SocialNetworkStrategien Social Networks, Crowdsourcing, Communityaufbau, Social Media Marketing

30Nov/106

Erfolg von Postwurfsendungen im Selbsttest – Wie effektiv sind Flyer?

Neulich saß ich in einem Meeting und erzählte von der Kommunikation auf Facebook-Seiten. Ich zeigte ein Beispiel, wo 16 Nutzer innerhalb von wenigen Stunden sich begeistert über eine Marke geäußert hatten. Die Seite hat knapp 5.000 Fans. Daraufhin meinte der Chef der Presseabteilung: "Aber entschuldigen Sie, Herr Roskos. 16 Kommentare schön und gut. Aber wir schicken jeden Monat mehr als eine Million Flyer hinaus und erreichen so MILLIONEN von Menschen? Was sind denn da 16 Kommentare?!"

Ich bin ehrlich. Ich konnte mir ein Losprusten gerade noch so verkneifen. Millionen von Flyern... So so. Die erste Frage, die da in meinem Kopf auftauchte, war: "Wer verdient sich denn daran eine goldene Nase? Herzlichen Glückwunsch."

Meine Antwort aber sah anders aus. Sie lautete:

"1. Es sind nicht allein 16 begeisterte Kommentierende, die sich hier als echte Fans freiwillig outen. Sie sind potentielle Markenbotschafter, die einen viel viel höheren Stellenwert haben sollten als ein x-beliebiger Flyer-Empfänger.
2. Lesen diesen Beitrag DEUTLICH mehr Menschen als nur diese 16. Diese Kommentierenden sind die Spitze des Eisbergs. Aber ich gebe ihnen Recht, Millionen erreichen wir (noch?) damit nicht.
3. Der Kontakt zu meinen potentiellen Markenbotschaftern, die nur am Rande Kunden sind - Denn darum geht es erstmal nicht beim Social Media Marketing. Aber das kapieren viele Unternehmensvertreter auch in 20 Jahren wohl noch nicht. :( - ist so eng, wie er niemals vorher war! Es findet ein Austausch mit meinen wertvollsten Fans auf direktem Wege statt. Was bedeutet, dass ich nicht nur wertvolles Feedback über meine Produkte von ihnen erhalte, sondern mit ihnen gemeinsam auch das Marketing der Zukunft gestalten kann könnte.
4. Und, lieber Herr XYZ - wer bitteschön liest denn diese Flyer wirklich? Und wieviele von denen landen ungelesen oder nur flüchtig durchgeblättert im Müll? Wie hoch ist denn die Trefferquote.
Da wird doch mit Schrotkugeln auf Spatzen geschossen."
Was ja okay ist, wenn man es sich leisten kann unendlich viel Schrot Monat für Monat zu verballern. Nix gegen einzuwenden.

Aber ob das effektiv ist, möchte ich bezweifeln.

Ich habe mir dann gedacht: teste es doch einmal selber. Ich habe ja auch ständig irgendwelche Werbung im Briefkasten. Ich habe einmal ein paar dieser Sachen gesammelt (siehe Foto) und bin dann klingeln gegangen.

Hauspost-Werbung

Ich wohne in einem ganz normalen, sanierten Mietshaus in Berlin. 34 Mietparteien. Sehr durchwachsene Mieterstruktur. Etliche Studenten, ein paar Familien mit Kind. Wenig ältere Bürger. Eine Woche bin ich jeden Abend oder auch mal vormittags klingeln gegangen, habe den Mietern erklärt was ich da tue, ihnen die Postwurfsendungen gezeigt und gefragt, was sie damit gemacht haben. Nicht alle Mieter habe ich erreicht. Aber die meisten fanden das ganz witzig und habe mir bereitwillig geantwortet. Insgesamt 26 Mietparteien konnte ich befragen. Und hier nun die Auswertung dieses kleinen Selbstversuchs. Bitte dieses PDF aufrufen, um die Auswertung zu sehen. Auf dem Bild ist leider nicht alles so einfach platzierbar.

