The Lady Gaga Styling Tutorial – Wieviele Impressions sind möglich auf Youtube
Man nehme DIE aktuell angesagteste Künstlerin. Packe dazu ein Thema, das möglichst viele Teenies bewegt. Dazu ein Model, das nett ausschaut. Und nun drehe man mit ihr ein Tutorial und stelle das Video auf Youtube.
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Das Social Web liebt Musik!
Das Social Web liebt Tutorials!
Youtube ist einer der Stars des Social Web.
Darum: über 16 Millionen Visits - noch einmal in Worten: sechzehn Millionen - für dieses Video (Stand Ende April 2010).
Hinweis: Es trifft den Zeitgeist. Und es ist gut gemacht. Und es gibt noch zahlreiche andere Tutorials im Videochannel von MichellePhan, die auch fast alle über eine Millionen Visits haben.
Und sie schreibt auf der Channel-Seite:
Hi! I'm Michelle. I'm a professional makeup artist and also a spokesperson for Lancome.
Ein professioneller Background also. Ein Marketing-Kanal. Genau so wirds gemacht.
Social Media im Mittelstand – Interview mit McFit zur Aktion mit einem Blogger
Auf die aus meiner Sicht sehr gelungene Social Media Aktion von McFit in Zusammenarbeit mit dem Blog Stadt-Bremerhaven.de hatte ich bereits mehrfach hingewiesen. Aufgrund dieser Aktion habe ich mich mit dem Verantwortlichen bei McFit, Timo Maier, zu einem virtuellen Interview verabredet, um ein wenig über die Hintergründe der Aktion und über die Social Media Strategie von McFit zu erfahren. Hier das Interview.
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Guten Tag Herr Maier. Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu der erfolgreichen Social Media Kampagne mit dem Blog Stadt-Bremerhaven. Wie ist es ihnen denn gelungen einen der namhaftesten Blogger Deutschlands für ihr Unternehmen und eine solche Kampagne zu gewinnen? War er teuer?
McFit - Timo Maier: Hallo Herr Roskos. Vielen Dank! Eines vorweg: Carsten Knobloch hat von uns kein Geld erhalten. Er hat die Aktion von sich aus im Sinne der Wohltätigkeit durchgeführt. Von einem Bekannten haben wir erfahren, dass Carsten Knobloch, in der Blogosphere als Caschy bekannt, einen Sponsor für eine Wohltätigkeitsaktion sucht. Daraufhin habe ich Kontakt zu ihm aufgenommen, um zu erfahren, was er überhaupt vorhat.
Matias Roskos: Und wie kam er dann zu McFit? War er bereits Mitglied oder mussten sie ihn erst überreden?
Timo Maier: Caschy war bereits Mitglied bei McFit. Darin bestand ja zunächst einmal das Problem - er war zwar Mitglied, konnte aber seinen inneren Schweinehund nicht überwinden, um regelmäßig zu trainieren. So wollte er ein konkretes Ziel haben, um daraus Motivation zu schöpfen.
Verstehe. Und dann hat McFit ihm diese Social Media Kampagne vorgeschlagen? Oder von wem kam konkret die Idee?
Timo Maier: Wie sie ja selbst wissen, ist Social Media kein Alleingang. So habe ich zusammen mit Caschy die Grundzüge erarbeitet und dann weiter ausgefeilt. Wir waren uns von Anfang an einig darin, dass wir einen wohltätigen Zweck verfolgen wollen.
5.000 € wurden bei Erfolg an ein wohltätiges Projekt gespendet. War es schwer die Verantwortlichen bei McFit von dieser recht hohen Summe für eine Social Media Aktion zu überzeugen?
Timo Maier: Zunächst einmal ist es für deutsche Unternehmen im Allgemeinen noch etwas ungewöhnlich auf diesem Feld zu arbeiten. Da McFit aber generell sehr aufgeschlossen ist und willens, neue Wege zu beschreiten und darüber hinaus der Leiter der PR-Abteilung Björn Köllen ein sehr gutes Gespür für Entwicklungen hat, war er von Anfang an von der Aktion begeistert. Für uns ist es eine konkrete Zielsetzung, im Bereich Social Media zu arbeiten. Dorthin gehen, wo unsere Kunden sind. Dafür wurde im Unternehmen auch extra meine Position geschaffen.
Wie lautet ihre Position konkret? Und entsteht da eine eigene Social Media Unit bei McFit?
Timo Maier: Konkret lautet meine Position Junior Manager Online-PR. Natürlich könnte sie auch als Social Media Stratege oder anders betitelt werden. Von fundamentaler Wichtigkeit ist lediglich, dass die Position in der PR-Abteilung eines Unternehmens angesiedelt ist, da es sich nun mal um öffentlichkeitswirksame Arbeit handelt. Wir kommunizieren mit Menschen und wollen sie nicht bloß mit Werbung überfluten. Das ist es doch gerade, was Social Media aus Unternehmenssicht ausmacht: Partizipieren an einem dynamischen, offenen Dialog in gegenseitigem Respekt.
Zu ihrer zweiten Frage: Wir befinden uns natürlich noch im Aufbau. Zunächst einmal werden wir dieses Jahr den Bereich Social Media Stück für Stück erweitern und die gängigen Dienste im Internet erschließen. Dann werden wir evaluieren, welche Anforderungen unsere Aktivitäten nach sich ziehen.
Sie wurden also über einen Bekannten aufmerksam auf die Sponsorensuche von Caschy. Um solche Gelegenheiten zu nutzen, muss man seine Nase ja weit im "Social Media Wind" haben. Erfolgt bei ihnen denn ein Monitoring nach für McFit relevanten Feldern? Wie entstehen Ideen für Social Media Aktivitäten? Wie werden Chancen erkannt?
