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20Sep/10Off

Rückblick zu “Schläft Deutschland noch den friedlichen Social Media Schlaf?” – als Social Media Reporter in der Sächsischen Schweiz

Autor des Artikels: Matias Roskos

Der ein oder andere meiner Leser wird sich erinnern. Im August war ich als Social Media Reporter in der Sächsischen Schweiz und für das Bio-Hotel Helvetia in Schmilka im Einsatz. 12 Tage lang berichtete ich in mehreren Blogbeiträgen, mit Live-Meldungen auf Facebook und Twitter, sowie auf Flickr über diesen Urlaub, der - ganz ehrlich - einfach wunderbar war.

Hier als Erstes die Hard-Facts für diese Aktion:

  • 12 Tage in der Sächsischen Schweiz
  • Gastgeber: das Bio-Hotel Helvetia in Schmilka
  • 10 Blogbeiträge in drei verschiedenen Blogs (insgesamt über 2.500 Views)
  • über 250 Fotos auf Flickr
  • über 150 Fotos auf Facebook
  • 3 Videos auf Facebook
  • 33 Personen, die aktiv auf Facebook kommentiert haben
  • insgesamt über 50 Personen, die auf Facebook die Aktion verfolgt haben
  • über 20 Tweets auf Twitter mit über 800 Empfängern jeweils
  • knapp 10 Bewertungen auf Qype inklusive Fotos
  • 5 konkrete Buchungs-Signale von Freunden

Der ein oder andere wird nörgeln und sagen "So wenig Menschen". Aber (!) - ich habe damit ganz direkt Menschen erreicht, die meiner Meinung vertrauen. Und das Thema sympathisch finden. Keine 0815-Direktmarketing-Aktion, die die Menschen einfach nur nervt. Keine langweilige Plakativ-Werbung. Sondern Social Media Marketing auf sympathischem, weil authentischem Wege. Mit echten Bildern und Eindrücken. Und wer mag, kann gern die virale Verbreitung solcher Bilder und Botschaften ergänzen. Ich weiß von einigen, mit denen ich nicht direkt befreundet bin, die auch die Bilder sich angeschaut haben und die Region jetzt extrem spannend finden.

Auf dem Pfaffenstein im Elbsandsteingebirge

Ich hatte mich offensiv als Social Media Reporter angeboten und die Frage gestellt: "Schläft Deutschland noch den friedlichen Social Media Schlaf?" Weil ich sehen wollte, was passiert. Ob sich Destinationen melden. Und wie mein Angebot angenommen wird. Von Tourismus-Verbänden genauso wie von meinen Freunden auf Facebook und meinen Blog-Lesern. Es hatte also erst einmal den Charakter eines Tests.

Es meldeten sich auf mein Angebot 3 Tourismusverbände, einer aus Österreich, zwei aus Deutschland, sowie 8 Hotels und Pensionen. Davon die Mehrzahl aus Österreich. Das war deutlich mehr, wie von mir erwartet. Ob diese Zahl noch viel zu gering ist, darüber kann man sich streiten. Meine Erwartungen im Vorfeld waren gering. Von daher war ich positiv überrascht von diesem Feedback. Es war ein Test, aus dem dann deutlich mehr wurde. Danke dafür an alle, die so positiv reagiert haben und die Nachricht über ihre Social Media Kanäle weiterleiteten.

Letztendlich entschieden wir uns für die Sächsische Schweiz und das Bio-Hotel Helvetia direkt an der Elbe in Schmilka. Weil das Gesamtpaket - Urlaub in einer traumhaften Region, einfache Anreise aus Berlin, Bio als für uns wichtiger Aspekt, Fahrradwege, Wandern, Festung Königstein, Massagen und Sauna im Hotel - für uns am spannendsten war. Was nicht heißt, dass wir beim nächsten Mal nicht auch ganz weit weg reisen, wenn es wieder zu solch einem Deal kommt. Denn ich muss ganz ehrlich sagen: es hat mir Spaß gemacht. Und wir sind jederzeit bereit erneut als Social Media Reporter auf Reisen zu gehen.

