Video zur Social Media Akademie
Donnerstag saßen wir zusammen - die Macher der Social Media Akademie zusammen mit einem Großteil der Experten, die die Vorlesungen in Form von Webinaren halten werden. Mein Vortrag wird sich des Themas "Social Networks und Communityaufbau" annehmen.
Hier nun ein Video für alle an der Social Media Akademie Interessierten. Es erklärt, was die Akademie bietet und wofür sie gedacht ist. Viel Spaß dabei. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die Zuhörerschaft in ein paar Wochen.
10 Gründe warum Twitter besser ist als Facebook
Hier 10 Gründe, warum möglicherweise Twitter besser ist als Facebook.
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1. Twitter ist schneller in der Verbreitung von Nachrichten.
2. Twitter ist leichter zu bedienen, da es nicht so komplex ist.
3. Twitter hat, im Gegensatz zu Facebook, das Image des "Guten". Weil der Eindruck in der Webgemeinschaft vorherrscht, dass die Daten nicht so massiv gesammelt werden.
4. Twitter wird von Google besser indiziert.
5. Twitter erlaubt einseitige Beziehungen. Bedeutet: ich kann jemandem folgen, ohne dass er mir wiederum folgen muss.
6. Twitter ist lustiger. Oder?
7. Twitter hat den sympathischeren Namen und spielt damit geschickt. Beispiel: Tweeten = "zwitschern".
8. Twitter hat durch seine offene Api ein besseres Ökosystem um sich herum versammelt. (Zum Beispiel: Tweetdeck, Twitpic und viele andere)
9. Twitter ist eine großartige "Linkschleuder" und bringt so Traffic auf andere Webseiten.
10. Über Twitter können sich Nachrichten binnen Minuten wie ein Lauffeuer verbreiten. Das Retweeten macht dies extrem einfach möglich.
Was fehlt? Die Aufzählung kann gern ergänzt werden.
Was schlussfolgern wir nun aus meinem kleinen Facebook-Twitter-Vergleich, den ich vorgestern eingeleitet hatte?
- Facebook und Twitter haben beide ihre Daseinsberechtigung.
- Man kann und sollte sie nicht 1:1 vergleichen.
- Jedes Projekt hat sein Vor-, aber auch seine Nachteile.
- Beide sind nicht mehr wegzudenken aus der Social Media Landschaft.
- Beides sind Projekte, die die Verbreitung von Nachrichten in Echtzeit extrem vorangetrieben haben.
- Beide helfen das soziale Beziehungsgeflecht im Internet immer enger zu knüpfen.
- Es gibt keinen Stillstand. Facebook und Twitter werden sich immer weiter entwickeln. Andere Player, wie aktuell Google Buzz, kommen auf die Bühne und werden möglicherweise irgendwann diesen Protagonisten den Rang ablaufen.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
(Hinweis für alle Leser auf Facebook: Bitte direkt im Blog kommentieren! Die Kommentare auf Facebook können leider nicht mit dem Blog synchronisiert werden. Was ich sehr schade finde.)
10 Gründe warum Facebook besser ist als Twitter
Hier 10 Gründe, warum aus meiner Sicht Facebook besser ist als Twitter.
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1. Das Profil in Facebook ist deutlich aussagekräftiger als ein Twitter-Profil.
2. Ich kann Bildergalerien anlegen und Bilder direkt in Facebook hochladen.
3. Ich kann Fan-Seiten einrichten und selbst Fan von Marken, Künstlern usw. werden.
4. Ich kann DM, direct messages, versenden, die länger sind als 140 Zeichen.
5. Deutlich mehr Menschen nutzen Facebook als Twitter.
6. Ich kann mein Blog mit Hilfe von NetworkedBlogs direkt in mein Profil integrieren.
7. Es gibt zahlreiche Apps, die Facebook zu einer Plattform machen, die ich stundenlang nutzen kann und die Spaß macht.
8. Ich kann Bilder und Videos direkt in meinen Nachrichten einbinden. Das Bild ist direkt zu sehen, das Video wird direkt in der Nachricht abgespielt, ohne das zusätzliche Klicks notwendig sind wie bei Twitter.
9. Facebook ist ein echtes Social Network, Twitter ist ein Short Messages Dienst. Beziehungen sind auf Facebook deutlicher abgebildet und lassen sich besser pflegen und erweitern.
10. Der Dialog ist übersichtlicher gestaltet wie auf Twitter. Kommentare werden untereinander abgebildet. Was auch nach einer gewissen Zeitspanne anderen es ermöglicht, sich in die Diskussion einzuschalten. Damit ist Facebook dialogorientierter als Twitter.
Hab ich was vergessen? Gegenmeinungen? Immer her damit.
Und übermorgen dann 10 Gründe, warum Twitter besser ist als Facebook. Hier nun auch der Link zum Artikel "10 Gründe warum Twitter besser ist als Facebook".
Miguel Helfrich, der Erfinder hinter Tchibo-ideas, im Interview: Crowdsourcing-Konzepte entfalten ihre ganze Wirkung, wenn sie in die Marketingaktivitäten integriert sind
Ich traf Miguel Helfrich Mitte Februar in einem Restaurant in Berlin, um über das Thema Crowdsourcing zu plaudern und zu hören, was ihn dazu veranlasst hat Tchibo zu verlassen und nach Berlin über zu siedeln. Heraus kam dabei dieses Interview.
Miguel Helfrich ist der Gründer von Tchibo-ideas, einem Startup aus dem Hause Tchibo. Bevor er als Head of Marketing Development Consumer Goods dieses Crowdsourcing-Projekt an den Start brachte, leitete er die Innovationsabteilung Non Food bei Tchibo.
Herr Helfrich, Tchibo-ideas ging im Sommer 2008 an den Start und stieß auf große Resonanz in der deutschen Internet-Landschaft. Hatten sie damit gerechnet?
Tchibo-ideas ist ein sehr neuartiges Konzept. Wir haben vermutet, dass wenn gerade Tchibo mit einem solchen offenen Ideenportal kommt, es eine entsprechende Resonanz geben würde. Dass dann soviel darüber berichtet wurde, hat uns sehr gefreut.
Wie lange hat es gedauert von der ersten Idee bis zum Launch des Portals?
Die Grundidee entstand im Herbst 2006. Bis diese dann genauer ausgearbeitet war, verging aber ein wenig Zeit. Damals wurde ein sehr kleines Team mit der Konzeption und Umsetzung dieser Idee betraut. Das hat sich als vorteilhaft herausgestellt, denn durch die kurzen Entscheidungswege ging die Ausarbeitung der Konzeption sehr schnell voran. Trotzdem gab es natürlich eine Vielzahl von Punkten, die zu berücksichtigen und zu klären waren. Neben der Kommunikation und Darstellung nach draußen mussten auch intern die Voraussetzungen geschaffen werden. Nach wenigen Monaten waren wir aber dann so weit, dass wir den Gang nach draußen gewagt haben.
Wie kam es zu dieser Idee? Von einer Brand wie Tchibo hätte ich diesen mutigen Schritt ehrlich gesagt nicht erwartet. Wurde die Idee vom Management angeregt oder wurde sie in ihrem Team geboren?
Tchibo möchte seine Kunden ständig durch neue Ideen begeistern. Meine Aufgabe war es, auch außerhalb der normalen Denkpfade nach neuen Wegen zu suchen und das Management und die Organisation davon zu überzeugen diese Wege zu gehen. Bei dem damaligen Management fiel das Konzept von Tchibo-ideas auf fruchtbaren Boden und ich habe schnell große Unterstützung und die nötigen Freiheiten bekommen, um Tchibo-ideas umzusetzen.
Immer mehr Unternehmen hinterfragen die Einsatzmöglichkeiten von Crowdsourcing, Open Innovation und Co-Creation. Ist das aus ihrer Sicht nur ein kurzer Hype oder steckt darin langfristiges Potential?
Der Grundgedanke von Tchibo-ideas war es, sich als Unternehmen zu öffnen, ganz bewusst auch viele Freiheiten zulassen. Durch dieses auf Crowdsourcing-Mechanismen basierende Portal hat Tchibo die Möglichkeit eine andere Form der Kommunikation zu den Menschen und zu den Kunden aufzubauen. Die Menschen werden bei der Produktentstehung direkt beteiligt. Die Produktmanager denken sich nicht an ihren Schreibtischen neue Angebote aus, sondern die Kunden wirken aktiv mit bei der Produktentwicklung.
Zwischen den Unternehmen und seinen Kunden entsteht so im Laufe der Zeit eine Beziehung, die eine ganz andere Qualität erhält. Ich bin der festen Überzeugung, dass vielen Menschen das einseitige Konsumieren von Produkten nicht mehr ausreicht. Die Konsumenten sind besser informiert, selbstbestimmter und selbstbewusster. Und sie wollen mitmachen. Man muss ihnen nur faire und geeignete Möglichkeiten dafür bieten.
Um schnell und günstig an neue Ideen heranzukommen ist Crowdsourcing nicht geeignet. Crowdsourcing, oder wie man es auch immer nennen möchte, ist in meinen Augen eine Chance eine enge Beziehung zwischen den Unternehmen und seinen Kunden aufzubauen. Die Menschen wirken direkt an den Produkten mit. Dadurch kann eine viel stärkere Identifikation mit dem Unternehmen entstehen. Am Anfang steht die Kundenbindung. Am Ende kann aus dieser Kundenbindung eine stabile Kundenloyalität werden. Es gibt eine Vielzahl von Indizien die anzeigen, dass wir erst am Anfang dieser Entwicklung stehen.
Gibt es spezifische Voraussetzungen in den Unternehmen, die erfüllt werden müssen, um Crowdsourcing-Konzepte umzusetzen?
Von Vorteil ist es sicherlich wenn in den Unternehmenswerten die Kunden und nicht die Eigenkapitalgeber an erster Stelle stehen. Damit wird die Basis für langfristigen Handel geschaffen. Voraussetzung ist es aber auch, sich auf diese andersartige Austauschbeziehung einzulassen und gegenüber den Menschen fair und ehrlich zu sein. Schließlich geht es darum für alle Beteiligten eine echte Win-win-Situation zu schaffen.
Unternehmen müssen auch lernen, mit Kritik anders umzugehen. Das erfordert bei vielen Managern ein verändertes Selbstverständnis. Die Manager werden zu Moderatoren in einem Innovationsprozess. Kommunikation steht an erster Stelle. Und Crowdsourcing bietet hierfür ideale Mechanismen.
Sie konnten mit Tchibo-ideas viel praktische Erfahrungen sammeln was den Communityaufbau unter Einsatz von Crowdsourcing-Mechanismen anbelangt. Für welche Marken und welche Segmente ist der Einsatz von Crowdsourcing aus ihrer Sicht spannend?
Ich meine, das Wichtigste beim Aufbau einer Community ist die Qualität. Zu Beginn ist man versucht nur auf die Anzahl der Mitglieder zu schauen. Sicher ist es wichtig viele Menschen anzusprechen. Eine Community lebt aber davon, dass die Menschen mitmachen. Karteileichen nutzen nur der Statistik. Schließlich muss man einer Community auch Zeit lassen, sich zu entwickeln. Es geht immerhin um den Aufbau von sozialen Strukturen. Das geht nicht von heute auf morgen.
Crowdsourcing-Konzete können für viele Unternehmen und Organisationen sinnvoll sein. Besonders dann, wenn sie ein Produkt oder Leistungen anbieten, zu denen die Menschen eine starke emotionale Beziehung aufbauen können. Die Spanne reicht hier von Gesundheit und Ernährung, über Wohnen und Kinder bis zu Autos, Urlaub und Finanzen. Schwieriger wird es bei eher weniger emotionalen Produkten und Dienstleistungen.
Meiner Meinung nach kann und sollte Crowdsourcing nicht allein der Ideenfindung und der visuellen Gestaltung von Aufgaben dienen. Als Instrument der Kundenbindung und gleichzeitig als Baustein im Marketingmix ist es mindestens genauso spannend. Haben sie diese Erfahrungen bei Tchibo-ideas auch sammeln können?
Die klassische Markenkommunikation hat sich in vielerlei Hinsicht überlebt. Viele Menschen empfinden diese weder unterhaltsam noch informativ. Sie ist zu laut, optisch aufdringlich und oft überdosiert. Der Dialog zwischen Verbrauchern und den Marken kann heute erheblich effizienter stattfinden.
Zwischen Online und Offline Präsenz des Unternehmens sollte es eine enge Verbindung geben. Crowdsourcing-Konzepte entfalten ihre ganze Wirkung, wenn sie in die Marketingaktivitäten integriert sind. Der Verbraucher kann über die Crowdsourcing-Aktivitäten mit Informationen versorgt werden. Bei Tchibo-ideas wird z.B. der Ideengeber eines Produkts in die Vermarktung integriert. Vom Ideengeber kommen, wenn er damit einverstanden ist, Name und Foto auf die Verpackung. Tchibo stellt damit den Urheber der Idee auf die Bühne.
Sie sind vor kurzem von Hamburg nach Berlin gezogen. Gibt es schon Pläne wie es weitergeht bei ihnen? Projekte, die in Planung sind?
Das Thema Crowdsourcing fasziniert und begeistert mich. Es geht um eine neue Form und komplett neue Wege der Ideenfindung und gleichzeitig um Kundenbindung. Wir befinden uns hier noch am Anfang dessen was möglich ist. Auch in der Zukunft werde ich mich intensiv mit diesem Bereich beschäftigen.
Ich bedanke mich für dieses Gespräch und würde es gern demnächst vertiefen.
Neues von Tchibo ideas
Ich habe viel zu lange schon nichts mehr von einem meiner deutschen Lieblings-Crowdsourcing-Projekte geschrieben: Tchibo ideas. Das muss ich heute mal ändern. Denn gerade wurden die Gewinner des Monats März verkündet.
Extrem interessant finde ich die Aufgabe des Monats. Der User schreibt:
Die Idee kam mir in der küche,ich wollte mir eine Suppe zubereiten,und dazu benötigte ich 750ml Wasser.Da ich kein Meßbecher zur Hand hatte,um die 750ml Wasser auszumessen,kam mir die Idee. Es muß ein Wasserhahn entwickelt werden,der die gwünschte Wasserabgabemenge mit Hilfe einer Schaltvorrichtung ermöglicht.
Somit wäre eine Ausliterung mit einem Meßbecher nicht mehr nötig,und ich glaube mit diesem Wasserhahn könnte mann in größeren Mengen Frischwasser sparen.
Ich wünsche Euch viel Spaß,bei der Lösung der Aufgabe.
Sicherlich ist das keine Idee für Tchibo, die irgendwann auch tatsächlich im Tchibo-Regal landet. Dennoch hat sie enorm viel Charme und Potential. Denn das Problem kenne ich. Und es wird nicht nur ein immer wiederkehrendes Problem angesprochen, sondern zugleich auch das Thema Nachhaltigkeit durch das nicht Verschwenden von Wasser angesprochen. Eine Idee mit Grips. Großartig.
Solche Dinge zeigen mir immer wieder, dass Crowdsourcing funktioniert. Man muss die Menschen dort draußen "nur" ansprechen. Auf die richtige Art. Mit Ausdauer, Geduld und echtem Engagement. Dann kommt auch viel zurück. Wie das Projekt Tchibo ideas Monat für Monat beweist.
Persönlich extrem gelungen finde ich "KA.POK - Tasse zum Gießen". Wie oft habe ich beim Umfüllen schon rumgekleckert. Dem kann mit dieser Idee endlich Abhilfe geschaffen werden.
Kaffeebesuch ist geladen, Milchkännchen und Zuckertopf werden aufgedeckt und verschwinden wieder für lange Zeit im Schrank. Ein Gefäß, das sowohl als Kaffeetasse sowie auch als Milchkännchen und Zuckerstreuer genutzt werden kann, muss nicht im Schrank einstauben.
KA.POK ist eine Tasse mit Ausguss. So kann aus demselben Gefäßtyp getrunken, gegossen und gestreut werden.
Der Name KA.POK setzt sich aus den Wörtern Kaffee und pokulum (lat. für Becher) zusammen.
Das Patent könnte sich schnell rentieren. Denn viele Designs sind denkbar. Viele verschiedene Tassenformen, viele verschiedene Dekors! Gern können wir dazu einen spannenden Contest machen, liebes Tchibo ideas Team. 6 Styles für die "KA.POK Tassenkollektion"? Wir haben ja bereits letztes Jahr erfolgreich zusammengearbeitet.
Ich bin gespannt, was es dieses Jahr dann an echten Produkten in den Tchibo-Regalen geben wird, die ihren Weg aus der Tchibo ideas Plattform heraus gefunden haben. Weiterhin viel Erfolg dem ganzen Team.
Lieber Herr Raab, liebe Lena – ich wär dabei / Kreativcontest als Fan-Motivator
Lena Meyer-Landruth ist unsere Sängerin beim diesjährigen Eurovision Song Contest. Und das ist ne super Sache, wie ich finde (und mehr als ein Mal auf Twitter Kund getan habe). Ich gehörte zu den ersten Fans auf Facebook und finde das Wachstum der Fangemeinde dort gigantisch.
Beim Mittag fragte mich heute ein Freund, was ich als "Web 2.0 Experte" (ich mag das Wort Experte irgendwie nicht) als nächstes tun würde, wenn ich was zu sagen hätte im Team von "Unser Star für Oslo".
Als erstes würde ich sämtliche Auftritte der TV-Shows auf Youtube freigeben, damit die Fans sie sharen, also teilen, können. Sharing gehört zum Grundprinzip des Social Web. Gern würden viele die Auftritte von Lena in ihrem Blog zeigen und auf Facebook abspielen. Doch das geht bisher nicht. Für mich komplett unverständlich. Denn es macht keinen Sinn. Wir wollen doch alle, dass sich ihre Musik verbreitet und möglichst viele Menschen erreicht.
Und als Zweites würde ich die Fans stärker einbinden um das Marketing weiter anzukurbeln. Damit schnell immer mehr Menschen sie kennen lernen. Und damit sie nicht so schnell wieder aus dem Gedächtnis gelangt. Da mein Lieblingsthema nunmal Crowdsourcing ist, denke ich da selbstverständlich an einen gut gemachten Contest, um Merchandising-Artikel erstellen zu lassen. T-Shirts bieten sich an, sind aber auch schon etwas ausgelutscht. Sitzsäcke wären genial! Denn sie passen zum Thema. Ja, ich weiß. Wir machen gerade einen Sitzsack-Contest. Der hat "55 Jahre Rock'n Roll" zum Thema und heißt "ROCK ON!". Aber darum schreibe ich das hier nicht.

(Ein Beispiel aus dem aktuell laufenden Contest von uns für CROW'n'CROW-Sitzsäcke)
Wir haben auch schon für Sony Ericsson gearbeitet oder Babyflaschen durch unsere Kreativ-Community designen lassen. Es macht Spaß, sich einbringen zu können und ernst genommen zu werden. Ein Prinzip, das während der Show ja auch praktiziert wurde.
Ich sehe Crowdsourcing als idealen Baustein, um Fans zu involvieren und bei Laune zu halten. Crowdsourcing ist ein großartiges Marketinginstrument, mit dem man verschiedene Kanäle bedienen kann. MountainDew und Doritos haben es zuletzt wunderbar vorgemacht. Crowdsourcing bedeutet: ständig Action. Immer wieder kommen Einsendungen rein. Über diese wird diskutiert. Das Voting fängt an. Es entstehen Ranglisten. Und letztendlich Ergebnisse, mit denen sich was anfängen lässt. Das Gute ist, das wir dabei unsere Kreativ-Community mit ins Spiel bringen können und damit die Qualität der Einsendungen absichern. Ein Punkt, der gern mal unterschätzt wird. Doch man will doch bei sowas vor allem auch gute Sachen sehen und nicht Einheitsbrei. Und die Ergebnisse sollen sich am Ende verkaufen.
Also: Ich würde für Lena Meyer-Landruth einen Design-Contest machen, der kurz und knackig angesetzt ist, damit er pünktlich zum Eurovision Song Contest ausläuft. Und die Leute dann die designten Dinge auch ordern können. Dabei würde ich unsere vorhandene Kreativ-Community aktivieren und unser eingespieltes Communitymanagement-Team involvieren. Die Fans auf der "Unser Star für Oslo" Seite würden dann für die Designs voten und fleißig kommentieren. Eine Schnittstelle hin zur Facebook-Fanseite macht sicherlich ebenfalls Sinn. Letztendlich entscheidet Lena selbst, welches ihr offizieller Fan-Sitzsack wird. Interviews gibts dann nur noch auf dem eigenen Sitzsack!
Also Herr Raab, liebe Lena. Wenn ihr Bock zu solch einem Design-Contest habt um das Lena-Marketing anzukurbeln und den Fans Action zu bieten - ich wär dabei. Und auf die Frage meines Freundes, ob ich das auch für umsonst machen würde, sagte ich ihm: "Für Lena - ja. Da würde ich unsere Agentur-Leistung sogar für umsonst zur Verfügung stellen!" Nur die Prämien sollten allerdings eingebracht werden durch das Management von "Unser Star für Oslo". Hach - das würde Laune machen. Falls jemand Herrn Raab kennt, sagt ihm Bescheid!
Lena Meyer-Landruth – Die Deutschen lieben Facebook
Und da sage nochmal jemand, in Deutschland hätte Facebook keine Chance. Die Fanpage von Lena Meyer-Landruth, der Siegerin von "Unser Star für Oslo", hat mittlerweile über 28.000 Fans. Letzte Woche hatte ich anhand der Fanzahlen ihren Sieg ja schon vorausgesagt. In kürzester Zeit wuchs die Fanpage und dürfte in den kommenden Wochen sich schnell den 50.000, vielleicht sogar 100.000 Fans nähern. Für mich ein klares Zeichen, wie gut Facebook mittlerweile hier in Deutschland von den Nutzern angenommen wird und sich etablieren konnte.
Aus meiner Sicht haben StudiVZ, Lokalisten, Wer-kennt-wen und wie sie alle heißen keine Chance mehr, mittelfristig gesehen. Hauptursache ist die gewaltige Innovationskraft, die Facebook ausstrahlt. Es macht Spaß Facebook zu benutzen. Im Gegensatz zu den anderen Social Networks, die nicht mehr Schritt halten können.
PS: Gern würde ich hier ein Video von Lena Meyer-Landruth einbinden. Geht leider nicht. Die Videos sind nur auf der Projekt-Seite von "Unser Star für Oslo" zu sehen. Ein echtes Manko, liebe ARD, liebes Pro7.
Idee der Zukunft: Print on demand und Crowdsourcing am Beispiel von Foodbox.de
Drucken wird immer leichter. Print on demand hat der ganzen Branche eine ganz neue Perspektive eröffnet. Viele kleine Druckereien hassen diese Entwicklung. Andere schaffen es sich damit gewaltig zu etablieren. Die ganze Branche ist, ähnlich den Zeitschriften und Zeitungen, in einem großen Umbruch.
Die Menschen können sich nun Dinge drucken lassen, so wie sie es wollen. In Kleinstauflage. Mit dem entsprechenden Preis. Fotobücher werden zum Beispiel immer beliebter. Aber gerade auch für Crowdsourcing-Projekte sehe ich Dank Print on demand traumhafte Perspektiven. In einem Artikel aus dem Oktober letzten Jahres schrieb ich:
Jeder von uns ist ein kleiner Experte. Sei es in der Küche, beim Hobby, beim Reisen, in Sachen Auto, beim Sport, im Garten. Daher lassen sich theoretisch über Crowdsourcing viele Dinge realisieren. Zum Beispiel:
* Reiseführer, erstellt durch die Community. Bestellbar via print-on-demand.
* Kochbücher, wie zum Beispiel das „Food52“ Projekt von Amanda Hesser und Merrill Stubbs es exemplarisch vormacht
* Ratgeber für den Garten, für Heimwerker, für bestimmte Hobbythemen (Modellbahn, Fotografie, Stricken)
* Comic-Communitys, um neue Talente zu entdecken und um Fans zu finden und zu involvieren. Panini ist hier schon einen richtigen Schritt gegangenWas die Ratgeber und Reiseführer angeht, ist es technisch ja machbar, dass man sich via Print-on-demand ein Buch erstellen und zuschicken lassen kann. Dieses stelle ich mir vorher auf der Crowdsourcing-Seite selbst zusammen und lasse es mir dann zuschicken. Oder ich verschenke es. Meine eigenen Tipps gemixt mit den Tipps der Community.
Die Community also sammelt Tipps zu einem bestimmten Themengebeit, wie Reise, Garten, Heimwerken, alle Formen des Sammelns oder Kochen.
Zum Thema Kochen wurde ich vor ein paar Wochen von den Jungs hinter Foodbox.de angemailt. Da sie, genauso wie ich, im Friedrichshain sitzen, trafen wir uns gleich auf einen Tee und plauderten über ihr jüngstes Projekt. Mit Cookelani, einer Community rund um Rezepte und das Kochen, sind sie schon länger auf dem Markt. Nun haben sie die Foodbox hinter her geschoben. Ein Projekt, das ich extrem spannend finde! Ich bin gespannt, wann die ersten Investoren ihre Fühler ausstrecken.
Bei Foodbox.de geht es darum, sich sein eigenes Kochbuch zu gestalten, ausdrucken und zuschicken lassen zu können! Alles wird in Berlin gedruckt und verpackt. Eines der spannenden Dinge dabei ist es, dass man ganz bewusst mit einem Ringbinder-System arbeitet, so dass man sich weitere Blätter später ausdrucken und auch zuschicken lassen kann. So kann das eigene Kochbuch weiter wachsen. Clever gemacht! 25 Rezeptseiten kosten dabei 24,95 EUR.
Auf der Startseite von Foodbox.de heißt es unter anderem:
Wählen Sie Ihre Startgröße und ändern Sie anschließend Cover, Titel und Inhalt. Ihr Vorteil? Sie haben in jeder FOODBOX bereits eine Vorauswahl von Lieblingsrezepten der Redaktion.
Man versucht geschickt die Angst vor einem leeren Blatt Papier zu nehmen. Das Prozedere ist denkbar einfach. Man wählt nach dem Login ein vorgefertigtes Rezeptbuch aus, zum Beispiel "Salate und Desserts". Darin findet man bereits 25 fertige Rezepte wie zum Beispiel "Quarkcreme mit Himbeeren" oder "Kheer Reispudding mit Mandeln". Allesamt stammen sie aus der Redaktion. Das ist eine der großen Stärken der Foodbox. Und aus meiner Sicht unerlässlich für Crowdsourcing-Projekte dieser Dimension.
Es bedarf einer readktionellen Betreuung und Unterfütterung mit Content, um ein auf Content ausgerichtetes Crowdsourcing-Projekt zum Erfolg zu führen.
Dies ist bei der Foodbox der Fall. Ein weiterer großer Vorteil für das Team ist hierbei, dass sie mit Cookelani bereits eine Community rund um das Thema Kochen aufbauen konnten! Beide sind lose miteinander verzahnt. Aus meiner Sicht muss die Verzahnung noch viel enger sein. Erst dann macht es so richtig Sinn. Man muss sich aktuell leider noch bei beiden Projekten separat anmelden und einloggen. Gut wäre es, wenn die Login-Daten übernommen werden könnten, für die Nutzer, die das möchten. Ich weiß, dass es da technische Hürden im Hintergrund gibt. Aber die Usability ist bei einem solchen Projekt elementar wichtig. Und da hapert es noch an der ein oder anderen Stelle. Ein wenig nervig finde ich auch die halbgrauen Texte überall. Schaut zwar schick aus auf den ersten Blick, lässt sich aber super schlecht lesen, Leute! Unbedingt ändern.
Lieben tue ich ja "drag & drop", also wenn ich Bausteine direkt in meine eigene Foodbox ziehen kann. Sehr cool! Das Hinzufügen von Rezepten geht denkbar einfach. Man kann sich aus verschiedenen Kategorien bedienen oder seine eigenen Rezepte anlegen. Und genau das macht es aus meiner Sicht so spannend:
Ich kombiniere Inhalte, die aus der Community kommen, mit eigenen Inhalten und erhalte ein Produkt, das ich via Print on demand ausdrucken und mir zusenden lassen kann. Und gleichzeitig bereichere ich damit das Contentangebot für die Community.
Das ist Crowdsourcing von seiner besten Seite! Jeder hat etwas davon.
Solche Kochbücher lassen sich prima verschenken. Dadurch, dass man sich 25 weitere Blätter später zuschicken lassen kann, ist das Buch wunderbar erweiterbar. Ich kann immer mal wieder stöbern, was es für neue Rezepte gibt. Wenn die Community funktioniert, dann wird die Datenbank an spannenden und ausgefallenen Rezepten immer weiter wachsen.
Aber das ist die große Kunst bei langfristig konzipierten Crowdsourcing-Projekten: erst einmal muss ich es schaffen, dass die Community aktiv wird. Hier muss auch Foodbox.de noch aktiver werden. Die Verbreitung im Social Web zum Beispiel ist noch deutlich zu gering. Ein Widget für das eigene Blog mit meinen eigenen Rezepten wär eine super Sache für jeden Blogger.
Ich liebe dieses Konzept. Es ist aus meiner Sicht nur eine Frage der Zeit, bis weitere Themengebiete erschlossen werden. Alles was mit do it yourself zu tun hat, bietet sich perfekt an. Bastler, Gartenfreaks, Hobbyschrauber, Autonarren... Die Liste ist schier unendlich. Und alle sehnen sich doch nach Austausch in ihrem Interessensgebiet, mit Gleichgesinnten. Es lebe die Nische!
Über ein solches Print on demand Tool wie Foodbox.de bekommen die Nutzer ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie ihr Wissen sogar für andere wie auch für sich selbst anfassbar machen können! Und die Community kann dadurch wachsen und vom Beitrag jedes Einzelnen profitieren. Ein solches Startup hat sogar ein eingearbeitetes Businessmodell! Großartig.
Ich wünsche viel Erfolg und bin gespannt, wo die Reise hingeht und was es an weiteren Crowdsourcing-Projekten mit Print on demand Baustein in der Zukunft geben wird. Noch schlafen die großen Verlage.










