Frage auf: „Warum sollte ich auf Qype was schreiben?“
Wo ist der Mehrwert?
So ungefähr geht es mir selbst auch. Warum? Was habe ich davon? Wo ist der Mehrwert? Qype steht hier nur exemplarisch für viele andere Bewertungsportale. Es gibt so viele Bewertungsportale da draußen, die alle unter dem gleichen Problem leiden. Sorry, Qype, dass ich schon wieder euch heraus picke. Ich hoffe, ihr seht das positiv. Denn über euch wird geredet. Das ist ein an sich gutes Zeichen.
Es gibt sie – diese Mehrwerte auf Qype. Es gibt gute Gründe, warum man was auf Qype schreiben sollte. Dessen bin ich mir bewusst. Ich kann meine Tipps zu guten gastronomischen Einrichtungen easy weiter teilen auf Facebook und Twitter. Ich kann so meine favorisierten Restaurants sammeln und mit Freunden teilen. Ich kann auch was Gutes tun, in dem ich Restaurants gut bewerte in denen ich mich wohlgefühlt habe. Und genau das ist auch der Hauptgrund, warum ich immer mal wieder was schreibe oder ein Bild hochlade. Aber ich gebe es zu, ich tue dies eher selten.
Die Leute machen zu wenig mit bei zahlreichen durchaus spannenden Web-Startups. Es fehlt die Motivation der Menschen. Man kann nicht omnipräsent sein im Netz. Es ist schier unmöglich aktiv zu agieren auf seinem bevorzugten Social Network (bei mir ist das Facebook), möglicherweise seinem Bilder-Account bei Flickr, seinem eigenen Blog und vielleicht noch in ein oder zwei Foren für Spezial-Themen. Dazu gibt es auch noch Email. Und dann ist da ja auch noch das echte Leben mit Job, Familie, Haushalt und allem was dazu gehört.
Der Wikipedia-Vergleich
„Aber auf Wikipedia schreiben ja auch Tausende von Menschen, jeden Tag. Dann muss das bei uns doch auch funktionieren.“ Diese Sätze höre ich immer wieder. Und sicherlich gehört Qype zu den Portalen, die einigermaßen funktionieren, was die Community angeht. Aber Qype ist nicht Wikipedia. Das bedeutet ganz konkret: Wikipedia ist ein nichtkommerzielles Projekt, bei dem die Leute mitmachen um an einer gigantischen, weltweiten Wissenssammlung mitzuarbeiten. Aus Spaß. Und für "Ruhm und Ehre". Es geht auch ein Stück um das Erarbeiten eines Expertenstatus dort.
Qype dagegen ist, wie fast alle Portale im Web, ein kommerzielles Projekt. Das macht durchaus einen gewaltigen Unterschied für die Nutzer. Es geht dabei ums Image eines Portals. Bei einem Open Source Projekt macht man viel eher mit wie bei einem Webprojekt hinter dem ein Startup steckt.
Der kommerzielle Background ist aber sicherlich kein Killerkriterium. Wenn es gelingt ein spannendes Portal an den Start zu bringen, dass den Leuten echte Mehrwerte bietet, steht einem Erfolg an sich nichts im Weg. Aber – die alles entscheidende Frage muss von jedem Portalbetreiber beantwortet werden:
Was hat der Nutzer von seiner aktiven Teilnahme?
Diese Frage wird ganz offensichtlich selten gestellt und meist unzureichend beantwortet. Es müssen echte Mehrwerte geschaffen werden. Dann und nur dann wird man langfristig eine starke und vor allem spannende Community aufbauen. Und damit letztendlich erfolgreich sein.
Bilder vom Communitycamp
Autor des Artikels: Matias RoskosLetztes Jahr hatte ich es noch mit organisiert. Dieses Jahr war ich "nur" als Gast da: beim Communitycamp in Berlin. Ersteinmal vielen Dank an die Organisatoren für die Mühen und an Cimdata für die tolle Location! Leider war es diesmal deutlich leerer wie im Vorjahr, was mich bei einem so spannenden Themenkomplex doch sehr gewundert hat. Nichts destotrotz gab es etliche interessante Sessions. Es hat Spaß gemacht! Viele spannende Leute waren dort. Nächstes Jahr gern wieder.
André Albrecht und Marcus Bader bei ihrer Tchibo ideas Präsentation, die viel positive Resonanz erfuhr. Was mich, als großen Fan dieses Crowdsourcing-Projektes, sehr freute.

Facebook-Relaunch absolut gelungen
Autor des Artikels: Matias RoskosLandauf, landab regt man sich auf über den kürzlich vollzogenen Relaunch bei Facebook. Hauptziel der Kritik ist der Fakt, dass man sich wieder ein Stück von Twitter entfernt und dem sogenannten Live-Stream einen Neuigkeiten-Stream an die Seite gestellt hat.