Wenn ich die Verantwortlichen in der Sächsischen Schweiz und im Bio-Hotel Helvetia richtig verstanden habe, haben sie diese Aktion auch nicht bereut. Das hoffe ich zumindest. Es gab bisher kein negatives Feedback.

Fotos als visueller Kommunikationsanlass und Inspiration für die künftige Urlaubsplanung

Was aber wurde konkret erreicht? Auf Flickr stehen nun 55 Bilder des Bio-Hotels Helvetia und mehr als 250 Aufnahmen aus der Sächsischen Schweiz. Über die jeder, der sich auf Flickr nach der Sächsischen Schweiz, dem Elbsandsteingebirge oder einem Bio-Hotel umschaut, stolpern wird. Und immer mehr Menschen nutzen diese Möglichkeit, sich vorab ein Bild von ihrem Urlaubsziel zu machen.

Eines der Fotos wird demnächst auf Werbematerialien des Hotels zum Einsatz kommen. Darüber freue ich mich. Und die Aufnahme spiegelt ganz wunderbar die Atmosphäre dort wieder.

panoramabad im Bio-Hotel Helvetia in Schmilka

In insgesamt zehn Blogbeiträgen hier auf Socialnetworkstrategien, dem VisualBlog und meinem neuen Reiseblog "Burgen, Berge, blauer Himmel", das ich auch in der Zukunft genau für solche Erlebnisse nutzen möchte, habe ich über die wunderbare Sächsische Schweiz, das mystische Elbsandsteingebirge und das Bio-Hotel geschrieben. Das bedeutete für alle Beteiligten vor Ort wunderbares Social Media Marketing und zugleich Suchmaschinenoptimierung. (Auch wenn darüber niemand gerne spricht.)

Dazu muss ich aber erneut anmerken, dass man sich bei mir keine Lobeshymnen eingekauft hat. Alles was ich geschrieben habe, habe ich aus freien Stücken geschrieben. Und an keiner Stelle übertrieben oder Dinge gesagt, hinter denen ich nicht auch zu 100% stehe. Es gibt sicherlich auch das ein oder andere Bild, bei dem den Leuten dort unten etwas mulmig wurde. Aber es war nunmal auch Hochwasser. Das wollte ich nicht verheimlichen. Und viele fanden es toll. Abenteuer pur. Genauso sahen wir es nämlich auch.

Der Elberadweg in der Sächsischen Schweiz bei Hochwasser

Bei meinen Facebook-Freunden kamen gerade auch solche Fotos extrem gut an. Sie haben einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber professionell geschossene Aufnahmen: sie sind echt, authentisch und damit in höchstem Maße glaubwürdig. Authentizität ist eine der Zutaten, die Social Media zu einem so wunderbar leckeren sozialen Kommunikationsraum machen.

Facebook als virtuell wichtigster Kommunikationsraum

Womit wir beim aus meiner Sicht wohl wichtigsten virtuellen Ort meiner Berichterstattung anlangen: Facebook. Ich war selbst überrascht, wie wieviele Personen mein Treiben dort unten aufmerksam verfolgten und immer wieder kommentierten. Hier ein Beispiel, wie solche virtuellen Gespräche aussahen. Es war ein Stück weit eine 12-tägige Serie, die von einigen aufmerksam und mit viel Spaß verfolgt wurde. Was wiederum bewirkte, dass mir das Ganze richtig Laune machte! Und nirgends geht dies besser wie auf Facebook. Weil ich dort live Fotos hochladen und Kommentare beantworten kann. Mit Hilfe eines Smartphones alles überhaupt kein Problem. In der Zukunft werden sogar Videos möglich sein (auf "Burgen, Berge, blauer Himmel" bin ich schon am Ausprobieren, was in der Richtung möglich ist. Siehe folgendes Video.). Und auf Facebook erreiche ich meinen Freundeskreis ganz direkt und zeitnah.

