Archiv für die 'Communitys' Kategorie

Facebook als Klickmaschine

Was tun die Menschen auf Facebook? Klar – sich vernetzen. Mit “Freunden”. Oft sind das nicht die Freunde aus dem Offline-Leben. Es sind eher lose Beziehungen, die aber in bestimmten Situationen wertvoll und hilfreich sein können.

Natürlich ist Facebook auch eine Bildersammlung. Die Menschen posten dort Bilder ohne Ende, die wiederum von Freunden kommentiert und verlinkt werden. Aber – und das wird noch viel zu wenig beachtet: Menschen sprechen Empfehlungen aus. In ihren Statusnachrichten ist zu lesen, wie sie den Film von gestern abend fanden, welches Buch sie gelesen haben oder wenn das eigene Auto spinnt, der Zug zu spät kommt, man Angst vor dem Zahnarzt hat. Man kann auf Facebook lesen, dass der Kaffee in dem oder dem Café nicht so lecker war und wo man den besten Kuchen bekommt. Menschen fragen auf Facebook “Kannst du mir ein Hotel in StadtXYZ empfehlen?” oder “Wo kann man heute Abend hingehen in Berlin?“. Sie fragen, empfehlen, kritisieren. Nirgends ist das einfacher wie auf Facebook (und mit Abstrichen Twitter – bevor die Frage kommt: Der entstehende Dialog ist auf Facebook direkter, weil deutlicher abgebildet. Dadurch können sich weitere Teilnehmer einklinken in den Dialog!).

Und die Menschen empfehlen auf Facebook andere Seiten im Netz. Das sind wiederum Fotos und Videos, aber auch Blogbeiträge, News und Zeitungsartikel. Für mein Blog gehört Facebook mittlerweile neben Google und Twitter zu den Top-Quellen neuer Leser!

In der Süddeutschen Zeitung war neulich (Nr. 30, Seite 21) in einem Artikel von Johannes Boie Folgendes zu lesen. Es geht dabei um Google News und den Streit mit den deutschen Verlagen.

Andererseits, und das ist allen Beteiligten klar, kommen via Google News viele Leser. Bislang wagt es daher kein Verlag, auf den Dienst zu verzichten – was der Konzern den Medienhäusern als Reaktion auf Kritik immer wieder anbietet.
Mitten in diesen Streit platzt nun das Ergebnis einer digitalen Messung in den USA, das spektakulär ist und die verhärtete Debatte womöglich drehen könnte: Der Statistikkonzern Hitwise, der Datenströme im Netz misst, hat herausgefunden, dass die Nutzer von Nachrichtenportalen neuerdings eher von Facebook kommen als von Google News.

Dabei stellten die Forscher fest, dass 3,5 Prozent der Leser über Facebook kamen – und nur 1,4 Prozent von Google News. Damit ist Facebook zum vierwichtigsten Leser-Lieferanten für Medienportale geworden, zumindest in den USA.

Weil das (das posten des Links an der Pinwand) auf Facebook nur Menschen, aber keine Computer übernehmen, ist der Aufstieg des Netzwerkes auch ein Symbol: für die Macht der Nutzer. Es sind Menschen, die in Netzwerken wie Facebook Freunde und Kollegen auf Inhalte hinweisen, die sie interessant finden. Sie übernehmen dabei unbewusst klassische Redakteursaufgaben: Nachrichtenauswahl und Gewichtung.

Dies hat der Autor absolut richtig erkannt. Der Mensch gewinnt im Internet immer mehr an Bedeutung. Er erobert sich, Schritt für Schritt, diese Bedeutung. Facebook ist dabei “nur” eine technische Plattform, die ihm dies erleichtert. Wir erleben einen Wandel. Nur viele wollen dies noch nicht wahrhaben. Doch wer am ehesten reagiert und Social Media – nicht nur Facebook, sondern auch Twitter, Blogs, Youtube und vieles mehr – nicht als einen Hype sieht, der schnell wieder vergeht, sondern als eine komplette Veränderung, eine Bereicherung der Kommunikation der Menschen miteinander, der wird auch in der Zukunft erfolgreich agieren.

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Erstellt am Dienstag 16. Februar 2010
Unter: Communitys, PR und Social Networks | Keine Kommentare »

Was soll denn das mit Facebook? Viralität, Freunde, gute Musik…

Die Frage höre ich immer wieder: “Was soll denn das mit Facebook?” Gute Frage. Berechtigte Frage. Und es gibt viele Antworten. Viele laue Antworten. Aber auch manch gute Antwort. Ich will heute mal eine geben. Wie ich hoffe, eine verdammt gute. Ich möchte ein Beispiel zeigen, was so toll ist an Facebook. Und warum ich Facebook so liebe. Deutlich mehr übrigens als Twitter. Weil genau das, was ich hier beschreibe, mit Twitter nicht – oder wenn, dann nur extrem umständlich – und auch mit kaum einem anderen Social Network in dieser einfachen Art möglich ist.

Es geht um eine gute Freundin von mir. Und um die Musik von Asaf Avidan. Wir haben uns im echten Leben kennengelernt. Weil sie den leckersten Bio-Imbiss der Stadt hatte, die besten Suppen der Welt kocht und ich sie auch sonst extrem sympathisch finde. Sie nutzt Facebook, wie so viele – nicht jeden Tag. Aber ab und zu gibt es Einträge, was sie so gerade macht oder welche Musik sie hört. Neulich morgen fand ich in meinem Facebook-Stream (das sind die Nachrichten meiner Freunde, die mir auf der Startseite angezeigt werden und die ich selbst übrigens wunderbar filtern kann, wenn ich weiß, wie es geht) – ein Musikvideo angezeigt, das meine Freundin an ihre Pinwand geheftet hatte (siehe Screenshot). Sie war auf einem Konzert von Asaf Avidan gewesen und hatte nun dieses Video gepostet. Dazu schrieb sie: “das konzert im franz war laut und auch sehr laut und leise und auch sehr leise und wunderbar sympatisch.”