Timo Maier: Natürlich versuchen wir, im Netz soviel wie möglich in Erfahrung zu bringen. Was bewegt unsere Mitglieder? Wie spricht man über uns im Netz? Und natürlich, welche Dienste werden vorrangig genutzt? Ich durchsuche das Netz täglich insbesondere nach Blogs, die über uns berichten und recherchiere in Twitter. Ideen entstehen allein schon durch die Beobachtung technologischer Entwicklungen - was gibt es Neues, wie funktioniert das und was können wir damit machen? Der größte Teil meiner Arbeit ist Recherche. Dazu kommt dann noch eine gute Intuition und Beurteilungsgabe. Dies lernt man im Social Media Bereich meiner Meinung nach allerdings nicht als rein theoretischer Beobachter, sondern als Netzarbeiter. Persönlich komme ich aus dem Bloggen, was ich privat auch immer noch weiter mache. Es war auch eine konkrete Anforderung an meine Stelle, diese mit jemandem zu besetzen, der Teil der Entwicklung ist und nicht nur als Zuschauer am Rand steht. Der wichtigste Faktor allerdings ist die Teamarbeit - wir sind hier keine Eigenbrödler und Einzelgänger. Genau so wenig wie im Social Web.
Kommt dabei spezielle Monitoring-Software zum Einsatz?
Timo Maier: Noch nicht, ist jedoch geplant. Im Moment screene ich noch mit einer Reihe offener Dienste wie IceRocket, BlogPulse oder SocialMention. Aber auch hier probiere ich immer wieder neue Technologien aus.
Zurück zur Aktion mit Caschy. Wie passt das eigentlich zusammen - McFit und Blogs?
Timo Maier: Die entscheidende Kommunikation im Social Web spielt sich in der Blogosphere ab. Hier liegt das Potential für Diskurs. Das bietet für jedes Unternehmen, nicht nur für McFit, große Möglichkeiten. Und wir wollen am Diskurs teilnehmen und uns nicht verschließen.
Die Blogosphäre ist wichtiger als Facebook zum Beispiel? Und: sind denn McFit-Kunden Leser von Blogs wie Stadt-Bremerhaven?
Timo Maier: Das würde ich nicht unbedingt sagen. Ich halte Facebook für eine sehr wichtige Plattform, doch funktioniert sie anders als Blogs. Da aber auch hier ein großes Potential für McFit ersichtlich ist - es gibt allein über achtzig Gruppen, die von Mitgliedern gepflegt werden - werden wir uns auch auf Facebook in nächster Zeit konzentrieren (soviel verrate ich Ihnen schon). McFit-Kunden lesen eigentlich alle Arten von Blogs, da wir auch alle Arten von Mitgliedern haben – vom Arbeiter bis zum Akademiker, Schüler und Sportler, alt wie jung. Dieser Pluralismus spiegelt sich natürlich auch im Netz.
McFit hat 5.000 Euro für die Arche in Hellersdorf gespendet im Rahmen der Aktion. Sie haben zudem viel Zeit sicherlich investiert, was McFit wiederum auch Geld kostet. Wie hoch ist denn aus der Sicht von McFit der generierte Nutzen? Was konkret hat McFit eine solche Aktion gebracht?
Timo Maier: Nun ja, wir wissen wohl beide, dass sich ein ROI aus der Arbeit mit Social Media nur sehr schwer ableiten lässt. Zumindest lässt sich sicher sagen, dass wir mit Hilfe der Aktion ein sehr positives Bild in der Netzöffentlichkeit kreiert haben. Daraus sind auch neue Bindungen entstanden, die sich in monetärem Wert gar nicht messen lassen. Zudem ist uns Wohltätigkeit sehr wichtig. Der Firmengründer und Inhaber Rainer Schaller nennt das "etwas zurück geben". Außerdem haben wir gezeigt, dass wir unsere Kunden und die Menschen da draußen ernst nehmen, mit ihnen interagieren – und das Web nicht bloß als nächsten Werbekanal nutzen wollen.
Und was kommt als Nächstes? Ist schon eine weitere Aktion mit einem Blogger angedacht? Wie schaut die Social Media Zukunft 2010 für McFit aus?
Timo Maier: Die Zukunft ist sicher Facebook. Aber deswegen werden wir den Rest des Social Web bestimmt nicht missachten. Der Ausbau unseres YouTube-Channels ist auch ein wichtiges Feld, genauso wie des Unternehmens-Twitters. Und wie Sie schon sagten: Wenn es um Social Media geht, muss man seine Nase immer im Wind haben. Die Offenheit für den Zufall spielt eine wichtige Rolle.
Letzte Frage - Warum gibt es eigentlich kein McFit-Blog? In einem Magazinformat zum Beispiel. Das würde doch prima passen. Oder gibt es nichts zu erzählen aus den vielen Studios deutschlandweit? Mir jedenfalls fallen da hunderte von Themen ein... Und dann wäre McFit sogar Bestandteil der Blogosphäre und nicht nur Außenbetrachter.
Timo Maier: Auch dies ist eine gerechtfertigte Frage. Ein Corporate Blog hat viele Vorteile. Aber first things first, wie man so schön sagt. Und man darf nie vergessen, dass jedes Medium, dass von einem Unternehmen genutzt wird, auch einen echten Mehrwert für die User darstellen muss. Das Thema Blog steht definitiv zur Diskussion. Sollte es konkret werden, werden Sie es als Erster erfahren.
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Herr Maier, ich bedanke mich für das interessante Gespräch und die Zeit, die sie sich genommen haben. McFit weiterhin viel Erfolg auch im Internet. Ich finde es gut, dass Unternehmen wie McFit sich an den Bereich Social Media herantasten und dort Engagement zeigen.
Integrierte Marketingkampagne mit starkem Social Media Fokus: Audi A1
Neulich stieß ich in der PAGE 05.10 mit dem Titel "Multichannel-Kommunikation" auf dem Titelblatt auf einen sehr informativen Artikel über die Launch-Kampagne zum neuen Audi A1. In dem PAGE-Artikel heißt es:
Sowohl was das Timing als auch was den Mediamix anging, wollte Audi mit der A1-Kampagne neue Wege beschreiten, um der Zielgruppe und dem Fahrzeugsegment gerecht zu werden. Nicht nur durch die verwendeten Kanäle und die Tonaliät sollte sich die Kommunikation deutlich von der für die anderen Audi-Modelle unterscheiden, sondern auch in puncto Interaktivität. Das Herzstück ist daher die bereits am 14. Dezember gelaunchte A1-Microsite, entwickelt von Neue Digitale/Razorfish Berlin.
