So schaut eine gelungene Facebook-Startseite aus
Ich stolper täglich über neue Facebook-Startseiten. Oft im Rahmen der Arbeiten an den "German Brands on Facebook". Oder auch bei der Recherche für Kunden. Neulich landete ich dann bei der Seite der TuS Koblenz. Und ich dachte sofort: endlich mal eine gelungene Facebook-Startseite.
Der Verein hat zwar erst 4.500 Fans auf Facebook. Aber die Seite ist Klasse. Denn sie schaut nicht nur einfach gut aus, sondern führt den Nutzer gleich auch zu allen für ihn relevanten Angeboten im Netz. Problemlos findet man zum Twitterkanal. Auch das Forum ist somit leicht zu finden. Natürlich sind auch Ticket- und Fan-Shop verlinkt. Die Usability dieser Seite ist einfach 1A. Das macht Sinn. Und ist ohne riesigen Aufwand und hohe Kosten zu bewerkstelligen. Gut gemacht!
McBrezel in der Finalrunde – Just Stevinho gewinnt / Crowdsourcing bei McDonald’s Deutschland
Vor ein paar Wochen hatte ich über die Crowdsourcing-Aktion bei McDonald's Deutschland und den McBrezel geschrieben. Die Mein Burger Aktion ist abgeschlossen. Fünf Burger hatten es ins Finale geschafft. Und der angesprochene McBrezel war einer davon.
Das überrascht natürlich wenig. Zum einen ist die Idee des McBrezel klasse! Ein Burger passend zur leckeren Ess-Kultur im Süden der Republik. Zum anderen steht aber auch eine gewaltige Community hinter dem McBrezel. Das sind die über 800.000 (!) Fans der Facebook-Seite "Kann dieses Brezel mehr Fans als TOKIO HOTEL haben?". Ein Spaß-Projekt also. Das mit der Zeit eine riesige (Anti-Tokio-Hotel-)Community um sich scharen konnte. Durch ein starkes Thema. Durch den so immens wichtigen Aspekt "Spaß". Und durch gutes Community Management. Das die drei Erfolgsfaktoren dieser Facebook-Seite.
Und nun der McBrezel. Ich bin gespannt, Weiterlesen …
Crowdfunding: CHI L’HA VISTO
CHI L'HA VISTO – WO BIST DU ist das Spielfilmdebüt der Berliner Regisseurin Claudia Rorarius. CHI L'HA VISTO ist ein außergewöhnliches Roadmovie, welches komplett ohne öffentliche Förderung und Verleih in die deutschen Kinos gebracht wird. CHI L'HA VISTO – WO BIST DU ist ein Kinoprojekt, das auf Crowdfunding setzt, um in die Kinos zu gelangen. Das ist mutig. Und ambitioniert.
CHI L'HA VISTO – WO BIST DU erzählt die Geschichte eines jungen Halbitalieners, der bei seiner Mutter in Deutschland aufwuchs und sich nach nunmehr 25 Jahren auf die Suche nach seinem leiblichen Vater macht. Doch ein Gerüst aus Lügen, das er sich um seinen Vater aufgebaut hat, hält ihn davon ab, seine wahre Zugehörigkeit zu erkennen.
Mit Hauptdarsteller Gianni Meurer hat man einen Schauspieler gefunden, der perfekt zu passen scheint. Und der dabei ist, sich einen hervorragenden Namen in der Branche zu machen. Aktuell spielt er in Wien am Raimnundtehater im Udo Jürgens Stück und wurde bereits für einen Film von Oliver Hirschbiegel an der Seite von Moritz Bleibtreu gecastet.
Der Film wurde Weiterlesen …
Bundesverbraucherministerium setzt auf Crowdsourcing – Lebensmittelklarheit.de ist da
Ein solches Verbraucherportal habe ich mir schon lange gewünscht. Endlich ist man ganz nah dran am Verbraucher. Und nirgends geht das so wunderbar wie im Social Web.
Das Verbraucherschutzministerium zusammen mit dem Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände setzt auf die Kraft der Vielen, um Missstände in der Etikettierung von Lebensmitteln aufzudecken und den normalen Menschen da draußen endlich die Stimme zu geben, die ihnen gebührt. Denn wir, die Verbraucher, bezahlen schließlich die Lebensmittel. Und ermöglichen den Produzenten satte Gewinne. Das sollten diese nicht vergessen.
Vielen Herstellern von Lebensmitteln gefällt die Ausrichtung von Lebensmittelklarheit.de ganz und gar nicht. Besteht doch die Gefahr, dass ihre Mauscheleien und absurden Werbeslogans in der Zukunft nicht mehr so leicht den Weg in die Regale finden. Bzw. dort schnell wieder verschwinden. Und ich denke: "Gut so. Seid doch endlich ehrlich."