Facebook Video

Ich liebe es neue Musik zu entdecken. Ich klickte auf das Video. Die Musik war gut. Verdammt gut! Wer reinhören möchte – die Musik um die es hier geht, folgt ganz am Ende als Youtube-Video.

Ich war begeistert. Und dankbar. Der Morgen begann mit extrem guter, mir noch unbekannter Musik. Besser kann ein Tag doch nicht beginnen. Oder? Dank der Möglichkeiten von Facebook! Eine Freundin hatte ihre Musik auf Facebook geteilt – geshared, wie man sagt in Web 2.0 Sprache. So hatte sie mich erreicht.

Es ist nun denkbar einfach diese Dinge, die andere ihren Freunden mitteilen, wiederum selbst mit anderen zu teilen. Ich habe ja zu großen Teilen andere “Freunde” auf Facebook, die diese Musik auch noch nicht kennen. Also klickte ich auf “Teilen”, weil ich die Musik so extrem genial finde (Screenshot).

Facebook sharing

So gelangte dieses Video auch an meine Pinwand (siehe Screenshot) und in den Stream meiner Freunde. Damit sehen nun auch meine Freunde das Video und können es anklicken. Oder es auch bleiben lassen. Niemand ist gezwungen sich die Musik anzuhören. Aber man hat die Möglichkeit dazu.

Facebook Sharing

So verbreitet sich gute Musik auf Facebook. Freunde teilen sie mit Freunden. Diese reichen sie möglicherweise weiter. Andere erfahren davon. Das nennt man dann “Viralität”. Und genau das liebe ich an Facebook! Ich bleibe mit Freunden in Kontakt, erfahre wo sie sind und was sie so treiben. Früher hätte ich viele von ihnen aus den Augen verloren. Die Möglichkeiten Kontakt zu halten sind Dank Web 2.0 erheblich größer und einfacher. Und: ich kann neue, gute Musik entdecken. Freunde geben mir Empfehlungen. Ich reiche sie gern weiter.

Ach ja: ich bin dann später mit meinem iPhone noch in den iTunes-Store und habe mir das komplette Album von Asaf Avidan & the Mojos gekauft! Es entstand also sogar eine echte Transaktion. Und danach habe ich es in meinem anderen Blog, dem VisualBlog, das täglich über 2.000 Leser hat, als “Song der Woche” eingestellt, so dass noch mehr Leute die Musik hören können. Auf Facebook schrieb mir noch ein Freund via Direktnachricht, dass er sich die CD holen will, weil die Musik so genial sei! So funktioniert das Social Web. So gut ist Facebook. Und darum nutzen es immer mehr Menschen.

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Erstellt am Dienstag 9. Februar 2010
Unter: Communitys | 5 Kommentare »

Verbraucher bevorzugen interaktive Informationskanäle

Schon vor ein paar Wochen stieß ich im wunderbaren Commercial Communities Blog von Dr. Kai-Uwe Hellmann auf den Artikel mit gleichzeitiger Kernaussage: “Verbraucher bevorzugen interaktive Informationskanäle für Produkte und Dienstleistungen“. Dabei geht es um eine Marketingstudie der Handelshochschule Leipzig (HHL) und McKinsey & Company.

Die repräsentative Befragung von 1.500 Konsumenten in den Bereichen Mobilfunk, Filialbanken und Unterhaltungselektronik zeigt: Zwar nutzt jeder dritte Konsument klassische TV-Werbung, Zeitungen, Zeitschriften und Kataloge zur Information über Produkte und Services – als ausschlaggebende Informationsquelle vor einer Kaufentscheidung gelten diese Kanäle aber für weniger als fünf Prozent der Käufer.

Lieber informieren sich zum Beispiel Kunden, die vor einer konkreten Kaufentscheidung im Bereich Unterhaltungselektronik stehen, direkt im Einzelhandelsgeschäft (39 Prozent) und vor allem online: Die Seiten von Internethändlern und Herstellern sowie Foren und Web-Communities nennen mehr als 50 Prozent als den für sie wichtigsten Informationskanal.

Bemerkenswert: In allen drei untersuchten Branchen ähneln sich die Befragungsergebnisse

schreibt Dr. Kai-Uwe Hellmann. Da ich mich mit dem Agieren in Social Networks beschäftige und solchen Fragen:

  • “Wie gelingt es eine Community authentisch wachsen zu lassen?”
  • “Was muss ich den Mitgliedern bieten, damit sie aktiv bleiben?”
  • “Welche Mechanismen funktionieren um eine lebendige Community aufzubauen?”

sind solche Untersuchungen natürlich extrem spannend. Und diese Studie untermauert eigentlich das, was ich meinen Kunden schon seit langem sage: Setzen sie auf Social Media. Denn hier kann Mundpropaganda initiiert werden, die deutlich wertvoller ist wie die klassischen Marketingmaßnahmen.

