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7Jan/13Off

Arbeit mit Blacklist und Greylist in Foren und Chats

Autor des Artikels: Matias Roskos

Das Monitoring von Foren-Einträgen, Postings in Social Networks, Direktnachrichten auf Online-Portalen sowie von Chat-Nachrichten wird für ein gutes Communitymanagement immer wichtiger. Nicht nur, weil immer mehr Trolle im Netz ihr Unwesen treiben. Bei Projekten wie Galileo GENIAL, für das ich als Community Manager mit verantwortlich bin, geht es darum Kindern im Internet eine sichere Umgebung zu schaffen, damit sie dort spielen, lernen und auch kommunizieren können. "Erziehung zur Medienkompetenz" wird das auch hin und wieder genannt. Immer mehr Kinder im Grundschulalter beginnen das Internet zu nutzen.

Gerade wenn Kinder sich auf einer Plattform im Netz treffen, spielt der Sicherheitsaspekt eine gesteigerte Rolle. Denn Kinder können sich nur bedingt selbst schützen. Selbstverständlich stehen hier zuerst einmal die Eltern in der Verantwortung. Doch nicht immer verfügen diese über deutlich mehr Wissen darüber, wie man sich im Internet schützt und wie man so agiert, dass einem kein Schaden entstehen kann. Diese Aufgabe müssen zu großen Teilen die Plattformen mit übernehmen. Aber auch Lehrer und Schulen werden hier in der Zukunft immer stärker gefordert sein. Medienkompetenz gehört aus meiner Sicht unbedingt mit ins Unterrichtsprogramm des Jahres 2013. Leider ist das fast nie der Fall bisher.

Mehr Sicherheit in Chats durch den Einsatz einer Blacklist

Sobald Kinder direkt angesprochen werden können - mittels einer Nachrichtenfunktion, in Forenbeiträgen oder in einem Chat - muss Sorge getragen werden, dass diese Umgebung kinderfreundlich und sicher ist. Hier greifen verschiedene Sicherheitsmechanismen. Ganz wichtig ist dabei die Arbeit mit einer sogenannten Blacklist. Auf dieser finden sich alle Worte, die "gefährlich" sind. Sie werden aus den Nachrichten heraus gefiltert und werden dann nur noch als *** dargestellt. Hierzu zählen pornografische Begriffe genauso wie rechtsradikales Vokabular.

Außerdem ist es oft so, - so auch bei in dem Tool, mit dem ich selbst für Galileo GENIAL arbeite - dass diese Nachrichten im der hinter dem Chat oder dem Forum liegenden Monitoring-Software gesondert hervorgehoben visualisiert werden. Um diese Gespräche und die Nutzer, die diese Worte versuchten zu schreiben, intensiver beobachten zu können.

Zusätzlich zur Blacklist gibt es auch die Möglichkeit mit einer Whitelist (= alle definitiv ungefährlichen Worte) und einer Greylist zu arbeiten. So machen wir das auch auf Galileo GENIAL. In der Greylist finden sich all die Worte, die potentiell gefährlich sein könnten. Da kommt es dann auf den Kontext an, in dem sie genannt werden. Beispiele hierfür wären "Popo", "Jungfrau" oder "Freitod". Worte können völlig harmlos oder für den Wissenstransfer in einer Unterhaltung vorkommen, können aber genauso auf sexuelle Belästigung und eine mögliche Straftat hinweisen. Darum sind sie war lesbar für Kinder, tauchen aber zugleich in der Monitoring-Software ebenso hervorgehoben auf, so dass die Moderatoren sofort die Unterhaltung weiter verfolgen können.

Woher eine solche Blacklist oder eine Greylist kommt? Soweit mir bekannt gibt es im Netz keine fertigen Listen, die man einfach so einsetzen kann. Meist wird mit der Monitoring-Software eine Blacklist mitgeliefert. Diese muss jedoch permanent optimiert und überarbeitet werden. So stecken in den Listen für Galileo GENIAL etliche Stunden Arbeit meinerseits, damit die Listen gut arbeiten können.

Solche Hilfsmittel wie Blacklist, Greylist und eine gut funktionierende Monitoring-Software hinter einer Kommunikationsplattform, wie Foren, Social Networks und Chats, sind mittlerweile unerlässliche Tools für ein professionelles Communitymanagement. Gerade auch um Kindern ein möglichst sicheres Umfeld im Netz zu gewährleisten. Oder auch um Trolle frühzeitig ausfindig zu machen und ausschließen zu können.

Wie gut, gekonnt und professionell die Moderatoren und Communitymanager dann agieren und die ihnen an die Hand gegebenen Hilfsmittel nutzen um eine gut funktionierende Community aufzubauen, liegt dann ganz in der Hand des Communitymanagement-Teams.

Auf Galileo GENIAL können die Kinder übrigens erst frei chatten, wenn die Eltern den freien Chat für ihr Kind freigegeben haben. Vorher stehen den Kindern vorgefertigte Textbausteine in einem Auswahl-Menü zur Verfügung, über die auch bereits eine Unterhaltung wunderbar funktioniert, wie ich seit dem Launch am 12.12.2012 täglich verfolgen kann. Auch dies ein zusätzliches Mittel um eine sichere Umgebung für die Kinder zu schaffen.

Wie kann ich frei chatten auf Galileo GENIAL?

Mehr darüber, wie wir das auf Galileo GENIAL handhaben, in dem Beitrag "Wie kann ich frei chatten auf Galileo GENIAL?".

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Kommentare (2) Trackbacks (1)
  1. Danke für den Informativen Beitrag, ich wurde auch gerne ein Anzahl der Artikel in meinen eigenen Blog übernehmen, reicht dann die angabe von Autor mit einen Backlink zu diesen Blog?

  2. Hallo,
    gern können Sie auf Artikel aus meinem Blog verlinken oder auch Passagen zitieren.
    Von einer kompletten Übernahme von Artikeln würde ich Ihnen dringend abraten. Google würde dies als duplicate content einstufen und ihr Blog nicht mehr in den Suchergebnissen ausweisen.
    Außerdem beachten Sie bitte CC-BY-NC-Lizenz. (siehe Disclaimer rechts in der Sidebar).
    Mit freundlichen Grüßen
    Matias Roskos