Führungskräfte und Social Media: “ein weiteres relevantes Kommunikationsmittel”
Mein geschätzter Kollege an der Social Media Akademie und Inhaber der Münchner PR-Agentur talkabout hat im Vorfeld einer Konferenz ein Interview gegeben, in dem er sich mit der Umsetzung von Social Media Konzepten und die Ansiedelung dieses Themas in Unternehmen beschäftigt. Einige der Aussagen sind so Klasse, dass ich sie Ihnen hier nicht vorenthalten möchte.
Er spricht Social Media als Kommunikationsmittel an, dass in der Zukunft von den Führungskräften in Unternehmen wie selbstverständlich genutzt werden wird:
Manager werden es dann tun, wenn sie verstehen, dass sich „Social Media“ zu einem weiteren relevanten Kommunikationsmittel entwickelt hat, und dass sie als Unternehmen darauf reagieren müssen. Bei dem einen Unternehmen wird das früher passieren, bei dem anderen später.”
Gut finde ich, dass Mirko Lange immer wieder betont wie wichtig es ist, dass die Führungskräfte selbst voll hinter den Konzepten stehen und sie mit umsetzen. Ich kenne zahlreiche Unternehmen, wo genau das das Problem ist. "Ja - wir müssten da was machen. Aber ich selbst hab da keine Nerven für. Und ich versteh auch nicht so wirklich, worum es da geht bei diesem Facebook und so. Hab ich auch keine Zeit für."
So denken (und handeln) viele Geschäftsführer und Inhaber von KMU. Ich verkneif mir hier mal einige Namen. Aber genau das ist das Problem. Sie haben diese neuen Kommunikationsräume noch nicht als solche entdeckt und sehen es abstrakt irgendwo in der Ferne. Und "irgendwer" soll sich bitteschön mal darum kümmern. Damit man nicht hinten an steht bei diesem Thema. Aber so wird es nicht wirklich funktionieren.
Mirko Lange sagt dazu ganz richtig:
Es braucht einerseits Prozesse, Strukturen und Schulungen. Denn die neue Form der Kommunikation braucht erst einmal Zeit – und die können sich die Mitarbeiter ja nicht aus den Rippen schneiden. Andererseits fordert die neue Kommunikations-Ökonomie auch, dass Unternehmensteile besser zusammenarbeiten. So reicht es zum Beispiel nicht, dem Kunden nur „zuzuhören“. Man muss dann auch irgendwann „auf ihn hören“. Das bedeutet aber, dass man in seinem Verhalten etwas ändert, und macht „Arbeit“. Wenn das Management nicht vermitteln kann, dass aber genau das die richtige Arbeit ist, also mit den Produkten und Services nah am Kunden zu sein, dann werden das die Mitarbeiter nicht tun. Erstens, weil sie es nicht verstehen, und zweitens, weil das in der Unternehmenskultur auch nicht honoriert wird.
Auf dieses Thema war ich auch in meinem Artikel "Social Media dient der Mitarbeiter-Motivation" eingegangen. Man darf nicht unterschätzen, wie wichtig dieses Segment ist um den eigenen Mitarbeitern zu zeigen, dass man zum einen innovativ und zukunftsgerichtet arbeitet. Und zum anderen ihnen aber auch vertraut und sie eigenverantwortlich agieren lässt.
Grandios auch diese letzte Antwort auf die Frage, wo er Social Media in fünf Jahren sieht:
Ungefähr da, wo das Telefon heute ist. Wir nutzen es. Punkt. Und manche Unternehmen nutzen es besser es als andere.
...
Ich denke sogar, dass in fünf (oder zehn) Jahren niemand mehr über „Social Media“ spricht. Nicht, weil es das Phänomen nicht mehr geben würde. Sondern weil es einfach zu einem als normal empfundenen Bestandteil des Internets gehört, dass Menschen überall ihren Beitrag leisten können.
So ist es. Und wer früh anfängt und lernt es zu nutzen, der wird einen Wissensvorsprung haben, der, wenn er ihn geschickt einsetzt, zu einem Vorsprung in Sachen Marktpräsenz, Markenwahrnehmung und möglicherweise sogar Innovationskraft führt.
Diese Zitate von Mirko verursachen bei mir heftiges Kopfnicken. Wir sind da genau auf einer Wellenlänge. Danke, Mirko, für die guten und richtigen Worte. Das komplette Interview finden Sie hier.
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Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos
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