Viele Unternehmen und Marken haben Angst vor dem Kontrollverlust im Social Web. Aber haben sie denn wirklich noch die Kontrolle darüber, wer was wo über sie spricht? Nicht wirklich. Die Menschen kommunizieren, Tag für Tag, Minute für Minute, an den verschiedensten Orten. Im Cafe mit Freunden, am Arbeitsplatz mit Kollegen, abends beim Bierchen, beim Sport, in der Freizeit oder halt auch im Internet auf Facebook, Youtube, StudiVZ, Twitter und diversen Blogs. Dagegen können (und sollten) die Unternehmen und die Markenverantwortlichen nichts Unternehmen.
Aber man kann diese Unterhaltungen fördern, sie mit Material und Informationen unterfüttern und sich auch einklinken in Gespräche. Wobei man bei letzterem aufpassen muss, das man nicht plump und krawallig daherkommt, sondern authentisch und mit Fingerspitzengefühl agiert.
Für den Audi A1 hat man hier eine Kampagne konzipiert, die genau in die richtige Richtung zielt. Auf der Microsite führt man alle Internetaktivitäten und alle Kanäle zusammen. Von hier aus kann man starten, hier bekommt man alle notwendigen Infos. Und die Marke Audi hat Einblick, was wo wann über den A1 gesprochen wird.
Sehr gelungen finde ich die Interviews mit Audi-Designern. Hier bekommen die Menschen hinter innovativen Ideen endlich ein Gesicht und eine Stimme. Es "menschelt". Und das ist gut so!
Ob man mit einer gecasteten Band namens Torpedo auftreten muss, darüber werden sich sicherlich die Geister scheiden. Ich sage: warum nicht?! Es ist einen Versuch wert. Und die Musik gefällt. Im PAGE-Artikel spricht man von einem "Hauch Independence", den man hinein bringen möchte in die Kampagne. Sicherlich nicht die schlechteste Idee. Der Song "Accelerate" steht auf der Microsite zum Download bereit. Auch das ein guer Schachzug. Denn Unternehmen sollten immer darüber nachdenken: "Was kann ich den Fans, den potentiellen Markenbotschaftern geben?!" Es müssen Win-Win-Situationen geschaffen werden. Wer etwas haben will von seiner Community (Marketing, Mundpropaganda, Ideen), der muss auch bereit sein zu geben!
Auf der Microsite sind die verschiedenen Social Media Kanäle abgebildet. Man wird aber nicht nur aufgefordert diese Seite mit anderen zu teilen (siehe Screenshot weiter oben, rechte untere Ecke: Social Media Icons) und dem gebrandeten Twitter-Feed zu folgen sowie Fan der Facebook-Seite und des Youtube-Kanals zu werden, sondern man bindet auch Inhalte von Twitter, Youtube, Facebook und Blogs direkt auf der Microsite ein. Hierfür hat man ein eigenes Tool gebaut, das mir extrem gut gefällt! Man sieht die Twitter-Nachrichten auf einen Blick. Man gelangt von der Microsite zu den diversen Blogbeiträgen und kann dort einen eigenen Kommentar hinterlassen. Man kann direkt Youtube-Videos kommentiern. Das ist alles verdammt gut und intelligent gemacht! Kompliment. Gut zu handhaben und übersichtlich.
Aber ein Auto gehört vor allem auf die Straße! Das darf bei einem solchen Produkt nicht vergessen werden. Und so gibt es eine Roadshow, für die am 10. März Startschuss war, um das neue Auto direkt zu den Kunden in die Innenstädte zu bringen.
Es komme keinesfalls darauf an, möglichst viele Medien zu befüllen, betont Sven Küster, Managing Director bei Neue Digital/Razorfish Berlin. Viel wichtiger sei es, die Kanäle sinnvoll zu verbinden und eine Dramaturgie in die Kommunikation zu bringen. Laut Briefing wollte Audi ein neues Segment erobern, die Marke aber nicht neu positionieren. "Wir haben die Kommunikation verjüngt, ohne die Markenwerte zu vernachlässigen oder gar über Bord zu werfen", erläutert Küster.
Gut gemacht, kann ich da nur sagen. Live-Events und klassische Werbung wurden verbunden mit neuen Formen des Online-Marketing. Social Media Marketing wurde so zu einem elementaren Bestandteil des Marketings für den Audi A1. Daumen hoch dafür. Und bitte mehr davon auch von anderen Marken.
Wachstum durch Relevanz – Mittelständler mit erfolgreicher Facebookseite: Kauperts
Neulich habe ich mich mit Roman Kaupert, dem Geschäftsführer der Kaupert Media GmbH und Jan Unger, dem Leiter Interaktive Medien der Kaupert Media GmbH, getroffen, um ein wenig über "Kauperts", den Straßenführer für Berlin, vor allem aber über die sehr erfolgreiche Facebook-Seite von Kauperts zu reden. Ich bereite gerade meine Unterlagen für den Vortrag in der virtuellen Social Media Akademie vor und werde dort unter anderem auch einige gute Facebook-Seiten von mittelständischen Unternehmen vorstellen. "Kauperts" wird ein Erfolgs-Case sein.
Kauperts als Straßenführer ist ein Berliner Urgestein. Bereits 1946 erschien das erste Buch. Siehe hierzu das Foto - ich durfte ihn mir anschauen. Cool! Sowas liebe ich. Online ist man nun seit 2009 mit einer Seite, die mich von der Usability und dem Mehrwert absolut überzeugt. Sucht man etwas konkret in Berlin, zum Beispiel die nächstgelegene öffentliche Toilette, dann findet man sie über Kauperts einfach und schnell. Auch die nächste Feuerwehr oder die nächstgelegene Imbissbude ist mit Kauperts wunderbar zu finden.