Weiter ist zu lesen:

“Die Konturen von Vertriebs-, Kommunikations- und Informationskanälen verschwimmen zunehmend; der Kunde wird souveräner und entscheidet selbst, auf wessen Meinung er vertraut“,
erläutert Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg von der HHL.
Dieser Trend stelle für Serviceanbieter, Händler und Hersteller eine besondere Herausforderung dar“, so Kirchgeorg, „denn die in Social Media geäußerten Meinungen über bestimmte Produkte und Marken sowie die daraus resultierenden Image- und Umsatzeffekte liegen außerhalb des direkten Einflussbereichs der Anbieter.“

“Dem Kundenbedürfnis nach mehr und besserer On- und Offline Interaktion müssen Unternehmen Rechnung tragen“,
so Christoph Erbenich. Entscheidend sei es, die Marketing- und Vertriebsbudgets in Bezug auf alle Kundenkontaktpunkte integriert zu steuern.
“Nur so kann man den gestiegenen Anforderungen der Kunden nach Qualität, Konsistenz und Authentizität entgegenkommen – sei es im Beratungsgespräch mit einem Callcenter-Agenten, bei der Produktvorführung im Kaufhaus oder im Chatroom eines Online-Händlers“


Integrierte Marketingkampagnen. Mit Social Media als mindestens gleichberechtigtem, wenn nicht sogar dem wichtigsten Baustein – das ist die Zukunft des Marketing.
Davon bin ich felsenfest überzeugt.

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Erstellt am Freitag 15. Januar 2010
Unter: Communitys | 2 Kommentare »

Warum die Leute nichts für Qype und andere Portale schreiben

Zwischen den Feiertagen sitzt man oft mit Freunden und Familiemitgliedern zusammen und redet über alles mögliche. Oft habe ich mich dann auch in Restaurants und Cafés getroffen. Und selbstverständlich redet man dabei heutzutage auch übers Web 2.0, Facebook, Twitter, Bloggen und so weiter.

Wenn man in einem Restaurant sitzt, kommt bei mir automatisch auch der Gedanke: „Schreibe ich dazu jetzt was auf Qype?“ Meine Antwort ist meist „Nein.“. Bei diesen Gesprächen zwischen den Feiertagen habe ich dann auch meine Freunde gefragt, ob sie was auf Qype schreiben. Erstaunlich fand ich, wie viele schon von Qype gehört hatten. Einigen musste ich erklären worum es geht. Bei diesen Gesprächen tauchte dann immer wieder eine zentrale und entscheidende Frage auf: „Warum sollte ich auf Qype was schreiben?

Wo ist der Mehrwert?

So ungefähr geht es mir selbst auch. Warum? Was habe ich davon? Wo ist der Mehrwert? Qype steht hier nur exemplarisch für viele andere Bewertungsportale. Es gibt so viele Bewertungsportale da draußen, die alle unter dem gleichen Problem leiden. Sorry, Qype, dass ich schon wieder euch heraus picke. Ich hoffe, ihr seht das positiv. Denn über euch wird geredet. Das ist ein an sich gutes Zeichen.

Es gibt sie – diese Mehrwerte auf Qype. Es gibt gute Gründe, warum man was auf Qype schreiben sollte. Dessen bin ich mir bewusst. Ich kann meine Tipps zu guten gastronomischen Einrichtungen easy weiter teilen auf Facebook und Twitter. Ich kann so meine favorisierten Restaurants sammeln und mit Freunden teilen. Ich kann auch was Gutes tun, in dem ich Restaurants gut bewerte in denen ich mich wohlgefühlt habe. Und genau das ist auch der Hauptgrund, warum ich immer mal wieder was schreibe oder ein Bild hochlade. Aber ich gebe es zu, ich tue dies eher selten.

Die Leute machen zu wenig mit bei zahlreichen durchaus spannenden Web-Startups. Es fehlt die Motivation der Menschen. Man kann nicht omnipräsent sein im Netz. Es ist schier unmöglich aktiv zu agieren auf seinem bevorzugten Social Network (bei mir ist das Facebook), möglicherweise seinem Bilder-Account bei Flickr, seinem eigenen Blog und vielleicht noch in ein oder zwei Foren für Spezial-Themen. Dazu gibt es auch noch Email. Und dann ist da ja auch noch das echte Leben mit Job, Familie, Haushalt und allem was dazu gehört.

Der Wikipedia-Vergleich

Aber auf Wikipedia schreiben ja auch Tausende von Menschen, jeden Tag. Dann muss das bei uns doch auch funktionieren.“ Diese Sätze höre ich immer wieder. Und sicherlich gehört Qype zu den Portalen, die einigermaßen funktionieren, was die Community angeht. Aber Qype ist nicht Wikipedia. Das bedeutet ganz konkret: Wikipedia ist ein nichtkommerzielles Projekt, bei dem die Leute mitmachen um an einer gigantischen, weltweiten Wissenssammlung mitzuarbeiten. Aus Spaß. Und für “Ruhm und Ehre”. Es geht auch ein Stück um das Erarbeiten eines Expertenstatus dort.

Qype dagegen ist, wie fast alle Portale im Web, ein kommerzielles Projekt. Das macht durchaus einen gewaltigen Unterschied für die Nutzer. Es geht dabei ums Image eines Portals. Bei einem Open Source Projekt macht man viel eher mit wie bei einem Webprojekt hinter dem ein Startup steckt.

Der kommerzielle Background ist aber sicherlich kein Killerkriterium. Wenn es gelingt ein spannendes Portal an den Start zu bringen, dass den Leuten echte Mehrwerte bietet, steht einem Erfolg an sich nichts im Weg. Aber – die alles entscheidende Frage muss von jedem Portalbetreiber beantwortet werden:

Was hat der Nutzer von seiner aktiven Teilnahme?

Diese Frage wird ganz offensichtlich selten gestellt und meist unzureichend beantwortet. Es müssen echte Mehrwerte geschaffen werden. Dann und nur dann wird man langfristig eine starke und vor allem spannende Community aufbauen. Und damit letztendlich erfolgreich sein.

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Erstellt am Dienstag 12. Januar 2010
Unter: Communitys | 10 Kommentare »

Bilder vom Communitycamp

Letztes Jahr hatte ich es noch mit organisiert. Dieses Jahr war ich “nur” als Gast da: beim Communitycamp in Berlin. Ersteinmal vielen Dank an die Organisatoren für die Mühen und an Cimdata für die tolle Location! Leider war es diesmal deutlich leerer wie im Vorjahr, was mich bei einem so spannenden Themenkomplex doch sehr gewundert hat. Nichts destotrotz gab es etliche interessante Sessions. Es hat Spaß gemacht! Viele spannende Leute waren dort. Nächstes Jahr gern wieder.

