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11Mrz/11Off

Beispiel für eine gute Facebook-Seite: Felix Magath

Autor des Artikels: Matias Roskos

Diese Woche habe ich mich schon mit diversen Facebook-Seiten beschäftigt und gestern einen echten "Facebook-Star" interviewt. Heute nun ein weiterer Hinweis zu einer Seite, die man aus meiner Sicht absolut als gelungen bezeichnen kann. Es geht um die vor kurzem eingerichtete Seite von Felix Magath.

Ich war - ich gebe es zu - eher skeptisch, was dieses Projekt angeht. Ich befürchtete eher einen PR-Gag und wenig Authentizität auf der Seite. Doch gern ließ ich mich eines Besseren belehren. Der Mann macht das richtig gut. Und es ist eindeutig er selbst, der dort schreibt. Dafür den Daumen hoch und ein freudiges, zustimmendes "Super"!

Dementsprechend lebendig ist diese Seite auch. Über 150.000 Fans in nur wenigen Wochen sind beachtlich. Aber Fußball als Thema zieht nunmal ohne Ende. Wie übrigens auch die vielen stark besuchten Facebook-Seiten der Bundesliga-Vereine belegen (siehe "German Brands on Facebook").

Aber diese nackten Fanzahlen sind ja ganz nett. Und Werber lieben bekanntlich Zahlen. Noch viel wichtiger und wertvoller im Social Web ist jedoch der Viralitäts-Grad und der Grad der Interaktion innerhalb der Community. Leider deutlich schwerer zu messen und auszuwerten wie die schlichten Fanzahlen. Doch auch hier glänzt die Facebook-Seite des Meistertrainers Felix Magath. Ein Beispiel nur. Am vergangen Samstag schrieb er nach dem Auswärtsspiel:

Mit einer drastischen und falschen Entscheidung wurde unser Auswärtsspiel heute in Stuttgart maßgeblich beeinflusst und hat uns am Ende eine Niederlage eingebracht. Ich habe gerade im ZDF noch einmal die Bilder gesehen bin maßlos enttäuscht über dieses Ergebnis! Wir haben in Unterzahl alles versucht, haben gekämpft, trotzdem ist uns ein Punkt verwehrt geblieben...

Über 1.500 Menschen klickten auf "Gefällt mir" und es gab schnell weit mehr als 1.000 Kommentare. Das sind starke Zahlen, die zeigen, das auch Kommunikation stattfindet auf dieser Facebook-Seite. Hervorgerufen durch authentisches Agieren und natürlich ein Thema, für das sich viele, sehr viele interessieren. Themenrelevanz - die ich für so super wichtig halte - ist also zu 100% gegeben (was ja nicht bei jedem Gewinnspiel, über die ich die Vortage berichtete, unbedingt der Fall ist).

Felix Magath auf Facebook

Aber wie lassen sich so viele Kommentare beantworten. Wie hält man eine solch lebendige Seite noch einigermaßen unter Kontrolle? Felix Magath kann das auf keinen Fall selbst leisten. Und das erwartet auch niemand von ihm. Er ist zuerst einmal Trainer. Ihm zur Seite muss ein geschicktes Community Management Team stehen, welches die Seite pflegt, Krisen erkennt und schlichtet, Fragen zeitnah (!) beantwortet und (hoffentlich) den ein oder anderen interessanten Kommentar an Felix Magath weiterleitet. Dies scheint gut zu funktionieren auf dieser Seite. Wer ist dafür zuständig? Die Marketing-Abteilung von Schalke04? Weiß das einer meiner Leser?

Ohne ein gutes Community Management Team ist eine solche Seite nicht zu pflegen und kann dann auch nicht zielführend eingesetzt werden. Ich warne davor, eine solche Seite ohne Community Management zu lassen!

Die Facebook-Seite von Felix Magath ist ein Beispiel, wie man Social Media nutzen kann, um ganz nah an seinen Fans dran zu sein. Und im Falle von Felix Magath sicherlich auch ein Stück weit Krisenmanagement zu betreiben und an seinem Verhältnis zu den Schalke-Fans zu arbeiten. Find ich einen extrem guten Weg. Und wir werden in der Zukunft immer mehr Sportler, Teams und Trainer sehen, die via Facebook, Youtube und Twitter ihren Fans ein ganzes Stück näher sind als bisher. Etliche machen es schon vor, wie es geht. Lindsey Vonn, Maria Riesch, Simon Ammann, Felix Magath oder Aksel Lund Svindal.

Kompliment an Herrn Magath und das dahinter stehende Team für diese Facebook-Seite.

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