SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

11Mai/10Off

Ein paar Worte zum Nutzen von Social Media

Autor des Artikels: Matias Roskos

Bei immer mehr Unternehmen kocht das Thema Social Media hoch. Sollen wir das nutzen? Was bringt uns das? Verkaufen wir dadurch mehr?

Berechtigte Fragen. Aber die Antworten sind zum einen nicht so einfach zu liefern. Und für viele rein an den Ertrag denkende Manager auch noch unbefriedigend. Denn: der direkte Abverkauf mit Hilfe von Social Media ist nur schwer möglich. Nur bei bestimmten Produkten und Firmen findet man die passenden Bausteine, um den Verkauf direkt anzukurbeln.

Jörg Wassink, Pressesprecher bei der Sage Software GmbH, sagte in einem sehr guten und informativen Interview auf Visuelle PR Folgendes:

Frage: Wie sehen Sie die Relation von Zeitaufwand und Nutzen?

Antwort: Bislang ist der messbare Nutzen noch recht gering. Allerdings muss man sich hier auch immer die Frage stellen: Was will ich denn eigentlich mit meinen Social Media-Aktivitäten erreichen? Würde man rein auf Umsatz oder Lead-Generierung schauen, so müssten wir die Kanäle sicherlich sofort wieder schließen. Betrachtet man jedoch die Erfahrungen, die man in der aktuell noch recht frühen Phase des Social Webs machen kann, und nimmt man dann noch den Image-Gewinn, den man durch die Nutzung innovativer Tools in der Branche gewinnt, so kann sich der Nutzen in Relation zum Zeitaufwand sicherlich sehen lassen.

Schön, dass es Unternehmen gibt, in der man diese zeitgemäße Sicht auf Social Media hat!

Ich sage immer - so auch demnächst in meiner Vorlesung für die Social Media Akademie - dass es viele verschiedene Mehrwerte gibt, die durch eine Community und durch den Einsatz von Social Media Bausteinen wie Facebook, Youtube, Flickr, Blogs generiert werden können.

Und was sind das nun für Mehrwerte, die durch Social Media entstehen können für ein Unternehmen?

Das hängt vom Unternehmen ersteinmal selbst ab. Und davon, welche Ziele man strategisch anpeilt. Denn ausgerichtet an den Zielen und passend zur Struktur des Unternehmens und seiner Produkte, wird man die wiederum passenden Social Media Bausteine zum Einsatz bringen. Um DIE Mehrwerte generieren zu lassen, die man A) wünscht und die B) möglich sind.

Denkbare Mehrwerte - ohne hier Wert auf eine umfassende Vollständigkeit zu legen - können sein:

  • Kundenbindung und Kundenloyalität
  • Produktverbesserung durch Feedback der Fans und Kunden und damit kundennähere und verbesserte Produkte
  • Online Reputation Management und frühzeitige Krisenerkennung und -abwehr
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • neue Produktideen durch den Einsatz von Crowdsourcing-Bausteinen (Einbau ins Innovationsmanagement)
  • neues Verpackungsdesign und Gestaltung von Werbemaßnahmen in Zusammenarbeit mit einer Kreativcommunity als Marketingbaustein schon in der Frühphase von Produkteinführungen (Crowdsourcing im Kreativbereich - mein Steckenpferd)
  • Präsenzaufbau und Präsenzausbau im Internet und damit Werbung und PR
  • Anregen und stimulieren von Mundpropaganda (WOM)
  • eigene Lerneffekte durch das frühzeitige Nutzen und Bestandteil sein einer sich rasend schnell verändernden Kommunikationslandschaft

Das nur einige wenige, aus meiner Sicht oft sehr wichtige Mehrwerte. Es geht darum dabei zu sein bei den gewaltigen Veränderungen, die im Gange sind wenn es um die Kommunikation MIT den Kunden und vor allem auch UNTER den Kunden (ohne die Marke als Dialogpartner) geht. Es führt aus meiner Sicht kaum noch ein wenig vorbei an den Social Media Kanälen in der Zukunft, wenn ich als Marke überleben möchte. Ich muss zuhören, lernen und sicherlich irgendwann aus dem passiven Zuhörer heraus auch zu einem aktiven Bestandteil des Social Web werden. Aber immer passend zu mir, meinem Unternehmen, meinen Produkten und Marken.

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