Eröffnung.
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André Albrecht und Marcus Bader bei ihrer Tchibo ideas Präsentation, die viel positive Resonanz erfuhr. Was mich, als großen Fan dieses Crowdsourcing-Projektes, sehr freute.
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Erstellt am Montag 2. November 2009
Unter: Communitys, Echtes Leben | 3 Kommentare »

Facebook-Relaunch absolut gelungen

Landauf, landab regt man sich auf über den kürzlich vollzogenen Relaunch bei Facebook. Hauptziel der Kritik ist der Fakt, dass man sich wieder ein Stück von Twitter entfernt und dem sogenannten Live-Stream einen Neuigkeiten-Stream an die Seite gestellt hat.

Der Live-Stream entspricht in etwa dem, was Twitter bietet. Aber Facebook hat aus meiner Sicht seit einiger Zeit bereits den Vorteil, dass man Nachrichten der Kontakte direkt kommentieren und mit “Gefällt mir” markieren kann. So ist die Kommunikation viel direkter und regt einen Dialog an, was bei Twitter nicht in diesem Maße der Fall ist.

Der neu eingeführte Neuigkeiten-Stream wiederum zeigt nicht das, was live geschieht, sondern bildet nach einem eigenen Facebook-Algorithmus die am meisten diskutierten Themen ab. Grundlage dürften die Kommentare und die “Gefällt mir” Votes sein. Gerade diese Option finde ich extrem gelungen! Ich kann so, auch wenn ich NICHT alle zwei Stunden reinschaue, sehen, was bei meinen Kontakten so los ist und was am meisten Anklang findet. Man bricht damit diesen oft viel zu schnell laufenden Live-Stream auf und gibt dem Nutzer die Chance bei bestimmten Themen zu verweilen. Ohne ihm den Live-Stream gänzlich weg zu nehmen. Denn dieser ist immernoch schnell und einfach erreichbar mit einem einzigen Klick oberhalb des Streams (siehe Screenshot). Zu Anfang war dies etwas gewöhnungsbedürftig. Doch schon nach drei Tagen komme ich damit super klar und schalte immer mal wieder um.

Facebook Neuigkeiten Stream

Als zweites finde ich es genial, dass ich mir nun auch den Stream einzelner Kontaktlisten anzeigen lassen kann (siehe zweiten Screenshot). So macht es noch deutlich mehr Sinn meine Kontakte in Listen zu sortieren. Ich kann mir zum Beispiel anzeigen lassen, was bei meinen Kreativ-Kontakten los ist. Oder ich schalte auf die privaten Kontakte um. Ich kann mir auch nur den Stream der Seiten oder Gruppen anzeigen lassen, in denen ich Mitglied bin. Auch diese Auswahlmöglichkeit, super leicht zu erreichen in der linken Menüleiste, ist extrem gelungen und trägt deutlich zur besseren Nutzbarkeit von Facebook bei.

Stream von ausgewählten Kontakt-Listen auf Facebook

Und letztendlich gibt es eine weitere Änderung, über die bisher kaum jemand spricht. Die Gruppen wurden aufgewertet! Nach den Fanpages gibt es jetzt endlich auch für die Gruppen eine vollwertige Pinwand, deren Inhalte wiederum im Stream der Gruppenmitglieder angezeigt werden. Das war vorher nicht der Fall! Damit kann man nun auch über Gruppen die Mitglieder leichter erreichen und mit Neuigkeiten versorgen (siehe Screenshot unserer CROW’n'CROW-Gruppe). Super, Facebook!

CROW'n'CROW-Gruppe auf Facebook

Insgesamt ist dieses Paket an Neuerungen natürlich erst einmal gewöhnungsbedürftig. Wenn man es aber nutzt, lernt man sehr schnell die Vorteile zu schätzen. Aus meiner Sicht sind alle Änderungen sinnvoll und hilfreich und helfen der besseren Nutzerführung und stärken den viralen Charakter dieses Social Networks. So macht Facebook wieder ein Stück mehr Spaß. Man hebt sich angenehm vom Durchrauschen der Nachrichten bei Twitter ab und baut den Vorsprung gegenüber allen anderen Social Networks, vor allem auch hier in Deutschland, gewaltig aus. Daumen hoch!

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Erstellt am Mittwoch 28. Oktober 2009
Unter: Communitys | Keine Kommentare »

Jack Wolfskin – Das Internet funktioniert komplett anders im Jahr 2009

Schon vom Jack Wolfskin Fail gehört, der ganz aktuell die Runde macht in diversen Foren und Weblogs? Auf Werbeblogger.de gibt es so ziemlich alles, was man dazu wissen muss. Danke, Roland, für diese exzellente Arbeit! Ganz knapp: Jack Wolfskin hat diverse, kleine Händler auf der Social Shopping-Plattfom Dawanda abgemahnt, weil sie eine Tatze auf ihren Produkten verwendet hatten. Die Tatze aber gehört Jack Wolfskin, ist deren Erkennungszeichen, Bestandteil der Corporate Identity. Da ist es durchaus in Ordnung und legitim, dass Jack Wolfskin sich schützen möchte. Das gleich vorneweg. Jedes Unternehmen hat das gute Recht sich seine Markenrechte zu schützen. Aber es kommt auf die Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel an. Und auf die Frage, wie man im Web 2.0, dem Social Web agiert um nicht mehr Schaden anzurichten als vorher eigentlich an Schaden entstanden war durch eine mögliche Markenrechtsverletzung. Auch bei Spiegel Online ist das Thema bereits angekommen.

