Auf der Webinale 2010
Heute beginnt die Webinale in Berlin. Gemeinsam mit Miguel Helfrich werde ich am Mittwoch einen Vortrag über die Chancen des Einsatzes von Crowdsourcing halten. Außerdem ist es mir gelungen, meinen Lieblings-Artist nach Berlin zu vermitteln.
Gemeinsam mit seiner Partnerin Andrea Kang wird der Kanadier mit australischen Wurzeln Nathan Jurevicius im Telekom-Shop 4010 heute abend in einer Vernissage seine Gallery Wall eröffnen und vorher auf der Webinale präsentieren. Ich freue mich tierisch, dass ich meine guten Kontakte in die Welt der Kreativen wieder einmal spielen lassen und einen solchen Hochkaräter nach Berlin holen konnte. Ich mag seine Arbeiten ungemein und habe auch einige Bilder von ihm in den heimischen vier Wänden.
Die Vernissage im 4010 in Berlin ist offen für jeden! Also - wer vorbeikommen möchte heute Abend, ist herzlich Willkommen!
Dieses Foto stammt vom Samstag, als Andrea und Nathan angefangen mit der Gestaltung der Wall. Mehr Bilder gibt es drüben in meinem Kreativ-Blog VisualBlog.
Support auf Sellaband: Hind
Ich bin ein großer Fan von Sellaband. Leider warte ich schon seit Wochen auf das Interview mit dem neuen Eigentümer aus Deutschland. Schade. Das ändert aber nichts daran, dass ich das Crowdsourcing-Prinzip von Sellaband für extrem innovativ halte und selbst gern den ein oder anderen Dollar in spannende Nachwuchs-Musiker investiere.
Gestern habe ich auf Sellaband Hind entdeckt, die bereits knapp 15.000 € einsammeln konnte innerhalb von zwei Wochen. Das ist eine starke Leistung. Und auch ich habe mir ein paar Anteile an diesem Projekt gesichert.
Ist nicht unbedingt meine favorisierte Musik. Aber die Frau hat eine grandiose Stimme und enormes Potential. Ich bin gespannt. Und wer das genau so sieht wie ich, kann ebenfalls gern Hind unterstützen. Es ist denkbar einfach. Viel Spaß.
Werbung auf dem iPhone
Werbung hält zur Zeit massiv Einzug auf dem iPhone! Viele neue Apps und auch Updates von vorhandenen Apps haben nun Werbung mit drauf. Zumeist am unteren Bildschirmrand. Und ich muss sagen: es nervt! Enorm.
Hier mal ein Beispiel. Vier gewinnt. Spiele ich ab und zu ganz gern. Aber wenn es dann so ausschaut wie hier und permanent die Gefahr besteht, dass man mit dem Finger drauf kommt, ist das ein echter Grund für mich kaum noch dieses Spiel zu spielen oder die App gleich komplett zu löschen. Was ich wohl bald machen werde.

Eine Alternative wäre es, die Werbung nur für 5 Sekunden einzublenden und dann verschwinden zu lassen. Oder nach meinen ersten drei Aktionen die Werbung auszublenden. Damit könnte ich leben. Aber permanent auf solch einem kleinen Screen Gefahr zu laufen da drauf zu kommen und dann einfach so aus der App geschmissen zu werden - das sind die guten alten, widerlichen Frontalmarketing-Sitten. Immer mit der Faust rein ins Gesicht. Nein Danke. Es gibt so viel clevere Marketingstrategien...
Google sagt: Lena wird gewinnen
Gibt es die Weisheit der Vielen? Ich weiß es nicht. Oder besser gesagt: ich weiß nicht, ob ich es "Weisheit" nennen würde. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass da draußen eine gewaltige Kraft an Talenten, Ideen und Meinungen liegt, die bisher noch viel zu wenig angezapft wird. Darum spreche ich gern von der "Kraft der Vielen". Crowdsourcing-Modelle wie Threadless, Wikipedia oder auch simple Kreativ-Contests wie ich sie initiiere und organisiere sind da erst der Anfang. Davon bin ich fest überzeugt.
Neulich hatte ich im Vorfeld des Finales von "Unser Star für Oslo" einmal Facebook unter die Lupe genommen und ganz richtig anhand der Stärke der Fanpages Lena als Siegerin vorausgesagt. Nun gibt es eine Vorhersage für den Entscheid beim Grand Prix in Oslo die aus dem Hause Google kommt (gestolpert bin ich darüber bei den Kollegen von netzwertig.com). Und sie gefällt mir ausgesprochen gut, weil Google vorhersagt, dass Lena den Grand Prix 2010 gewinnen wird. Schon im Vorjahr lag Google mit seiner Prognose richtig. Worauf nun basiert diese Prognose? Bei Google heißt es dazu:
Prognostizieren Sie den Gewinner des Eurovision Song Contests 2010 vor der offiziellen Entscheidung mit Hilfe des iGoogle "Prognose"-Gadgets. Basierend auf Google-Suchanfragen zeigt das Gadget die Popularität jedes Teilnehmers und berechnet die Punktzahl, die dieser erhalten würde, fände die offizielle Abstimmung heute statt. 50% der Bewertung fließen durch eine professionelle Jury ein, die wir nicht vorhersagen können.
