Community – die Deppen, die für mich arbeiten?
Im Frühjahr erreichte mich die Bitte, einen Einwurf zum Thema Communities für das "HMD" zu schreiben. Diesem Wunsch kam ich gern nach. Und so entstand der Artikel "Community - die Deppen, die für mich arbeiten?".
Hier ein kleiner Auszug daraus:
Wenn ich Unternehmen berate und Konzepte für den Community-Aufbau ausarbeite, dann versuche ich meinen Kunden zu erklären, was die wichtigsten Aspekte für den Erfolg eines Community-Projektes sind. Der wichtigste Aspekt ist die Beantwortung der Frage: „Warum soll ich da mitmachen?“ Genau diese Frage stellt sich jedes potentielle Mitglied einer Community! „Warum? Was bringt mir das? Was habe ich davon?“ Eigentlich ganz einfach, oder? Und diese Frage können die wenigsten Unternehmen, die davon träumen eine Community für sich arbeiten zu lassen, wirklich beantworten.
Wobei in der Formulierung „für sich arbeiten lassen“ bereits der erste Kardinalfehler liegt. Denn es sollte nicht darum gehen, eine Community FÜR sich arbeiten zu lassen, sondern vielmehr darum GEMEINSAM MIT EINER COMMUNITY etwas zu erreichen. Wie die konkrete Zielsetzung einer Community-Plattform dann ausschaut, muss in der Strategie-Planung vorab ausgearbeitet werden. Auch das machen die wenigsten zur Zeit.
Mehr im jetzt vorliegenden gedruckten Heft 280, August 2011, HMD. Das Blog dazu findet man hier. Danke an die Macher für die Möglichkeit diesen Artikel bei ihnen zu platzieren. Hat Spaß gemacht.
Interview mit einem Hotelier aus Garmisch-Partenkirchen zu Groupon: “Kunden werden mit Angeboten überhäuft und somit bleibt einzelnes Angebot nicht haften”
Andreas Griess ist Inhaber des Rheinischen Hofes in Garmisch-Partenkirchen, des einzigen Inhaber-geführten Vier-Sterne-Hotels im Ort. Jessica Reindl ist im Rheinischen Hof für das Online-Marketing und die Social Media Aktivitäten verantwortlich.
Sie erzählten mir neulich, dass eine Vertriebsmitarbeiterin von Groupon bei ihnen im Haus war. Und dass diese sie letztendlich nicht von Groupon überzeugen konnte. Das fand ich - auch weil ich vom Geschäftskonzept von Groupon nur wenig halte - extrem spannend und bat die beiden um ein Interview. Hier nun das Interview mit dem Rheinischen Hof zum Thema Groupon.
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Hallo Frau Reindl, hallo Herr Griess. Sie haben mir erzählt, dass der Vertrieb von Groupon den Kontakt zum Rheinischen Hof gesucht hat. Wann war das und was konkret hat man Ihrem Hotel angeboten?
Jessica Reindl: Das war heuer im Frühjahr. Eine ausgesprochen nette Vertreterin hat sich mit uns persönlich bei uns im Hotel getroffen und uns das Konzept von Groupon erklärt. Dabei wollte sie uns natürlich auch -am liebsten sofort- als Partner gewinnen. Wir sollten ein Hotelpaket bei Groupon einstellen, das wir gerne selber schnüren könnten, sie würden uns dabei aber auch behilflich sein.
Andreas Griess: Die Hotelpakete, die andere Hotels bereits eingestellt hatten, hatte Sie dabei. Hierbei handelt es sich meist um Wochenenden bzw. verlängerte Wochenenden, weniger Langzeitbuchungen. Hierbei wurden oft größere Zimmer als auch Zusatzleistungen inkludiert, sprich hierdurch erschienen die Pakete relativ hochwertig.
Sie haben ja viel mit Vertretern und Internetportalen zu tun. Wie war der Eindruck vom Groupon-Vertrieb?
JR: Die Dame, die bei uns war, war extrem sympathisch und wahnsinnig gut geschult! Der erste Eindruck ist sehr professionell und trotzdem persönlich.
Was uns aber jetzt im Nachhinein negativ aufgefallen ist: Wir haben letzte Woche denselben Brief bekommen, wie im Frühjahr. In dem wurde uns auch wieder angeboten, dass ein Vertreter uns gerne besuchen würde, um uns kennenzulernen und uns das Konzept von Groupon vorzustellen.
Ist wohl schlechtes Datenbankmanagement, kommt aber beim Kunden nicht gut an.
AG: Kann ich bestätigen. Verteter anderer namhafter Portale wie z.B. booking.com oder expedia.com erscheinen auch nicht professioneller. Auf Fragen konnte Sie antworten, auch die etwas unangenehmeren.
Und konnte Groupon bei Ihnen einen Deal abschließen?
JR: Nein, die Vertreterin konnte uns nicht überzeugen.