Wir schreiben das Jahr 2009. Und darum, Jack Wolfskin: Doch nicht so!

Jack Wolfskin hat diverse Händler abgemahnt und mit einer Gebühr von knapp 1.000 € belegt. Das liest sich dann so:

In den letzten Tagen gab es auf verschiedenen Online-Plattformen Äußerungen zu Abmahnungen, die Jack Wolfskin wegen Markenrechtsverletzungen gegen Anbieter auf der Internet-Plattform „DaWanda“ ausgesprochen hat. Diese Vorfälle sind zwar bedauerlich, es handelt sich hier jedoch um eindeutige Markenrechtsverletzungen, auf die Jack Wolfskin zum Schutz der Marke leider mit Abmahnungen reagieren musste.
Die typische Jack Wolfskin Tatze ist als Marke geschützt. Daher dürfen Dritte keine ähnlichen oder identischen Zeichen für ähnliche und identische Waren, wie sie Jack Wolfskin anbietet, im geschäftlichen Verkehr benutzen. Jack Wolfskin als Markeninhaberin hat daher das Bestreben und die Pflicht, die Marke gegen ähnliche Drittzeichen zu verteidigen, da die Marke sonst geschwächt wird.

und so weiter und so fort.

Es geht mir nicht darum, ob Jack Wolfskin im Recht ist oder nicht. Ich gehe davon aus, dass sie im Recht sind. Aber der Schaden, den man da gerade anrichtet, lässt mir die Haare zu Berge stehen. Bei Jack Wolfskin hat man nicht verstanden, wie das Internet heutzutage funktioniert. Statt seine Anwälte mit Abmahnungen an die Front zu schicken, gibt es deutlich geschicktere Wege.

Und wie könnten diese Wege neuen Wege im Web 2.0 aussehen?

Jedes große Unternehmen sollte sich heutzutage eine Social Web Taskforce einrichten. Denn: Wir reden über ein Social Web. Nicht mehr nur über ein Internet. Es sind Menschen, die agieren, die eine Stimme haben und die immer besser wissen diese Stimme auch zu nutzen. Und auf sie muss man eingehen in der Zukunft. Ob es einer Firma wie Jack Wolfskin nun passt oder nicht. Noch stehen wir ganz am Anfang dieser Entwicklung. Doch von Monat zu Monat wird die Kraft des Web 2.0, des dialogorientieren Social Web, immer größer, ihr Einfluss immer bedeutender.

Diese von mir angesprochene Social Media Taskforce hätte die Aufgabe mittels Social Media Monitoring schnell und zeitnah zu erkennen, wo Brandherde entstehen. Und dann muss man gekonnt und mit dem notwendigen Feingefühl darauf reagieren.

Im Fall um den es hier geht, würde das bedeuten: man nimmt von Seiten der Social Media Tastforce des Unternehmens Kontakt mit der betreffenden Plattform, in diesem Fall Dawanda, auf und stimmt sich ab, was zu tun ist. Entweder die Communitymanager der Social Media Plattform nehmen dann Kontakt auf mit den Händlern, die gegen die Markenrechte verstoßen. Oder es tun Social Media erfahrene Communitymanager bei Jack Wolfskin. Kein Anwalt, sondern Communitymanager! Man sucht das Gespräch, statt eine Abmahnung zu schicken. Freundlich und dennoch bestimmt weißt man die Händler auf ihren Verstoß hin und gibt ihnen Zeit darauf zu reagieren.

Erst wenn die Händler auf dieses Gespräch, auf einen echten Dialog, wie ihn das Web 2.0 verlangt, nicht reagieren, ist es durchaus legitim Anwälte einzuschalten. Man kann die Händler auf dieses weitere Vorgehen ja durchaus bereits im Gespräch hinweisen.

Zusammengefasst:

Schritt 1: Eine Social Media Taskforce nimmt Kontakt mit den Plattformbetreibern und den Händler auf und sucht den Dialog. Auf freundliche und dennoch bestimmte Art.
Meist wird man auf diesem Weg 90% der Probleme bereits lösen.

Schritt 2: Händler, die auf Schritt 1 nicht reagieren werden durch die Anwälte konsultiert.

Man ist bei Jack Wolfskin also den zweiten vor dem ersten Schritt gegangen. Überzogen, ungeschickt und nicht absehend, welch Imageschaden dadurch entsteht. Kann man diesen in Zahlen bemessen? Sind die dadurch entstehenden Kosten nicht deutlich höher wie die eigentlich in Rechnung gestellten? Ich glaube schon.

Ein wie von mir beschriebenes Vorgehen wird für Unternehmen, egal ob groß oder klein, in der Zukunft unerlässlich sein. Denn die durch Abmahnungen und ähnliche Vorgehensweisen erzeugte negative Mundpropaganda verbreitet sich im Web Web 2.0 – wie in diesem Fall wieder wunderbar zu sehen – rasend schnell via Blogs, Twitter, Foren und Facebook. Wenn man sechs- bis siebenstellige Summen für Marketing ausgibt, sollte man sie nicht auf so unclevere Art und Weise wieder verpulvern. Und nichts ist schlimmer wie negative Mundpropaganda. Oder?!

PS: Was mache ich mit meinem vor 8 Wochen im Sommerurlaub gekauften Jack Wolfskin Rucksack? Ganz ehrlich: am liebsten würd ich ihn in die Mülltonne schmeißen, so mies finde ich das Agieren dieser Firma. Ich schlaf noch ne Nacht drüber und dann schau ich mal. Vielleicht ist man ja lernfähig bei der Tatzen-Firma. Wünschenswert wäre es. Doch Markenimage und aktuelles Verhalten klaffen mittlerweile meilenweit auseinander. Traurig so etwas zu sehen.