Postwurfsendung Teilscreen - PDF Aufruf

Natürlich ist diese Umfrage nur zum Teil repräsentativ. Aber ernüchternd ist sie auf jeden Fall, oder? Welche Wirkung haben denn solche Sendungen? Was taugen diese Millionen von Flyern, die tagtäglich in Umlauf gebracht werden? Wenig. Wenn sie nicht zielgerichtet sind. Oder die Marke so derartig stark und beliebt, dass man das Heftchen nicht gleich wegwirft.

Sicherlich sind Flyer, die bei den großen Discountern liegen und dann aktiv von den Käufern mitgenommen werden, noch ein Stück weit effektiver. Das gebe ich zu.

Aber kann ich nicht im Internet deutlich zielgerichteter die Menschen erreichen, die wirklich interessant für mich sind? Ich denke schon.

29Nov/101

Ein Start in die Woche mit einem Lächeln

Ich wünsche allen meinen Lesern, die immer mehr werden (womit ich ehrlich gesagt nie gerechnet hätte), einen wunderschönen Start in diese Woche und damit dann auch in den Dezember, den letzten Monat des Jahres 2010. Es war ein gutes Jahr. Ein erfreuliches Jahr. Und ich freue mich schon riesig auf 2011. Denn ich habe viel vor.

Bitte nehmen Sie sich ein wenig Zeit und genießen sie diesen Kurz-Film, den man auf Youtube findet. Schon über 4,5 Millionen Views. Es ist kein "normales" Youtube-Video mehr. Sondern ein echter Film. Der viel von dem transportiert, was auch mir in den vergangenen Jahren sehr wichtig geworden ist.

Und zugleich zeigt dieser Film, wie gut und mächtig Youtube (oder auch Vimeo als wohl stärkster Konkurrent) wird. Man findet nicht nur kleine (sinnlose) Videoschnippselchen, sondern immer mehr Content von außerordentlicher Qualität. Youtube entwickelt sich zu einem bärenstarken Content-Kanal, an dem man kaum noch vorbei kommt.

Und nun: viel Spaß! Ich hoffe, auch Sie können lächeln dabei. Mit den besten Wünschen für eine gute Woche und einen guten Start in den Dezember.

26Nov/101

Facebook-Monitoring – jetzt auch Impressionen von Beiträgen möglich

Sie haben eine Facebook-Seite? Und würden gern wissen, wie oft eine Nachricht von ihnen auf Facebook zu sehen war? Seit wenigen Tagen ist das nun auch für Facebook-Seiten mit wenigen Fans möglich.

Versteckt ist dieses Tool, das Ihnen die Impressionen für jeden einzelnen Beitrag anzeigt, bei den "Statistiken" (erreichbar nur für Admins im linken Bereich der Facebook-Seite unterhalb der Informationen-Box) unter dem Menüpunkt "Interaktionen". Also: zuerst bei "Statistiken" auf "Alle anzeigen" klicken. Geht nur für die Admins! Dann "Interaktionen" auswählen. Und - schwupps - sehen sie, wie oft ein Beitrag schon angezeigt wurde.

Hier mal das Beispiel, wie es für die Seite der Fans von Garmisch-Partenkirchen ausschaut (für größere Darstellung bitte aufs Bild klicken). Ein tolles Tool, dass hilft zu zeigen, wie viele Menschen man tatsächlich erreicht.

Facebook-Statistik für einzelne Artikel

Die Impressionen sind übrigens für die Admins auch in einem dezenten Grau direkt unter den Beiträgen zu sehen. Besser vergleichen kann man aber mit Hilfe der Übersicht.

