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13Jan/11Off

Wie man als Musiker mit dem modernen Internet umgehen sollte

Autor des Artikels: Matias Roskos

Keychee macht Musik. Sehr ungewöhnliche Musik. Ich habe ihn und seine Musik über einen guten Freund kennen und schätzen gelernt.

xoolooshen von keycheeIch werde in der Zukunft - wenn ich als Social Media Reporter unterwegs bin - immer wieder auch Videos aufzeichnen und bearbeiten. Und dafür benötige ich hin und wieder gute Hintergrundsounds. Da ich Keychees Musik kannte, habe ich ihn gefragt, ob ich möglicherweise Musik von ihm für meine Videos verwenden dürfte. Viele Musiker, vor allem aber ihre Plattenfirmen achten peinlich genau darauf, dass ihre Songs nirgends für umsonst genutzt werden. Auf der einen Seite kann man das verstehen. Auf der anderen Seite gibt es doch für einen Musiker nichts Besseres, als wenn Menschen ihre Musik hören und schätzen.

Über die Antwort von Keychee auf meine Anfrage habe ich mich riesig gefreut. Und ich finde sie extrem clever. Darum hier ein Auszug aus seiner Email:

Das ist okay für mich.
Also mehr noch, es ist sogar so gedacht. Ich veröffentliche ja nicht umsonst unter der Creative Commons Lizenz.
Ich nutze die Version 3 (no-commercial-no-derrivates). Soll heißen: solange man meine Musik nicht umarrangiert und solange sie nicht kommerziell genutzt wird, kann jeder die Musik verwenden und verbreiten wie er (oder sie) will. Man muss mich nur nennen.

Mit Musikverkauf macht man im Undergroundbereich eh kein Geld mehr. Da muss man Konzerte geben und Merchandise verkaufen oder an Drittverwerter verkaufen. So seh ich das, und ich habe tausend mal mehr davon, wenn meine Musik so weit gestreut wird wie möglich. Jeder soll sie umsonst haben und dann bitte auch multiplizieren.
Als Musiker will man doch, dass die Musik gehört wird.

Wenn meine Musik von 100 Leuten mehr im Jahr gehört wird: super! Sehr gerne. Ich mag es, wenn die Sache eine Eigendynamik entwickelt.

Daumen hoch, Keychee! Und ich empfehle seine Musik gern weiter! Und ich würde mir wünschen, dass viel mehr Künstler so denken. Denn nur wer auf vielen Kanälen zu finden ist, wer "weitergeleitet" wird im modernen Internet, dessen Kunst kann sich weiter verbreiten. Und je mehr Menschen einen kennen und seine Kunst toll finden, je größer ist die Chance, dass man damit dann auch Geld verdient. Wer seine Kunst jedoch künstlich einsperrt, verschließt sich damit den viralen Verbreitungsmöglichkeiten des Social Web. Und das ist einfach nur unclever.

Downloaden kann man seine Songs hier auf Bandcamp downloaden. Und hier ein Video, bei dem ich einen Song von ihm verwendet habe.

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Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Vollste Zustimmung – Michael-Ende-Platz? Bitte bring mir doch das Schild nächste mal mit… :)


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