Ganz bewusst möchte man auf Lebensmittelklarheit.de nicht einfach so Marken und Firmen an den Pranger stellen. Darum geht es nicht. Man versucht verantwortlich mit dieser neuen Form der Öffentlichkeit umzugehen. Auf ntv ist dazu nachzulesen:
Die eingegangenen Beschwerden werden von einer Redaktion geprüft. Ob ein Produkt geschmacklich und sensorisch in Ordnung ist, fällt dabei nicht ins Gewicht, klare lebensmittelrechtliche Verstöße werden aber an die Lebensmittelüberwachung weitergeleitet. Aufgabe der Redaktion ist es, zu bewerten, ob die Produktbezeichnung tatsächlich irreführend ist. Bei begründetem Verdacht wird die Beschwerde an den Hersteller weitergeleitet. Der hat dann sieben Tage Zeit, Stellung zu beziehen. Erst danach wird die Beschwerde mitsamt der Stellungnahme und dem Kommentar der Verbraucherschützer auf dem Portal veröffentlicht.
Ich finde es einen hervorragenden Weg hier auf Crowdsourcing-Mechanismen zu setzen, um den Bürger mit einzubeziehen in die Arbeit der Verbraucherschützer. Transparenz und Öffentlichkeit - so soll es sein, wenn es um die direkten Belange der Bürger geht.
Und es ist genau richtig, dass man die Einsendungen der Nutzer Weiterlesen …
Die Facebook-Charts der GBoFB als Widgets für andere Webseiten
Die ersten Widgets der "German Brands on Facebook" sind da. Jeder der mag, kann sie auf seiner (nicht-kommerziellen) Seite einbinden. Bisher stehen sechs Widgets zur Verfügung. Weitere sind in Arbeit.
Hier ein Beispiel für eines unserer Widgets.
Wie eine Einbindung in einer Blog-Sidebar ausschaut, kann man hier im Blog rechts sehen. Und auch auf der Facebook-Seite der GBoFB haben wir bereits seit einigen Tagen eines der Widgets eingebunden.
Wir bitten aber darum, dass die Widgets ausschließlich von nicht-kommerziellen Seiten eingebunden werden. Content-Portale und Seiten mit klar kommerzieller Ausrichtung können selbstverständlich auch unsere Facebook-Charts-Widgets nutzen, müssen uns aber vorher kontaktieren um die Mietbedingungen abzuklären.
Wir wünschen allen viel Spaß mit den Widgets und den "German Brands on Facebook", die kontinuierlich ausgebaut, verbessert und mit neuen Seiten gefüllt werden.
Live dabei im Web bei den Red Bull X-Alps 2011
So etwas finde ich genial. Live dabei bei einem Rennen. Den Red Bull X-Alps 2011. Man kann auf einer virtuellen Karte verfolgen, wer vorn liegt und wie weit es noch bis zur nächsten Zwischenstation, dem "Turnpoint", ist. Es wird entweder geflogen oder gelaufen. Alles andere ist verboten. Tag und Nacht. Ende der Woche werden sie in Monaco ankommen.
Ein echtes Rennen wird exzellent im virtuellen Raum begleitet. Super gemacht! Mit Bildern, den Startern, Videos. Und dem Live-Stand des Rennens. Wir sehen hier die Zukunft der Berichterstattung für solche Events.
Das ist Facebook – Stromausfall in Hannover
Gestern fiel in ganz Hannover für 30 Minuten der Strom aus. So weit so gut. Was ich extrem spannend finde, ist der Umstand, dass sofort eine Facebook-Seite mit Namen "Stromausfall in Hannover am 13.Juli 2011" eingerichtet wurde. Heute Mittag, nur knapp 15 Stunden später, hat die Seite über 3.500 Fans.
Das ist nicht einfach nur eine beachtliche Zahl. Es zeigt auch, wie gut Facebook angenommen wird von vielen "normalen" Internetnutzern. Und es zeigt zudem, wo Kommunikation stattfindet. Wo sich die Menschen unterhalten. Nicht nur auf der Straße, sondern auch im Social Web. Facebook als der Marktplatz der Neuzeit. Wo getratscht wird, Informationen weitergereicht werden und man Neuigkeiten erfährt. Von Freunden, Bekannten, Kollegen.
Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, muss man sich fragen, ob es nicht Sinn macht auch von offizieller Seite diese neuen, bereits vorhandenen und sich ganz offensichtlich immer stärker etablierenden Kommunikationskanäle - Denn das sind sie zuerst einmal! Keine Spielerei und Zeitvergeudung, wie viele Entscheidungsträger immer wieder behaupten. - aktiv zu nutzen. Um zu informieren. Um Feedback einzuholen. Um Bestandteil der Diskussion zu sein. Und nicht nur passives Gesprächsthema. Egal ob städtische Einrichtung, Künstler, Touristik-Anbieter, Unternehmer, Sportler usw. Die Menschen reden über einen. Und sind froh, wenn sie auch direkt Einfluss nehmen können und zeitnah wichtige Informationen erhalten.
10 Gründe, warum Google+ keine Chance hat gegen Facebook
Freitag Abend hatte ich etwas pointiert meine Sicht auf Google+ dargelegt. Und erklärt, warum Google mit dieser neuen Plattform Facebook platt machen wird. Hier nun der Gegenentwurf. Zehn Gründe, warum Facebook sich keine Sorgen machen muss und Google+ keine Chance hat.

- Facebook hat über 500 Millionen Communitymitglieder. Die wechseln nicht von heut auf morgen woanders hin.
- Facebook hat einen enormen Erfahrungsschatz im Aufbau und vor allem der Weiterentwicklung eines gigantisch gut funktionierenden Social Networks.
- Was Communitybuilding angeht hat Facebook die besten Leute mit an Bord, die nun schon über Jahre täglich dazulernen konnten.
- Mit Microsoft haben sie sich einen (finanz)starken Partner mit ins Boot geholt, um von Google & Co. nicht geschluckt werden zu können.
- Den coolen Circles von Google+ kann Facebook seine Listen entgegen setzen, die ähnlich funktionieren. Nur werden sie noch von viel zu wenigen genutzt. Aber es ist ein Leichtes für Facebook diese Cluster-Funktion stärker in den Vordergrund zu rücken.
- Auf Google+ stolper ich über die überall omnipotenten Social Media Nerds. Auf Facebook habe ich mittlerweile einen bunten Mix von Freunden, der viel spannender ist. Der fehlt mir auf Google+.
- Facebook hat einen eindeutig privateren Character als Google+ (wie es Sascha Lobo ganz wunderbar im Spiegelbeitrag beschrieben hat). Daher unterscheiden sich beide Netzwerke deutlich voneinander.
- Facebook lebt unter anderem auch von den vielen coolen Apps, unter anderem den kostenlosen Online-Games. Dem hat Google+ (bisher) nichts entgegen zu setzen.
- Marken sind durch die Facebook-Seiten auf Facebook gut präsent. Was von vielen Menschen auch gern angenommen wird. Diese Nähe zu seinen favorisierten Marken gibt es sonst nirgends. Auch nicht auf Google+.
- Die Menschen lieben Facebook. Diese Liebe müsste sich Google+ erstmal erarbeiten.
Ich denke, in beiden Gegenüberstellungen steckt viel Wahrheit drin. Aber: man sieht daraus auch, dass wir mit der Glaskugel arbeiten müssen. Keiner kann wirklich vorhersagen, wie sich Google+ entwickeln wird. Ob es von der breiten Masse wirklich angenommen wird.
Entscheidend wird es sein, wie sich Facebook in den kommenden Monaten weiterentwickelt. Es gab schließlich etliche andere führende Internet-Plattformen, von denen heute niemand mehr redet. MySpace zum Beispiel. Die noch vor zwei Jahren einen gewaltigen Vorsprung hatten vor Facebook. Und heute? Steht MySpace zum Verkauf. Weil man vieles falsch gemacht und vieles versäumt hat. Dies kann durchaus auch Facebook passieren.
Aber wenn man mich fragt, was ich persönlich glaube, dann sage ich ganz klar: Facebook wird auch in den kommenden Jahren eine ganz entscheidende Rolle im Internet spielen! Mit oder ohne Google+. Wie sich allerdings Google+ entwickelt... wir werden es sehen. Spannend ist es allemal. Aber wenn, dann sollten sich eher die Businessnetzwerke wie Xing und LinkedIn in acht nehmen vor Google+. Das könnte über kurz oder lang ihre Bedeutungslosigkeit hervorrufen.
Gegenmeinungen oder Ergänzungen wieder sehr gern in den Kommentaren.
(Nachtrag)
Sorry sorry sorry. Ihr habt ja recht! Der Titel war falsch. Ich sollte keine Artikel nach 23 Uhr mehr schreiben. Argggh. Der Artikel mit dem falschen Titel kommt doch erst noch... ;)