Warum kam es nicht zu einer Aktion des Rheinischen Hofes auf Groupon? Was waren letztendlich die Gründe, warum es für ein Vier-Sterne-Haus wie das Ihrige nicht spannend ist auf Groupon Zimmer anzubieten?
JR: Das Problem waren die Bedingungen zu denen Groupon verkaufen will.
Zum Einen ist es so, dass Weiterlesen …
Cooles Crowdfunding-Projekt: Flake & Flames
"Flake & Flames" heißt es. Mit Jesper Bram (Pinstriper und Designer aus Dänemark) und Dirk Behlau (Designer und Fotograf aus Köln) stecken zwei gute Leute dahinter, die sich des Themas Kustom Kulture in einer Dokumentation annehmen wollen. Worum es geht?
Kustom Kulture ist ein Oberbegriff unter anderem für Kunst, Fahrzeuge, Frisuren, Musik- und Kleidungsstile und von Angehörigen der Customizing-Szene, die Autos und Motorräder umbauen und veredeln. Aus den Anfängen des Hot Rodding in den USA der 1950er-Jahre haben sich teilweise voneinander unabhängig verschiedene Stile entwickelt. Diese Stile gehen inzwischen in vielen Bereichen wie beispielsweise Tattoos, Custom Cars, Motorräder, Musik (Surfrock, Punk, Rockabilly, usw.), Mode und Kunst fließend ineinander über und prägen auch heute noch viele Szenen und Stile stark. Namen wie Von Dutch (DER legendäre Pinstriper), „Big Daddy“ Ed Roth (Rat Fink-Erfinder und Customizer), George Barris (Customizer der z.B. die Batman und „The Munsters“ Autos entwickelte) hat vermutlich jeder mindestens einmal gehört, der sich auch nur grob mit den oben genannten Szenen auseinandergesetzt hat. Gepaart mit Anlehnungen an Cartoons, Trash- und Monsterfilme aus den 1950er- bis 1970er-Jahren hat dies die Kustom Kulture zu der komplexen Subkultur gemacht, die sie heute ist. Durch die extreme Artenvielfalt hat auch fast jeder eine ganz eigene Definition, was für ihn selbst Kustom Kulture ausmacht.
So steht es auf der Projekt-Webseite.
18.000 Dollar werden benötigt, um vor allem die Reisekosten abzudecken. Man kommt dem Ziel unaufhörlich näher. Schluss wird Ende des Monats sein.
Ein tolles Projekt. Vor allem, weil die beiden wissen was sie tun (siehe Video). Sie kennen sich bestens aus in dieser Szene. Und können so auch für entsprechendes Hintergrundwissen genauso wie für exzellente Bilder sorgen. Ich bin dabei.
Flake & Flames - Teaser II (California) // Kustom Kulture Documentary from Flake & Flames Film on Vimeo.
Als Plattform nutzen die beiden IndieGoGo. Wer auch mit dabei sein möchte: hier geht es zu Finanzierungsseite. Ich wünsche viel Erfolg und euch beiden viel Spaß bei den Arbeiten! Aber den werdet ihr haben, ich weiß.
Neue Nummer 1 in den GBoFB
Hier eine kleine Zwischenmeldung von den "German Brands on Facebook". Es gibt eine neue Nummer 1. Red Bull setzte sich mit fast 22 Millionen Fans an die Spitze. Respekt. Das ist bären- ... ach nein... bullen-stark.
Und hier eines unserer neuen Widgets, die jeder bei sich einbinden kann:
Meine Facebook-Welt
Es ist ne Spielerei. Aber eine, die gut ausschaut. Western Union World zeigt grafisch aufbereitet ihr Facebook-Netzwerk weltweit. Wieviele Kontakte in wieviele Länder. So schaut das bei mir aus:
Ein paar Länder - wie Virgin Islands oder Hongkong - überraschen mich schon. Aber der Hauptanteil meines Netzwerkes liegt klar in Deutschland. Das passt.
Ein Kommentar zu Google+
Gestern hat auf Facebook einer meiner Freunde ein ganz wunderbares Posting zum Thema Google+ rausgehauen:
die kommunikation bei google+ hat in etwa die dynamik einer "frosch-sucht-fön" single-kuppel-party. keine(r) weiß so recht, was er/sie sagen soll. das, was dann doch gesagt wird, hat man irgendwie schon tausendmal gehört. ich weiß nicht. ich brauch dieses g+ nicht. fürchte aber, das liegt an mir...
Helge - wie recht du hast! Mir geht es ganz genauso.
Google+ hat was. Es ist super gemacht, keine Frage. Aber man fragt sich: wozu? Ich bin gespannt, wohin sich dieses Social Network in den kommenden 6 Monaten hin entwickelt. Oder ob es von Google wieder eingestampft wird. Viele sind erstmal dabei, weil sie neugierig sind. Und weil man Angst hat etwas zu verpassen. Aber ob dieser Anfangserfolg nachhaltig ist, muss sich erst noch herausstellen.