Der Live-Stream entspricht in etwa dem, was Twitter bietet. Aber Facebook hat aus meiner Sicht seit einiger Zeit bereits den Vorteil, dass man Nachrichten der Kontakte direkt kommentieren und mit "Gefällt mir" markieren kann. So ist die Kommunikation viel direkter und regt einen Dialog an, was bei Twitter nicht in diesem Maße der Fall ist.
Der neu eingeführte Neuigkeiten-Stream wiederum zeigt nicht das, was live geschieht, sondern bildet nach einem eigenen Facebook-Algorithmus die am meisten diskutierten Themen ab. Grundlage dürften die Kommentare und die "Gefällt mir" Votes sein. Gerade diese Option finde ich extrem gelungen! Ich kann so, auch wenn ich NICHT alle zwei Stunden reinschaue, sehen, was bei meinen Kontakten so los ist und was am meisten Anklang findet. Man bricht damit diesen oft viel zu schnell laufenden Live-Stream auf und gibt dem Nutzer die Chance bei bestimmten Themen zu verweilen. Ohne ihm den Live-Stream gänzlich weg zu nehmen. Denn dieser ist immernoch schnell und einfach erreichbar mit einem einzigen Klick oberhalb des Streams (siehe Screenshot). Zu Anfang war dies etwas gewöhnungsbedürftig. Doch schon nach drei Tagen komme ich damit super klar und schalte immer mal wieder um.
Als zweites finde ich es genial, dass ich mir nun auch den Stream einzelner Kontaktlisten anzeigen lassen kann (siehe zweiten Screenshot). So macht es noch deutlich mehr Sinn meine Kontakte in Listen zu sortieren. Ich kann mir zum Beispiel anzeigen lassen, was bei meinen Kreativ-Kontakten los ist. Oder ich schalte auf die privaten Kontakte um. Ich kann mir auch nur den Stream der Seiten oder Gruppen anzeigen lassen, in denen ich Mitglied bin. Auch diese Auswahlmöglichkeit, super leicht zu erreichen in der linken Menüleiste, ist extrem gelungen und trägt deutlich zur besseren Nutzbarkeit von Facebook bei.
Und letztendlich gibt es eine weitere Änderung, über die bisher kaum jemand spricht. Die Gruppen wurden aufgewertet! Nach den Fanpages gibt es jetzt endlich auch für die Gruppen eine vollwertige Pinwand, deren Inhalte wiederum im Stream der Gruppenmitglieder angezeigt werden. Das war vorher nicht der Fall! Damit kann man nun auch über Gruppen die Mitglieder leichter erreichen und mit Neuigkeiten versorgen (siehe Screenshot unserer CROW'n'CROW-Gruppe). Super, Facebook!
Insgesamt ist dieses Paket an Neuerungen natürlich erst einmal gewöhnungsbedürftig. Wenn man es aber nutzt, lernt man sehr schnell die Vorteile zu schätzen. Aus meiner Sicht sind alle Änderungen sinnvoll und hilfreich und helfen der besseren Nutzerführung und stärken den viralen Charakter dieses Social Networks. So macht Facebook wieder ein Stück mehr Spaß. Man hebt sich angenehm vom Durchrauschen der Nachrichten bei Twitter ab und baut den Vorsprung gegenüber allen anderen Social Networks, vor allem auch hier in Deutschland, gewaltig aus. Daumen hoch!
Facebook-Hack – Warnung!
Autor des Artikels: Matias RoskosHier mal eine Warnung an alle, die aktiv auf Facebook sind. Der Account von einem meiner Facebook-Freunde wurde gehackt. Weil er nicht vorsichtig genug war. Das kann auch jedem anderen passieren. Daniel schrieb in seinem Status heute darum Folgendes:
WARNING! There is a new way to hack your facebook. Read Carefully ( A Notification will be sent to you that one of your friends has commented on your status, it will open a new page and tell you to re-enter your facebook username an.........d password the pag......e looks just like the FB login page so BE CAREFUL, dont enter your user id and password or it will be hacked ) Please Read And Forward.
Also bitte bitte - Geben sie ihr Passwort nie auf Seiten ein, die sich automatisch geöffnet haben. Wenn sie sich unsicher sind, einfach die URL www.facebook.com neu eingeben.
Das betrifft übrigens nicht allein Facebook, sondern jede Plattform, wo sie mit Nutzernamen und Passwort reingehen. Wenn sie sich unsicher sind: Seite schließen und neu händisch die URL eingeben.