25Nov/100

Großartiges Social Web: Blogisch, 100-Sekunden-Wissen

Es gibt so großartige Projekte da draußen im Social Web. Immer mehr Menschen mit herrlichen Ideen bringen sich ein. Werden zu Produzenten (statt wie bisher zu passiven Konsumenten). Immer mehr Menschen entdecken die Möglichkeiten des Social Web und laden Videos, Fotos, Kommentare und Textbeiträge hoch.

Eines dieser wunderbaren Projekte ist Blogisch von Thomas Weibel aus der Schweiz. "100 Sekunden Wissen" ist sein Anliegen. Seit kurzem nicht nur in Textform, sondern auch als Audioblog. Thomas schrieb mir zum Relaunch:

Du kannst also wahlweise lesen oder hören, ganz nach Gusto. Du kennst mich: Mit weiteren Beiträgen ist zu rechnen.

Tue ich gern. Und kann es jedem nur empfehlen, regelmäßig rein zu schauen bei Blogisch.

Hier mal wie sich das konkret anhört. Backgammon:

24Nov/102

Communityaufbau und Crowdsourcing im Fokus – Rückblick auf das erste Jahr an der Social Media Akademie

Social Media AkademieMein erstes Jahr als Referent an der Social Media Akademie liegt nun hinter mir. Als Experte für Communityaufbau, Social Networks und Crowdsourcing, das ich immer wieder als wichtige Möglichkeit der Mehrwertgenerierung im Social Web mit einbaue, habe ich insgesamt vier Vorträge halten dürfen.

Es hat Spaß gemacht. Es war eine großartige Möglichkeit viele neue Menschen zu erreichen und ihnen etwas über die Chancen, durchaus auch die Gefahren, vor allem aber die Chancen des Social Web und die Arbeit mit einer Community zu erzählen. Mir ging es dabei immer darum zu zeigen, wie vielfältig die Mehrwerte sein können, die die Arbeit mit einer Community mit sich bringt. Beispiele wie Motortalk.de, Sellaband, Tchibo Ideas, Doritos "Crash the superbowl", die DEWmocracy von Mountain Dew und natürlich immer wieder Facebook waren wichtige Cases, an denen ich zeigen konnte, wie man es machen kann. Und was man alles mit und im Social Web, vor allem in Bezug auf Communitys, erreichen kann.

Dabei ist es mir immer besonders wichtig, ganz konkret an echten Beispielen zu arbeiten. Ein bisschen, aber möglichst wenig Theorie. Dafür rein in die Praxis. Und dabei die Theorie mit transportieren. Das Feedback vieler vieler Teilnehmer gab mir im Nachhinein Recht. Die Zuhörer hatten nicht nur viel Spaß in meinen Vorträgen, sondern bestätigten mir auch, dass sie froh waren so viel Praxis gesehen zu haben und dadurch immer wieder neue Denkanstöße und Inspirationen mit auf den Weg bekommen zu haben.

Bedanken muss ich mich bei den Machern der Social Media Akademie, allen voran den Gründern Andreas Leonhard und Ralph Scheurer-Lee, aber auch dem gesamten Akademie-Team, die den Mut aber auch das "Feuer im Arsch" hatten, um dieses tolle Projekt auf die Beine zu stellen. Respekt! Und: Es macht Spaß mit euch zusammen zu arbeiten! Es herrscht eine super angenehme und zugleich inspirierende, nach vorn gerichtete Atmosphäre, die ich sehr zu schätzen weiß. Das betrifft auch alle beteiligten Experten, mit denen ich gern zusammengearbeitet habe. Ich habe auch schon an anderen Instituten unterrichtet...

Das erste Jahr Social Media Akademie hat Spaß gemacht. In allen Belangen. Doch schon jetzt geht der Blick nach vorn, ins nächste Jahr. Und dort warten auf mich im Rahmen der Social Media Akademie die nächsten Vorträge. Darüber und darauf freue ich mich. Im Basis-Lehrgang Social Media werde ich mich wieder dem Themengebiet Communitys und Social Networks widmen. Es ist viel passiert in 2011, das eingebaut werden muss.