Ich selbst jedenfalls nutze es nur sporadisch. Bisher. Facebook liegt in meiner persönlichen Gunst deutlich vor Google+.
Die Facebook-Charts für den Juli 2011 – Fatmire Bajramaj und Mini die Aufsteiger des Monats in den German Brands on Facebook
Hier sind sie, die Charts für den Sommermonat Juli 2011. Wenig Veränderungen gab es auf den vorderen Rängen. Aber die Auswertung der Wachstumszahlen ist, wie jeden Monat, mal wieder sehr spannend.
Die Fußball-WM der Frauen schlägt sich auch auf Facebook nieder. Fatmire Bajramaj konnte mit 390% Wachstum und fast 40.000 neuen Fans eine beachtliche Kurve nach oben hinlegen. Respekt. Bei den absoluten Fanzahlen war Mini international der Aufsteiger des Monats. Stark auch Dove bei den absoluten Zahlen und Telekom sowie Pampers Deutschland beim prozentualen Anstieg. In beiden Listen auch weit vorn vertreten: die Bild, die damit einen bärenstarken Monat auf Facebook hinlegte. Alle weiteren Zahlen gibt es weiter unten.
German Brands on Facebook im Juli 2011
Für eine Vergrößerung des Bildes auf das Bild klicken. Als Bild sind nur die Top40 international zu sehen. Für die Top100 bitte die druckbare PDF-Version der German Brands on Facebook hier herunter laden: German Brands on Facebook – Juli 2011 als druckbares PDF / international. Eine Änderung der PDF in jedweder Form ist ausdrücklich nicht erlaubt. Ansonsten steht es jedem zur freien Nutzung und Weiterleitung zur Verfügung.
Crowdfunding: El tiempo nublado
[Die ist ein Gastbeitrag von Thomas Weibel.]
Es ist ein Filmprojekt der besonderen Art: "El tiempo nublado" (wörtlich "bewölkte Zeiten") heisst der im Entstehen begriffene Dokumentarfilm der in der Schweiz lebenden jungen Paraguayanerin Arami Ullon. Er erzählt ebenso melancholisch wie leichtfüssig eine Geschichte, die alles andere als leicht ist: Eine Tochter - Arami Ullon - besucht nach vielen Jahren im Ausland ihre verarmte, schwer an Epilepsie und Parkinson erkrankte Mutter und wird vor eine schwere Entscheidung gestellt: entweder ihre Lebenspläne beiseite zu legen und die demenzkranke Mutter bis zum Ende zu pflegen - oder aber ein Pflegeheim zu finden und mit der Schuld zu leben.
Das Filmprojekt hat an der renommierten venezolanischen Film-Uni Iberdoc für einiges Aufsehen gesorgt und bereits zwei kleinere Produktionszuschüsse erhalten. Doch das Geld reicht nicht aus, um den Film fertig zu realisieren und in die Kinos zu bringen. Crowdfunding kann weiterhelfen: Auf der Plattform Indiegogo kann gespendet werden, und jedes Scherflein zählt. Noch etwas mehr als 4.000 Dollar, und die berührende Filmgeschichte wird Tatsache.
Wintersport-Umfrage, die ich gern unterstütze
Dies ist ein durch hallimash vermittelter, honorierter Eintrag
Sie möchten ein Wochenende in St. Moritz und ein paar Ski dazu gewinnen? Dann: mitmachen bei dieser Umfrage, die mir sehr zusagt.
Ihre Meinung zählt. Helfen Sie mit, nützliche Infos zu einem aktuellen Thema zu sammeln. Als Dankeschön können Sie am Ende der Umfrage an einem Gewinnspiel teilnehmen. Die Umfrage dauert ca. 5 Minuten.
In St. Moritz war ich bisher noch nicht. Fehlt noch beim Abarbeiten meiner “Dort-muss-ich-mal-Ski-gefahren-sein-Liste”. Und da ich selbst leidenschaftich gern Skifahre und ja nun in den Alpen wohne, werde ich dies noch viel häufiger tun. Das Thema ist mir sehr nah. Was gibt es Schöneres als Wintersport. Aktiv in der Sonne die Natur genießen. Frische Luft atmen. An herrlichen Punkten oben in den Bergen Pause machen und die Bergwelt genießen?
Und worum geht es nun? Um eine Umfrage zum Thema Wintersport und Winterurlaub, hinter der Mountain Management steckt. Es sind wirklich interessante Fragen dabei, die zeigen, dass man nicht nur an der Oberfläche kratzt. Eine davon lautet: “Wie schätzen Sie derzeit das Verhältnis Erlebniswert zu finanziellen Aufwendungen ein?” Ich habe selbst weniger als die angekündigten 5 Minuten gebraucht. Sie ist also nicht wirklich lang und angenehm schnell erledigt.
Und hier nun geht es zur Umfrage. Viel Spaß. Und viel Erfolg! Ich drücke die Daumen. Und ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Ein spannendes und aus meiner Sicht wichtiges Thema.