[Nachtrag]
Unbedingt lesenswert ist auch der Beitrag von Patrick Breitenbach. Unter anderem schreibt er:

Doch die Konsumenten werden zum Glück nicht wirklich dümmer, denn auch sie durchschauen zunehmend – das Internet trägt sicherlich einen großen Teil dazu bei – das Spiel um Etikettenschwindel und den juristischen Brechstangen. Der Graben weitet sich also stetig. Auf der einen Seite wird alles billiger und damit auch die Marken selbst poröser, beispielsweise durch Qualitätseinbuße, Dumping, Piraterieverlockung und unverhältnismäßige Kontrollreflexe. Auf der anderen Seite wächst eine neue Bewegung, genannt LOHAS, die nichts anderes darstellt, als einen Gegenentwurf zu dieser kapitalistischen Extrementwicklung, also wieder hin zu einem humanistischen verantwortungsvollen Weltbild, in dem man Produkte nicht mehr losgelöst von Umwelt und Mensch sehen kann, sondern bei dem Produkte an Wert gewinnen, gerade weil so viel Arbeit, Leidenschaft, Bemühen, Ideen, Begeisterung und menschliche Schaffenskraft dahinter steckt. Aber auch abseits des LOHAS-Trends erwarten die Menschen im Internet (die natürlich nur eine Minderheit darstellen, aber im Gegenzug mittlerweile dank Vernetzung und Google-Ranking eine mächtige Stimme haben), dass die Unternehmen vernünftig kommunizieren und handeln. Vernünftig, im Sinne von “menschlich”, also den Thesen, die Anfang der 90er Jahre bereits im Cluetrainmanifest zukunftsweisend formuliert wurden. Erst reden, dann hauen – so jedenfalls meine Auffassung von zivilisiertem Verhalten.
….
Wie kann man anderen Menschen verbieten eine Tiertatze irgendwo draufzusticken? Absurd und mit vernünftiger Kaufmannskunst hat das rein gar nichts mehr zu tun.

Man sollte die jetzige Protestwelle in vielen Communities weder unter- noch überbewerten. Man könnte den jetzigen Fall als eine Art Virus betrachten. Dieser Virus kann schnell vergessen und verbannt sein, er kann sich aber auch unbemerkt langsam aber zerstörerisch durch den Organismus Unternehmen fressen, ohne dass man am Ende noch feststellen kann, worauf die “Infektion” eigentlich zurückzuführen war. Ich rate allen Unternehmen daher solche Szenarien zu vermeiden. Vielleicht ist die Auswirkung nicht sofort spürbar, aber das Internet vergisst so schnell nicht und völlig unkontrollierbar ist der daraus eventuell entstehende negative Mundpropaganda-Effekt: “Hast du schon gegoogelt?” Wie gesagt, es ist ein schleichender Prozess, den man weder glasklar in generell “harmlos” oder generell “markenschädigend” einordnen kann.

Solche Schlussfolgerungen verursachen bei mir heftigstes Kopfnicken. Danke für solch intelligente Artikel, Patrick.

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Erstellt am Montag 19. Oktober 2009
Unter: Communitys, PR und Social Networks | Keine Kommentare »

Facebook-Hack – Warnung!

Hier mal eine Warnung an alle, die aktiv auf Facebook sind. Der Account von einem meiner Facebook-Freunde wurde gehackt. Weil er nicht vorsichtig genug war. Das kann auch jedem anderen passieren. Daniel schrieb in seinem Status heute darum Folgendes:

WARNING! There is a new way to hack your facebook. Read Carefully ( A Notification will be sent to you that one of your friends has commented on your status, it will open a new page and tell you to re-enter your facebook username an………d password the pag……e looks just like the FB login page so BE CAREFUL, dont enter your user id and password or it will be hacked ) Please Read And Forward.

Also bitte bitte – Geben sie ihr Passwort nie auf Seiten ein, die sich automatisch geöffnet haben. Wenn sie sich unsicher sind, einfach die URL www.facebook.com neu eingeben.

Das betrifft übrigens nicht allein Facebook, sondern jede Plattform, wo sie mit Nutzernamen und Passwort reingehen. Wenn sie sich unsicher sind: Seite schließen und neu händisch die URL eingeben.

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Erstellt am Dienstag 13. Oktober 2009
Unter: Communitys | Keine Kommentare »

10 Bausteine für eine erfolgreiche Facebook-Fanpage – 1.000 Facebook-Fans in 6 Wochen

Facebook startet auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz so langsam durch und überholt sämtliche anderen deutschen Social Networks. Vollkommen zurecht. Denn keine andere Plattform ist so innovativ, zukunftsorientiert und mutig wie Facebook (neben Twitter vielleicht noch, aber die sind definitiv kein Social Network). Und immer mehr Brands, Unternehmen und PR-Agenturen fragen sich: Was nutzt uns Facebook? Wie können wir dort sinnvoll agieren? Wie sehen spannende Socialnetworkstrategien aus?

Ich habe meinen diesjährigen Sommerurlaub mit meiner Familie in Garmisch-Partenkirchen in Bayern verbracht. Und ich habe diesen Urlaub zum einen auf Facebook begleitet und parallel dazu Qype einem intensiven Test unterzogen (siehe meinen zigfach gelesenen und verlinkten Artikel “Der Qype-Schock – Wenn Crowdsourcing nicht funktioniert“). Ganz bewusst wollte ich schauen, was auf Facebook passiert, wen man erreicht und ob es Sinn macht Facebook auch im Urlaub als Tool zu nutzen. Und: Ja – Facebook hat wunderbar funktioniert. Bilder wurden kommentiert. Freunde haben sich über Fotos aus den Bergen gefreut. Und ich bekam spannende Tipps, wo wir noch hinwandern oder einkehren sollten. Qype war da, für mich völlig überraschend, weniger ergiebig.

