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13Okt/10Off

Spannender Social Media Case: Pay with a Tweet

Autor des Artikels: Matias Roskos

Christian Behrendt und Leif Abraham sind zwei deutsche New Yorker. Sie haben ein Buch geschrieben. Und haben überlegt, wie sie es schaffen können, dass sich ihr Buch viral im Netz verbreitet. Die Lösung ist verdammt clever. Und könnte zugleich ein spannendes neues Tool der Social Media Welt werden, um virtuelle Inhalte, Informationen, Videos, Links sich im Netz verbreiten zu lassen.

Pay with a Tweet nannten sie ihr Baby. Ganz konkret bedeutete das: wer sich das Buch kostenlos downloaden möchte, muss vorher zahlen. Aber keine Dollar oder Euro, sondern "nur" einen Tweet. Man bezahlt also via Twitter, ohne einen Cent dabei zu verlieren. Ist dies geschehen, kann man das Buch downloaden.

Was soll das Ganze? wird sich der ein oder andere fragen. Zwei Punkte:

    1. Das Buch kann sich über diese Schiene viral im Netz verbreiten. „forced media“ nennt sich dieses Modell. Internetnutzwer werden animiert (oder: gezwungen?) über ihr Netzwerk dazu etwas zu sagen.
    2. Die Chance, dass der ein oder andere das Buch dann doch im normalen Buchhandel in Papierform kauft, ist aus meiner Sicht nicht gering. Es besteht also die Chance auf realen Umsatz.

Der Vorteil dieser Werbeform besteht darin, dass sie so gut wie nichts kostet!
Natürlich kann das schnell in Spam ausarten. "Pay with a Tweet" bewegt sich auf einem schmalen Grat. Aber: ich gehe davon aus, dass die meisten derjenigen, die über diesen Weg eine Empfehlung aussprechen auch sensibel darauf achten, ihr Netz im Internet nicht zu beschädigen.

Mittlerweile haben die beiden "Erfinder" das Modell für alle Interessierten ausgerollt, die mit "Pay with a Tweet" Werbung machen lassen möchten. Dazu gehören auch Musiker, die Songs kostenlos zur Verfügung stellen. Natürlich in der Hoffnung, dass die Leute sich dann das komplette Album kaufen. Ich bin gespannt, ob und wie "Pay with a Tweet" im Netz angenommen wird. Clever und spannend ist die Idee allemal.

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Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Die Jungs sind gut. Haben damals für uns ne Aktion namens THE VOICE OF THE STREET gemacht.

  2. Unsere Erfahrungen mit Pay-with-a-tweet sind bislang durchweg positiv. Seit nunmehr zwei Monaten können Interessierte auf diese Weise unsere Studie „Kommunikation auf Twitter – eine Typologie“ kostenfrei downloaden und ihre Follower über die Existenz einer solchen Studie informieren – eine wunderbare Win-Win-Situation. Kritische Stimmen zu dieser Idee meinen, dass man damit innerhalb der Twitter-Community etwas empfehle, das man selbst noch gar nicht rezipiert hat. Das sehen wir anders, denn man empfiehlt nicht, sondern verbreitet lediglich eine Information, mit der ein jeder verfahren kann, wie er es möchte – nicht jedes beworbene Produkt landet schließlich auch im Einkaufskorb. Natürlich gilt aber bei derlei Onlineempfehlungen das gleiche wie sonst auch: Wer sich im Netz bewegt, sollte vorab prüfen, ob es sich um einen seriösen Account/Anbieter handelt. Unser Fazit: nette Idee mit echtem „socializing“-Charakter.


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