SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

29Jul/10Off

Social Media konsequent: FHM

Autor des Artikels: Matias Roskos

Die FHM hat keine eigene Webseite mehr. Denn: es gibt ja Facebook. Konsequent hat man die Webseite abgeschafft und leitet direkt auf die Facebook-Seite der FHM weiter.

Eine Facebook-Seite bietet so viele Möglichkeiten, dass die Internet-Macher der FHM ganz offensichtlich gesagt haben: "Weg mit der Webseite. Wir setzen auf Facebook." Das hat viele Vorteile, aber auch einige Nachteile.

Der Hauptnachteil: die Daten liegen nicht mehr auf dem eigenen Server, sondern bei Facebook in den USA. Ich bin damit dem Wohl und Wehe von Facebook ausgeliefert. Aber wem das nicht wichtig ist und wer Facebook vertraut, dass sie einem nicht den Saft abdrehen (warum sollten sie das auch tun?), der wird die vielen Vorzüge eines solchen Vorgehens zu schätzen wissen.

Das ist vor allem der hohe Aktualisierungsgrad verbunden mit der direkten Anbindung an meine Leser und Fans. Einfach und unkompliziert kann die Seite gepflegt werden. Wir als Social Media Berater sagen immer: "Sie müssen dorthin gehen, wo die Menschen im Netz bereits sind!" Das macht FHM in aller Konsequenz. Sie sind genau dort, wo die meisten Menschen im Web sich aufhalten. Auf Facebook.

FHM Facebook-Seite statt eigener Webseite

Dank der Reiter einer Facebook-Seite ist es möglich nicht nur die Pinwand ständig mit aktuellen Informationen zu befüllen. Ich kann auch weitere Bereiche einrichten, wie es die FHM getan hat. Man findet dort ein Gewinnspiel (noch ein bissel dünne) und vor allem das aktuelle Heftcover.

Aktuelles Heft der FHM auf Facebook

Man spart sich so Serverkosten für die Webseite. Und den permanenten Druck eine schicke Webpräsenz zu haben, die man eigentlich alle sechs Monate relaunchen müsste, damit sie noch ganz nah am grafischen Zeitgeist ist. Darauf verzichtet man komplett mit dem Schritt hin zu Facebook. Denn ein individuelles Design ist dort bisher nicht möglich. Das erleichtert in dem Fall vieles. Und der Schwerpunkt der FHM ist ganz klar das Print-Heft, dass im Netz "nur" begleitet und beworben wird.

Von meiner Seite beide Daumen hoch für diesen mutigen und konsequenten Schritt der FHM.

hat dir dieser Artikel gefallen?

Dann abonniere doch diesen Blog per RSS Feed!

Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos

Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Ich bin ja fast immer bei Dir in den Ansichten, aber bei diesem Schritt frage ich mich eher, wie FHM auf so eine Idee kommt. Warum schmeißen die ein über Jahre aufgebautes Webportal weg? Und warum machen sie sich vollkommen von FB abhängig?…

    Ich sehe da keinen „mutigen Schritt“, sondern vermute, dass das Portal defizitär blieb und man statt neue Wertschöpfungsmodelle zu entwickeln nun eine Verlegenheitslösung (Facebook) gewählt hat. Printausgabe hin oder her – die Präsentation von redaktionellen Inhalten wird es online (bei einem Magazin!) nun kaum noch geben.

  2. Ich muss gestehen, Marvin, ich kannte die alte Seite nicht.
    Und kann daher nicht einschätzen, ob es schade darum ist oder nicht.

    Aber ganz klar: Ja, es geht sicherlich auch um Kosteneinsparung bei diesem Vorgehen.
    Aber auch das dürfte für viele Marken in der Zukunft ein spannendes Argument sein.
    Man muss sehen, ob das das Auftreten im Netz spannender oder flacher macht.

    Und: die Betreuung einer Facebook-Seite ist ja auch nicht für lau! Da muss ebenso Zeit und Engagement reingesteckt werden.
    Das wird allzuoft noch unterschätzt.


Trackbacks are disabled.