Was mir als jemanden der sich intensiv mit Communitybuilding und Crowdsourcing beschäftigt dabei sofort in den Kopf schießt, ist die Frage: Warum gibt es denn keine Kauperts-Community, die die Online-Plattform weiter anreichert mit hilfreichen Tipps, aktuellen Fotos, Bewertungen, Hinweisen zu aktuellen Konzerten und Sportveranstaltungen und so weiter? Das würde sich gerade auch bei Kauperts extrem anbieten. Diese Frage stellte ich natürlich Roman Kaupert und Jan Unger. Und beide nickten sofort heftig.
"Genau darum haben wir die Facebook-Seite eingerichtet. Wir bauen hier eine Community auf, die dann in der Zukunft auch die Webseite mit Content anreichern soll." verriet Roman Kaupert. Man beginnt mit dem Communityaufbau via Facebook! Ein extrem cleverer Schachzug, der wunderbar funktioniert, wie das rapide Wachstum der Kauperts-Seite beweist, die seit kurzem die erfolgreichste Facebook-Seite von deutschen Buchverlagen ist (siehe die Auflistung hier).
Die Facebook-Seite ging Anfang 2010 an den Start und hatte nach 122 Tagen beachtliche 2.341 Fans eingesammelt. Das ist ein Startwachstum, von dem viele Mittelständler in Deutschland träumen. Darum galt meine nächste Frage dem Erfolgsrezept dahinter. Die sicherlich für viele interessante Antwort von Roman Kaupert lautete: "Wachstum durch Relevanz! Wir posten einfach Themen, die für die Leute relevant sind und die sie mit Berlin verbinden." Da geht es immer wieder um die Berliner Currywurst. Oder um die Subventionierung der Berliner Theater. Natürlich auch um Hertha BSC. Alles Themen, die die Berliner bewegen. Der Content für die Facebook-Seite kommt nicht allein vom Kaupert Media Team. Man arbeitet hier mit Bernd Philipp zusammen, der Feuilletonredakteur bei "Die Welt" und 18 Jahre Chefreporter bei der "Berliner Morgenpost" war. Content aus professioneller Hand also. Oft top-aktuell. Mit Bernd Philipp arbeitet man auch bei einem anderen super sympathischen Kauperts-Projekt zusammen: Berlin Beweger. Hier geht es um Persönlichkeiten, die Berlin durch ihre Arbeit, ihre Ideen und ihr Engagement voran bringen.
Man verlässt sich aber nicht allein auf relevanten Content für die Nutzer. So hat man auch Werbung auf Facebook geschaltet, um das Wachstum zu beschleunigen. Hierbei wirbt man vor allem mit der Currywurst-Aktion, die auch immer wieder heißes Thema auf der Facebook-Seite ist. Schafft man die 5.000-Fan-Marke, gibt es eine große Currywurst-Party von Kauperts in Berlin. Diese Aktion führt dazu, dass Fans immer wieder andere Berliner einladen um auch Fan zu werden. Damit die 5.000er-Marke schnell geknackt wird.
Zudem kann man bei Kauperts natürlich auf ein großes Berliner Netzwerk zurückgreifen, dass aktiviert wird um die Facebook-Seite voran zu bringen. Dieses Netzwerk existiert nicht nur online, sondern seit Jahrzehnten auch im realen (Offline-) Leben. Kauperts ist eine Marke, die man in Berlin einfach kennt. Und Roman Kaupert ist im Berliner Unternehmerleben extrem aktiv und extrem gut vernetzt.
Selbstverständlich ist auch eine iPhone-App ein ganz heißes Thema für Kauperts. Roman Kaupert wartet schon gespannt, wann sein Entwicklerteam ihm hier Erfolg melden kann. Darauf freue auch ich mich als Berliner und iPhone-Nutzer!
Auch auf das Thema Roi einer Facebook-Seite und Mehrwerte für Kauperts kamen wir zu sprechen. "Wir finanzieren das quer. Eine Facebook-Seite ist für uns natürlich zum einen Marketing. Aber noch viel mehr." verriet mir Roman Kaupert. Es geht um den schon angesprochenen Communityaufbau. Aber auch um das positive Marken-Image von Kauperts. Man ist sich bewusst, dass gute Arbeit im Bereich Social Media heutzutage unerlässlich ist um die Marke emotional aufzuladen und Imagepflege zu betreiben. "Die Facebook-Seite ist ein wunderbarer Kanal in beide Richtungen. Wir können den Fans Infos und Bildmaterial bieten. Sie geben uns viel Feedback und auch immer wieder Tipps." Dass die Kosten für die Betreuung nicht gering sind, bestätigte mir Jan Unger gern: "Es kostet Zeit. Viel Zeit! Aber es macht auch Spaß."
Ich beobachte die Seite schon seit einigen Wochen und kann bestätigen, dass sie extrem gut gemacht ist. Sie kommt authentisch rüber. Man spürt, dass Leute dahinter stecken, für die Kauperts und auch Berlin eine Herzensangelegenheit sind. Und das ist aus meiner Sicht ein weiteres Erfolgsgeheimnis einer guten Facebook-Seite: Authentizität und Herzblut.
Hier nochmal die Zusammenfassung der Elemente, die zum schnellen Wachstum der Kauperts-Seite und zum Erfolg dieses Social Media Projektes führten:
- relevante Inhalte (aktuelle Infos zu Berlin, Fotos, Programmtipps)
- ein vorhandenes Netzwerk, dass gut genutzt wird
- bezahlte Werbung innerhalb von Facebook für die Seite
- Hoher Grad an Authentizität (das spüren die Nutzer!)
- tägliches Engagement (zwei bis drei Posts pro Tag und Monitoring der Kommentare sowie Beantwortung von Fragen)
Zum Abschluss noch einmal Roman Kaupert: "Ich will Erfolg für das gesamte Projekt "Kauperts". Offline wie online. Und ich möchte, dass Kauperts wieder was richtig Geiles wird." Mit der eingeschlagenen Strategie - Print übertragen auf Online und Communityaufbau - ist er aus meiner Sicht auf genau dem richtigen Weg. Und da sie es mit viel Herzblut, Engagement und Authentizität anpacken, wird sich der Erfolg mit großer Sicherheit einstellen. Ich wünsche dafür allen erdenklichen Erfolg! Berlin kann Menschen wie das Kauperts-Team und Projekte wie dieses bestens gebrauchen. Und für andere Mittelständler ist es ganz sicher ein gutes Beispiel, wie man es anpacken muss in Sachen Facebook, Social Media und Communityaufbau.
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Wer etwas in Berlin sucht - bitteschön. Mit der Kauperts-Online-Seite findet man meist relevantere Treffer als mit Google oder anderen lokalen Suchmaschinen:
The story of the Coca Cola Facebook-Fanpage
Wer sie noch nicht kennt, die Story der Coca Cola Facebook-Fanpage, hier ist das Video dazu. Alles ist wirklich so geschehen. Kompliment an Coca Cola, die perfekt reagiert haben auf eine Fanpage, die unabhängig vom Konzern entstand und wuchs und wuchs. Wenn doch nur alle Brands so clever wären... Aber auch nicht jeder hat so großartige und schnell zu identifizierende Leaduser.
Ui – Wii gewonnen! Wohin damit?
Neulich hatte ich über die aus meiner Sicht extrem gelungene Aktion von McFit gebloggt, die clever darauf reagierten, dass einer der bekanntesten Blogger Deutschlands, Caschy mit seinem Stadt Bremerhaven Blog, Kunde bei ihnen wurde. Bitte dafür den Artikel "McFit macht Blogger fit – eine gelungene Social Media Aktion" lesen.
Bestandteil der Aktion war nicht nur, dass Caschy für seine geplante Hochzeit ein paar Kilo abnimmt und McFit ihn mit 5.000 € motiviert. Diese 5.000 € allerdings sind nicht für Caschys Aussteuer gedacht, sondern wurden an die Arche in Berlin Hellersdorf gespendet (siehe Foto)! Caschy bekam von McFit für diese Aktion keinen einzigen Cent, wie er betont.
Außerdem gab es für alle Blogger und Twitterer die Chance auch ne Kleinigkeit zu gewinnen, wenn man auf diese Aktion aufmerksam machte. Mehr unfreiwillig bin ich so auch in den Lostopf gelangt. Denn mein Artikel war nicht auf die Hoffnung auf einen Gewinn hin geschrieben, sondern weil ich die Aktion extrem gelungen finde. Und wie es manchmal so ist - wenn man gar nix gewinnen will, gewinnt man. Puh - ich hab ne Wii gewonnen! Das freut mich natürlich. Nur: ich hab schon eine.
Im ersten Moment dachte ich, ich verticker die neue Wii bei Ebay. Aber irgendwie ist das uncool, oder? Also, hier mein Vorschlag. Ich brauch die Wii nicht. So schade wie das ist. Bei einem iPad hätte das schon anders ausgesehen. Da ich selbst meine Jugend in Hellersdorf verbracht habe, wo sich auch die Arche befindet, denke ich, es ist sinnvoll, wenn ich die Wii zu den 5.000 € oben drauf packe und sie ebenfalls der Arche in Hellersdorf schenke.
Ich hoffe, Caschy, du und vor allem auch dein Arbeitgeber notebooksbilliger.de, von denen dieser Preis ja stammt, haben nix dagegen! Bitte gebt mal Feedback, ob das okay wäre. Ich denke, die Kids in Hellersdorf würden sich echt freuen. Und nochmal Danke für ne coole Social Media Aktion an McFit und Caschy! Von solchen gelungenen Konzepten bräuchten wir in Deutschland deutlich mehr.
WePad-Produktvideo das überzeugt
Vor und auch nach der WePad-Pressekonferenz Anfang April war ich extrem skeptisch, was das WePad aus Berlin anbelangt. Manch einer fragte sich bei der misslungenen PK in Berlin, wann denn sich denn nun Hape Kerkeling outet und das ganze als TV-Geck entlarvt. Eine gute PR-Agentur an ihrer Seite hätte ganz sicher gut getan. Nein - ich denke dabei nicht an mich selbst. Ich bin kein PR-Mann. Aber ich kenne die ein oder andere gute PR-Agentur. Aber die kennt man im Hause Neofonie sicherlich auch.
Nein, es ist kein Geck. Neofonie und ihr Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen (wat fürn Name) meinen es Ernst mit dem WePad. Und das find ich prinzipiell gut! Ich mag Leute mit Verve, die sich was zutrauen und Großes anpacken. Und sicherlich ist es richtig, dass neben dem iPad genug Platz ist für weitere Geräte, zumal auch mich die diktatorische Apple-Politik extrem nervt. Bisher hatte man jedoch halt den Eindruck, dass das WePad mit extrem heißer Nadel gestrickt ist. Für mich war es viel heiße Luft und PR-Getöse. Und sowas mag ich nicht, wenn dahinter nicht wirklich was steckt. Noch immer glaube ich, dass es der Neofonie vor allem um ihre Software WeMagazine geht und weniger um das WePad und den Endverbraucher. Ist aber auch wurscht. Das WePad kann ruhig als Trojaner fungieren um die Software im Bereich B2B zu platzieren. Ist ein cleverer Schachzug. Wichtig ist, dass der Endverbraucher dabei nicht verarscht wird!
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit dem iPad, dem WePad und anderen Tablet-Computern einen Teil der virtuellen und zugleich der TV-Zukunft sehen! TV und Internet werden verschmelzen. Das habe ich bereits vor zwei Jahren in Artikeln geschrieben. Und diese neuen Endgeräte sind im Prinzip der Fernseher der Zukunft. Das ist gut und fein. Denn endlich kann ich konsumieren und produzieren zugleich. Und nur dann (!) werde ich sie auch lieben und akzeptieren! Ich möchte TV schauen, mir dabei mein eigenes Programm selbst zusammenstellen und zugleich im Netz surfen und - das ist super wichtig - schreiben können, Fotos hochladen, kommentieren usw. Also eine Tastatur, gern auch per touch, ist unabdingbar. Diese Geräte dürfen uns nicht zu passiven Nutzern werden lassen. Die Zeiten des Ein-Weg-TV sind doch endlich vorbei. Der Nutzer ist mündig und aktiv geworden. Wir sind Prosumenten und keine reinen Konsumenten mehr! Das darf sich mit den Tablets-PC nicht wieder umkehren.