Nach diesem Urlaub fragte ich Martin Szugat, der sich viel in Garmisch-Partenkirchen und Grainau aufhält, und sich dort bestens auskennt, ob wir nicht zusammen eine Facebook-Fanpage für Garmisch-Partenkirchen aufmachen wollen. Martin war begeistert und los gings. Am 18. August 2009 ging unsere Gapfans-Seite auf Facebook an den Start. Jetzt, etwas mehr als sechs Wochen später, hat diese Fanpage über 1.000 Fans! Das ist eine rasante Entwicklung, die auch uns beide in dieser Dynamik überrascht hat. Die aber auch zeigt: Facebook funktioniert.

Was mich als Berater und Visionär in Sachen Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien natürlich interessiert (und warum mich meine Kunden unter anderem auch regelmäßig anrufen) ist die Frage: Wie geht das? Wie kann man so schnell so viele Menschen mobilisieren? Hier ein paar Antworten. Und eines gleich vorneweg: Das geht nicht einfach so.

Authenzität

Die Basis jedes Erfolges in einem Social Network, wie auch mit anderen Social Media Bausteinen (Blog, Twitter) ist, dass die Fanpage glaubwürdig ist. Dass man also selbst tatsächlich ein Fan ist und dies auch rüberbringen kann.
Martin und ich sind echte Gap-Fans. Wir lieben diesen Ort und die gesamte Region drumherum.
Kunstprodukte werden es schwer haben in einem Social Network. Wie soll man andere begeistern, wenn man selbst nicht begeistert ist?

Freunde einladen

Schritt 2 ist immer: erstmal die eigenen Freunde einladen. Darunter gibt es sicherlich den ein oder anderen, der sich gern anschließt und auch etwas beizutragen hat. Und sei es nur, anderen Interessierten davon zu erzählen.
Dafür ist es allerdings notwendig, dass man selbst auch ein paar Kontakte auf Facebook hat.

gezielt Personen suchen

Dann geht die Arbeit erst so richtig los. Es gilt nun Menschen zu suchen, die etwas mit dem Thema, in unserem Fall GAP, zu tun haben und diese auf die Seite aufmerksam zu machen in der Hoffnung, dass auch sie Fans werden. So setzt langsam Viralität ein.

Persönliche Erfahrungen, Meinungen etc. teilen

Man sollte bereit sein, Tipps, Erfahrungen (positive wie auch mal weniger positive) mit anderen zu teilen. So wie ich es bereits während meines Urlaubs gern getan hatte.
Das ist nicht nur super authentisch und damit sympathisch. Man bietet damit anderen Nutzern auch echte Mehrwerte, die sie möglicherweise für sich nutzen können.
“Ah – so toll schauts in der Partnachklamm aus? Dann muss ich das nächste Mal da auch unbedingt hin.”

regelmäßige Status Updates

Die Seite darf nicht schlafen. Sonst ist das Interesse der Fans schnell wieder dahin. Dynamik heißt mehrmals wöchentlich, besser noch täglich Status-Updates.

Erfolge teilen

Erfolge der Fanpage teilen heißt den Mitgliedern zu zeigen, welche Dynamik die Page entwickelt. Und dass man nicht allein ist als Fan! Das motiviert selbst aktiver zu werden und neue Fans einzuladen. Das können Statistiken sein, Grafiken oder Stufen (500 Fans, 900 Fans usw.).

Auf Nutzerkommentare eingehen

Ganz wichtig und oft vernachlässigt: Web 2.0 heißt Dialog und Kommunikation auf Augenhöhe. Auch auf einer Fanpage. Wenn Kommentare und Fragen unbeantwortet bleiben, verliert man schnell die Lust und ist wieder weg. Also ist es notwendig, dass die Admins auf Kommentare und Fragen eingehen und nicht alles einem Selbstlauf überlassen.

Bilder posten

Menschen lieben visuelle Reize. Das bedeutet, dass man unter anderem auch viele Bilder, möglicherweise auch Videos platzieren sollte. Diese werden bevorzugt im Netz konsumiert, kommentiert und weitergereicht.

Interessante und aktuelle Infos liefern

Eine Fanpage sollte auch von Aktualität leben. Daher macht es Sinn auf einer solchen Seite aktuelle Infos zu Events, Kongressen und anderen Terminen zu posten.

Es braucht eine starke Marke als Inhalt

Das Wichtigste zum Schluss. Um eine Fanpage auf Facebook zum Erfolg zu führen bedarf es einer Marke, eines Produktes, das auch das Potential in sich trägt Viralität zu erzeugen. Garmisch-Partenkirchen in unserem Fall hat bewiesen, was für eine starke Brand diese Urlaubsregion ist und wie schnell sich Fans auf Facebook finden und involvieren lassen.

Facebook-Fanpage Garmisch-Partenkirchen

Aus all diesen Punkten (und einigen, die ich hier noch weg gelassen habe) wird somit Folgendes deutlich:

  • Eine Facebook-Fanpage muss authentisch sein.
  • Eine Facebook-Fanpage braucht eine starke Marke (Produkt, Stadt, Region, Person, Band) zum Inhalt.
  • Eine Facebook-Fanpage muss mit viel Liebe und Engagement geführt werden, damit sie erfolgreich wird. Ohne Passion geht es nicht.
  • Eine Facebook-Fanpage braucht regelmäßigen Content. Bilder, Texte, Videos, Tipps, Kommentare. Anfangs vor allem durch die Initiatoren, später in einem Mix von anderen Fans und Communitymanagement.
  • Eine Facebook-Fanpage ist kein Selbstläufer.
  • Eine Facebook-Fanpage muss regelmäßig durch einen oder noch besser mehrere engagierte Admins gepflegt werden. Auch hier gilt also: gutes Communitymanagement ist super wichtig.
  • Eine Facebook-Fanpage bedarf eines nicht zu vernachlässigen Zeitaufwands, um sie zum Erfolg zu führen. Sie bedeutet also durchaus auch Arbeit, sollte aber immer gleichzeitig Spaß sein.