Und außerdem - und darüber freue ich mich ganz besonders - werde ich einen neuen achtteiligen Kurs "Communitymanagement und Communityaufbau" leiten, bei dem es eine zertifizierte Ausbildung zum Communitymanager geben wird. Hierfür laufen ganz aktuell die Planungen. Die Inhalte sind weitestgehend definiert. Ein Großteil der beteiligten Dozenten ist gefunden. Das Marketing für diesen neuen Kurs wird demnächst beginnen. Mehr dazu dann auch hier in meinem Fachblog.

Ich bin gespannt, wie dieser neue Kurs ankommen wird. Aber ich denke, dass die Themenblöcke wie Arbeit des Communitymanagers, Umgang in Krisensituationen, rechtliche Aspekte, Mehrwertgenerierung mit einer Community, Aktivität anregen und fördern, Zusammenarbeit mit anderen Social Media Kanälen, geschicktes Communitymanagement usw. sicherlich viele neue Interessierte aus den Unternehmen und der Freelancer- und Agenturlandschaft anziehen werden.

Ich werde, wie schon im abgelaufenen Jahr, wieder mit Herz und Weitblick bei der Sache sein. Meine Art kam bei den Zuhörern super an. Das hat Spaß gemacht. Und ermöglicht es mir Themen und Gedanken hinaus zu tragen zu potentiellen Entscheidern. Was das Ganze für mich so wertvoll macht. Ich freue mich auf 2011 an der Social Media Akademie.

Und hier gehts zum aktuellen Video der Social Media Akademie mit Andreas Leonhard.

23Nov/102

Das Qype von Google: Hotpot

Es könnte eng werden für Qype, Yelp (die hier in Deutschland noch nicht so richtig Fuß fassen konnten) und andere Local Based Bewertungsportale in den kommenden 12 Monaten. Denn: Google greift auf diesem Segment massiv an. Oder probiert es zumindest. Wie wir an Google Wave gesehen haben, stampfen sie ein Projekt auch genau so schnell wieder ein, wenn es nicht läuft wie erhofft.

Google Maps ist schon seit geraumer Zeit extrem erfolgreich. Dort wurden Bewertungen von anderen Portalen schon seit einiger Zeit mit angezeigt. Eine wunderbare Sache für diese Bewertungsportale. Denn Google sorgte so für zusätzlichen Traffic. Immer mehr Menschen kennen, lieben und nutzen Google Maps.

Darauf baut nun Hotpot auf. Hotpot zeigt Ihnen Bewertungen zu Locations an. Diese werden witzigerweise vor allem von Qype aggregiert, aber auch von anderen Seiten. Auf den ersten Blick sehe ich noch cityguide.com und Prinz.de. Aber auch Bilder aus Google Streetview scheinen integriert zu sein, wenn ich das richtig erkenne.

Ohne, dass Qype oder andere Content-Sammelbecken sich dagegen wehren könnten. Sie wollen ja von Google gefunden und verlinkt werden. Google ist die Haupt-Traffic-Maschine des Internets. Auch im Jahr 2010.

Ob diese Entwicklung nun gut oder schlecht ist für Qype? Glücklich ist man mit Hotpot sicherlich nicht. Denn Geld verdient man ja unter anderem mit Werbung, die auf Qype angezeigt wird. Bleiben die Menschen nun auf Hotpot, sehen sie keine auf Qype eingeblendete Werbung oder bezahlte Einträge auf Qype.

So schaut die Suche nach meinem aktuellen Lieblings-Mittagsrestaurant im Friedrichshain bei Hotpot und bei Qype aus.

