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20Apr/10Off

WePad-Produktvideo das überzeugt

Autor des Artikels: Matias Roskos

Vor und auch nach der WePad-Pressekonferenz Anfang April war ich extrem skeptisch, was das WePad aus Berlin anbelangt. Manch einer fragte sich bei der misslungenen PK in Berlin, wann denn sich denn nun Hape Kerkeling outet und das ganze als TV-Geck entlarvt. Eine gute PR-Agentur an ihrer Seite hätte ganz sicher gut getan. Nein - ich denke dabei nicht an mich selbst. Ich bin kein PR-Mann. Aber ich kenne die ein oder andere gute PR-Agentur. Aber die kennt man im Hause Neofonie sicherlich auch.

Nein, es ist kein Geck. Neofonie und ihr Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen (wat fürn Name) meinen es Ernst mit dem WePad. Und das find ich prinzipiell gut! Ich mag Leute mit Verve, die sich was zutrauen und Großes anpacken. Und sicherlich ist es richtig, dass neben dem iPad genug Platz ist für weitere Geräte, zumal auch mich die diktatorische Apple-Politik extrem nervt. Bisher hatte man jedoch halt den Eindruck, dass das WePad mit extrem heißer Nadel gestrickt ist. Für mich war es viel heiße Luft und PR-Getöse. Und sowas mag ich nicht, wenn dahinter nicht wirklich was steckt. Noch immer glaube ich, dass es der Neofonie vor allem um ihre Software WeMagazine geht und weniger um das WePad und den Endverbraucher. Ist aber auch wurscht. Das WePad kann ruhig als Trojaner fungieren um die Software im Bereich B2B zu platzieren. Ist ein cleverer Schachzug. Wichtig ist, dass der Endverbraucher dabei nicht verarscht wird!

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit dem iPad, dem WePad und anderen Tablet-Computern einen Teil der virtuellen und zugleich der TV-Zukunft sehen! TV und Internet werden verschmelzen. Das habe ich bereits vor zwei Jahren in Artikeln geschrieben. Und diese neuen Endgeräte sind im Prinzip der Fernseher der Zukunft. Das ist gut und fein. Denn endlich kann ich konsumieren und produzieren zugleich. Und nur dann (!) werde ich sie auch lieben und akzeptieren! Ich möchte TV schauen, mir dabei mein eigenes Programm selbst zusammenstellen und zugleich im Netz surfen und - das ist super wichtig - schreiben können, Fotos hochladen, kommentieren usw. Also eine Tastatur, gern auch per touch, ist unabdingbar. Diese Geräte dürfen uns nicht zu passiven Nutzern werden lassen. Die Zeiten des Ein-Weg-TV sind doch endlich vorbei. Der Nutzer ist mündig und aktiv geworden. Wir sind Prosumenten und keine reinen Konsumenten mehr! Das darf sich mit den Tablets-PC nicht wieder umkehren.

Dieses Video hier vom WePad jedenfalls gefällt und lässt mich hoffen. Zumindest der Teil, wo nicht mehr mit der Maus gearbeitet wird. Bedenken habe ich nur in Sachen Linux. Meine Erfahrung ist, dass viele aktuelle Flash-Applikationen (Youtube, MySpace und andere) nicht laufen auf Linux. Aber warten wirs mal ab. In den Handel soll das WePad ja sowieso erst im August kommen. Passend zu meinem Geburtstag? ;)

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Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos

Kommentare (1) Trackbacks (0)
  1. Warum wird bei einem Produktvideo eines Pads eine Maus angestöpselt? Und warten wir es ab, ob Helmut Örtel die Versprechungen wahr macht – immerhin hätte Good-Old-Germany damit auch wieder was innovatives am Start. Oder wie war das mit dem T-Sinus SIMPad von 2001 – ach, Webpads gab es damals doch noch nicht, oder?

    http://de.wikipedia.org/wiki/SIMpad


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