Tyler Brûlé brüllt heraus, dass er keine Ahnung hat vom Social Web
Wann haben denn die Leute wirklich zum letzten Mal ihre Facebook-Seite aktualisiert? Die meisten nutzen die Website doch nur noch, um vor einem Interview oder einem Vorstellungsgespräch nachzuschauen, wie ihr Gegenüber aussieht. Diesem ganzen Hype um digitale soziale Netzwerke wird die Luft ausgehen, weil es erstens mittlerweile eine ganze Reihe von ihnen gibt und zweitens niemand sagen kann, wie man damit Geld verdient.
Wer sagt so etwas? Tyler Brûlé, Londoner "Zeitschriften-Erfinder". Und er sagt damit klar und deutlich:
Ich habe null Ahnung vom Social Web. Sag aber mal: das taugt nix.
Das finde ich einfach nur verdammt schade. Denn auch ich glaube an "Premium Content", an gut gemachte Zeitschriften und an die Zukunft des Journalismus. Ich bin ein Kind des Web 2.0. Und ich lese regelmäßig den Tagesspiegel, habe die GEO abonniert und meinem 6jährigen Sohn ein Mosaik-Abo zum Geburtstag geschenkt. Bücher sind etwas Großartiges. Ich lese pro Monat zwei bis drei Stück.
Aber auch das Web 2.0 ist etwas Geniales. Und wer sagt, Facebook & Co. sind Schwachsinn, der zeigt, wie blind er durch die Welt geht. Schade um ein an sich nicht unspannendes Interview in der Zeit.
PS: Ich aktualisiere meinen Facebook-Account mehrmals täglich. Wie auch die meisten meiner 400-Facebook-Kontakte. Das geht vor allem auch mit einem Smartphone, Herr Brûlé. Schonmal von gehört? Damit kann man viele tolle Sachen mit seiner Facebook-Pinwand machen. Das Ganze dient dazu Spaß zu haben - Oh ja. Internet macht Spaß! - und um soziale Kontakte zu pflegen. Eine Sache, die mit einer Zeitung in keinster Weise geht. Aber ich befürchte, das verstehen sie auch in 10 Jahren noch nicht.