Google Hotpot

Qype - Datscha im Friedrichshain

Das finde ich eine faszinierende Entwicklung. Die für Qype, Yelp oder womöglich auch Holidaycheck heftige Einschneidungen bedeuten kann. Ich betone: kann. Denn mittelfristig verlieren sie durch Hotpot Traffic, den ihnen vorher Google bereitwillig zugeführt hat. Nun versucht Google einen Großteil dieses durch Suche erzeugten Traffics bei sich zu behalten.

Warum? Zum einen, weil sie den Suchenden Klicks ersparen und mehr Service liefern möchten. Und - selbstverständlich - weil sie darauf aufbauend wiederum mehr Geld über Werbeanzeigen direkt auf Google-Seiten verdienen möchten. Nicht unclever die Google-Jungs und -Mädels.

Ich bin gespannt, wie sich Hotpot entwickelt (die deutsche Version kommt demnächst) und wie Qype, Yelp & Co. darauf reagieren. Good luck, Qype! Vielleicht bahnen sich da ja auch ganz neue Kooperationen an. Sinn würde es auf jeden Fall für alle Seiten machen. Wenn Google bereit ist abzugeben. Oder Qype letzten Endes zu kaufen...

22Nov/100

Bricht einem das Herz

Das bricht selbst mir fast das Herz. Aber - schauen Sie am besten selbst.

Gefunden auf Youtube.

19Nov/101

Telegate geht Schritt in die richtige Richtung

Nutzen sie 11880 oder klicktel online? Ich eher selten. Aber doch ab und zu. Aber die Zugriffszahlen auf diese Branchenportale sind nicht ohne und werden immer häufiger geklickt.

Ich selbst war 2009 in das Projekt WerWieWas.de involviert, das auch aus dem Hause Telegate kam. Leider wurde aus meiner Strategie für den Communityaufbau letztendlich nichts implementiert. Communitymanagement musste hinter Usability und Kosten zurückstecken. Schade.

In einer vor kurzem herausgegebenen Pressemitteilung aus dem Hause Telegate heißt es nun:

Die Branchenportale www.11880.com und www.klicktel.de ergänzen die Lokale Suche nach Firmen und Dienstleistern jetzt mit Social Media-Tools: Mit der neuen Funktion "Wer kennt die Besten?" können Nutzer kinderleicht Bewertungen abgeben und branchenübergreifend nach dem bestbewertesten Anbieter suchen. Um die 400.000 Empfehlungen stehen hier aktuell deutschlandweit zur Verfügung. Über eine Live-Schnittstelle sind die telegate-Portale mit zahlreichen Kooperationspartnern wie etwa dem Ärzteportal www.docinsider.de oder www.restaurant-kritik.de verbunden.

Diese neue Möglichkeit zaubert einem Social Media Enthusiasten wie mir ein Leuchten in die Augen. Denn das ist genau ein großer Schritt in die richtige Richtung. Den Button "Nach den Besten sortieren", wenn ich etwas gesucht habe, finde ich - strategisch gedacht - grandios! In eine typische (gut gemachte) Web 1.0 Suche wird nun eine Web 2.0 Applikation implementiert. Um die Suchergebnisse für die Nutzer noch relevanter zu machen. Dafür Daumen hoch.

11880-Screenshot mit Wer kennt die Besten

Die Zeit muss nun zeigen, wie die Menschen dieses Tool mittelfristig annehmen und nutzen. Schade, dass hier die wichtigsten Bewertungsportale, wie zum Beispiel Qype oder Holidaycheck, (noch?) nicht mit implementiert sind. Möchten Qype, Holiday und andere das nicht? Kann ich mir kaum vorstellen. Hier würde ich mir Kooperationen wünschen, die die Suchergebnisse auf 11880.com noch relevanter werden lassen.

18Nov/100

Geniales Videoprojekt: Trush

Dieses Projekt finde ich so extrem gelungen, dass ich es hier posten muss. Super Story, die zeigt, wie man mit Bildern Spielen kann. Ein tolles Video, mit einer guten Story.

Ein Projekt, das mir wieder einmal sagt, wie genial das Internet ist. Wenn solche Projekte dabei entstehen.