Man nimmt also die Google-Suchanfragen als Basis. Nicht mit einberechnen kann man jedoch eine Jurymeinung. Spannend wird es aus meiner Sicht, wenn man die Google-Suchanfragen abgleichen könnte mit den Social Media Aktivitäten. Dazu würden zählen: Twitter-Nachrichten, Blogbeiträge, MySpace-Freunde der Musikerinnen und Musiker und Facebook-Fanpages. Doch: der Aufwand wäre enorm, eine entsprechende Software ist mir zumindest nicht bekannt, die hier die Daten nicht nur erfassen, sondern sie auch noch auswerten kann. Es gibt bereits gute Monitoring-Software (siehe diesen Beitrag auf Create or die) - aber um hier qualitativ hochwertige Auswertungen zu generieren, werden vermutlich noch ein paar Jahre ins Land gehen. Ich lass mich aber gern vom Gegenteil überzeugen!
Was man jedoch machen kann, ist sich einmal die Stärke der Facebook-Fanseiten anzuschauen. Hier der Stand vom 19. Mai 2010, wobei ich mir nur die Top9 (Platz 10 "3+2" ist denkbar schlecht zu finden) von Google angeschaut habe. Hier die Facebook-Reihenfolge (mit dem Google-Rang in Klammern):
- Lena / Deutschland (Google: 1): 113.059 Fans
- Sofia Nizharadze / Georgien (2): 58.291 Fans
- Giorgos Alkkaios & friends / Griechenland (7): 15.784 Fans
- Safura / Azerbaijan (5): 8.682 Fans
- Thea Garrett / Malta (6): 5.507 Fans
- Anna Bergendahl / Schweden (3): 2.823 Fans
- Marcin Mroziński / Polen (4): 1.134 Fans
- Jessy Matador / Frankreich (8): 954 Fans
- Paula Seling & Ovi / Rumänien (9): 715 Fans
Die Platzierungen sind unterschiedlich. Was natürlich unter anderem mit der Verbreitung von Facebook in den einzelnen Ländern zu tun hat. Sicherlich wäre es sinnvoll, hier auch mit MySpace abzugleichen, da MySpace gerade bei Musikern extrem beliebt ist. Falls jemand Zeit und Lust dazu hat...
Aber eins steht fest: bei Google wie auf Facebook hat Lena die Nase weit vorn. Darf man ihr schon gratulieren? Nein. Sicherlich nicht. Denn viel kann noch passieren bis zum Auftritt. Viel kann schief gehen im Vorfeld oder auch direkt auf der Bühne. Und erst dann wird, live, entschieden. Von daher glaube ich zwar fest an ein Vorabstimmungsbild mit Hilfe von Google und auch Social Media. Aber zu 100% sicher kann dieses nie sein. Und das ist auch gut so.
Gap2011 Alpine Ski-WM und Social Media
2011 kommt die Alpine Ski-WM nach Deutschland, genauer gesagt nach Garmisch-Partenkirchen. Die Maskottchen Ga und Pa wurden Anfang des Jahres präsentiert. Zwei Schneebälle sollen die Sportwelt in Garmisch-Partenkirchen, kurz GaPa, empfangen. Und vielleicht auch schon ein wenig Werbung machen für Olympia 2018. Anfangs fand ich "Ga & Pa" albern. Mittlerweile aber find ich es eine witzige Idee. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder sie lieben werden.
Anlass für mich, mir einmal die aktuellen Internetaktivitäten zur Ski-WM 2011 anzuschauen. Schließlich werde ich Weihnachten in Garmisch-Partenkirchen verbringen. Und ich bin am überlegen auch die Zeit der Ski-WM dort zu verbringen und als Web 2.0 Reporter aus GaPa zu berichten.
Die Webseite Gap2011 ist eine Augenweide. Hier hat man sich viel Mühe gegeben und aus meiner Sicht einen echten Volltreffer gelandet.
Ein Countdown zeigt an, wie weit es noch hin ist bis zur WM. Da sieht man ganz direkt, wie die WM immer näher rückt. Super auch, dass man schnell zur Ticketbestellung gelangt. Den Kalender find ich Weltklasse! Schaut extrem gut aus, bietet einen wertvollen Mehrwert und rundet die optisch ansprechende Webpräsenz perfekt ab. Eine wirklich tolle Seite, die so richtig Laune macht auf dieses Ski-Event in Deutschland. Ein großes Kompliment an den verantwortlichen Webdesign für Gap2011!