Dieses Video hier vom WePad jedenfalls gefällt und lässt mich hoffen. Zumindest der Teil, wo nicht mehr mit der Maus gearbeitet wird. Bedenken habe ich nur in Sachen Linux. Meine Erfahrung ist, dass viele aktuelle Flash-Applikationen (Youtube, MySpace und andere) nicht laufen auf Linux. Aber warten wirs mal ab. In den Handel soll das WePad ja sowieso erst im August kommen. Passend zu meinem Geburtstag? ;)
10 Schritte zur eigenen Facebook-Seite
Die Bedeutung von Facebook-Seiten, entstanden aus den Facebook-Fanpages, steigt stetig. Immer mehr Unternehmen richten eigene Seiten ein oder lassen sie sich einrichten. Denn ganz nach dem Motto "Dorthin gehen wo die Menschen sind" empfehle auch ich jedem Kunden Präsenz zu zeigen auf Facebook. Eine solche Seite ist hierfür eine ideale Lösung, funktioniert sie doch wie eine eigene Microsite, die man wunderbar an die Webpräsenz anbinden kann.
Hier nun die Schritte zum Einrichten einer Facebook-Seite als kleine Anleitung, die hoffentlich für den ein oder anderen hilfreich ist. Wie ich mir Präsenz aufbaue auf Facebook, hatte ich in einem Beitrag erläutert, den ich als Unterstützung dieser Anleitung unbedingt empfehle: "10 Schritte zur eigenen Facebook-Präsenz".
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Schritt 1: Machen sie sich Gedanken! Was wollen sie mit der Seite erreichen? Wen möchten sie erreichen? Wie wird diese Facebook-Seite in ihren Marketingmix integriert? Wer wird die Seite pflegen und sich um sie kümmern? Wer ist verantwortlich? In welchem Zeitrahmen denken sie?
Dieser so enorm wichtige Schritt 1 wird meist übersprungen. Und das ist nicht gut. Denn ohne eine Strategie, die in der täglichen Arbeit dann gern angepasst und erweitert werden kann, sollte man keine Marketingmaßnahme angehen.
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Schritt 2: Gehen sie zu "Seite erstellen" auf Facebook und wählen sie einen passenden Namen aus, über den sie dann später über die Suche auf Facebook auch leicht gefunden werden.
Legen sie dabei fest, wofür diese Seite gedacht ist indem sie ein Gewerbe auswählen.
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Schritt 3: Als Nächstes pflegen sie Informationen ein, die für die Besucher und potentiellen "Fans" interessant sind. Bitte lassen sie den Bereich "Info" nicht leer! Sie können hier zu ihrer Webseite im Netz verlinken, Öffnungszeiten und Adresse eintragen und einen Beschreibungstext eingeben. Nutzen sie die Möglichkeiten dieses Bereiches!
Auch ist es möglich hier mit anzugeben, wer als Administrator für diese Facebook-Seite verantwortlich ist. Dafür gibt es bisher kein eigenes Feld. Aber im Text können sie Namen und möglicherweise auch Kürzel nennen. Dadurch können dann die Fans sehen, wer hinter den Beiträgen steckt. Denn bisher ist durch Facebook nicht zu erkennen, wer letztendlich einen Beitrag geschrieben hat, wenn es ein Seitenadministrator war.

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Schritt 4: Als nächstes kommt ein passendes Profilbild. Visuelles spielt auf Facebook und im Social Web eine nicht zu unterschätzende Rolle. Also wählen sie ein schickes, nicht billig wirkendes Bild, das zu ihrer Marke oder ihrem Unternehmen passt. Natürlich kann es auch das Logo ihrer Marke sein. Das hat den höchsten Wiedererkennungswert. Dieses Bild können sie jederzeit ändern und durch ein neues ersetzen.

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Schritt 5: Nun geht es ans Eingemachte: Füllen sie die Pinwand mit Inhalt.
Nichts ist langweiliger und uneinladener wie ein leeres Restaurant oder in unserem Fall eine leere Pinwand. Füllen sie sie mit relevanten Inhalten, aber bitte nicht mit Nonsens!
Und: nicht alles an einem Tag. Die Startphase sollte wenigstens über fünf, besser über 10 Tage gehen, in denen sie Beiträge auf die Pinwand schreiben. Diese Beiträge orientieren sich an der in Schritt 1 entwickelten Strategie und der Zielsetzung der Seite.
Passen sie dabei aber auf, dass sie später die Menschen nicht überfordern oder gar nerven, in dem sie täglich 5 Beiträge schreiben. So etwas kann schnell auch zu viel werden! Verteilen sie lieber Beiträge auf die einzelnen Tage. Ein bis zwei Postings am Tag reichen vollkommen.
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Schritt 6: Fotos
Pflegen sie Fotos ein, die mit zu ihrer Strategie passen. Die Menschen wollen nicht nur lesen, sondern vor allem auch etwas sehen. Nicht umsonst ist Facebook mittlerweile die größte Bildersammlung der Welt.
Hier sollten sie schon vorab eine erste Sammlung an Fotos anlegen, damit die Seite gefüllt ist mit relevanten Infos, Beiträgen und Fotos. Im Laufe der Zeit fügen sie dann weitere Fotos hinzu. Diese erscheinen dann auch immer direkt auf der Pinwand, wenn sie das möchten. Sie fungieren dann als eigener Beitrag. Und gerade auch Fotos laden zu Kommentaren durch die Community ein!

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Schritt 7: Videos
Gibt es für die Fans interessante Videos? Wenn ja - dann ist das super. Dann sollten auch diese auf der Seite platziert oder wenigstens verlinkt werden.
