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22Jul/11Off

Bundesverbraucherministerium setzt auf Crowdsourcing – Lebensmittelklarheit.de ist da

Autor des Artikels: Matias Roskos

Lebensmittelklarheit.deEin solches Verbraucherportal habe ich mir schon lange gewünscht. Endlich ist man ganz nah dran am Verbraucher. Und nirgends geht das so wunderbar wie im Social Web.

Das Verbraucherschutzministerium zusammen mit dem Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände setzt auf die Kraft der Vielen, um Missstände in der Etikettierung von Lebensmitteln aufzudecken und den normalen Menschen da draußen endlich die Stimme zu geben, die ihnen gebührt. Denn wir, die Verbraucher, bezahlen schließlich die Lebensmittel. Und ermöglichen den Produzenten satte Gewinne. Das sollten diese nicht vergessen.

Vielen Herstellern von Lebensmitteln gefällt die Ausrichtung von Lebensmittelklarheit.de ganz und gar nicht. Besteht doch die Gefahr, dass ihre Mauscheleien und absurden Werbeslogans in der Zukunft nicht mehr so leicht den Weg in die Regale finden. Bzw. dort schnell wieder verschwinden. Und ich denke: "Gut so. Seid doch endlich ehrlich."

Ganz bewusst möchte man auf Lebensmittelklarheit.de nicht einfach so Marken und Firmen an den Pranger stellen. Darum geht es nicht. Man versucht verantwortlich mit dieser neuen Form der Öffentlichkeit umzugehen. Auf ntv ist dazu nachzulesen:

Die eingegangenen Beschwerden werden von einer Redaktion geprüft. Ob ein Produkt geschmacklich und sensorisch in Ordnung ist, fällt dabei nicht ins Gewicht, klare lebensmittelrechtliche Verstöße werden aber an die Lebensmittelüberwachung weitergeleitet. Aufgabe der Redaktion ist es, zu bewerten, ob die Produktbezeichnung tatsächlich irreführend ist. Bei begründetem Verdacht wird die Beschwerde an den Hersteller weitergeleitet. Der hat dann sieben Tage Zeit, Stellung zu beziehen. Erst danach wird die Beschwerde mitsamt der Stellungnahme und dem Kommentar der Verbraucherschützer auf dem Portal veröffentlicht.

Ich finde es einen hervorragenden Weg hier auf Crowdsourcing-Mechanismen zu setzen, um den Bürger mit einzubeziehen in die Arbeit der Verbraucherschützer. Transparenz und Öffentlichkeit - so soll es sein, wenn es um die direkten Belange der Bürger geht.

Und es ist genau richtig, dass man die Einsendungen der Nutzer nicht sofort freigibt, sondern eine Redaktion alles gegen checkt. Das ist verdammt viel Arbeit. Aber bei guten Community- und Crowdsourcing-Plattformen ist es unerlässlich, dass ein starkes und gut ausgebildetes Community Management Team im Hintergrund arbeitet. Anders geht es nicht. Anders würde eine solche Plattform schnell zu einer nervigen Meckerbude verkommen. Community Management ist unerlässlich! Und sollte quantitativ wie auch qualitativ nicht zu leichtgewichtig angegangen werden.

Ich wünsche Lebensmittelklarheit.de einen großen Erfolg! Und hoffe von ganzem Herzen, dass dieses Portal nicht nur lebt und wächst, sondern dass es auch hilft den Etikettenschwindel in unseren Supermarktregalen endlich endlich den Garaus zu machen. Mit Hilfe der Kraft der Vielen. Durch intelligenten Einsatz des Social Web und dem Wirken von Crowdsourcing-Mechanismen. Alles Gute.

Lebensmittelklarheit.de

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Kommentare (1) Trackbacks (1)
  1. Alzheimer durch Kuchen, Krebs durch Kaugummi und Light-Getränke. Unseren Lebensmitteln werden, um Geld zu machen, auf Kosten unserer Gesundheit gefährliche Zusätze beigemischt. Verbraucherministerien und den dort Tätigen scheint die eigene Gesundheit nicht zu interessieren. Paar Links dazu: http://www.netzwissen.com/erna​ehrung/lebensmittel-zusatzstof​fe/lebensmittelzusatzstoffe-ge​fahren.php oder http://weltderwunder.de.msn.co​m/mensch-und-natur-gallery.asp​x?cp-documentid=158242827&page​=1