Viel Spaß.

17Nov/100

Das Twitter-Meme des Jahres – der Initiator der #einbuchstabendanebentiere im Interview

Seit Freitag läuft eine gewaltige Welle durch die deutsche Twitterlandschaft. Ein Meme (Erklärung folgt im Interview) mit dem Titel #einbuchstabendanebentiere macht die Runde und hat bereits über 16.000 Tweets generiert.

Auf einem unserer anderen Blog-Projekte, dem VisualBlog, haben wir einen Teil der entstandenen Tweets gesammelt und sie von einer befreundeten Grafikerin aus unserer Kreativ-Community illustrieren lassen. Elke von Laska.com aus München hat erstklassige Arbeit geliefert. Danke, Elke, dass du so spontan Samstag Abend reagiert hast.

Diese Twitter-Welle ist beeindruckend. Und niemand hatte damit gerechnet. Der Initiator der #einbuchstabendanebentiere selbst auch nicht. Ich habe ihn zu einem Interview überreden können, obwohl er gerade im Umzugsstress steckt. Vielen Dank dafür, Matthias!

Ursachen, warum dieses Meme so erfolgreich ist, gibt es sicherlich mehrere. Wieder bewahrheitet sich einer der Aspekte, die ich nicht müde werde in Vorträgen und Artikeln zu propagieren: das Social Web muss Spaß machen! Freude, Schmunzeln, Lachen, positive Empfindungen spielen eine ganz wesentliche Rolle. Wie diese Welle beweist.

Und dass auf Twitter derartig viele Reaktionen passieren, zeigt, dass die viele Menschen in Deutschland Twitter nutzen und als Kommunikationskanal akzeptiert haben. Twitter ist 2010 definitiv angekommen in Deutschland.

Und hier nun das Interview mit maatc.

Matthias - du bist der Schuldige an einem der gewaltigsten Twitter-Stürme, den die deutsche Social Media Landschaft gesehen hat. Wie kam es zu der Idee der #einbuchstabendanebentiere?

Vor ungefähr einem Jahr lief mir ein Tweet von Sarah Silverman mit dem Hashtag "#oneletteroffmovies" über den Weg. Kurz darauf habe ich die deutsche Version #einbuchstabendanebenfilme gestartet, die auch einigermassen gut lief. Danach habe ich das "einbuchstabedaneben" Prinzip erstmal in meinen Wortspielbaukasten wegsortiert und für eine Weile vergessen.

Wie ich dann letzten Freitag auf das "Fettchen" kam weiß ich im Nachhinein gar nicht mehr genau. Für mich war es einfach eines der vielen Wortspiele, die ich an einem normalen Twitter-Tag so raushaue. Den Hashtag dazu habe ich eher beiläufig angehängt, nicht ahnend was ich damit auslösen würde. Es war ja auch bei Weitem kein Highlight, sondern einfach nur der Erste. Auf einmal brachen dann aber alle Dämme bei den Followern. Ich bin immer noch überwältigt von der unglaublichen Kreativität die dort draußen entfesselt wurde.

Das Fettchen

Hattest du damit gerechnet, dass es solche Ausmaße annimmt? Ich habe allein im VisualBlog fast 300 "einbuchstabendanebentiere" gesammelt. Andere sprechen von über 5.000. Gemeint sind vermutlich Tweets.

Damit habe ich nie und nimmer gerechnet! Noch heute laufen immer neue Tiertweets ein. Google lieferte gestern ca. 16.100 Treffer allein aus den ersten drei Tagen nach dem ersten Tweet! Normalerweise laufen sich solche Sachen ja nach ein paar Stunden tot, aber dieses Mal habe ich wohl wirklich einen Nerv getroffen, und das trotz (oder vielleicht auch wegen?) des eher unhandlich langen Hashtags. Es ist großartig, dass es Weiterlesen …