Das Wunderbare an Facebook ist, dass Videos direkt in die Pinwand eingebunden und dann auch dort abgespielt werden können, selbst wenn das eigentliche Video auf Youtube liegt.

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Schritt 8: Eigener Reiter als Einstiegsseite?
Wenn sie möchten, können sie sich für eine Facebook-Seite einen eigene Reiter bauen lassen. Hierfür wird die Facebook-Schnittstelle genutzt. Das sollten sie aber einer Agentur überlassen, die sich damit auskennt.
Dieser Reiter ermöglicht es ihnen eine eigene Einstiegsseite in ihrer Facebook-Seite zu haben, die einen hohen Wiedererkennungswert garantiert.
Dies ist aber kein Muss und wird nur von meist großen Brands bisher genutzt.
Beispiel: BMW
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Schritt 9: Feineinstellungen
Über den Punkt "Seite bearbeiten" direkt unter dem Profilbild links oben kommen sie in den Administrationsbereich. Hier können sie zum Beispiel auch einstellen, welcher Reiter beim Start angezeigt wird, wenn jemand ihre Facebook-Seite besucht.
Voreingestellt ist immer die Pinwand. Manch einer möchte aber lieber die Fotos oder die Info-Seite als Startseite haben. Bei der BMW Group zum Beispiel ist der eigene Reiter als Startseite eingestellt.
Über den Administrationsbereich können sie auch weitere Admins eintragen, die allerdings alle einen Facebook-Account haben müssen.
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Schritt 10: Gehen sie in die Facebook-Öffentlichkeit. Laden sie ihre Freunde ein. Seien sie aktiv in ihrem Netzwerk. Gern können sie ihre Seite auch bewerben auf Facebook.
Nutzen sie alle zur Verfügung stehenden Kanäle um Menschen auf ihre Seite einzuladen und sie zu Fans werden zu lassen. Dazu gehört auch, dass sie ihre Facebook-Seite im Newsletter (siehe den gut gemachten Newsletter von Design3000 mit deutlich sichtbarer Facebook-Einladung), auf ihrer eigentlichen Webpräsenz und via Twitter (wenn vorhanden) bewerben.
Seien sie aktiv. Auf der Seite und in ihrem Social Media Netzwerk. Damit die Seite sich mit Menschen und damit mit Leben füllt und sie vielfältiges, für sie wertvolles Feedback bekommen. Mehr Tipps dazu auch im Artikel "10 Bausteine für eine erfolgreiche Facebook-Fanpage – 1.000 Facebook-Fans in 6 Wochen". Und welchen Werbewert eine solche Seite generiert, habe ich in einer Musterrechnung einmal versucht zu erläutern: "Berechnung des RoI einer Facebook-Seite". Dabei sind aber die wahren Mehrwerte nicht mit eingerechnet wie Kundenbindung, Kundenfeedback, Support, Produktinnovationen, Unterstützung bei Marketingmaßnahmen.
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Und nun: viel Erfolg mit ihrer eigenen Facebook-Seite! Wenn sie Fragen haben oder meine Unterstützung beim Communityaufbau oder der Pflege der Seite benötigen, scheuen sie nicht mich zu kontaktieren.
Das Social Media Prisma aus dem Hause ethority
Ethority, eine gut aufgestellte Social Media Agentur und Kollegen von mir in der Social Media Akademie, haben zum zweiten Mal ein Social Media Prisma erstellt, das ich sehr gelungen finde. Wie viele wissen, liegen meine Wurzeln in der Welt der Kreativen. Und mein anderes, schon viel älteres Blogprojekt ist das VisualBlog. Zudem ist geplant, dass wir demnächst mit einer ganz neuen Plattform für Kreative an den Start gehen, um unsere Crowdsourcing-Aktivitäten im Bereich Kreativität noch besser abbilden zu können. Aber noch steht die Finanzierung nicht endgültig.
Gut gemachte visuelle Lösungen liebe ich. Sie faszinieren mich. Sie inspirieren. In diesem Sinne ist das Social Media Prisma extrem gelungen und wird sicherlich in den kommenden Monaten in etlichen Präsentationen auftauchen. Good job!
Berechnung des RoI einer Facebook-Seite
Ja, wer kennt sie mittlerweile nicht, die mit kritischem und Wissen suggerierendem Blick eines potentiellen Kunden gestellte Frage wenn es um Social Media Aktivitäten geht: "Und wo ist der RoI?" Dabei wissen die meisten der Kunden noch nicht einmal, was RoI bedeutet. Aber es klingt erstmal wichtig und wissend. Und wir, die wir uns mit Social Media Marketing intensiv beschäftigen und das Social Web täglich leben, wir müssen uns ersteinmal kräftig schütteln und den unangenehm kalten Schauer auf dem Rücken vertreiben. Denn das Gegenrechnen von Social Media verstößt eigentlich gegen alels, was Social Media verkörpert: Authentizität, Freiwilligkeit, Spaß, Offenheit, direkte Kommunikation.
Aber die Frage ist nun einmal da. Die Kunden fragen danach. Immer wieder. Immer häufiger. Also müssen wir darauf Antworten liefern. Mein alter Social Media Freund Hannes Treichl hat das neulich schon einmal versucht. Der Ansatz zur Berechnung des RoI für eine Facebook-Seite ist gar nicht verkehrt. Auch wenn er ganz richtig betont, dass es ein Stück weit eine Milchmädchenrechnung ist. Aber manchmal wollen die Kunden es gern vorgerechnet haben. Da ist eine Milchmädchenrechnung besser als sinnloses Gestotter oder langatmige Ausführungen.
Darum hier eine Beispielrechnung auf Monatsbasis von mir, wie eine erste RoI-Berechnung für eine Facebook-Seite aussehen kann. Basis ist für mich hier die von mir mit betreute Fan-Seite für Garmisch-Partenkirchen, die aktuell fast 3.000 Fans hat.