Knapp 70 Menschen verfolgten die Berichterstattung auf Facebook. 33 Menschen kommentierten oder klickten auf "Gefällt mir". Einige waren komplett passiv und "outeten" sich nur im persönlichen Gespräch. Und - jetzt wird's spannend - sechs Freunde teilten mir in den Wochen nach der Aktion mit, dass sie nächstes oder spätestens übernächstes Jahr definitiv in die Sächsische Schweiz beziehungsweise ins Bio-Hotel Helvetia in den Urlaub fahren werden! Die Freundin einer Freundin möchte ein Wochenende im Hotel Helvetia ihrem Mann zum Geburtstag schenken. Es werden also echte Sales generiert, ausgelöst durch meine Social Media Berichterstattung. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Das wunderschöne Restaurant Strandgut im Bio-Hotel Helvetia in der Sächsischen Schweiz

Vielfach erhielt ich via Email oder in den Kommentaren oder bei Treffen im Reallife das Feedback, dass die vielen verschiedenen Bilder und von mir geschilderten Eindrücke so richtig Lust auf die Region gemacht haben. Das freut mich riesig! Denn die Sächsische Schweiz ist es wert, deutlich stärker wahrgenommen zu werden als bisher. Und der Aufwand, den eine solche Berichterstattung (vor allem auch, wenn man keinerlei Wlan zur Verfügung hat und derartig viel mit Bildern arbeitet... Puh), ist wahrlich nicht zu unterschätzen und hat mich etliche Stunden gekostet. Die es mir zu 100% wert waren.

Fazit: Social Media Reporting kann Menschen erreichen und wird damit zu einem wertvollen und authentischen Marketing-Baustein

Nicht immer wird man dieses extrem positive Feedback garantieren und mit direkten Sales rechnen können. Aber durch eine solche Berichterstattung durch einen gut vernetzten Social Media Nutzer, wird die Wahrnehmung auf diversen Social Media Kanälen deutlich erhöht. Daran kann (und sollte!) man anknüpfen und Konzepte wie diese ausbauen. Ich bin gern bereit mein Wissen und meine Arbeitsleistung als Social Media Reporter wie auch als Experte und Berater auf diesem Feld mit einzubringen. Denn: Es macht mir unendlich viel Spaß! Tolle Orte zu entdecken und zu erkunden. Spannende Menschen kennen zu lernen. Und Liebe zu dem was diese Menschen tun und ihre Liebe zum Detail festzuhalten und zu beschreiben.

Eine solche emotionale Bindung an ein Projekt ist elementar wichtig, damit es funktioniert. Etliche Freunde hatten mir danach gesagt: "Man spürte, wie gut es dir tatsächlich dort gefallen hat." Wir hatten die Sächsische Schweiz unter anderem auch ausgewählt, weil wir dort sowieso unbedingt einmal hin wollten. Das Ganze hätte nur schwer funktioniert bei einer Region, die uns nicht zusagt.

Ich werde in der Zukunft immer mal wieder ins Elbsandsteingebirge reisen. Gern auch für ein verlängertes Wochenende. Denn aus Berlin ist das echt nur ein Katzensprung von höchstens zweieinhalb Stunden. Das war einer der Aspekte, der mich am meisten überrascht hatte: wie schnell man in Pirna und damit am Eingang zur Sächsischen Schweiz ist.

Es war ein toller Urlaub und eine tolle Erfahrung, dass solche Aktionen mittlerweile in Deutschland gut funktionieren. Wenn auch erstmal nur in einem kleinen Rahmen. Vielen Dank an alle, die diese Aktion ermöglicht haben! Es war eine großartige Zeit.

Aktuell denke ich schon über zwei ähnliche Aktionen nach. Allerdings will ich sie nicht ohne Partner oder Sponsor in Angriff nehmen. Eine davon wäre die Social-Media-Berichterstattung von der Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen. Darauf hätte ich so richtig Lust. Das würde mich enorm reizen. Als großer Ski-Fan genauso wie als jemand, der sich in den Ort Garmisch-Partenkirchen verliebt hat.

Ich würde mich freuen, wenn es in der Zukunft mehr solcher Konzepte gibt, in die ich gern eingebunden werde! An frischen Ideen mangelt es mir nie. Wer also Interesse an einer solchen Social Media Berichterstattung hat oder ein solches Projekt von mir sponsorn möchte, kann mich gern kontaktieren und wir besprechen mögliche Details. Ich freu mich!

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