Danke, Martin, für die Zuarbeit und die fachmännische Unterstützung bei diesem Artikel und für das grandiose Management der GAP-Fanpage auf Facebook! Macht Spaß! Martin Szugat hat mit seinem SnipClip-Team eine Facebook-Application an den Start gebracht, die die Idee des Sammelalbums aufgreift und auf Social Networks überträgt. Spannend für viele Branchen, um auf Facebook Viralität zu erzeugen. SnipClip rockt!

Ich freue mich, dass unsere kleine Fanpage für Garmisch-Partenkirchen sich so rasend schnell entwickelt hat und hoffe, dass es so weitergeht. Ich liebe Garmisch-Partenkirchen und teile diese Liebe gern mit anderen auf Facebook.

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Erstellt am Montag 5. Oktober 2009
Unter: Communitys, PR und Social Networks | 11 Kommentare »

Crowdsourcing: Wie man seine Community sinnvoll involviert. Etsy machts vor.

Wenn ich mit Kunden oder auf Konferenzen über Crowdsourcing rede, geht es oft auch darum, wie ich mit Hilfe von Crowdsourcing meine Community weiter festigen und sie bei Laune halten kann. Das Thema Spaß spielt da eine wichtige Rolle.

Das Schöne beim Crowdsourcing ist, dass man nicht nur einfach ein Gewinnspiel oder etwas Ähnliches macht um die Community bei Laune zu halten, sondern die Communitymitglieder ganz aktiv involviert und Mehrwerte auf verschiedenen Ebenen dabei generiert. Dies praktiziert gerade auch die amerikanische Plattform für Selbstgemachtes Etsy, die dort drüben brummt ohne Ende.

Gesucht war und ist ein Promotion-Video unter dem Slogan “Handmade moment”.

Etsy: Handmade momentAttention all artists, videographers, film students, DIY addicts, advertising students, home video makers, professionals, camera nerds and other creative members of the Etsy community: here’s your chance to show the world how talented you are, and help us spread the Etsy gospel while you are at it!

And if that’s not enticing enough, we are also giving away pantloads of cash. We’re hosting a new contest at http://www.etsy.tv.

Etsy wants promotional videos, and since our community is creative, artistic and unique, we’re turning to you. For the next few months we will be accepting submissions for :15 and :30 (second) videos promoting Etsy and the handmade movement. This is your opportunity to express your passion (or is it an obsession?) for Etsy.

Man hat dabei (zum Glück) auch an eine vernünftige, monetäre Incentivierungsstrategie gedacht, die mir ausgesprochen gut gefällt. Mehrere Leute werden an der Gewinnsumme beteiligt. Es gibt nicht nur einen einzigen Sieger. Und die Summe ist so interessant, dass auch Profis über eine Teilnahme nachgedacht haben werden.

The winning submissions will receive a total of 10.000 $ (and we’ll use the video, too)!

First Prize: 3.250 $
Three Runners Up: 1.250 $
Six Finalists: 500 $

Es gab 177 Einsendungen, von denen 25 ins Semifinale kamen. Nun stehen die 10 Finalisten zum Voting bereit. Der ein oder andere wird die Qualität der kurzen Filme bemängeln. Mir gefallen sie. Weil sie “echt” sind. Sympathisch. Sie transportieren genau die Botschaft, die Etsy braucht. Sie zeigen eine lebendige Community, die ihr Projekt – Etsy – liebt.

etsy contest

Etsy hat gekonnt Crowdsourcing eingesetzt, um mehrere Dinge zu erreichen. Zum einen natürlich, um ein Promotion-Video zu erhalten. Aber bei dieser Maßnahme, wie auch bei vielen anderen Crowdsourcing-Aktionen, ging es nicht allein um die konkrete Dienstleistung.

Punkt 2 ist, dass man seiner Community etwas zum Beschäftigen gegeben hat. Etwas das Spaß macht! Es passiert etwas auf der Plattform. Sie ist lebendig. Die Leute haben die Möglichkeit sich einzubringen, dabei andere Communitymitglieder virtuell kennen zu lernen und dabei etwas spaßiges zu tun. Dies trägt zur Festigung einer Community bei.

Punkt 3: Dialog. Man gelangt in einen echten Dialog mit seinen Fans. Über die Marke, über Zukunftsstrategien. Über die Dinge, die man gut macht und über Dinge, die man besser machen könnte. Crowdsourcing ist also auch ein Instrument des Web 2.0, um in einen echten Dialog zu gelangen.D

Punkt 4: Viralmarketing. Die Leute reden über Etsy. Sie erzählen vom Contest, von der Story von Etsy, von der Möglichkeit zu gewinnen. Etsy bringt sich ins Gespräch. Blogger und Journalisten können darüber berichten.

Dies sind alles Punkte, die Crowdsourcing so interessant machen für Unternehmen. Crowdsourcing kann helfen die Community zu festigen bzw. sie aufzubauen. Crowdsourcing kann für Viralmarketing sorgen. Crowdsourcing bringt Spaß mit sich. Crowdsourcing kann in einen echten Dialog münden, der mir hilft Feedback aus der Community abzuholen und gemeinsam über die Zukunft der Marke nachzudenken. Und Crowdsourcing kann Ergebnisse liefern, die ein Unternehmen dann ganz konkret um- bzw. einsetzen kann.

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Erstellt am Dienstag 22. September 2009
Unter: Communitys, Crowdsourcing, Viralmarketing | 1 Kommentar »