- Ausgangslage
3.000 Fans
28 Interaktionen pro Beitrag (Kommentar oder ein "gefällt mir") im Durchschnitt
25 Beiträge pro Monat durch die Admins der Seite
jeder Facebook-Nutzer hat im Schnitt 130 Freunde auf Facebook (statistische Angabe von Facebook)
Ich teile nun die Menschen, die ich über die Facebook-Seite erreiche, in zwei Cluster ein, für dich ich dann unterschiedliche TKP ansetzen werde. Ich unterteile Menschen - und nichts anderes sind Fans einer Facebook-Seite! - nur ungern in Klassen. Aber für eine solche Berechnung macht es halt Sinn.
- Kontakte 1. Klasse
25 x 3.000 direkte Fans (Mitteilungen der Facebook-Seite werden direkt im Newsstream des Fans angezeigt.)
= 75.000 Kontaktpunkte 1. Klasse
- Kontakte 2. Klasse
ausgehend von den Interaktionen (28 pro Beitrag bei 25 Beiträgen)
pro Monat werden 91.000 Menschen erreicht über Kommentare oder den "ich mag" Button (28 x 25 x 130)
Ihnen wird angezeigt, dass ihr Freund einen Beitrag auf der Seite kommentiert bzw. favorisiert hat.
Ja, hierbei kann es natürlich zu Dopplungen kommen. Aber für eine erste Rechnung sollte dies ausreichen.
Wir haben also insgesamt 166.000 Kontaktpunkte erreicht.
- Kontakte 1. Klasse: 75.000
Kontakte 2. Klasse: 91.000
Summe: 166.000 Kontaktpunkte
Keine schlechte Zahl für einen Monat, oder?! Nun kommt die Umrechnung in Euro auf Basis von TKP (Tausend-Kontakt-Preis) - eine Erfindung der Werbebanner-Industrie, die von Social Media eigentlich gedanklich und von der Grundphilosophie her so weit entfernt ist wie der Elefant von der Blaumeise. Für die Kontakte 1. Klasse setze ich 30 € an als TKP. Aus meiner Sicht ist dieser Wert noch viel zu niedrig. Denn wie wertvoll ein echter Fan ist, wird jeder Markenverantwortliche wissen, der Menschen nicht nur als potentielle Käufer, sondern auch als Markenbotschafter sieht. Apple, Nike oder Mercedes wissen schon lange, wie enorm wertvoll echte Herzblut-Fans für die Marke und den Markenwert sind.
- TKP Kontakte 1. Klasse: 75.000/1.000 x 30 € = 2.250 €
TKP Kontakte 2. Klasse: 91.000/1.000 x 5 € = 455 €
Plus die Chance, dass Kontakte 2. Klasse zu Kontakten 1. Klasse werden! Das sollte man nicht außer acht lassen. Denn hier greifen schnell die viralen Effekte von Social Media, die bei Facebook von technischer Seite her nahezu perfekt sind.
Das ergibt die Summe von 2.705 € Werbewert im Monat! Eine Zahl, die sicherlich viele Marketing-Verantwortliche in den Unternehmen überraschen wird. Und die Kunden dann immer wieder aufhorchen lassen.
Doch wie schon gesagt: es ist und bleibt eine Milchmädchenrechnung. Natürlich kann man den TKP auch anders ansetzen. Ich würde die Kontakte 1. Klasse, also die echten, sich offen bekennenden Fans sogar noch deutlich höher ansetzen. Aber da würden nur wenige Kunden mitgehen.
Was aber aus meiner Sicht noch viel wichtiger ist: ganz elementare Werte, die Social Media Unternehmen und Marken (dazu gehören übrigens auch Sportler, Musiker, Schriftsteller und viele andere Personen! Siehe meine Artikel über Maria Riesch und Magdalena Neuner.) langfristig bringen, können in einer solchen ersten RoI-Rechnung nicht berücksichtigt werden. Dazu muss man aber eigentlich auch folgende Punkte zählen:
- Kundenbindung durch Social Media Kanäle und Implementierung von Crowdsourcing-Mechanismen (siehe hierzu auch meinen Bericht zu Pepsi)
- Markenbildung und Markenaufbau (MountainDew machts vor)
- Nutzung Kundenfeedback für Fehlerbeseitigung und Produktverbesserung
- Auslagerung eines Teils des Supports in die Community (Nutzer helfen anderen Nutzern)
- SEO (gutes Social Media ist immer auch ein Traum für Google)
- Innovationsmanagement (neue Produkte Dank Crowdsourcing - Tchibo ideas zeigt wie es geht)
Wer möchte, kann diese Bereiche gern einmal mit vorhandenen Budgets im eigenen Unternehmen abgleichen und wird dabei auf erstaundliche Zahlen kommen. Und: nein. Bereiche wie Support, Produktentwicklung, Marketing, Innovationsmanagement sollen nicht aufgelöst und durch Social Media Strategien ersetzt werden. Aber (!) - Social Media kann und muss in der Zukunft ein wichtiges Element in den Wertschöpfungsketten von Unternehmen werden.
Wer möchte, kann mit mir gern solche Berechnungen hier in den Kommentaren oder aber auf einer der Konferenzen, auf denen ich in den kommenden Monaten sein werde, diskutieren. Zum Beispiel auf der Webinale Anfang Juni in Berlin oder aber auch im Rahmen der Social Media Akademie, zu der ich jeden interessierten Leser gern einlade. Oder aber sie holen mich zu sich ins Haus und wir reden über mögliche Social Media Bausteine für ihre Marken. Ich bin gern für sie da.
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Die Social Media Akademie ist Deutschlands erste, virtuelle Akademie in Sachen Social Web. Ich selbst bin dort als Dozent Teil des Experten-Teams und für die Felder Communityaufbau, Crowdsourcing und Social Networks zuständig.
Für 2011 planen wir gemeinsam einen eigenen, umfassenden Kurs mit Schwerpunkt Communityaufbau und Communitymanagement.
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Ich war auf der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen und berichtete in meinem WM-Tagebuch "Ich in Garmisch-Partenkirchen". Dort gibt es viele Fotos und Impressionen. Jeden Tag Neues. Und das Tagebuch kam super an.

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