SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

6Jul/10Off

Crowdsourcing: Ebay und sein Empfehlungssystem – macht es doch wie Netflix

Autor des Artikels: Matias Roskos

Ebay ist in Deutschland (nach Google) die meistbesuchte Seite im Internet. Das zumindest sagt der der Google Adplaner. Das kann man erstaunlich finden. Oder auch „typisch deutsch“. Doch darum soll es hier nicht gehen.

Ich selbst nutze Ebay sehr gern. Vor allem, um Vinyltoys von Nathan Jurevicius zu ergattern, die es hierzulande kaum gibt. Was mich aber an Ebay super nervt, sind die Empfehlungen, die mich via Email erreichen. Nur selten passen die Ebay-Empfehlungen zu meinen Sucheingaben und meinen ersteigerten Artikeln. Das kennen sie sicherlich auch. Wie kann das sein? Hier stimmt doch was nicht.

Dass solche Empfehlungssysteme „Wenn du dieses gekauft hast, interessiert dich vermutlich auch jenes“ wunderbar funktionieren, weiß man spätestens seit Amazons Erfolgen Ende der 90er. Und dass diese Empfehlungssysteme von Amazon, immerhin dem größten Online-Händler überhaupt weltweit, immer noch eingesetzt werden, spricht für den wirtschaftlichen Sinn dieser Empfehlungen. Ich selbst freue mich auch über passende Empfehlungen. Sie sorgen für Klicks und für eine positive Grundeinstellung gegenüber dem Internetprojekt. Auch brands4friends, Deutschlands größter Shopping-Club, setzt solche Empfehlungssysteme erfolgreich ein. Gegen ein solches Empfehlungssystem ist also nichts einzuwenden. Unpassende Empfehlungen jedoch werden als Spam wahrgenommen und nerven einfach nur.

Warum nur Ebay?

Liebe Ebay-Macher! Warum bombardiert ihr mich immer wieder mit vollkommen unpassenden Empfehlungen?

Ich möchte euch etwas empfehlen. Macht es wie Netflix! Setzt endlich auf Crowdsourcing – das ja schon bei der Käuferbewertung erfolgreich seit einem Jahrzehnt eingesetzt wird – und lasst euch eine bessere, funktionierende und innovative Prognose-Software bauen. Von der weltweiten Entwickler-Community.

Okay, ihr müsst dafür ein paar Dollar in die Hand nehmen. Bei Netflix war es 1 Million. Plus die monatlichen Betreuungskosten einer solchen Kampagne. Es muss ja nicht gleich die aufmerksamkeitshaschende Million sein. Eine hohe fünfstellige oder mittlere sechsstellige Summe sorgen garantiert auch für rege Beteiligung von Entwicklerteams. Aber es lohnt sich. Weil eure Kunden dann besser auf passende Produkte aufmerksam gemacht werden. Weil dadurch mehr Klicks aus den Empfehlungs-Emails heraus entstehen. Und in der Folge dessen euer Umsatz steigt.

Eine Crowdsourcing-Kampagne als Marketing-Baustein nutzen

Zeigt, dass ihr innovativ seid. Zeigt, dass ihr dazulernt. Setzt auf die Menschen da draußen im Netz. Nicht nur beim Verkaufen, sondern auch bei eurer eigenen Produktentwicklung! Es macht Sinn. Und wäre zudem traumhaftes Marketing für die Marke Ebay. „Innovativ und schon bald mit neuen, besseren Empfehlungstools für ihren Einkauf.

Marketing fängt beim Crowdsourcing nämlich schon mit der öffentlichen Projektausschreibung im Web an. Und Mundpropaganda über eine solche Aktion ist praktisch mit eingebaut. Ich weiß wovon ich rede. Netflix, MountainDEW oder Doritos haben gezeigt, wie man Crowdsourcing wunderbar als Marketingbaustein einsetzen kann. Crowdsourcing bietet einen ganzen Pool von Mehrwerten, die man ausschöpfen kann: Viralmarketing, SEO, Kundenbindung, Innovationen, Kommunikationsanlässe.

Hach wie wär das schön. Wie seht ihr das bei Ebay?

hat dir dieser Artikel gefallen?

Dann abonniere doch diesen Blog per RSS Feed!

Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos

Kommentare (0) Trackbacks (0)

Die Kommentarfunktion ist hier derzeit deaktiviert.

Trackbacks are disabled.