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2Dez/13Off

Crowdsourcing für den Straßenverkehr – Radsicherheit in Berlin

Autor des Artikels: Matias Roskos

Auf die Community und damit auf Crowdsourcing zu setzen beim Thema Sicherheit für Radfahrer finde ich extrem gelungen. Daumen hoch für Radsicherheit in Berlin.

Auf der Webseite heißt es zu diesem Projekt:

Unfälle beim Abbiegen mit Pkw- bzw. Lkw-Beteiligung sind eine häufige Ursache für zum Teil schwere Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ist bemüht die Sicherheit von Radfahrenden zu erhöhen. Bei der Ermittlung besonders kritischer Kreuzungs- und Einmündungsbereiche können Sie die Senatsverwaltung nun unterstützen.
Vom 12. November bis 10. Dezember 2013 sind alle Berlinerinnen und Berliner eingeladen, sich am öffentlichen Dialog zu beteiligen. Wenn Sie Interesse an dem Thema Radsicherheit in Berlin und dem weiteren Prozess haben können Sie sich hier informieren und den Newsletter abonnieren.

Es ist also leider erst einmal nur bis zum 10. Dezember 2013 terminiert. Was ich allerdings durchaus nachvollziehen kann. Bei einem solchen Thema wird es garantiert schnell emotional (Kampf Autofahrer versus Radfahrer). Dadurch ist das Communitymanagement auf einer solchen Plattform stark gefordert. Da ist es ein guter Schritt, erst einmal in einem Piloten zu testen, ob das Angebot angenommen wird und wie stark das Aufkommen an Ideen und Kommentaren überhaupt ist.

In der Topliste finden sich dann Themen wie folgt:

  • Penetrantes Parken auf dem Radweg
  • Fahrradstreifen in der Sonnenallee
  • Oranienstraße ist die Radfahrhölle
  • Radweg-Benutzungspflicht auf der Schönhauser Allee komplett aufheben!
  • Horror Hermannplatz
  • Radspur führt auf Parkplatz!
  • Leipziger Straße - Autos schneiden Fahrradfahrer
  • Und so weiter und so fort...

radsicherheit-berlin

Es wird zum Dialog auf dieser Webseite und zum Einreichen von Gefahrenpunkten aufgerufen:

Unfälle beim Abbiegen mit Pkw- bzw. Lkw-Beteiligung sind eine häufige Ursache für zum Teil schwere Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt erarbeitet aktuell einen maßnahmen- und praxisorientierten Leitfaden zur Vermeidung solcher Abbiegeunfälle. Dieser Leitfaden soll zukünftig Politik und Planung in Deutschland, insbesondere auf kommunaler Ebene, als Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

Das Beteiligungsverfahren bildet einen wichtigen Bestandteil dieses Projekts.

Mit dem Beteiligungsverfahren ist die Öffentlichkeit aufgerufen, Kreuzungen/Einmündungen oder Bereiche von Kreuzungen/Einmündungen zu benennen, an denen es häufiger zu Konflikten beim Abbiegen kommt oder an denen sich die Bürgerinnen und Bürger durch abbiegende Fahrzeuge verunsichert fühlen. Ziel ist es, einen Überblick über Berliner Kreuzungen/Einmündungen oder Bereiche von Kreuzungen/Einmündungen zu gewinnen, die aus Sicht von Radfahrerinnen und Radfahrern mögliche Konfliktschwerpunkte sind.
...
Vom 12. November 2013 bis zum 10. Dezember 2013 können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger auf dieser Internet-Plattform informieren und Kreuzungen oder Einmündungen in Berlin benennen, an denen es häufiger zu Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmenden beim Abbiegen kommt und an denen insbesondere für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer häufiger kritische Situationen entstehen. Die Beiträge aller Nutzerinnen und Nutzer können eingesehen und bewertet werden.

Zur öffentlichen Beteiligung im Rahmen der Aktion „Radfahren in Berlin. Abbiegen? Achtung! Sicher über die Kreuzung“ sind neben der interessierten Öffentlichkeit auch Unternehmen, Vereine, Verbände, Initiativen oder sonstige Institutionen aus dem Land Berlin eingeladen sich zu beteiligen.

Die Bürger bekommen so die Chance sich Gehör zu verschaffen und direkt beteiligt zu sein an einer Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr. Würde ich noch in Berlin wohnen, wär ich sofort dabei. Ein tolles, ein wichtiges Thema.

Wunderbar, wenn Crowdsourcing-Mechanismen so sinnvoll zum Einsatz kommen! Bürgerbeteiligung von ihrer besten Seite. Jetzt kommt es "nur noch" darauf an, aus den Ergebnissen und Daten etwas zu machen in Berlin.

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Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos

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