Aber... Als Social Media Experten fehlt mir noch so einiges. Es gibt zwar den Bereich "Videos". Das ist schonmal ein guter Anfang. Er führt direkt in den Youtube-Kanal zu Gap2011. Aber viel zu sehen gibt es dort noch nicht. Warum nicht? Ein Imagefilm ist vorhanden (siehe weiter unten), der die Einweihung des Kandahar-Express zeigt. Aber mit dem Titel "GAP_WM2011_181209_KandaharExpress_169_I.wmv " ist er natürlich nur schwer zu finden. Er wurde bereits im Dezember online gestellt. In der Zeit hätte man ihm doch schonmal einen vernünftigen Titel verpassen können. Und von "Ga & Pa" ist noch rein gar nichts zu sehen. Schade!
Ansonsten sind Social Media Bausteine zu Gap2011 nicht zu entdecken. Noch nicht? Mag sein, denn noch ist ausreichend Zeit bis zur WM im Februar 2011.
Eine eigene Facebook-Seite oder die Zusammenarbeit mit einer Facebook-Seite - ich kenne da eine sehr gut funktionierende Seite mit über 3.000 Fans zu Garmisch-Partenkirchen ;) - dazu die Einbindung von Blogbeiträgen, Flickr-Bildern und Tweets in einem Social-Media-Bereich auf der Gap2011-Seite würde die Webpräsenz zum einen weiter inhaltlich aufwerten und zugleich die heutzutage aus meiner Sicht unerlässlichen Schnittstellen zum Social Web schaffen. Andere, wie zum Beispiel Audi, machen vor, wie es geht und aussehen kann. Etliche andere Marken bereiten gerade weitreichende Social Media Aktivitäten vor. Und auch eine Sportlerin wie Maria Riesch zum Beispiel ist sehr aktiv auf Facebook.
Noch fehlt ganz offensichtlich eine spannende Social Media Strategie für Gap2011. Jedenfalls gewinnt man den Eindruck, wenn man sich ein wenig umschaut im Internet. Und das ist so extrem schade, weil es A) viele begeisterte Ski-Fans und Gapa-Fans gibt (wie man auf Facebook zum Beispiel sehen kann) und weil man B) versäumt die vielfältigen Möglichkeiten von Social Media Bausteinen sinnvoll ins Marketingkonzept zu integrieren. Möchte man modernes Marketing machen, muss man dorthin gehen wo die Menschen sind (und nicht warten, das sie zu einem kommen). Und immer mehr Menschen tummeln sich auf den diversen Social Media Kanälen.
Die existierende Webseite ist Weltklasse. Und macht Lust auf mehr. Viel mehr. Noch ist ausreichend Zeit.
Nachtrag: Leider hat man auf mein Angebot zu einer gemütlichen Tasse Kaffee neulich, als ich 10 Tage in Garmisch-Partenkirchen war, beim Organisationskomitee der Ski-WM nicht geantwortet. Vom Büro des Bürgermeisters wurde meine Email zwar weitergeleitet, versandete dann aber ganz offensichtlich im virtuellen Nirvana. Schade. Ich hätte einige Vorschläge und Ideen, wie man mehr macht aus Gap2011 im Social Web.
Zeitungen tun mir Leid
Eigentlich ist der Video-Clip extrem witzig. Ich hab herzhaft geschmunzelt. Denn auch mir geht das ganze Social-Media-Marketing-Buzz-Blabla auf den Keks. Auch wenn ich damit zum Teil meine Brötchen verdiene. Aber viele beten nur irgendwelche Marketing-Slogans heruntern, ohne den Sinn und die Möglichkeiten von Social Media Bausteinen zu begreifen. Leere Worthülsen, ohne Substanz. Damit spielt dieser Clip.
Nur - das Ende ist tooootal albern. Aber schauen sie am besten selbst.
Ganz ehrlich: Wen erreiche ich denn bitteschön mit meiner Zeitungswerbung in einem Lokalblatt?! So gut wie niemanden. Das wird überblättert. In keinster Weise wahrgenommen. Social Media, wenn ich denn verstehe es geschickt, authentisch, dialogorientiert einzusetzen, kann dagegen so bedeutend viel mehr. Mir sind doch als Marke 300 treue Fans, die ich immer wieder erreiche, tausendmal lieber als 10.000 Papierseiten, die bestenfalls zum Lagerfeuer anzünden verwendet werden. Oder wie sehen sie das?
Das Video sagt mir vor allem: diese Zeitung hat nichts verstanden. Sie haben Humor. Aber sie machen sich über den falschen Kanal lustig. Anstatt ihn sinnvoll zu erobern.
Gefunden beim Krawattenträger. Dort mehr Infos zur Kampagne.












