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12Apr/11Off

Mein Rückblick auf die Pictoplasma 2011 – die beste Konferenz des Jahres

Autor des Artikels: Matias Roskos

Alle zwei Jahre findet in Berlin die Pictoplasma-Konferenz statt. Und wer mag, kann dort einige der wichtigsten und besten Protagonisten der weltweiten Kreativ-Szene sehen und hören. Und mit ihnen oft auch plaudern. Alles in englisch, versteht sich.

Ich bin der Pictoplasma seit Jahren eng verbunden. Weil sie 2006 meinen Lieblingskünstler nach Berlin holte. Und ich es mir nicht nehmen ließ, den bisher rein virtuellen Kontakt nun auch ins reale Leben zu übertragen. Ich half Nathan Jurevicius beim Aufbau seiner Ausstellung (Hier ein paar Bilder von damals. Und hier ist mein Sohn zu sehen, der mithalf die Bunnyguru-Figuren aufzupusten. Alles aus dem Herbst 2006.). Ich denke noch heute extrem gern an diese Tage zurück, an denen ich einen der inspirierendsten Menschen, die es gibt, kennen lernen und an seiner Seite arbeiten durfte.

Seit dieser Zeit bin ich Fan der Pictoplasma-Konferenz und finde es grandios, was die Macher dort immer wieder auf die Beine stellen. Mein größter Respekt vor Peter Thaler, Lars Denicke und dem ganzen Pictoplasma-Team.

Ich selbst arbeite in erster Linie mit dem Kopf. Denken, analysieren, vergleichen, die richtigen Fragen stellen und antworten aufzeigen, Konzepte entwerfen, (umsetzbare) Ideen haben - all das gehört zu meiner täglichen Arbeit. Da ist es wichtig, dass der Kopf frei ist. Dass er "funktioniert". Und offen ist für neue Ideen und Gedanken. Für Inspirationen. Dafür, neue Wege zu entdecken, zu erdenken, auszuloten. Erst im Kopf. Und dann auch in der realen (virtuellen) Welt.

Die Pictoplasma pustet mir immer wieder den Kopf frei. Auf eine sehr angenehme Art. Kreativität auf höchstem Niveau strömt auf einen ein und in mich hinein. Und macht Platz für neue Gedanken. Räumt Ballast weg, zeigt Neues auf und schafft so neuen, wichtigen Freiraum.

Das ging mir auch mit der Pictoplasma 2011 letzte Woche so. Großartige Künstler faszinierten, inspirierten, berührten. Es war viel Spaß, aber darüber hinaus noch deutlich mehr. Inspiration ist oft nicht so leicht fassbar. Denn Ideen entstehen und reifen im Kopf. Nicht sichtbar nach außen hin.

Sozi zeigt, was wichtig ist bei Ideen

Genau mit diesem Aspekt hat sich Rilla Alexander intensiv beschäftigt, bevor sie ihre "Sozi" in die Welt hinaus ließ. Rilla kenne ich nun auch schon ein paar Jahre. Und so konnte ich ein wenig das Werden und das Suchen mitverfolgen. Und freue mich für sie, dass Sozi nun da ist. Ihr Buch kann ich nur jedem empfehlen, für den Ideenfindung ein wichtiges Thema ist. Das Buch ist zudem so wunderschön gemacht, dass es auch als Geschenk einfach perfekt ist. Siehe hierzu auch meine "Liebeserklärung" an Sozi. Darin schreibe ich unter anderem:

Sein Excerpt betrifft jeden. Egal wie alt. Egal in welchem Land der Welt. Egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Egal in welchem Beruf. Ob privat oder im Job. Es geht um Ideen. Und dass man nicht nur ständig welche hat, sondern dass es darauf ankommt sie auch anzupacken. Im Kleinen wie im Großen. Zu machen, statt zu grübeln.
...
Rilla Alexander erzählte im Vortrag auf der Pictoplasma 2011 von ihrem “Leidensweg”. Wie Ideen kommen und wieder entschwinden. Wie Inspiration in einen hinein fließt. Und man sie wieder hinaus lässt. Wie Dinge reifen. Oder nicht reifen wollen. Wie einfach es ist zu prokrastinieren. Und wie leicht man dabei vergisst, Dinge auch zu tun. Anzupacken. Ein Projekt anzugehen, voran zu treiben und zum Abschluss zu bringen.

Und hier kann man das Buch kaufen.

Sozi von Rilla Alexander

Weitere Highlights der Pictoplasma 2011

Weitere Highlights der vier Tage waren die Vorträge und Arbeiten von Siggi Eggertsson und Nick Cave (siehe auch die Videos dazu) sowie Mark Jenkins. Letzteren halte ich für einen der größten Urban Artists unserer Zeit und bewundere seine Sachen sehr. Hier zwei Aufnahmen von seiner Präsentation mit seinem Baby-Project.

Mark Jenkins Installation

Mark Jenkins Installation

Und hier ein Videozusammenschnitt vom Siggi Eggertsson Vortrag.

Videozusammenschnitt von der Nick Cave Performance.

Berichterstattung zur Pictoplasma via Blog, Flickr, Youtube, Facebook und Twitter

Ich habe meine Eindrücke von der Pictoplasma 2011 in unserem VisualBlog-Kreativblog dokumentiert:

Neben den Videos und Blogbeiträgen entstanden auch viele Fotos. Vielleicht kann ich ja auch den ein oder anderen Leser dieses Blogs hier für diese Kunst begeistern. Ich würde mich freuen. Schauen Sie doch mal rein in mein Flickr-Album zur Pictoplasma 2011.

Überhaupt habe ich während der Konferenz festgestellt, dass in dieser Szene Flickr sehr oft und intensiv genutzt wird. Ich selbst liebe Flickr auch und nutze es gern. Zumal Flickr in den letzten Monaten auch stark an der Verbesserung ihres Produktes gearbeitet hat, so dass man Bilder wunderbar speichern und vor allem auch dann im Social Web verteilen kann.

Neben Flickr wiesen etliche Kreative zudem auf ihre Facebook-Seiten hin! War vor zwei Jahren noch MySpace ein Thema, tauchte dieses überhaupt nicht mehr auf. Aber immer wieder Facebook. So gibt es eine Sozi-Seite, eine Nick Cave Seite, eine Mark Jenkins Seite, eine Siggi Eggertsson Seite, Jeremyville usw. Selbstverständlich hat auch Pictoplasma an sich eine Facebook-Seite, die mittlerweile über 5.000 Fans aufweist.

Es hat Spaß gemacht, diese Pictoplasma-Tage dokumentarisch auf Facebook, Twitter, via Flickr, Youtube und nicht zuletzt mit einer umfassenden Blog-Berichterstattung zu begleiten. Das alles kostet viel Zeit, hat aber auch unendlich viel Spaß gemacht. Und dem eigenen Kopf hat es extrem gut getan.

Ich freue mich schon auf die nächste Pictoplasma-Konferenz. Ihr macht das großartig, Mädels und Jungs!

Und Danke an Shirtzshop.de für die Unterstützung, die mir eine solche Berichterstattung erst ermöglichte.

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Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos

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