SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

7Jan/11Off

Ein guter Communitymanager ist…

Autor des Artikels: Matias Roskos

Schon neulich hatte ich über die wichtigsten Aufgaben eines Communitymanagers geschrieben und dabei unter anderem sechs Community Manager von namhaften Portalen zitiert. Via Email hatte ich in Vorbereitung auf den Lehrgang “Community Manager SMA“; für den ich mit verantwortlich zeichne, nicht nur nach den wichtigsten Aufgaben gefragt, sondern auch um eine Einschätzung gebeten, was denn eigentlich einen wirklich guten Community Manager ausmacht.

Auf die aus meiner Sicht drei wichtigsten Punkte war ich schon neulich eingegangen.

  • Fingerspitzengefühl in der Kommunikation und im Umgang mit einzelnen Mitgliedern der Community
  • Spaß an der virtuellen Kommunikation
  • Identifikation mit dem Plattformbetreiber und den Themen der Community

Nur wenn diese drei Punkte passen, bin ich davon überzeugt, dass die Arbeit des Community Managers erfolgreich sein wird.

Franz Schiller von Sellaband meint, dass wenn es ihm gelingt eine "freundliche, konstruktive und aktive Community" aufzubauen und zu managen, er bewiesen hat, dass er ein Guter ist.

Auch Nadja Waldraff (Holidaycheck) sagt:

Ein guter Community-Manager ist sich seiner Verantwortung beiden Seiten gegenüber bewusst. Es lässt sich natürlich auch ganz pragmatisch benennen: wer es schafft als Community-Manager seine vom Unternehmen gesetzten Ziele zu erreichen, ist ein guter Community-Manager.
Schlichtweg geht es darum, als Schnittstelle einen guten Job zu machen und die Bedürfnisse auf beiden Seiten in seinem Output zu vereinen.

Das mir so wichtige Fingerspitzengefühl spricht auch Tom Noeding (Evangelisch.de) ganz deutlich an:

Ein guter Community Manager verliert die Bedürfnisse seiner Community nie aus dem Blick und besitzt das nötige Fingerspitzengefühl, um sie mit den möglicherweise gegenläufigen Interessen der Betreiber in Einklang zu bringen. Dadurch ist man mitunter auch "missionarisch" in eigener Sache unterwegs.

Stephan Mosel (Qype) spricht die Erfahrungen und Fähigkeiten an, die ein Community Manager sich angeeignet haben sollte:

Community Manager müssen Netzkultur leben, weil sie so denken und handeln und die verschiedensten Facetten ihre Nutzerschaft kennen müssen.
Hierbei sind technisches wie konzeptionelles Verständnis genauso
wichtig wie Social Skills, Diplomatie und analytisches Denken

Stefan Lenhof spricht das notwendige Rückgrat an, dass man haben muss, um sich durchsetzen zu können und ein starkes Durchsetzungsvermögen, vor allem auch im eigenen Unternehmen:

Ein CM muss meiner Meinung nach die Community "lesen" können - nicht im wörtlichen Sinn. Er muss die Stimmung antizipieren und immer proaktiv reagieren. Des Weiteren ist er das Sprachrohr der Kunden ins Unternehmen - d.h. er muss sich für den Kunden stark machen und Feedback geben wo es nur geht - dafür benötigt man einiges an Durchsetzungsvermögen, denn längst nicht jeder Kollege ist kundenorientiert (gerade jene die nicht direkt am Endkunden arbeiten und somit wenig Bezug dazu haben).
Beiwerk wie eine gute Schreibe, Empathie für andere Menschen, Kommunikationsfreudigkeit etc. und die Umsetzung dieser Fähigkeiten in die Tat (mit Gewinnspielen, Interaktion, usw.) ist obligatorisch.

Tom Kedor (Motortalk.de) weist ganz richtig darauf hin, dass es für unterschiedlich große Communitys unterschiedliche Anforderungsprofile gibt:

Aus meiner Sicht wandeln sich die Anforderungen an einen Communitymanager mit der Größe der Community. Je kleiner die Community ist, um so wichtiger ist, dass er fachlich fest in der Community verankert ist. Es ist immer besser, wenn man selbst auch ein Domainexperte ist, weil man dann automatisch auch den (fachlichen) Respekt der Nutzer hat.
Natürlich ist das nicht zwingend, man kann sich Respekt auch durch gute, transparente und konsistente Kommunikation erarbeiten.
Ansonsten denke ich, sollte ein Community Manager folgendes sein/können:

* präsent
* Sinn für Humor haben, insbesondere auch über die eigenen Unzulänglichkeiten lachen und hinwegsehen können
* ein dickes Fell haben
* durchatmen können, bevor er auf einen "unterirdischen" Beitrag antwortet
* zeitnah antworten
* aber, den Reflex zur "Sofort-Antwort" unterdrücken können
* in seiner Kommunikation konsistent, transparent und offen sein
* Fehler eingestehen können
* anderen den Spiegel vorhalten können, ohne sich "über" sie zu stellen
* sich selbst den Spiegel vorhalten können, ohne sich zu erschrecken
* Spaß am Thema haben
* an das Gute im Menschen glauben

Danke, Tom, für diese tolle Zusammenstellung. Da sind wir komplett einer Meinung. Humor, dickes Fell, zeitnahes Reagieren können und mit Lust und Laune bei der Sache sein, sind Dinge, die einfach unerlässlich sind. Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

hat dir dieser Artikel gefallen?

Dann abonniere doch diesen Blog per RSS Feed!

Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos