Verbraucher bevorzugen interaktive Informationskanäle
Schon vor ein paar Wochen stieß ich im wunderbaren Commercial Communities Blog von Dr. Kai-Uwe Hellmann auf den Artikel mit gleichzeitiger Kernaussage: "Verbraucher bevorzugen interaktive Informationskanäle für Produkte und Dienstleistungen". Dabei geht es um eine Marketingstudie der Handelshochschule Leipzig (HHL) und McKinsey & Company.
Die repräsentative Befragung von 1.500 Konsumenten in den Bereichen Mobilfunk, Filialbanken und Unterhaltungselektronik zeigt: Zwar nutzt jeder dritte Konsument klassische TV-Werbung, Zeitungen, Zeitschriften und Kataloge zur Information über Produkte und Services – als ausschlaggebende Informationsquelle vor einer Kaufentscheidung gelten diese Kanäle aber für weniger als fünf Prozent der Käufer.
Lieber informieren sich zum Beispiel Kunden, die vor einer konkreten Kaufentscheidung im Bereich Unterhaltungselektronik stehen, direkt im Einzelhandelsgeschäft (39 Prozent) und vor allem online: Die Seiten von Internethändlern und Herstellern sowie Foren und Web-Communities nennen mehr als 50 Prozent als den für sie wichtigsten Informationskanal.
Bemerkenswert: In allen drei untersuchten Branchen ähneln sich die Befragungsergebnisse
schreibt Dr. Kai-Uwe Hellmann. Da ich mich mit dem Agieren in Social Networks beschäftige und solchen Fragen:
- "Wie gelingt es eine Community authentisch wachsen zu lassen?"
- "Was muss ich den Mitgliedern bieten, damit sie aktiv bleiben?"
- "Welche Mechanismen funktionieren um eine lebendige Community aufzubauen?"
sind solche Untersuchungen natürlich extrem spannend. Und diese Studie untermauert eigentlich das, was ich meinen Kunden schon seit langem sage: Setzen sie auf Social Media. Denn hier kann Mundpropaganda initiiert werden, die deutlich wertvoller ist wie die klassischen Marketingmaßnahmen.
Weiter ist zu lesen:
"Die Konturen von Vertriebs-, Kommunikations- und Informationskanälen verschwimmen zunehmend; der Kunde wird souveräner und entscheidet selbst, auf wessen Meinung er vertraut“,
erläutert Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg von der HHL.
Dieser Trend stelle für Serviceanbieter, Händler und Hersteller eine besondere Herausforderung dar“, so Kirchgeorg, „denn die in Social Media geäußerten Meinungen über bestimmte Produkte und Marken sowie die daraus resultierenden Image- und Umsatzeffekte liegen außerhalb des direkten Einflussbereichs der Anbieter.“"Dem Kundenbedürfnis nach mehr und besserer On- und Offline Interaktion müssen Unternehmen Rechnung tragen“,
so Christoph Erbenich. Entscheidend sei es, die Marketing- und Vertriebsbudgets in Bezug auf alle Kundenkontaktpunkte integriert zu steuern.
"Nur so kann man den gestiegenen Anforderungen der Kunden nach Qualität, Konsistenz und Authentizität entgegenkommen – sei es im Beratungsgespräch mit einem Callcenter-Agenten, bei der Produktvorführung im Kaufhaus oder im Chatroom eines Online-Händlers“
Integrierte Marketingkampagnen. Mit Social Media als mindestens gleichberechtigtem, wenn nicht sogar dem wichtigsten Baustein - das ist die Zukunft des Marketing. Davon bin ich felsenfest überzeugt.








Januar 15th, 2010
Das Problem ist, man kann den Unternehmern sagen und zeigen was man will, ich habe immerwieder das gefühl die sind im Dornröschenschlaf und was das Internet betrifft noch nicht im Jahr 2000 angekommen. Das Social Media Jahrzehnt was nun begonnen hat wir schnell zeigen ob sich das rächt oder nicht.
Januar 15th, 2010
Ich denke, der entscheidende Punkt steht schon in der Überschrift “Verbraucher”. Unternehmen, die Produkte für den Konsumenten verkaufen, müssen sicherlich die Zeichen der Zeit erkennen und Social-Media als festen Bestandteil ihrer Marketing-Aktivitäten begreifen. Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass jedes andere Unternehmen, das B2B-Geschäft betreibt, damit auf den richtigen Kanal setzen würde.