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22Sep/11Off

In der Zukunft Mehr-Arbeit für die Admins von Facebook-Seiten

Autor des Artikels: Matias Roskos

In den vergangenen Wochen gab es zahlreiche Veränderungen auf Facebook. Ganz offensichtlich treibt der Innovationsdruck durch Google+ die Facebook-Mannschaft zu ständiger Optimierung ihres Produktes. Was prinzipiell ja nicht verkehrt ist. Über die Einführung des Follower-Prinzips, Abonnements genannt, hatte ich ja schon ausführlich berichtet.

Es gab aber noch eine andere, weitreichende Veränderung. Ab sofort können Facebook-Nutzer auf Seiten von Marken, Unternehmen, Schauspielern, Musikern usw. auch kommentieren und bei einzelnen Beiträgen auf "gefällt mir" klicken (=liken), ohne Fan dieser Seite zu sein. Also auch "Nicht-Fans" können sich nun in Diskussionen einschalten, Inhalte mit ihren Freunden teilen und so weiter. An sich eine feine Sache. Denn nicht immer will man gleich Fan dieser Marke (im Screenshot: einer Automarke) werden, hat aber doch ein konkretes Anliegen. Oder möchte etwas Konkretes kommentieren.

Dacia auf Facebook

Bis letzte Woche war dies nicht möglich. Man musste zwingend Fan einer Seite sein, um kommentieren und liken zu können. Das ist jetzt anders. Es ist erstmal gut, weil es die Kommunikation fördert. Noch mehr Menschen können sich einbringen. Man wird zu nichts mehr gezwungen. Eine Hürde, ein Hemmnis für Kommunikation wurde abgebaut.

Aber: dies bedeutet zugleich auch mehr Arbeit und mehr Verantwortung für die Admins der Facebookseiten. Das Communitymanagement auf Facebook wird in der Zukunft noch wichtiger, als es ohnehin schon war. Denn mehr Menschen werden sich auf den Seiten beteiligen. Gerade auch, wenn es eine Krise gibt. Und natürlich ist damit auch möglichem Spam und Anfeindungen das Tor weiter als bisher geöffnet. Monitoring und Communitymanagement gewinnen damit deutlich an Bedeutung auf Facebook.

Noch eine Anmerkung: Nicht nur das Management auf Facebook wird wichtiger. Auch wird damit die Zahl der Fans ein wenig relativiert. Was mittelfristig Auswirkungen haben wird auf Facebook-Charts wie die "German Brands on Facebook". Wichtigste Kennziffer werden die Interaktionen sein. Wie belebt ist die Seite? Wieviel Feedback und Impressionen gibt es in einem bestimmten Zeitraum? Daran wird man in der Zukunft Facebook-Seiten messen. Nicht mehr allein nur an der Fanzahl. Und das ist gut so. Auch wenn man natürlich erstmal eine "vernünftige" Zahl von Fans braucht, damit die Seite überhaupt wahrgenommen. Kommunikation - und nicht das Sammeln von imaginären Fans - gewinnt an Bedeutung! Das ist eine gute Entwicklung.

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